WoW erkauft sich Zeit – Doch reicht das bis Shadowlands?

In World of Warcraft erfüllt Blizzard den Spielern einen Wunsch nach dem anderen. Das ist gut – oder ist das eher eine Verzweiflungstat?

Die Stimmung in World of Warcraft hat sich in den letzten Wochen spürbar aufgehellt. Aus einer „Meh, alles ist Mist“-Atmosphäre hat sich langsam aber sicher eine positive Stimmung entwickelt. Das liegt vor allem an drei großen Änderungen, die Blizzard in World of Warcraft beschlossen und zum Teil schon eingeführt hat.

Strenggenommen hat damit fast jede Spielergruppe ihr kleines „Leckerli“ bekommen. Je nach bevorzugtem Spielstil gibt es nun Anreize, wieder länger und mehr in World of Warcraft zu verweilen.

  • Wer gerne im Endgame unterwegs ist, der kann Zweitcharaktere nun schneller fit machen und ihnen die besten Essenzen spendieren, die maximale Effizienz versprechen.
  • Freunde von Twinks und Zweitcharakteren können nun durch die Level-Phase preschen und Dutzende Charaktere auf die Maximalstufe bringen. Das hilft auch beim Freischalten der Vermächtnis-Rüstung der Verbündeten Völkerdas Leveln dauert so nur 13 Stunden.
  • Transmog-Liebhaber haben wieder einen Grund, jede Woche die Legions-Raids abzuklappern, was sicher für einige Wochen motiviert, um alte Sets zu vervollständigen.

Ob das nun wirklich alles freundliches Wohlwollen der Entwickler ist oder doch eher eiskaltes Kalkül, um die Spieler in der Content-Dürre noch den einen oder anderen Monat zu binden, muss wohl jeder selbst entscheiden. Fakt ist aber, dass diese Änderung einem Großteil der Spieler helfen und daher grundsätzlich für den Spielspaß etwas Positives sind.

Diese grundsätzlich positive Stimmung ist gut, um die lange Durststrecke zu überbrücken. Denn neue Inhalte wird es bis zum Release von Shadowlands nicht geben. Die Spieler müssen also mit den aktuellen Inhalten wohl weit über ein halbes Jahr überbrücken. Da dürfte klar sein, dass die Abo-Zahlen in den kommenden Monaten immer weiter einbrechen werden.

Die Maßnahmen der Entwickler könnten diesen Abfall an Spielerzahlen vielleicht etwas abmildern, doch aufhalten lässt sich das wohl nicht. Ohne frische Inhalte verschwinden die Spieler einfach nach und nach.

Kommt Shadowlands noch 2020?

Das wohl größte Fragezeichen steht aktuell hinter der kommenden Erweiterung World of Warcraft Shadowlands. Obwohl bereits seit Wochen immer wieder eine verschlüsselte Alpha-Version von Shadowlands existiert, hat ein offizieller Test noch nicht begonnen.

Inzwischen wurden viele Mitarbeiter auch ins Home-Office geschickt, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Wer in den letzten Wochen zum ersten Mal selbst „Home-Office“-Erfahrung gesammelt hat, der dürfte wissen, dass die Leistung nur selten der entspricht, die man auch im Büro erbringen kann. Die Entwicklung von Shadowlands dürfte sich also verzögern oder zumindest verlangsamen. Ob das angepeilte Ziel von einem „Release noch in 2020“ damit noch eingehalten werden kann, ist fraglich.

WoW-Fans sollten sich zumindest schonmal langsam mit dem Gedanken anfreunden, dass Shadowlands sich vielleicht doch auf das Jahr 2021 verschieben wird. Wie ihr mit der Content-Dürre umgeht, habt ihr uns bereits verraten.

Allerdings könnte die Corona-Krise für Blizzard auch – so merkwürdig das auch klingen mag – eine große Hilfe sein. Denn aufgrund der ganzen Corona-Situation ist das Verständnis der Spieler für eine Verzögerung so groß wie wohl nie. Kein Wunder, fast jeder Mensch spürt aktuell die Einschränkungen und Probleme, die so eine Pandemie mit sich bringt. Da wären wohl nur die wenigsten enttäuscht darüber, wenn Blizzard sich ein paar Monate mehr Zeit lässt, um Shadowlands fertigzustellen.

WoW-Shadowlands-jailer titel

Vermutlich würde das Shadowlands sogar richtig guttun. Denn nach der eher ungeliebten Erweiterung „Battle for Azeroth“, die von vielen Spielern auch heute noch „Beta for Azeroth“ genannt wird, weil viele Systeme nicht gut funktionierten, wäre eine ausgereifte Erweiterung wichtig. Es könnte also hilfreich sein, Shadowlands einige Monate nach hinten zu verschieben und dabei die Qualität sicherzustellen, die von der nächsten WoW-Erweiterung erwartet wird.

