MontanaBlack zur Kritik an Twitch-Streamern durch ZDF Magazin Royale: „Jeder ist selbst für sich verantwortlich“

MontanaBlack zur Kritik an Twitch-Streamern durch ZDF Magazin Royale: „Jeder ist selbst für sich verantwortlich“

Der deutsche Twitch-Streamer Marcel „MontanaBlack“ Eris war Ziel einer Parodie von Jan Böhmermann im ZDF Magazin Royale vom 16. September. In der Sendung wurde Twitch-Streamern vorgeworfen, für Glücksspiel bei Spielen wie FIFA 22 zu werben. In einem Twitch-Stream erklärte MontanaBlack, wie er auf die Diskussion um Lootboxen schaut. MontanaBlack sieht die Verantwortung nur zu geringen Teilen bei EA oder Twitch-Streamern: Er sieht den Staat in der Pflicht.

Worum ging es im ZDF Magazin Royale?

  • Am Freitag, dem 16.9., behandelte eine aktuelle Ausgabe des ZDF Magazin Royale das Thema „Ingame-Käufe“ bei Spielen wie FIFA 22.
  • Der Satiriker Jan Böhmermann kommentierte die eigene Sendung in der Rolle eines Twitch-Streamers, der an den deutschen Streamer MontanaBlack angelehnt war. So schauderte er, als das Thema „Steuern“ erwähnt wurde.
  • Am Ende des Videos beschimpfte der Moderator Böhmermann den Streamer Böhmermann als „Arschloch“, der so etwas wie Lootboxen auch noch bewerbe.

Käppi, Muskel-Shirt, Kette um den Hals und eine dicke Uhr: Die äußeren Kennzeichen von MontanaBlack waren in der Figur von Böhmermann deutlich zu erkennen:

„Ich hab eine reine Weste“

Das sagte MontanaBlack vor der Ausstrahlung: Noch bevor die Sendung am Freitag ausgestrahlt wurde, war MontanaBlack mit dem Streamer Trymacs auf Twitch live zu sehen.

Trymacs fragte MontanaBlack, wie er es finde, dass Böhmermann ihn offenbar parodiere:

  • Trymacs: „Solltest du das sein?
  • MontanaBlack: „Jo, geh‘ ich mal davon aus. Weiß ich nicht. Zumindest – also definitiv war es auch eine Anspielung an mich. Aber ich glaube, wenn es so ’ne komplette Sache gewesen wäre, dann hätte man eventuell noch so ein Tattoo …“
Trymacs schaut dabei zu, wie Böhmermann gegen FIFA 22 und Twitch-Streamer wie ihn wettert: „Er meint doch nicht mich!“

MontanaBlack jedenfalls sah dem Auftritt locker entgegen. Er habe eine reine Weste. Casino habe er das letzte Mal vor 3,5 Jahren gezeigt. Nur das „E-Zigaretten“-Ding könne Böhmermann aufmachen, aber die rauche er ja nur, er habe selbst keine Zigaretten auf dem Markt.

Es nerve ihn allerdings, wenn ihn tausende Leute fragten, was es damit auf sich habe und er selbst es einfach nicht wisse.

Auch wenn MontanaBlack sagte, er habe eine reine Weste, klang es so, als hätte MontanaBlack die Befürchtung, als Sündenbock für Casino-Streams oder E-Zigaretten herhalten zu müssen. Diese Kritik fand er schon im Vorfeld unfair.

Der Streamer sagte: An sich möge er ja Böhmermann und könnte mit dem eigentlich auch privat befreundet sein – nur dieses Ding vor einigen Jahren, als Böhmermann seiner Community vorwarf, aus Jung-Nazis zu bestehen, das sei ein großer Fehler des Satirikers gewesen. Gegen den Vorwurf habe sich MontanaBlack ja auch gewehrt.

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MontanaBlack lässt Video von Anwalt checken

Das sagte MontanaBlack, während der Ausstrahlung: Während die Sendung bereits in der Mediathek zu sehen war, sendete MontanaBlack noch auf Twitch. Mittendrin schaute er auf sein Handy, las kurz und sagte dann zu Trymacs:

Es geht um Ingame-Käufe. Mein Geschäftspartner schreibt mir grade: Alles gut, geht um Ingame-Käufe. Parallel der Erste, der das Video geguckt hat, war mein Anwalt. Man weiß ja nie, was da für Quatsch behauptet wird. Man hat eine Größe, Digger, wo man immer 24/7 Anwälte erreichbar haben muss.

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„Ist Content für uns“

Was sagt MontanaBlack zu der Kritik an Streamern im Beitrag? Wie Trymacs sieht MontanaBlack nur eine geringe Verantwortung bei sich, wenn Zuschauer zu viel Geld in Lootboxen bei FIFA stecken. Der Streamer sagt:

Man kann jeden größeren Influencer nehmen, der FIFA spielt oder CS:GO oder whatever und Case-Openings macht und das ist etwas, das man definitiv kritisieren kann. Das sind sich ja auch ein Max [Trymacs] oder ich oder auch die anderen bewusst – dass es im Grunde nicht weit von Glücksspiel ist.

Aber es ist Content für uns und wir hoffen einfach, dass die Leute schon realisieren, dass wir Leute sind, die mehr Geld haben und die es da auch verprassen. Und ich hoffe, dass die Leute Herr über sich selbst sind und am Ende ist halt jeder auch selbst für sich verantwortlich.

Die Schuld für das Problem sieht MontanaBlack bei:

  • 1% EA
  • 4 % die Streamer
  • und 95 % „Vater Staat“, der das erlaube

MontanaBlack sagt, wäre er an der Stelle von EA und wären Lootboxen legal, würde er das auch sofort machen.

Mit „Vater Staat“ hat MontanaBlack immer wieder Probleme. So ärgerte er sich im April 2021 über die Auflagen, die ihm drohten. Er liebäugelte damit, Deutschland in Richtung Malta zu verlassen. Dort müsste er weniger Steuern zahlen und könnte wieder dem Glücksspiel auf Twitch frönen.

Wie gefährlich Glücksspiel sein kann, zeigt derzeit der Streamer „ItsSlikeR“, der sich über mehrere Jahre Geld von Zuschauern und befreundeten Streamern geliehen hat – zurück zahlte er nichts:

Wegen Glücksspielsucht betrügt großer Twitch-Streamer Fans und Freunde um 200.000 € – Zeigt jetzt Reue

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EsmaraldV

Es ist natürlich die einfachste Lösung eines Streamers, die Schuld von sich zu weisen und Vater Staat die volle Verantwortung zu überlassen…

Allein die Teilung der Verantwortung von Montana lässt erkennen, wie wenig er sich mit der Materie beschäftigt bzw. wie egal ihm dieses Thema ist. Jeder Streamer/Influencer hat eine soziale Verantwortung gegenüber der Gesellschaft – jeder Streamer/Influencer weiß, welche Gefahren und Risiken diverse „Onlinebeschäftigungen“ mit sich bringen.

Hier öffentlich zu sagen, „Streamer haben nur 4% Schuld und EA nur 1 %“…das ist lächerlich!!! Da wird ein System und Menschen ausgenutzt, um sich finanziell zu bereichern, mehr nicht! Und das von beiden: EA und Streamer!

Schäm dich!!!
Ich frag mich hald, wieso solche Leute und solche Unternehmen noch unterstützt werden…🙄

Todesdose

„am Ende ist halt jeder auch selbst für sich verantwortlich“ oder auch „Eigen Verantwortung“, genau wie bei den Corona Maßnahmen, klappt immer super, Daumen hoch. Das Problem ist aber natürlich das so einer gleich ins Ausland flieht, sollten schärfere Regeln kommen und damit die Bemühungen des Staates, der in seinen Augen ja verantwortlich ist einfach umgeht.

Firefix

„Er habe eine reine Weste“
Niemand hat das.

