In einem kommenden Spiel auf Steam sollen Spieler physikbasiert Kartoffeln für eine Armee schälen und das Spiel geht aktuell auch viral, aber nicht, weil der Trailer alle überzeugt. Ein Indie-Entwickler wirft einem anderen Studio die Kopie seiner Idee vor.
Um welches Spiel geht es? Am 20. September 2026 erschien der erste Trailer zum Spiel Potato Please. Im Spiel muss man in der Ego-Perspektive Kartoffeln schälen, um eine Armee zu füttern. Das alles soll physikbasiert funktionieren und im Verlauf des Spiels soll man Upgrades kaufen können, um Prozesse zu automatisieren.
Auf dem X-Kanal von Indie Game Joe wurde der Trailer ganze 1,5 Millionen Mal angezeigt. Doch das Spiel ist nicht wegen des Gameplays im Fokus vieler Spieler. Es gibt noch ein anderes Kartoffel-Spiel mit ähnlichen Mechaniken und Setting, das bereits vorher sichtbar war. Beide Entwickler streiten sich aktuell, ob Potatoes Please nur der Klon des anderen Spiels sei.
Auf der anderen Seite steht nämlich der Indie-Entwickler Rado Klasa (X.com). Er wirft den Entwicklern hinter Potato Please vor, sein Konzept geklont zu haben.
Das ist der schlimmste Albtraum jedes Indie-Entwicklers
Was wirft Rado Klasa den Entwicklern hinter Potato Please genau vor? In einem Post auf X.com spricht er vom schlimmsten Albtraum jedes Indie-Entwicklers
. Er habe das Konzept eines Spiels, in dem man Kartoffeln schält, für einen Game Jam des YouTubers Game Makers Toolkit erstellt. Er habe seine eigene Steam-Seite herausgezögert, um Mechaniken zu verfeinern. Das andere Spiel soll sein Konzept einfach kopiert und veröffentlicht
haben. Am Ende schreibt er zudem noch: Wahrscheinlich größtenteils mit einem einfachen KI-Prompt.

Als Beweis verlinkt er einen anderen seiner X-Posts vom 25. Juli 2026, in dem er sein Spiel vorstellt. Sein Spiel hat zwar eine deutlich reduziertere Polygon-Optik, doch die Spielmechaniken ähneln sich stark. Auch die itch.io
-Seite seines Spiels mit dem Namen 1,000,000 POTATOES
zeigt, dass das Spiel für den Game Jam erstellt wurde und es Kommentare dazu gibt, die älter als 57 Tage sind.
So sieht das Spiel von Rado Klasa aus:

Im Gegensatz dazu steht Potato Please. Der X-Account zum Spiel trat der Plattform erst im September 2026 bei und der erste Trailer des Spiels erschien am 20. September 2026. Das war auch der erste Post des Accounts. Laut der Steam-Seite stammt das Spiel vom Entwickler Golden Horn Studios, die abseits von Potato Please am 22. Februar 2026 eine Demo zum Spiel Dr. Clone veröffentlichten.
Entwickler des anderen Kartoffel-Spiels wehren sich gegen die Vorwürfe
Wie reagieren die Entwickler von Potato Please auf die Vorwürfe? Am 21. September 2026 kündigten sie auf dem X-Account des Spiels an, sich zu den Vorwürfen zu äußern. In einem späteren X-Post dementieren sie die Vorwürfe und erklären, es sei ein Albtraum, monatelang an einem Spiel zu arbeiten und als Dieb und KI-Slop
bezeichnet zu werden.

Sowjet und Kartoffeln
seien nichts, was jemand erfunden hat, es sei ein Meme und kultureller Witz im Internet.
Laut dem Statement soll der Game Jam mehrere Spiele mit einem Kartoffel-Thema gehabt haben und sie haben nur auf Google und Steam gesucht. Zudem weisen sie daraufhin, dass Rado Klasa bei seinem Spiel auf itch.io selbst den Tag KI unterstützt
angibt.
In einem anderen X-Post gehen sie darauf noch näher ein und erklären, beim Game Jam hätten 10.500 Leute teilgenommen und das Spiel von Redo sei nicht bei der Suche nach einem Potato Game
aufgetaucht. Es ist lächerlich, zu glauben, dass wir zufällig auf das Spiel stoßen und dann versuchen, es zu stehlen.
Um sich gegen die KI-Vorwürfe zu wehren, posteten die Entwickler auf X auch noch ein Video zur Erstellung von Assets ihres Spiels.
Bisher hat sich Rado Klasa nicht zum neuen Statement der Entwickler hinter Potatoes Please geäußert.
Was sagt ihr zu den Vorwürfen? Sind die starken Ähnlichkeiten nur Zufall oder steckt da mehr dahinter? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare. Die gamescom sollte für Entwickler ein guter Ort zum bewerben ihrer Spiele sein, doch ein Solo-Entwickler erlebte einen Albtraum: Die gamescom endet für einen Solo-Entwickler traurig: „Der Kram ist teuer“
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