Und „Corona sei Dank“ hätte man dafür nun eine perfekte Ausrede.

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Zord
2 Monate zuvor

Der Zug für 2020 ist schon fast abgefahren. Denke nicht das WoW mit dem Konsolen Release im Späten Herbst zusammen fallen möchte, einige Gelegenheitsspieler dürften dann weg bleiben und auch das Medien Interesse dürfte dann deutlich geringer ausfallen. Wenn man zwischen Alpha Start und Release sechs Monate rechnet wäre man jetzt schon Ende September, was auch noch mit dem Cyperpunk Release zusammen fällt das bestimmt auch einige potenzielle WoW Spieler mehr reitzt als Shadowland (mich wenigstens). Denke aus kaufmännischer Sicht (und das ist nunmal die bestimmente bei Blizz) wäre ein Release im Januar oder Februar besser um maximalen Profit zu machen.

Leyaa
2 Monate zuvor

Die gleichen Gedanken zur nächsten Erweiterung sind mir auch gekommen. Die Corona-Krise ist die perfekte Gelegenheit oder auch Ausrede, um Shadowlands erst nächstes Jahr bringen zu können, ohne zu großes Geschrei der Community zu ernten. So haben wir eine realistischere Chance eine vernünftige gepolishte Erweiterung zu bekommen.
Nach WC3:Reforged und Patch 8.3 sah das für mich zappendüster aus. Da hab ich die Hoffnung auf eine nicht-bugverseuchte Erweiterung in diesem Jahr schon fast aufgegeben.

Namma
2 Monate zuvor

Ehrlich gesagt ist mir das egal, sie haben dafür gesorgt das ich mich unschaue und tja ich muss sagen, teso und gw2 haben mir alleine schon gezeigt, daß es dort draussen mittlerweile bessere Alternativen gibt.
Besonders gefällt mir dort, daß alles was man macht, mal mehr oder mal weniger, irgendwie was bringt. Ob für Berufe, klassenskills oder equipverbesserungen, zudem war ich überrascht wie detailliert die Welt in gw2 ist, teils wirklich künstlerisch, synchro gibt’s auch noch, hier bekommt aber teso die Krone, finde in teso die Welt teilweise zu ähnlich, aber die Atmosphäre mit der glaubwürdigen synchro ist wirklich gelungen.
Ist nicht für jeden wichtig, aber diese ganzen Kleinigkeiten machen es in der summe aus.

In wow bleibt mit nur noch mythisch plus immer und immer wieder zu rennen, seit 3 patches 🙄 langweilig, die Welt ist total steril die Mobs unglaubwürdig verteilt, keine Besonderheiten, nichts relevantes zum entdecken, keine Möglichkeit sich Wünsch builds zu bauen, alles total eingeschränkt und vorgeschrieben, ja halt einfach destiny 2 mit tab target, schlechterer Grafik und weniger Action. Sie haben einfach diese eine würze verloren.
Warum gibt es nicht zb neben den myth+ Zeit gerushe (ich gönne es jedem der es mag 😊)
Nicht zb einen Modus der dann vielleicht +20 entspricht ohne Zeit Druck, einfach damit man dort taktisch ran gehen muss, mit cc und Teamwork. Wie früher halt.
Kurz: die Welt ist langweillig, alles was man macht ist nutzlos, und 2 Jahre die selben myth+ zu laufen ist ätzend.
Daher können sie nur eins machen, mit shadowlands mal einiges wieder gründlich überdenken. Eher komme ich nicht wieder.

N0ma
2 Monate zuvor

Mit shadowlands kommt der endlos Turm.

„Nicht zb einen Modus der dann vielleicht +20 entspricht ohne Zeit Druck“
Da der SG leider nicht linear ansteigt, ist da eh relativ schnell schluss. Gegen instand dead macht man nicht viel. Dazu kommen noch die Affixe, da ist der Level+Ini mal leicht mal unmöglich. Zuende gedacht ist das leider nicht.

Namma
2 Monate zuvor

Ja auf den bin ich auch gespannt smile aber das war ich bei den Inseln und der Kriegsfront auch ;(

Mit den Instanzen war ja nur ein Beispiel smile Aber sowas wie damals, große Instanzen die man länger bestreiten muss zb. Das was es jetzt gibt kann ja gerne bleiben, natürlich steht und fällt diese Idee mit dem was man dort bekommt.
Das Itemsystem in Wow gehört aber meiner Meinung nach sowieso komplett überarbeitet.
Besonders die Stats sollten sie komplett bearbeiten.

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