Vallo

Was für ein Müll. Weiß er was Influencer heißt? Nicht ohne Grund. Er ist ein Mensch der Öffentlichkeit. Natürlich hat es was mit ihm zu tun, denn der beeinflusst viele Mensxhen, ob er will oder nicht. Auf den eigenen Verstand der Menschen appellieren oder hoffen… wie naiv. Wenn man verstand hätte würde man sich sowas nicht einmal anschauen.

Hisuinoi

Die Aussage von MontanaBlack mit den Lootboxen finde ich schon irgendwie frech „Soll der Staat einfach regeln und es nur eine geringe Verantwortung der Entwickler und Streamer sei.“.

Ich finde Lootboxen an sich nicht verkehrt ein bisschen Glücksspiel ist ja auch reizvoll. Aber wenn dann ein faires Lootbox System das nicht übertrieben wird.
Von Verboten halte ich generell nichts da finde die Regierungen die Lootboxen und so Generell Verboten haben, leben nicht mehr Zeitgemäß den Glücksspiel ist und war schon immer ein Teil von uns Menschen. Selbst Tradingcards mit den Boostern ist ja auch auf eine Art und weiße Glücksspiel und niemand beschwert sich da.

Ich finde es eher nur eine frechheit das Entwickler für digitale Sachen mehr oder gleichviel verlangen als für die Physischen vertreter. Und das nicht nur da auch im Digitalen Segment wie z.B. Bücher und PDFs.

Die größte Verantwortung trägt IMMER der Entwickler.
Eine gewisse Verantwortung trägt auch ein Streamer, aber das deshalb komplett zu Unterbinden halte ich auch für übertrieben aber so Warnungen wie beim Glücksspiel sollte definitiv Pflicht sein.
Und der Staat sollte eher das mit der Buchpreisänderung auf den Stand der Zeit bringen und das mit Zufallssystemen wie z.B. Lootboxen so Regeln das die fair aufgebaut werden sollen.
z.B. das ein Spieler auswählen kann welches Items der gerne hätte, dann erhöhte Chancen erhält,.. und je nach Paketpreis nach jeden 3-5ten Kauf das Item garantiert erhält. Irgendwie sowas in der Art.

ValeriaCaissa

Vollkommen korrekt, es ist lächerlich dass ein Streamer sich und den Hersteller so aus der Schußlinie herauszubringen versucht. Verantwortlich sind alle aber vor allem der Anbieter und die sollten bessere Bedingungen auch schaffen, ohne dass man ihnen vorher auf die Finger klopfen muss.

BavEagle

Generell richtig, die eigentliche Verantwortung liegt bei den Entwicklern. Unter modernen Umständen des extremen Egoismus und der ständigen Gier nach noch mehr Gewinn fehlt es den Unternehmen aber an Selbstverantwortung. Dazu tragen dann Streamer, Influencer & Co. massiv bei, welche das Rad noch kräftig weiterdrehen, auch nur im Sinne ihres eigenen Gewinns.
Nur deshalb braucht es gesetzliche Einschränkungen, vor allem wenn schon der erwachsene Konsument all die negativen Entwicklungen aus derartigem Verhalten nicht mehr bedenkt und ignoriert. Das betrifft mittlerweile ja auch viele Themen wie u.a. auch Scalper bei PS5, ähnlichen Produkten u.v.m. oder jemals darüber nachgedacht, was Dir die moderne Gesellschaft bereits so Alles indirekt und auch direkt quasi aufzwingt, ob Du willst oder nicht ? Wehe, wenn Du dann noch Kinder hast, dann wird das Smartphone für den 6-Jährigen zum kleinsten Problem 😉

Eine Umkehr zur Selbstverantwortung und fairen Geschäftsmodellen ist leider nur noch Wunschdenken. Im Gegenteil, dank Social Media, Streamern und Influencern werden Unternehmen in ihrer endlosen Gier nur bestärkt, Denk- und Verhaltensweisen der Gesellschaft massivst dazu beeinflusst.

So denke ich auch nicht, daß dem Patagonia-Beispiel viele so oder ähnlich folgen werden. Leider, denn inwiefern ständiges Streben nach immer mehr Gewinn einfach allen nur schadet, hat Chouinard schon früh und richtig erkannt. Sagt einem aber auch der gesunde Menschenverstand, den viele scheinbar aber bereits nicht mehr besitzen sondern lieber zum puren Entertainment blind & naiv irgendwelchen Helden der heutigen Zeit followern.

Aldalindo

an mir wäre der Beitrag völlig vorbei gegangen, weil ich böhmermann schon lang nimmer schaue, weil er einfach net (mehr?) lustig ist …. dann heut, weil ich gerade krank bin (aus Langweile und Neugierde) da mal reingeschaut: a) again überhaupt nicht mein Humor b) alles was er bringt ist schon lange bekannt; jeder einigermaßen wacher gamer weiss den Kram und die meisten Eltern von 30-40 heute haben selbst gezockt (oder tun es noch) und sollten sich auch auskennen (das sie dann trotzdem in die Sucht und gachafalle tappen ist ein anderes prob; ob da diese Sendung hilft fraglich)….sorry der ganze Beitrag und eigentlich die ganze Sendung ist immer mehr für ein Publikum 50+ oder gar 60+…Böhmermann war mal progressiv heut ähnlich wie die Galadriel in der neuen HdR-Serie einfach ein ewig motzender Ewigjugendlicher😋

Zuletzt bearbeitet vor 9 Tagen von Aldalindo
EsmaraldV

ok…informier dich bitte das nächste mal über Hr. Böhmermann…

p1ddly

Klassischer Fall. Der Staat soll mal schön regeln. Und wenn der Staat dann regelt isses auch verkehrt.

Ich hab auf jeden Fall harte Arbeit, meinen Kids zu erklären wieso irgendwelche Pack Openings und dieser ganze Müll auf YT und Twitch die reine Verarsche sind und man dadurch gezielt versucht, Kinder in eine teure Suchtfalle zu locken.

Ist ja nicht nur Monte, sind auch diese ganzen Clash of Clans/Brawl Stars YT Affen, die von Supercell Accounts gestellt bekommen und im ersten Satz erklären, dass das bloß niemand nachmachen soll und dann Lootboxen im Wert von mehreren K Euro öffnen.

ValeriaCaissa

Das zielt nur gar nicht auf Kinder ab.

p1ddly

Was vollkommen egal ist, die Kids sinds die gucken.

ValeriaCaissa

Und wo ist das Problem darin, dass sie es gucken? Also wohlgemerkt einfach im allgemeinen? Poker läuft auch im Fernsehen, letztens erst wieder Maverick mit Mel Gibson mitten am Tage.

p1ddly

Man merkt an deinen Antworten, dass du so ganz grundsätzlich im RL mit dieser Frage noch nicht konfrontiert wurdest.

ValeriaCaissa

Man merkt, dass du versuchst abzulenken, anstatt tatsächlich die Frage zu beantworten.

p1ddly

Sagt ausgerechnet die Person, die es mit whataboutism versucht oO

ValeriaCaissa

Vielleicht solltest du den Unterschied zwischen Whataboutism und Beispielen lernen. Es geht darum zuzusehen wie jemand Glücksspiel spielt, das sind Beispiele von Glücksspiel – zum angucken.

BavEagle

Sorry, aber ganz schlechtes Beispiel. Du vergleichst ’nen Spielfilm, der durchaus einige gute moralische Ansätze besitzt, mit Glücksspiel ? Wenn dann komm bitte mit tatsächlich für Minderjährige nicht tauglichen TV-Sendungen wie Abzocker-Gewinnspiele diverser Sender oder Paradebeispiel „Werbung für eis.de“ am helllichten Nachmittag.

