Patch 8.2 von WoW macht auch nach einem Monat noch Laune – Woran liegt das?

World of Warcraft macht auch nach über einem Monat des neuen Patches noch Laune. Doch woran liegt das? Cortyn wagt eine kleine Analyse.

Seit gut einem Monat ist in World of Warcraft der Patch 8.2 Azsharas Aufstieg live. Der brachte nicht nur zwei neue Gebiete, sondern auch die Möglichkeit des Fliegens, einen neuen Raid, einen schicken Dungeon und jede Menge Langzeit-Ziele, wenn man sich denn darauf einlassen will.

Das „nervigste“ von Patch 8.2 liegt hinter den meisten Spielern

Mit der Veröffentlichung eines Patches gibt es auch immer ein paar Dinge, die von den Spielern als notwendig angesehen werden. Wer diese Aufgaben nicht abschließt, der kann bald nicht mehr mithalten und dem entgeht ein großer Teil der Möglichkeiten des Spiels. In Patch 8.2 war dies die Freischaltung des Fliegens, was im Grunde nur das Farmen von Ruf in Mechagon und Nazjatar bedeutete.

Ja, das sehen einige durchaus als „Arbeit“ an, aber dafür war die Belohnung ja auch richtig gut. Immerhin ist sie ein klarer Zeitgewinn und erlaubt viel schnelleres Reisen und bequemeres Abschließen zahlreicher Quests.

Genau dieser „Pflichtteil“ ist nun Vergangenheit, wodurch man sich mehr auf andere Inhalte konzentrieren kann, die man „nur zum Spaß“ spielt.

Mehr zum Thema
Hat WoW mit Patch 8.2 endlich die rettende Kurve gekriegt?

World of Warcraft ist ruhiger geworden, aber dadurch auch besser

Inzwischen liegt das Freischalten des Fliegens einige Wochen zurück und seitdem hat sich World of Warcraft für mich deutlich entschleunigt.

Die Inhalte, die ich aktuell ansprechend finde, sind so vielfältig wie schon seit Langem nicht mehr. Ich mache nicht nur Quests und Pet-Battles, sondern versuche mit einer Handvoll Freunden jede Woche den „Mythisch+“-Schlüsselstein etwas weiter in die Höhe zu treiben. Wir schließen uns gelegentlich einer LFR-Gruppe an und nehmen an den PvP-Brawls teil (zuletzt Arathibecken gegen Bots – ungeheuer lustig!).

Arathi gegen Bots macht ziemlich Spaß, auch wenn es kein richtiges PvP ist.

Ich habe es sogar geschafft, einen Freund dazu zu bewegen, sich endlich mal in gewertete Arena-Matches zu trauen. Dort regen wir uns zwar tierisch auf, wenn wir als Doppel-DD-Kombo gegen einen Heiler gematcht werden, dafür sind die Siege umso süßer und wir müssen oft lachen. Sind wir gute Arena-Spieler? Ganz bestimmt nicht. Aber es macht Spaß.

Zahlreiche Ziele, die man sich selbst setzen kann

Ich habe wieder richtig Freude an „kleinen Zielen“ gefunden, die ich ohne Notwendigkeit und Druck verfolgen kann. Der Vorteil ist aber auch, dass ich grundsätzlich allen Spielinhalten gegenüber offen bin. Das macht es leichter, in der Fülle an Auswahl etwas Nettes zu finden:

  • Insel-Expeditionen: Egal wie viele Leute sie hassen, ich finde das grundsätzliche Prinzip toll und mach die zahlreichen Transmog-Belohnungen.
  • Pet-Battles: Vor allem der Pet-Battle-Dungeon von Stratholme ist richtig knackig und benötigt viel Ausdauer und kreative Ideen (oder einen Guide)
  • Erfolge: Mein Ziel ist aktuell „jeden Tag einen Erfolg“ aus der aktuellen Erweiterung zu schaffen. Noch gelingt mir das.
  • Essenzen für das Herz von Azeroth: Auch wenn nicht alle Essenzen für einen Charakter notwendig sind, will ich gerne so viele wie möglich haben. Die Jagd danach motiviert mich und „zwingt“ mich zu vielen Inhalten.
  • Die Kampfgilde: Die Kampfgilde hatte ich lange Zeit ignoriert, doch mit Patch 8.2 bin ich wieder dabei und schließe die coole Questreihe um eine Verschwörung ab.
  • Rare-Mobs: Das Abfarmen von 3-4 bestimmten Rare-Mobs pro Tag. Irgendwann wird Rostfeder mir sicher ihr Reittier geben.
Ein gewisser Papagei fehlt noch immer in der Sammlung …

Natürlich kann man bei einem großen Teil der aufgezählten Dinge nun sagen „Ey, Cortyn – das Zeug ist ewig im Spiel, warum hast du ausgerechnet jetzt Spaß daran?“ Und die Frage ist durchaus berechtigt.

Ich finde es selbst schwer, hier eine passende Antwort zu finden und kann nur damit antworten, dass das „Gesamtpaket“ im Augenblick wieder stimmig ist. World of Warcraft macht mir in seiner Ganzheit Spaß und deswegen kann ich mich auch wieder mehr auf kleinere Ziele einlassen und diese verfolgen. Das Gefühl hatte ich eine ganze Weile vor Patch 8.2 nicht mehr.

Vielleicht ist es der soziale Aspekt, der unterschwellig mitspielt. Denn mit Patch 8.2 ist WoW wieder deutlich sozialer geworden. Man sagt im Chat an, wenn ein besonderer Rare-Spawn erschienen ist oder schließt sich zusammen, um dem einen Attentäter in Nazjatar etwas auf die Mütze zu geben. Obwohl man viele Dinge alleine erledigt, fühlt es sich nicht „allein“ an und das macht einen großen Teil des Reizes aus.

Mit Freunden macht WoW sowieso mehr Spaß – egal was man macht.

World of Warcraft ist wieder mein „Hauptspiel“ geworden

Bis vor einigen Wochen dachte ich noch, dass mein Interesse an World of Warcraft langsam zurückgehen würde. Ich hatte WoW: Classic ins Auge gefasst, mich unglaublich auf Lúcioball in Overwatch gefreut und danach schon gierig auf Borderlands 3 gestarrt. Sicher, all diese Spiele sind noch immer reizvoll, aber WoW ist wieder mehr als nur ein Lückenfüller geworden. Ich kann wieder mehrere Stunden am Stück meinen eigenen Zielen nachgehen, die aktuell so zahlreich sind wie selten zuvor.

Wenn World of Warcraft diesen Trend beibehalten kann, befindet es sich auf einem guten Weg – zumindest für mich.

Wie erlebt ihr World of Warcraft im Augenblick? Kann Euch das MMORPG noch bei Laune halten? Oder habt ihr das Interesse verloren?

Ihr wollt mehr zum Spiel? Tolle Specials, heiße News und interessante Infos zu World of Warcraft findet Ihr auch auf unserer WoW-Seite auf Facebook.

Autor(in)
Deine Meinung?
Level Up (8) Kommentieren (0)
Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.