Nach über 5 Jahren in der Entwicklung, vielen großen Updates und neuen Inhalten, steht im September der Full-Release von Valheim an. MeinMMO-Redakteur und Freizeit-Wikinger Benedict Grothaus konnte einen Blick auf der gamescom 2026 einen Blick aufs Update werfen und bekommt als bekennender Anhänger der nordischen Mythologie leuchtende Augen.
Als Valheim im Februar 2024 im Early Access erschienen ist, hat es sich innerhalb weniger Tage in die Top 5 der meistgespielten Spiele katapultiert – dank tödlicher Bäume und trotz der eigenwilligen Optik.
Die Entwickler selbst waren von dem Erfolg so überrascht, dass sie erst einmal das Team erweitern mussten, um den neuen Erwartungen gerecht zu werden. Fünf Jahre und haufenweise Updates später ist ihr Baby nun endlich erwachsen.
Am 9. September erscheint Valheim 1.0, das viele schon lange für fertig hielten und Iron Gate, das Studio hinter dem Spiel, hat mir auf der gamescom bereits gezeigt, was euch dort alles erwartet. Das Gespräch mit den Devs hat sich aber an vielen Stellen von Valheim weg bewegt.
Kalter Norden, gammlige Trolle und ein echtes Ende
Mit Version 1.0 bekommt Valheim ein neues Biom, den „Tiefen Norden“ und hier ist der Name wirklich Programm. Zwar gibt es schon die Berge als kaltes Biom, aber im Norden ist es so kalt, dass alles gefroren ist, sogar die meisten Gegner – darunter die größten von ihnen: Gammeltrolle. „Gammel“ ist übrigens Schwedisch für „alt.“ Im Norden findet ihr:
- zwei neue Dungeons, einen unter der Erde mit Elakinger (übersetzt:
Fiesling
) und einen voller Jötunn, den Riesen aus der nordischen Mythologie - neue Gegner wie die Gammeltrolle, gefrorene Zwerge und Robben, die zwar niedlich sind, deren Fett ihr aber auch für neue Rezepte braucht
- Schnee. Haufenweise Schnee. Und ja, den müsst ihr erst mal schippen, bevor ihr im Norden bauen könnt
Dazu kommt natürlich ein neuer Boss, den ich allerdings noch nicht sehen durfte. Was ich aber weiß, ist, dass Valheim mit der Release-Version ein Story-Ende bekommt und ich weiß auch schon, welches – darf es aber noch nicht verraten.
Gesagt sei aber, dass jeder, der sich mit der nordischen Mythologie auskennt, mit dem Abschluss der Geschichte mit Sicherheit zufrieden sein wird.
Allerdings ist nicht nur das Ende neu, sondern auch der Anfang. Valheim hat schon früher überraschend stimmige Anime-Trailer gebracht und ähnliche Einspieler gibt es nun auch im Spiel.
Ein Kudos an die Heimat der Entwickler und einen Bestseller von Ikea
Was für viele vielleicht wie ein nettes Gimmick klingt, spielt in der Valheim-Community eine große Rolle: Essen, Kochen und Buff-Food. Davon gibt es in Version 1.0 nun mehr und das beste Essen kennt ihr aus eurem letzten Besuch bei Ikea.
Das Billy-Regal ist vielleicht der meistverkaufte Artikel der Kette, aber irgendwer kam ja auf die Idee, dem Möbelladen auch noch ein Restaurant zu geben. Dort gehören Köttbullar zu den beliebtesten Gerichten – und man spricht sie übrigens „Schöttbolle“ aus, was wörtlich übersetzt einfach nur „Fleischkloß“ oder „Fleischball“ heißt. Sorry, das triggert mich jedes Mal.
Im Gespräch haben mir die Entwickler verraten, dass Köttbullar mit Update 1.0 das beste Buff-Food im Spiel sein werden. Und sie haben noch andere schwedische Spezialitäten mit ins Spiel gebracht, etwa Preiselbeerkuchen und -saft.



Valheim schließt den Kreis, hört da auf, wo alles begann
Im Gespräch mit den Entwicklern habe ich mir zwar viele der neuen Inhalte erklären lassen, oft driftete das Thema aber ab und wir haben stattdessen über die nordische Mythologie gesprochen – das, worauf Valheim ursprünglich mal aufgebaut war. Unter anderem ging es um die Götter und ob und welche Rolle sie im Spiel spielen.
Nachdem das Spiel aber mit den Nebel- und Aschelanden eine etwas andere Richtung gewählt hat, kehrt Valheim mit dem Tiefen Norden nun zu den Wurzeln zurück. Das zeigen nicht nur die Jötunn als Gegner oder die traditionellen, schwedischen Gerichte, sondern auch etliche Details.
So gibt es etwa Nordlichter im Himmel zu sehen, zusammen mit den Wurzeln von Yggdrasil, der Weltenesche. In der nordischen Mythologie ziehen die Walküren diese Nordlichter als Schweif hinter sich her und ähnlich, wie Valheim schon den Gott des Donners im Spiel hat, hatte ich auch hier auf ein Easter Egg gehofft.
Leider ist das (noch) nicht im Spiel. Die Senior Artist Lisa Kolfjord setzt sich aber schon lange für das kleine Detail und betonte, dass man unbedingt auf mich hören sollte bei dem Vorschlag. Vielleicht sehen wir also bald Reiterinnen mit Speer und Schild im Valheim-Himmel.
Das Survival-Spiel ist fertig, aber möglicherweise noch nicht zu Ende
Allgemein hat mich die Atmosphäre des Updates noch mehr mitgenommen als die Inhalte selbst, wobei ich ohnehin Anhänger der Religion bin – also definitiv voreingenommen. Besonders der Ausflug in die Hallen der Jötunn und einige der neuen Waffe sehen sehr spannend aus.
Ähnlich, wie Enshrouded in Version 1.0 nun so wirkt, als sei es endlich erwachsen, habe ich durch den Fokus auf den Norden bei Valheim das Gefühl, eine lange Reise sei endlich zu Ende. Und es ist ein schönes Ende, wenn auch vielleicht kein endgültiges.
Denn die Devs haben zumindest mal nicht ausgeschlossen, dass noch DLCs oder andere Inhalte kommen könnten. Bestätigt ist noch nichts. Dennoch … habe ich hoffentlich eine kleine Saat gesetzt, als ich meinte: Einfach bauen, saufen und prügeln in Walhalla sei doch sicherlich etwas, das viele Spieler feiern würden. Schauen wir mal.
Ich stelle euch mal frech die Frage, die mir gestellt wurde: Welches ist euer Lieblings-Gott aus der nordischen Mythologie und warum? Was bestellt ihr normalerweise bei Ikea? Und vor allem: Wie sprecht ihr „Köttbullar“ aus? Schreibt mir einen Kommentar!
Die gamescom 2026 hat mich mit recht vielen Survival-Highlights überrascht. Nicht nur erscheinen mit Valheim und Enshrouded zwei ohnehin schon gute Spiele im Full-Release, auch Dune: Awakening hat einiges in Petto und meine lange Bekanntschaft mit dem Chef hat hier für einen geheimen Einblick gesorgt: Ich habe als erster Spieler überhaupt gesehen, wo es in Dune: Awakening ab September hingeht
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