Erklär vor allem Letzteres dann bitte mal Deinen Kindern. Aber Hey, in dieser modernen Zeit entspricht auch selbiges dann schon der Normalität und bestimmt kommt noch wer um die Ecke, der meint, man kann nicht früh genug aufklären 🙈
Warum das aber so ist, hast Du Denkweisen wie den Deinigen zu verdanken, welche Gefahren und Risiken immer mehr ignorieren und damit Alles einfach immer früher stattfinden muss. Selbst dann, wenn Kinder dazu geistig definitiv noch nicht bereit sind.
Nicht zuletzt solltest Du Dir mal Statistiken geben, wieviele 16-25 Jährige bereits enorm verschuldet sind und das hat seinen Grund. Bei gewissen Vorbildern und anhand deren Beeinflussung muss man sich darüber echt nicht wundern.

ValeriaCaissa

Ich vergleiche einen Spielfilm, weil es in dem Spielfilm um Glücksspiel geht und das jeder sehen kann, auch Kinder. Wenn ich behaupte, dass zusehen bei Glücksspiel sei hochproblematisch, ganz generell, dann hat das Konsequenzen und zwar das alles was mit Glücksspiel zutun hat, wo man den Akt des Glücksspielens sieht, problematisch ist. Ich kann nicht sagen“ Ja bei Twitch ist das schlimm aber wenn auf ProSieben Poker gespielt wird oder Mel Gibson in einem Film abräumt, dann ist das was ganz anderes“.

Ich komme nicht mit was anderem, weil andere andere Themen sich nicht um Glücksspiel drehen. Eis.de geht bspw. um Sexspielzeug. Wobei ich keine Ahnung habe, warum das ein Problem sein soll aber vermutlich glaubst du auch Menschen masturbieren erst mit 18…

Zurück zum eigentlichen Thema (sieht man, warum ich davon nicht geredet habe). Auch Schulden sind nicht das Thema, jedenfalls nicht im Allgemeinen. Das Thema ist Glücksspiel, Lootboxen, Kartenpakete und Ähnliches. Also bitte, gib mir die Statisten wieviele 8 bis 17 Jährigen durch Lootboxen und Co. extrem verschuldet sind.

Fakten sind irgendwie besser als Moral.

BavEagle

Fakt ist…
In mehreren Spielfilmen sieht man Poker-Szenen und die Leute könnten genauso gut MauMau oder ähnliches spielen. Eine Szene von einem Kartenspiel, welche keinen weiteren Einfluss auf den Zuschauer in dessen realem Leben hat. Nur so am Rande: Minderjährige haben keinen Zutritt zu realen Casinos.
In Streams sieht man dagegen Case-Openings, welche ein Glücksspiel in einem auch von Minderjährigen gespielten Videospiel zeigen. Aufgrund Begehrtheit der Items dieser Lootboxen wird dabei deutlich Einfluss auf den Zuschauer genommen, das Verlangen nach diesen Items sogar noch gesteigert und die reelle Chance falsch vermittelt. Derartiges können vor allem Minderjährige oftmals nicht begreifen.

Und warum ich Werbung für eis.de nannte ?
Wegen Deiner schon vorprogrammierten Antwort und wie ich bereits schrieb: Alles muss immer früher stattfinden, auch wenn geistig noch gar nicht so weit. Dadurch wird eine vernünftige Kindheit aber blockiert und es werden Dinge zur Normalität erklärt, die zu jungen Menschen schaden. Kinder haben dabei schon gar nicht mehr die Zeit, um vernünftig aufzuwachsen und anständige Verhaltensweisen zu erlernen.
Wie Dir aber auch bereits geschrieben wurde:

Man merkt an deinen Antworten, dass du so ganz grundsätzlich im RL mit dieser Frage noch nicht konfrontiert wurdest.

Deshalb auch hinsichtlich Deiner Frage zur Verschuldung von 8 bis 17 Jährigen:
Die Kreditkarte von Mama/Papa geklaut, um damit Smartphone-Spiele zu finanzieren, ist Dir dann wohl auch noch unbekannt ? Kommt heutzutage leider auch immer öfters vor und auch dabei liegt der Grund an immer früheren falschen Verhaltensmustern, welche so einige Menschen heutzutage bereits nicht weiter schlimm finden.

Das ist auch keine Frage der Moral sondern ganz einfach:
Wenn Streamer, Influencer und Leute wie Du all diese Dinge für normal erklären, dann ist ein Kind noch nicht in der Lage, die negativen Folgen selbst zu sehen. Ein Kind lässt sich von Denk- und Verhaltensweisen der Streamer beeinflussen und eben auch davon, wenn immer mehr Menschen so denken wie Du. Damit trägst auch Du die Verantwortung für moderne Verhaltensweisen von Kindern und daraus resultierenden später Erwachsenen.
Schon zu oft gesagt: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Aber vielleicht teilst Du ja bereits dieses Schicksal 😉

ValeriaCaissa

Wenn du meinst, dass Poker zusehen unproblematisch ist, dann ist es auch unproblematisch Pack-Openings. Entweder ist es grundsätzlich ein Problem Glücksspiel zu sehen oder es ist kein Problem. Ich kann mich nicht hinstellen und sagen, Pack Openings sind ein Problem aber Poker ist okay. Es geht nur entweder oder. Altersbeschränkungen für irgendwelche Casinos sind völlig unerheblich. Es geht ganz grundsätzlich um Glücksspiel und dabei grundsätzlich darum ob das ansehen irgendwas mit einem macht oder nicht. Es geht nicht um irgendwelche Detailfragen, sondern um Grundätzlichkeit.

Wenn wir zu Detailfragen kommen, dann stellen wir wiederum fest, ja in den spielen die auch Kids spielen gibt es Mikrotransaktionen verschiedenster Art aber die Kids haben kein Einkommen, um hier irgendwie Geld reinzublasen. Daher kommen ja auch immer wieder Geschichten von den Kreditkarten der Eltern. Nur dass das halt hypothetische Ereignisse sind, Annahmen, Unterstellungen und keine statistischen Daten. Zu Mal schießt man sich damit selber ins Knie, eben man tatsächlich Glücksspiel wie eben Kartenspiel rausnehmen will, weil man ja nicht in ein Casino kommt. Wenn man einfach annimmt, die Minderjährigen nutzen falsche Informationen und die Daten anderer, geht das natürlich auch dafür.

„Derartiges können vor allem Minderjährige oftmals nicht begreifen.“

Eine typische Behauptung ohne jeden Beleg beim Thema Jugendschutz. Noch Mal, man kann sich ja gern Mal mit den Statistiken beschäftigen zum Thema Suchtverhalten (abseits von Substanzen) und dann noch Mal hier her zurückkommen.

„Und warum ich Werbung für eis.de nannte ?
Wegen Deiner schon vorprogrammierten Antwort und wie ich bereits schrieb: Alles muss immer früher stattfinden, auch wenn geistig noch gar nicht so weit. Dadurch wird eine vernünftige Kindheit aber blockiert und es werden Dinge zur Normalität erklärt, die zu jungen Menschen schaden. Kinder haben dabei schon gar nicht mehr die Zeit, um vernünftig aufzuwachsen und anständige Verhaltensweisen zu erlernen.“

Viel Text und auch wieder nur viel Annahme aber keine Fakten. Bauchgefühle sind keine Wahrheit und ersetzen keine Recherche. Du kannst gern versuchen herauszufinden, wie Werbung für Eis.de Menschen schadet. Bis dahin, würde ich solche Absätze schlichtweg nicht schreiben. Nicht dass du es nicht machen darfst aber du läufst Gefahr, dass irgendwer Mal von dir verlangt diese vagen Annahmen zu belegen.

„Schon zu oft gesagt: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Aber vielleicht teilst Du ja bereits dieses Schicksal 😉“

Ich teile das Schicksal nicht, weil ich tatsächlich ständig dazu lerne. Bevor ich in die Tasten haue, recherchiere ich lieber zu einem Thema. Checke Fakten. Messe Erfahrungen nur sehr geringen wert bei, also von anderen als eben auch mir selbst.

Compadre

Glaube, du hast grundsätzlich ein paar Dinge nicht ganz begriffen.

