Auf der gamescom 2026 zeigen viele Entwickler ihre Spiele. Für einen nimmt das Event jedoch ein unschönes Ende.
Was ist vorgefallen? Der Solo-Entwickler Ryan Laley präsentiert gerade sein kommendes Horror-Survivalspiel Mimic (Steam) auf der gamescom in Köln. Dort kam es am 28. August jedoch zu einer unschönen Überraschung: Wie er in einem Video auf X erklärte, wurden sämtliche Laptops über Nacht von seinem Stand gestohlen. Auch andere Stände seien betroffen.
Der Entwickler ist sichtlich niedergeschlagen: „Dieser Kram ist teuer als Indie-Solo-Dev, und es ist anstrengend, alles alleine zu machen.“ Dass nun so etwas passiert, sei „mehr als frustrierend. Es ist herzzerreißend.“
Die Veranstalter und auch die Polizei seien bereits informiert. Laley habe jedoch wenig Hoffnung, seine Ausrüstung zurückzubekommen. Später meldeten sich weitere Indie-Entwickler, die ebenfalls Laptop, ein Steam Deck sowie Demo-Builds ihrer Spiele vermissten (via X).
Gibt es doch noch ein Happy End?
So geht es jetzt weiter: Als er sein Video aufnahm, wusste Ryan Laley das offensichtlich selbst noch nicht so genau. Sichtlich niedergeschlagen erklärt er, er wisse nicht, was er jetzt tun soll. Ohne sein Equipment könne er seinen Job nicht machen, die gamescom sei damit effektiv vorbei.
In den Kommentaren boten Nutzer dem Entwickler bereits Unterstützung an. Spenden über ein GoFundMe lehnte er jedoch ab: Es reiche schon, sein Spiel auf Steam zu wishlisten.
Nun könnte die Sache aber doch noch ein Happy End bekommen: Der Journalist Tom Henderson startete auf X einen Aufruf an Hardware-Firmen vor Ort, dem Entwickler kurzfristig auszuhelfen.
Laley bedankte sich bereits in einem weiteren Post für die Liebe und Unterstützung, die auf ihn einprassle. Das sei genau der Grund, warum er diese Industrie liebe.
Was sagen die Veranstalter? Am 29. August 2026 um 12:59 gab die gamescom über den offiziellen X-Account ein englischsprachiges Statement ab. Darin heißt es, man sei sich der gestohlenen Hardware bewusst und nehme diese Meldungen sehr ernst.
Weiter wird auf die allgemeinen Sicherheitsvorkehrungen vor Ort verwiesen. Demnach gibt es uniformierte Sicherheitsleute am Veranstaltungsort. Security für den eigenen Stand könne separat dazugebucht werden. Außerdem empfehle man Ausstellern, ihre Ausrüstung gegen Diebstahl zu versichern. Das sei so auch in den Teilnahmebedingungen festgehalten.
Die Fälle seien den Veranstaltern und der Polizei gemeldet worden und Ermittlungen seien bereits eingeleitet. Abschließend heißt es:
Sicherheit ist eine unserer höchsten Prioritäten bei einem Event, und zu sehen, dass Indie-Entwickler betroffen sind, macht uns sehr traurig. Bei einem Event dieser Größe wird es allerdings immer Individuen geben, die versuchen, Vorteil aus der Situation zu ziehen.
Unsere Sicherheitsmaßnahmen sind gestaltet, um diese Risiken so effektiv wie möglich zu minimieren.
gamescom via X
So hatte sich der Entwickler die gamescom bestimmt nicht vorgestellt. Berichtet uns in den Kommentaren gerne von eurer überraschendsten Erfahrung vor Ort.
Gerade für Solo-Entwickler oder kleinere Studios ist so ein Vorfall natürlich besonders schmerzhaft. Immerhin zeigte ein Team bereits, dass auch mehrere Einbrüche ihren Erfolg nicht stoppen konnten: Indie-Studio wurde während der Entwicklung ihres Soulslike 3-mal ausgeraubt – Feiert nun überragende Bewertung auf Steam
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Kommentare
Gibt es in den Hallen gar keine Sicherheitskameras? Ich meine da steht ja doch einiges an Equipment rum und die Täter zu finden wäre auch damit schwer. Aber wenn er schon schreibt dass es über Nacht passiert sei, dann hat entweder das Personal versagt oder der Entwickler es auch heraus gefordert und alles offen stehen lassen…
Semi Coop mit Verräter ist doch genau meins und gibt es viel zu wenig! Gleich mal auf die Wish-list.
Erinnert mich an die guten alten Frozen Throne oder Starcraft mods.
Hat da jemand eine Empfehlung für mich?