Der Schlund 1.0
Mit Shadowlands wollte World of Warcraft zeigen, wie denn das „Leben danach“ für Azeroth aussieht.
Je nachdem, wie eine Seele sich im Leben angestellt hatte, wurde sie danach in eines der verschiedenen Reiche der Schattenlande eingeteilt. Rechtschaffene Seelen mochten in Bastion landen, Sünder eher in Revendreth.
Und die allerschlimmsten Seelen, die kamen in den Schlund. Das war quasi die Hölle von World of Warcraft.
Der Schlund hatte gleich mehrere Mechaniken und Design-Ideen, die dazu geführt haben, dass viele Spielerinnen und Spieler sich dachten: Da geh’ ich genau einmal hin und dann nie wieder.
Denn der Schlund hatte in seiner ursprünglichen Version gleich mehrere Einschränkungen:
- Man konnte weder fliegen noch auf normale Reittiere aufsteigen. Fortbewegung war nur zu Fuß möglich.
- Man konnte nur eine bestimmte Zeit im Schlund bleiben, denn je mehr Feinde man bezwang, desto mehr beobachtete einen das „Auge des Kerkermeisters“, das dem Charakter immer schlimmere Probleme in den Weg warf, bis man zur Flucht gezwungen wurde (oder einfach starb).
- Die ganze Umgebung war trostlos und karg, visuell erdrückend und schlicht unangenehm.
Dieses Design führte auch dazu, dass man Freunden und Gilden-Kollegen im Schlund schlicht nicht mehr helfen konnte, wenn man bereits an diesem Tag im Schlund war:
„Kannst du mir bei der Elite-Quest im Schlund helfen?“
„Sorry, geht nicht, ich war heute schon da.“
Das war einfach kein gutes Spieldesign.
Wenig verwunderlich, dass der Schlund schon bald in einem neuen Patch etwas überarbeitet wurde. Viel beliebter wurde er aber auch dadurch nicht.
Zumindest eine Sache haben die Entwickler hier mit Bravur geschafft: Der Schlund in WoW war in seiner ersten Form ein Gebiet, das so schrecklich, so anstrengend und so unangenehm zu spielen war, dass es wohl eine ziemlich überzeugende Darstellung der Hölle ist.
Ob man es in einem Videospiel als Erfolg ansehen kann, wenn ein Gebiet so dermaßen unbeliebt ist … das steht auf einem anderen Blatt.

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Ich fand den Schlund damals gut. Die täglichen Aufgaben im Schlund haben immer für Nervenkitzel gesorgt, weil man beim Tod die Währung die man dort gefarmt hat verloren hat. Und bei mir kam noch dazu, dass ich als Allianzspieler im Kriegsmodus an gespielt habe. Noch einmal möchte ich so ein Feature aber dennoch nicht mehr haben. Das liegt daran weil ich in der Zwischenzeit älter geworden bin und ich mich nicht mehr gezwungen sehen möchte, tägliche Aufgaben zu erledigen um meinen Charakter immer möglichst zu minmaxen. Ich bin mit dem System seit Dragonflight sehr zufrieden.
Weil seitdem reicht es aus, um seinen Charakter zu verbessern, nur noch M+ oder Raids zu spielen und nicht sonst noch tägliche zeitaufwendige Nebenaufgaben machen müssen so wie Schlund, Azeritfarm oder Artefaktwaffenfarm.
40 Spieler Raids ohne Loot ohne Mechaniken mit random Legendaries
oder auch
Worldbuffs und Consumables die einen mehr Power (borrowed) geben als 60 level und BiS