Grundsätzlich ist Poker kein reines Glücksspiel. Kenne jetzt zwar den Film nicht, den du meinst und wie es dort dargestellt wird, aber zum Pokern gehören auch Skills. Bei den Lootboxen in FIFA ist das anders. Da gibst du Geld aus, bekommst eine Box und drückst auf einen Knopf. Ob du gewinnst oder verlierst hängt also nur vom Glück ab, anders als beim Poker.

Dann zu dem rechtlichen Unterschied: Lt. Wikipedia ist der von dir genannte Film mit FSK 12 versehen. Also ab dem Alter sollte relativ verständlich von Realität und Fiktion unterschieden werden können.

Den Punkt, auf den sich @p1ddly oben bezieht, ist, dass FIFA ganz ohne Altersbegrenzungen mit diesen versteckten Glücksspiel darauf zielt, dass Kinder die Kohle den Eltern aus der Kreditkartentasche ziehen und im schlimmsten Fall selbst in eine Spielsucht rutschen. Ich kann so jemand dann schon verstehen, der da echt Probleme hat, seinem 8-jährigen Sohn zu erkären, dass es in der Realität halt nicht so einfach ist, mal eben zweitausend Euro für Kartenpacks auszugeben.

Wenn du da keinen Unterschied zu einem Spielfilm FSK 12 siehst, dann hast du glaube ich einiges nicht ganz verstanden.

Zuletzt bearbeitet vor 7 Stunden von Compadre
M3ph0z

Meinst du echt Leute wie Monte kennen Ihre Zuschauerschaft nicht und wissen nicht genau wie alt Ihre Hauptzielgruppe ist? Natürlich richtet sich das an Kinder und Jugendliche. Muss man sich doch nur das Video angucken auf welchem Monte über die Gamescom läuft.

ValeriaCaissa

Die Spiele werden doch nicht für Monte produziert. Millionen von Menschen kaufen FIFA und Co. und das nicht erst seit gestern. Du kannst mir auch gern zeigen, dass die meisten Zuschauer von Streams minderjährig sind. Und auch bei der Gamescom können wir natürlich einen Alterscheck machen. Es wird wohl dasselbe Ergebnis geben wie sonst auch, wenn es um das Alter von Konsumenten aus dem Videospielesegment geht.

p1ddly

Darum gehts nicht. Es geht darum, dass ein Bestandteil des Spiels durch einen Multiplikator einer Zielgruppe schmackhaft gemacht werden soll. Dem Entwickler, der den Deal mit dem Streamer hat, ist das genau so egal dass da Kinder mit dabei sind wie dem Streamer der da mitmacht.

Und es geht ja nicht um das Spiel. Es geht um den einen kleinen Bestandteil daraus, nämlich lass mal eine Menge X Lootboxen auf einmal öffnen.

ValeriaCaissa

Soll der Bestandteil des Spiels wirklich einer Zielgruppe schmackhaft gemacht werden? Hat der Streamer wirklich einen Deal mit dem Entwickler? Was wenn die Antworten auf beide Fragen „nein“ sind? Auf ein Mal hast du einen Stream, der gar nicht mehr diese Motivation hat, die du unterstellst. Mit einem mal gibt es keinen diabolischen Masterplan mehr. Jetzt ist nur noch der Streamer, der da Lootboxen öffnet und Zuschauer die dem zusehen, ja vielleicht auch Minderjährige aber alles ohne diese geplante Manipulation.

Solo

Kapitalismus ziehlt doch auf Manipulation ab damit die Leute mehr konsumieren. Ich glaub da Brauch es keinen diabolischen Masterplan um zu verstehen dass der Egoismus und der Trieb nach mehr Geld und Macht die Gesellschaft weltweit verdorben hat. Angeführt von Staaten die sich auch wieder die Taschen füllen und gekonnt ignorant vergessen diejenigen zu schützen die sich am wenigsten wehren können. Auch die Streamer sind Teil des grossen Games 😉 selbst wenn sie es gar nicht wissen.

Zuletzt bearbeitet vor 8 Tagen von Solo
BavEagle

Korrekt, es braucht keinen diabolischen Masterplan oder Verschwörungstheorien für die moderne Gier nach Geld und Macht. Auch Streamer & Co. sind nur ein kleines Rad im Getriebe: egoistisch, verantwortungslos und rücksichtslos. Hauptsache, es spült Geld in die eigene Kasse.
Problematisch wird’s, wenn eigentlich erwachsene Konsumenten all die negativen Folgen ebenso ignorieren. Dann dient solche Denkweise auch nur noch der endlosen Gier nach Geld und Ruhm auch solcher Streamer.
Umso mehr Kinder unter solchen Verhaltensweisen aufwachsen, umso schlimmer wird’s dann auch in der erwachsenen Gesellschaft. Das merkt man mittlerweile bei sehr vielen Themen schon deutlich, denn wie unten schon geschrieben: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.

Persönlich suche ich bei den sogenannten Content-Creatorn ja immer noch den Content. Ich sehe nur sehr stupides Entertainment. „Brot und Spiele“ kannten aber schon die Römer und man weiß, wo das hinführte 😉

ValeriaCaissa

Streamer sind zigtausende von menschen. Eine Freundin von mir ist eine Streameirn. Sie ist nicht egoistisch, sie ist nicht verantworungslos und sie ist auch nicht rücksichtslos. Sie interessiert sich nicht dafür, Geld in die eigene Kasse zu spühlen. Sie investiert alles was sie bekommt direkt ins Streaming, obwohl sie es gar nicht müsste. Von demher ist deine Aussage bestenfalls unüberlegt, schlimmstenfalls bösartig.

Welche negativen Folgen ignoriert man denn eigentlich? Du sagtest „all die“ also gibt es sogar noch mehr als eine.

Bei wie vielen Themen merkt man eigentlich mittlerweile schon deutlich, dass es schlimmer wird?

Oh und der letzte Satz ist bestimmt auf spätrömische Dekadenz gemünzt, richtig? Puh…

BavEagle

Grundsätzlich geht es um Beeinflussung der Zuschauer in allen Belangen und welch negative Folgen diese mittlerweile auch auf’s reale Leben hat, haben wir u.a. ja zuletzt auf der Gamescom erlebt.

Leider sehen das Leute wie Du aber nicht, denn Du siehst nur das pure Entertainment. Ein Entertainment, welches bei angesagten Streamern grundsätzlich auf Geld und Macht ausgelegt ist und sich danach auch deren Content richtet. Anstatt mit Deiner Freundin zu kommen, die sehr wahrscheinlich (noch) nicht zu derartigen Streamern gehört, solltest Du lieber mal hinterfragen wie man denn extrem viele Follower bekommt ? Allein mit achso freundlichen und netten Worten nämlich nicht. Erfolgreiches Streaming ist bereits ein durchorganisierter Job, der sich nach Wirtschaftsregeln richtet.

Aber ich könnte Dich auch einfach fragen: wieso verschwendest Du Deine Zeit mit irgendwelchen Streams, in der Du doch selber aktiv Dinge machen könntest ?
Ich werde nämlich sowieso niemals verstehen, warum sich Gamer lieber Streams anschauen anstatt selbst das Spiel zu spielen. Aber Du kommst mir bestimmt dann mit „in der U-Bahn“ o.ä.
Sorry, mea culpa 😉 ich vergaß, wir leben ja in einer Zeit, in der sich das reale Leben auch nur noch auf ’nem Bildschirm abspielt während das echte Leben an einem vorbeizieht. Eine Beschäftigung mit wirklich wichtigen Dingen, vielleicht auch tatsächlichen Fakten anstatt Social Media wäre ja in U-Bahn & Co. auch bereits zu viel verlangt, viel zu anstrengend und dann lieber doch stupides Entertainment.
Welche Meinungen sich zu wirklich wichtigen Themen aus solchem Verhalten ergeben und das Ganze dann auch noch bei zukünftiger Wahlberechtigung ab 16… Tja, Du wolltest doch negative Konsequenzen genannt haben, wäre auch wieder eine, aber bestimmt sowieso ok, wenn am Ende Streamer, Influencer & Co. doch mal als Politiker antreten 🙈

Und inwiefern „Brot und Spiele“ kannst Du selber drauf kommen, wenn die Menschheit sich bald nur noch stupidem Entertainment zur Bereicherung von ein paar wenigen hingibt und dabei wirklich relevante Konsequenzen für’s reale Leben bereits ignoriert. Wenn’s so weitergeht, wünsch ich Dir schon jetzt viel Spaß bei der Erziehung Deiner Kinder, denn wenn’s nach Dir geht, dürfen die ja bereits in der Kita dann Alles und notfalls: Folge den Streamern, Du wirst schon sehen, wo das hinführt 😉
Ein Vorbild „Monte“ taugt dann auch bestimmt für vernünftige Verhaltensweisen 😅

Zuletzt bearbeitet vor 7 Tagen von BavEagle
ValeriaCaissa

Wenn ich sage, dass etwas schmackhaft gemacht werden soll, dann steht da ein Plan dahinter. Diabolisch ist dann die Überspitzung. Aber ich seh schon, es geht dir gar nicht ums Thema, sondern ums ranten über die schlimme, kapitalistische Welt. Also.. go on, viva la revolution.

Solo

Geht mir schon um des Thema und als Reaktion auf deinen Beitrag. Ich will dir eigentlich sagen dass die meisten streamen um Geld damit zu verdienen. Mag sein dass deine Freundin nicht so ist aber du kannst doch nicht leugnen, wenn sie damit viel verdienen könnte, es nicht nehmen würde. Des Problem an der Geschichte ist dass man meistens schon etwas dubioses fördert wenn man unter den gut verdienen ist. Ich will niemandem was unterstellen aber so läuft es halt meistens. Und nein die Leute müssen es nicht Mal bewusst machen bzw. unwissend.

Zuletzt bearbeitet vor 8 Tagen von Solo
BavEagle

Ich hab auf jeden Fall harte Arbeit, meinen Kids zu erklären…

Kann ich gut nachvollziehen, vor allem wenn es heutzutage bereits eine vergebliche Arbeit ist, Gamern klar zu machen, warum solche Lootboxen und Pack Openings reine Verarsche und Abzocke sind. Wie sollen Minderjährige das dann noch begreifen, wenn ihre „Heroes“ auf YT & Co. es ihnen vormachen ?
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr …und die meisten Streamer verhalten sich einfach wie Kleinkinder, verantwortungslos und rücksichtslos aller Konsequenzen. Leider tun das ihre Follower aber auch und machen sich schon gar keinen Kopf mehr um die negativen Folgen sondern schieben diese zum Schutz ihrer „Helden“ einfach auf andere ab.

lIIIllIIlllIIlII

Schade, dass man immer erst alles verbieten muss und es kein eigenes Unrechtsempfinden gibt.

M3ph0z

Solange sich irgendwo Geld machen lässt verlieren viele dieses Empfinden und Hemmschwellen sehr schnell denke ich.

Chris

Irgendwas stimmt da nicht

Am Ende des Videos beschimpfte der Moderator Böhmermann den Streamer Böhmermann als „Arschloch“

SmeyK82

Nein, alles richtig.

Der Streamer „Böhmermann“ kommentiert im Rahmen eines „Reaction-Videos“ die ZDF Magazin Royal Sendung. Am Ende des Lootbox Beitrags beschimpft der Moderator Böhmermann den Streamer Böhmermann.

Daniel (Comp4ny)

Meiner Meinung nach merkt man anhand der Reaktion von Monte, dass er da schon so nen bissl Bammel hat oder irgendwas in diese Richtung. Warum sonst so ein Fass auf machen und gleich mit „Anwalt“ um die Ecke kommen. Da merkt man einfach, wie Paranoid die Leute geworden sind die „in bisschen Fame“ haben.

„Mein Anwalt hat sich das Video angeschaut… alles cool“.
Anstatt es selber zu machen und seine Meinung dazu abzugeben oder einfach noch besser… GAR NICHT… weil es nicht mal notwendig ist.

Ich habe mir den Beitrag zu 95% angeschaut und empfand ich nicht mal ansatzweise als Lustig oder großartig Unterhaltsam. Selbst die „Parodie“ nicht.
Ja Mikrotransaktionen sind ein ein kritisches und wichtiges Thema. Ja man sollte etwas dagegen tun, wenn gerade so bei den genannten Spielen schnell viel Geld wegfließen kann.

Was die USK da für eine „Idee“ in den Raum wirft, ist natürlich mehr als Schwachsinnig und bringt genauso viel, wie einen Elefant das Schwimmen beizubringen.

Koronus

Wobei der letzte Satz unsinnig ist da du offenbar nicht weißt, dass Elefanten genauso wie Igel eigentlich gute Schwimmer sind.

EliazVance

Woher da jetzt die Kurve zum Igel kommt, raff ich grad irgendwie nicht. Dennoch guter Anstoß zum Thema „skurriles aus der Tierwelt“. Hab jetzt tatsächlich das Schwimmverhalten von Elefanten gegoogelt weil ich mehr wissen wollte xD

Koronus

Nun Sonic the Hedgehog hat ganz am Anfang im Wasser an Geschwindigkeit verloren, weil die Entwickler bei Sega damals dachten, Igel können nicht schwimmen aufgrund nicht vorhandensein von Igeln in Japan.

Daniel (Comp4ny)

Nunja, eine Metapher muss man erst erkennen, bevor man sie begreift.

SmeyK82

“eine schlechte Metapher“ 😅

cht47

Elefanten können schwimmen.. wollte ich nur mal los werden..

justus

„ich hab keine e-zigaretten auf dem markt“. bin ich mal gespannt wer mit der marke „get on my vape“ die produkte verkaufen will

Daniel (Comp4ny)

Er hat doch Recht mit der Aussage.
Es ist vll. seine Marke, aber er hat aktuell keine Produkte auf dem Markt, somit seine Aussage völlig richtig.

justus

habe ich was anderes behauptet? die aussage ist nur extrem komisch, wenn das wirklich seine marke ist und er in ein paar wochen darüber seine vapes vertreibt. er betont extra, dass er keine vapes verkauft, aber hat eventuell schon eine marke eingetragen, um genau das zu machen..

Zuletzt bearbeitet vor 10 Tagen von justus
Daniel (Comp4ny)

Das lässt sich doch super schnell herausfinden ob die Marke zu Monte gehört. Dazu schaut man einfach mal schnell ins DPMAregister und ZACK … schon findet man die Antwort, die da lautet: JA !

„get on my vape“

Ist eine Marke die Monte gehört. Genau genommen ist man gerade dabei diese zu registrieren bzw. befindet sich noch in diesem Zustand.

Inhaber jedoch ist die „Reason GmbH & Co. KG“ an dem o.g. Namen. Vertreten durch die LODIGKEIT RECHTSANWÄLTE, Hamburg. Jene Rechtsanwälte, die auch alle alle anderen Marken von Monte eingetragen haben und Vertreter dieser sind bzw. diese Montes IT-Anwälte.

Recherchiert man einfach weiter oder gibt die Reason GmbH & Co. KG bei „northdata“ ein, findet man dann zb. heraus, dass besagte GmbH in Verbindung mit der „GET ON MY LVL KG, Hamburg“ steht. Die Firma, die Monte gehört.

Geschäftsführer der Reason GmbH ist Dennis Ben Brahim.
Und Dennis Ben Brahim ist ebenfalls Vertretungsberechtigter Gesellschafter von… na wer hätte das gedacht, GET ON MY LVL KG.

wenn das wirklich seine marke ist und er in ein paar wochen darüber seine vapes vertreibt.

Naja wird passieren… irgendwann. Deswegen eben auch die Marke.
Die Frage ist also nicht „wenn es wirklich seine Marke ist“ … sondern ES IST seine Marke.

justus

warum macht er dann so eine aussage, wenn das alles schon in der pipeline ist?

Daniel (Comp4ny)

Tja, das ist die Frage die nur eine Person beantworten kann.
Marcel Eris selbst aka Montanablack.

Alex

Recht simpel, er schützt seine Marke, ganz einfach. Nur weil er eine Marke schützen und eintragen lässt heißt das nicht direkt das er auch diese Produkte bedienen will. Er will wahrscheinlich nur vermeiden das jemand auf seinen Nacken Geld macht da er diese Vapes selbst viel konsumiert und das als Marketing Aufhänger genommen werden könnte. So unüblich ist das absolut nicht im Markenrecht.

chips

Etwas wiedersprüchlich zu sagen, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist, die Verantwortung die man mit seiner Reichweite hat aber links liegen zu lassen und dort wo es unangenehm für den Geldbeutel wird, soll es dann der Staat richten. Also was denn nun?

chips

Ja, das trifft den Nagel ziemlich auf den Kopf.

Spaluk

besser kann man es nicht schreiben

Don Mephisto

Finde da ist jeder selbst verantwortlich. Niemand wird gezwungen Lootboxen zu kaufen. Wer sich damit das Geld aus der Tasche ziehen lässt, selber schuld. Wer Bock hat dafür Geld auszugeben, mach halt. Wieso sind da streamer oder staat in der Verantwortung? Man weiß doch wofür man das Geld verwendet…

Fusionbreak

Du solltest noch mal Studien zum Suchtverhalten lesen, dürfte aufschlussreich für dich sein 😉

Threepwood

Er trollt unter allen Artikeln zu diesem Thema exakt so rum. Da besteht gar kein Interesse an Auseinandersetzung. 😄

Don Mephisto

Oh doch, das Interesse ist da. Für einen sinnigen Diskurs müssen aber erstmal Argumente kommen, nicht inhaltsloses gelaber wie von dir…

Chitanda

Naja grad gehaltvolle Argumente lieferst du ja auch nicht….

Don Mephisto

Natürlich. Ich kann das gerne aufschlüsseln:

These: Die streamer trifft keine Schuld.

Argumente:Jeder ist selbst verantwortlich. Das System ist durchsichtig und mit etwas Recherche kennt man seine Chancen. Niemand wird gezwungen Lootboxen zu kaufen.

Vom anderen kam dagegen kein Argument, nur eine inhaltslose Behauptung und ein Vorwurf ohne Grundlage.

EliazVance

Influencer nennt man nicht ohne Grund so.

Zuletzt bearbeitet vor 10 Tagen von EliazVance
Roan

Glücksspielsucht ist eine anerkannte Krankheit, Betroffene haben gar keine Kontrolle darüber was sie tun. Es hat sehr gute Gründe, warum es für Glücksspiel strenge Regeln gibt. Ich spreche aus persönlicher Erfahrung, mein Vater war früher sowohl süchtig nach Glücksspiel als auch Alkohol (bedingt durch Depressionen), daher weiß ich sowohl über die Ursachen als auch über die Folgen viel Bescheid.

Das Problem bei den lootboxen ist, dass sie offiziell nicht als Glücksspiel gelten, obwohl so ziemlich alle Experten der Materie sich sicher sind, dass die Mechanismen die gleichen sind wie bei klassischen Glücksspiel. Hinzu kommt, dass Spiele wie FIFA vor allem von Jugendlichen gespielt werden, die besonders anfällig für Glücksspiel sind (weshalb es ja auch verboten ist, Jugendlichen Zugang zu Glücksspiel zu verschaffen, egal ob online oder Spielhalle, zumindest was offiziell als Glücksspiel zählt). So geraten diese schon früh in eine Sucht rein, wo sie sehr bald jedes Verhältnis zu Geld verlieren.

Don Mephisto

Dass lootboxen nicht als glücksspiel gelten stimmt, das muss aber der Gesetzgeber ändern. Solange das nicht als glücksspiel gilt muss der Streamer es auch nicht als solches behandeln. Trotzdem gibt es strenge Regeln für ingame Shops, also alle mikrotransaktionen. Wenn diese trotzdem für Jugendliche frei zugänglich und finanzierbar sind ist das für mich das Versagen der Eltern. Und Erwachsene sind wie gesagt selbst für sich verantwortlich. Es muss ja auch kein Kassierer im Supermarkt aufpassen, dass man sich zum Lungenkarzinom raucht.

Roan

Es gibt da diesen Spruch „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“. Viele verstehen darunter, dass jemand der viel macht besitzt damit gutes tun sollte, aber gemeint ist eigentlich vielmehr das Gegenteil, dass jemand der macht bzw Einfluss besitzt stärker darauf achten muss niemandem damit zu schaden.

Fiktives Beispiel: Jemand mit übermenschlicher Kraft, der es schaffen würde ein Haus zu zertrümmern muss viel stärker darauf achten wie er diese Kraft verwendet. Wenn ich gegen eine Wand hauen würde, würde ich höchstens blutige Finger bekommen. Bei denjenigen wird dann ggf das Haus einstürzen. Die gleiche Tat hat also 2 komplett verschiedene Ausgänge, wodurch die Verantwortung für den stärkeren entsprechend höher ist.

Nicht anders ist es bei Streamern. Wenn jemand privat Glücksspiel spielt oder als eher unbekannte Person davon schwärmt richtet man kaum was an, außer bei sich selbst. Wenn das ein Streamer macht, der eine gewisse Reichweite hat, dann übt derjenige Einfluss aus und kann durchaus Schaden bei anderen anrichten. Gleiches gilt ja für Politiker oder Prominente, die können auch nicht beliebig alles mögliche äußern und dann so tun als wären sie einfache Privatpersonen. Im Fall von Glücksspiel schadet es nur den Betroffenen selbst (bzw deren Angehörigen), aber als krasseres Beispiel, wenn jetzt eine prominente Person sich über jemanden aufregt und meint dass dieser geschadet werden sollte, dann muss sich dieser Prominente klar darüber sein, dass dies einige Leute als Aufforderung verstehen könnten. Damit meine ich nicht dass der Prominente Schuld daran ist, wenn es tatsächlich zu Schaden kommt, sondern einfach nur, dass man sich über die Konsequenzen die mit dem eigenen handeln einher gehen können bewusst sein muss. Als unbedeutende Privatpersonen muss man sich diese Gedanken halt nicht in dem Ausmaß machen, insbesondere reine Äußerungen haben da üblicherweise keine Auswirkungen.

Threepwood

Die Haltung ist aus Sicht der Verdienenden nachvollziehbar, daher wird sich da aus eigener Motivation in der Streamer- und Influencer-Bubble auch nichts im Sinne von Fremdverantwortung ändern. Es wird eher perfider.

Also braucht es regelmäßig und mehr von solchen Berichten, Dokus und Studien, bis die EU aufwacht. Mit Glück ist die FDP dann auch nicht mehr in der Koalition und in 10 Jahren haben wir angemessene Gesetze diesbezüglich. Dann können die Lappen aus Malta, Dubai und Neu Russland über Deutschland heulen. 😄

Thornwulf

Also ich finds echt traurig wie sich die Gamingbranche entwickelt hat in den letzten Jahren. Da war früher einfach wirklich alles besser, man hat ein fertiges Spiel gekauft, es gab immer wieder neue Impulse und neue Genres wurden erschaffen, durch kreative Ideen und natürlich auch durch die immer besser werdende Technik die immer mehr möglich machte! Wenn ich da an die 90er oder 00er Jahre denke, was da für Klassiker rausgekommen sind. Das war wahrscheinlich wirklich die goldene Ära des Gaming.

Vielleicht nicht unbedingt für die Entwickler denn die hatten hohe Risiken und nicht jedes Spiel war erfolgreich (heute natürlich auch so) aber für uns Spieler war es einfach geil, was da alles neues kam. Allein die PS1 und 2 hat so viele Dinge gepusht oder auf dem PC wurden MMORPGs immer größer, da stand aber eben vor allem auch die Unterhaltung und ein gutes Spiel abzuliefern viel mehr im Fokus!

Heute gehts bei den meisten wirklich nur noch darum wie man das Spiel möglichst lange am Leben halten kann, die Spieler möglichst lange daran binden und wie man ihnen am meisten Ca$h aus der Tasche ziehen kann! Innovationen spielerischer Natur gibts kaum noch, es wird fast nur noch abgekupfert was sich bewährt hat. Dieser ganze Mikrotrans-Müll nervt einfach nur. Ich bin da zum Glück resistent und spiele eher klassische Games die ohne sowas auskommen bzw. es nur optional ist… aber ich seh es in meinem Umfeld an den jüngeren Spielern, die fast ihr ganzes Geld in Fifa, Fortnite und Co. versenken, wenns mal von Oma paar Scheine gibt zum Beispiel.

Ich finde da sollte der Staat echt aktiver werden, früher hat man Spiele indiziert weil da bißl Blut spritzt und heute ist es scheißegal wenn Games vor allem auch Kinder in die Spielsucht treiben und sie dadurch teilweise wirklich ihr Leben zerstören oder zumindest vergeuden. Ich finds geil dass Böhmermann das mal so klar auf den Punkt bringt. Diese ganzen Streamer sind eben auch ein Teil des Problems, denn sie haben gerade bei den Kids eine Vorbildfunktion!

Ooupz

Du sagst es selbst. Die Schuld liegt nicht an den Spieleherstellern und auch nicht am Staat, sondern an den Spielern selbst. Wenn niemand überteuerte Skins/DLCs oder auch die supertollen Vorverkaufspakete kaufen würde, dann würde es nicht so aussehen wie es momentan ist. Die Firmen verfolgen nur einen Zweck und das ist Geld zu machen, so einfach und viel wie es nur geht und deswegen passen sie sich auch an und kopieren bei anderen wo es funktioniert hat, wenn du an der gleichen Stelle wärst, würdest du das gleiche machen, seien wir mal so ehrlich. Niemand arbeitet umsonst.
Natürlich haben nicht alle Spieler daran Schuld, aber leider sehr viele, sonst wäre es jetzt nicht so wie es ist und die Firmen wären pleite.

Motzi

Ein großer Teil der Gaming Industrie hat halt gemerkt, womit man wirklich Geld verdient.
In der Sendung mit Jan Böhmermann, um die es hier geht, wurde ja folgendes dargelegt:

Die Einnahmen durch den Verkauf von Spielen in D letztes Jahr lagen bei rund 1 Milliarde Euro.
Die Einnahmen durch Ingame Käufe bei 4,2 Milliarden.
Da wird das „Schmackhaft Machen“ solcher Käufe auch perfektioniert und mit allen Mitteln gearbeitet. Wirklich reguliert ist da ja nichts, da kann man das voll ausreizen.

Zuletzt bearbeitet vor 10 Tagen von Motzi
Threepwood

Diese Statistik zu den Verkäufen basiert aber auf einem überwiegendem F2P-Angebot im MP/ Online Bereich. Wenn es überwiegend B2P geben würde, würde die Gegenüberstellung anders aussehen. Die Industrie bestimmt eben das Angebot (basierend auf Eigenvorteil) und das ist anpassbar und lenkbar – theoretisch also auch zum Guten, im Sinne der Spieler und der Spiele selbst.

Sprich, die Zahlen sagen nichts aus, außer, dass gekauft wird. Gekauft wird bei Interesse am Spiel aber losgelöst von der Monetarisierung.

Zuletzt bearbeitet vor 10 Tagen von Threepwood
Threepwood

Ich war mir jetzt nicht sicher, ob die Redaktion Mobile Gaming mit in die Gesamtzahlen geschubst hat. Das würde die Zahlen doch irgendwie verzerren, auch in Bezug auf Streamer als lebende Werbetafel. Vielleicht sollte man das aber auch nicht mehr trennen, da die Methoden der Finanzierung mittlerweile die gleichen sind.

In den USA boomen ja schon ewig so Fantasy-Leagues, was auf mich wie eine Art etablierter Vorgänger zu EAs Konzept wirkt und wenn man ehrlich ist, Sportfans schlucken so ziemlich jeden fragwürdigen Kram im Sinne des heiligen „Brot und Spiele“-Eskapismus. Dazu die Marketing-Maschine mit all den Musikstars und Profisportlern. Spätestens dort geht das Gehirn offensichtlich in den Standby-Modus. 😄
Die Abzocke in Sportspielen sehe ich etwas gesondert bzw. sie ist für mich nachvollziehbarer im Gegensatz zu Spielen, die nicht auf eine in der Realität gebildete Fanbase aufbauen, denen jegliche reflekrierende Denkmuster ausgetrieben wurden.

Coreleon

Denke bei FIFA und Co ist die Zielgruppe halt eine ganz andere, hab x Freunde und Bekannte mit Konsole die mal am Wochenende FIFA zocken und ggf. mal ein paar € in den Shop werfen aber abgesehen davon haben die mit Gaming überhaupt nichts am Hut. Die kennen nicht mal die Diskussion um EA und deren Monetarisierung etc weil nicht mal einen Artikel zum Thema Gaming anschauen.

Bei sowas wie SW hast dann eine andere Art von Spielern, die Leute aus den Shooter Ecke die auch mehr Zeit in so ein Game versenken und auch mehr im Thema sind.

Threepwood

Das bestätigt ja irgendwie meine These. Wie reagieren die denn, wenn du das mal zur Diskussion stellst?

ValeriaCaissa

Warum soll der Staat aktiver werden, wenn das was man behauptet gar nicht stimmt? Kinder sind nicht besonders von Spielsucht betroffen, wie denn auch? Sie haben ja gar nicht das Einkommen und die Möglichkeiten. Eine Sucht ist nicht ein Mal viel Geld auszugeben, Sucht ist deutlich komplexer (siehe auch Videospielsucht). Erwachsene sind die tatsächlich Suchtbetroffene. Geben Minderjährige trotzdem Geld dort aus? Sicher aber warum auch nicht? Wir haben damals Sticker, Sammelkarten und Co. gekauft. Gogos, Pogs oh mir fällt da einiges ein!

Das heißt nicht, man solle nicht trotzdem regulieren und Leute wie Streamer sollten deutlichere Warnmeldungen anzeigen oder nennen aber eben eher für Erwachsene als Kinder.

Roan

Kinder und Jugendliche sind für sämtliche Süchte viel anfälliger als Erwachsene. Das diese unter Umständen noch nicht so viel Geld haben ist dabei irrelevant, Glücksspielsucht kann auch entstehen ohne dass man echtes Geld ausgibt (man gerät dann sogar noch viel eher darein, weil die Konsequenzen nicht direkt spürbar sind, bis es irgendwann tatsächlich um Geld geht). Direkt mit Geld zahlt man ja sowieso fast nirgends bei Spielen, was auch psychologische Gründe hat: Fiktive ingame Währungen geben wir leichter aus als echtes Geld. Je komplexer die Umrechnung zu echtem Geld desto eher verliert man den Bezug dazu, wie viel Geld man da gerade zahlt. Auch in Spielhallen nutzt man unter anderem deshalb kein Echtgeld während der Spiele.

Und im übrigen haben viele Kinder und Jugendliche mehr Geld als man glaubt. Die meisten bekommen Taschengeld und viele Jugendliche verdienen sich noch etwas nebenbei dazu. Sie haben aber üblicherweise keine laufenden Ausgaben, wie Miete usw. Nicht ohne Grund gibt es einen sehr großen Markt der sich speziell an Kinder und Jugendliche richtet, da wird sehr viel Geld verdient.

ValeriaCaissa

Zuerst ein Mal gibt es keinerlei Beleg dafür, dass Kinder und Jugendliche anfälliger wären als Erwachsene. Wir können uns von mir aus ja gern die Suchtzentren anschauen und dann überprüfen wer da mehrheitlich zu finden ist. Ich tippe auf Erwachsene Menschen. Eine Glücksspielsucht ohne Geld auszugeben mag es durchaus geben, eine normale Spielsucht dann eben. Allerdings wohl kaum sonderlich weit verbreitet. Für eine tatsächliche Glücksspielsucht braucht es Geld. Ohne Einkommen, spielst du mit Taschengeld und wir haben Statistiken zum Taschengeld. Das ist je nach Alter unterschiedlich, erreicht aber kaum über 50 Euro. Nicht gerade ein Betrag mit dem man sich Süchte finanzieren kann.

Was soll das eigentlich für ein Markt sein, der sich so an Kinder und Jugendliche richtet? Video-Spiele an sich können es nicht sein, denn die Mehrheit ist schon seit langer Zeit erwachsen auf diesem Markt.

Roan

Natürlich ist die Mehrheit der Süchtigen aktuell erwachsen, was aber kein Beweis für deine Theorie ist, sondern vielmehr zeigt, dass die Gesetze zum Jugendschutz gut funktionieren. Unter 18 jährige darf kein Zugriff auf Glücksspiel gemacht werden, außerhalb des Internets wird das auch sehr rigoros überprüft, im Internet ist das schwierig.

Wie ich aber bereits erklärt habe wird die Gefahr durch z.b. lootboxen oder dergleichen stark unterschätzt, somit wird meist nicht erkannt dass eine Sucht besteht. Die sucht wird dann erst erkannt, wenn es viel zu spät ist. Ist bei Alkoholsucht ja nicht anders, auch die wird oft erst viel zu spät erkannt, wenn jemand z.b. betrunken einen Unfall gebaut hat (so war es bei meinem Vater), solange nichts passiert und man nicht von außen zur Therapie gezwungen wird ändert sich für die meisten nie was. Im Fall von Glücksspielsucht ist es halt wenn man massive Schulden hat. Aber es ist ja sinnvoller wenn es gar nicht erst soweit kommt, und dazu muss man viel früher ansetzen und eben vor allem Jugendliche davor bewahren Glücksspiel ausgesetzt zu werden, damit eine Sucht gar nicht erst beginnen kann.

Threepwood

Cool, nach dem Schema könnten wir uns die komplette Kindheitspädagogik, Kinder-/ Jugendschutz sparen und erst anfangen zu erziehen, wenn sich jemand aktiv inklusive negativen Folgen beteiligen kann.
Warum präventiv arbeiten, wenn man Brandbekämpfung machen kann, richtig? Das wird in DE übrigens eh schon primär so gemacht, daher verdient man (im Gegensatz zu wirklich entwickelten Ländern) in der Grundschule, Kita, Kiga etc. kaum Geld.

Zum Sticker, bla Vergleich….seit Jaaaahren wird darauf hingewiesen, dass ein realer Gegenwert, der i.d.R. gegen reales Geld (passend) bezahlt wird, etwas grundlegend anderes ist, als Geld in Fantasie-Währungen zur Verschleierung zu tauschen, um dann i.d.R. nicht passend zu bezahlen und abschließend nicht mal etwas dafür in der Hand zu haben. An der Kasse bekommst du direktes Feedback, hast du Geld > kaufe, hast du kein Geld > klau es/ leg es zurück = Wertvermittlung von Währung. Digital fehlt das aufgrund zeitverzögerter Bezahlungen.
Dazu kommen die ganzen digitalen Verlockungen, wie z.B. über Handyrechnung (der Family-Card/ Eltern), PayPal und bla zu zahlen. Der aktuelle Trend mit kaufe jetzt, zahle in XXX Tagen kommt noch on top.

ValeriaCaissa

Nein, wir können uns nicht die gesamte Kindheitspädagogik und Jugendschütz sparen. Man kann es aber etwas rationaler sehen, anstatt sich einlullen zulassen vom „Denk einer an die Kinder“-Nonsens, der für jeden Mist herangezogen wird. Pornographie, Blut in Spielen, Okkulte Symbole, was wurde noch nicht mit der Begründung von Kindern eingeschränkt oder verboten?

Präventiv zu arbeiten heißt hier nicht Kinder nicht damit in Kontakt kommen zu lassen. Wie soll das helfen? Da wird man 18 Jahre abgeschirmt und dann von einem Tag auf den anderen ist alles in Ordnung, weil man ja erwachsen ist. So sieht der Gedanke vielfach aus, X ab 18 machen und alles ist gut. Da ist aber keine Prävention, sondern ignorant und fahrlässig. Ein Minderjähriger lernt zügig die Gefahren von Glücksspiel, ohne die Gefahr Haus, Wohnung und Familie zu verlieren. Die Erfahrung sich für fünfzig Euro Lootboxen zu kaufen und am Ende nichts in der Hand zu haben, das ist Pädagogik. Auch die Erfahrung Geld in ein Spiel zu stecken und fünf Jahre später wird der Saft abgedreht und das Taschengeld darin ist futsch, das ist Pädagogik. Auch Aufklärung über Mechanismen und Tricks ist Pädagogik. Aber nichts zutun, einfach Minderjährige in Luftpolsterfolie zu stecken, keine Erfahrung machen zu lassen und so zutun als seien sie diejenigen auf die alles abzielt obwohl es in Wahrheit Erwachsene sind und die ihr Leben aus unterschiedlichsten Gründen nicht im Griff haben? Das ist kein Jugendschütz und hat mit Pädagogik erst Recht nichts zutun.

Und was die Zeitverzögerung angeht. Ja kann problematisch sein aber auch hier macht man seine Erfahrungen. Man lernt doch sehr schnell, wenn man kein Geld mehr hat.

Threepwood

Da du so schöne Ideen zu Pädagogik hast, sollte dir die Auswirkung von Prägung ab Kindesalter dann ja bekannt sein.
Pornographie und Suchtpotenziale (die bereits durch indirekte Erfahrungen beginnen) mit ZDF-Feindbild Shooter, konservativen Kampagnen über Okkultismus der 70er/ 80er Jahre in einen Topf zu werfen, ist wirr an den Haaren herbeigezogen.

Das Prinzip „Heiße Herdplatte“ hat Grenzen, deswegen gibt es ja Pädagogik, Psycholgie, soziale Arbeit, Regeln und Gesetze unter Beachtung von Selbst-/ Fremd-/ Kinder-/ Jugendschutz. Aber hey….früher gabs auch noch den Rohrstock in der Schule. Aus den Be…oder eher Getroffenen ist ja auch was geworden. 😄

Zuletzt bearbeitet vor 9 Tagen von Threepwood
ValeriaCaissa

Wo ist das an den Haaren herbeigezogen? Du sagst das aber ohne das irgendwie weiter auszuführen. Alles ist typisch konservativ. Die Ablehnung von Glücksspiel, Gewalt, Sex, Okkultismus, man könnte sogar Genussmittel wie Cannabis dazunehmen, wenn es sich nicht durch seine biologische Komponente von diesen Dingen abgrenzen würde (I know, Sex ist biologisch har, har aber ich denke es ist klar wie es gemeint ist).

Ich stimme dir zu, das Prinzip „heiße Herdplatte“ hat Grenzen aber es ist sinnvoller mit der heißen Herdplatte in einer prägenden Phase des Lebens in Kontakt zu kommen als achtzehn Jahre lang davon abgeschirmt worden zusein und dann erzählt zu bekommen, dass man erwachsen sei und heiße Herdplatten einem nichts mehr tun.

Der Rohrstock ist kaum vergleichbar mit einer eigenen Erfahrung mit einem Thema wie bspw. eben Glücksspiel. In einem Fall wird von einer fremden Person Gewalt gegen den Körper angewendet. Im anderen Fall gibt man etwas Taschengeld aus und sieht es davonfließen, während man Nieten zieht. Aus der Gewalt lernen Kinder vor allem, dass Gewalt eine Lösungsstrategie ist. Aus einem Verlust im Glücksspiel lernt man dagegen recht früh einfach nur, dass immer die Bank gewinnt.

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