Das Action-Spiel For Honor beendet nach 9 Jahren seine Unterstützung für Linux. Die Entwickler berufen sich darauf, dass sie dort keine „sichere Umgebung“ schaffen könnten. Die Community fühlt sich vor den Kopf gestoßen. Ubisoft ist aber nicht die einzige Firma, die Linux als Problem ansieht.
Um welches Spiel geht es? For Honor ist ein heldenbasiertes Nahkampfspiel von Ubisoft, welches im Februar 2017 für verschiedene Plattformen erschienen ist. Das Game hat eine kleine, aber treue Community und das Team dahinter versorgt eben jene Fanbase seit fast 10 Jahren mit frischen Inhalten.
Mit der neusten Season, die am 10. September 2026 starten soll, hat man jetzt aber eine Änderung angekündigt: Man werde, „um unseren Spielern eine sicherere Umgebung zu gewährleisten“, For Honor von Linux entfernen. Am stärksten davon betroffen sind Personen, die auf dem Steam Deck spielen. In der Community ist die Kritik an der Entscheidung groß, einige überlegen sogar auf Reddit, ob sie sich das Spiel zurückerstatten lassen können.
Linux wird in der Gaming-Industrie oft als potenzielle „Cheating-Plattform“ eingestuft
Was genau sagen die Entwickler? In einem offiziellen Post bei Ubisoft erklärt das Team, dass man den Support für Linux einstellen wolle. Konkret heißt es:
Wir nehmen „For Honor“ von der Linux-Plattform, um unseren Spielern eine sicherere Umgebung zu gewährleisten, da wir auf dieser Plattform keine wirksamen Schutzmaßnahmen umsetzen können. Das bedeutet, dass „For Honor“ ab dem 10. September nicht mehr auf dem Steam Deck spielbar sein wird.
Wir werden weiterhin verschiedene Möglichkeiten zur Verbesserung unseres Anti-Cheat-Systems prüfen, um die Plattform möglicherweise in Zukunft wieder für diese Plattform freizugeben.
Warum gilt Linux als Problem? Viele Anti-Cheat-Systeme greifen tief in die Architektur des Betriebssystems ein und lesen Daten von eurer Hardware aus. Damit wollen die Entwickler gewährleisten, dass Cheater nicht betrügen können. Diese Anti-Cheat-Praktiken gehen vielen Spielern mittlerweile zu weit, etwa bei Riots Vanguard. Unter Linux können viele dieser Programme jedoch nicht so tief in das System eingreifen, was vor allem am Aufbau des Betriebssystems liegt. Viele Programme können gar nicht erst auf Kernel-Ebene mitlesen.
Aus diesem Grund wird Linux in der Gaming-Industrie oft als potenzielle „Cheating-Plattform“ eingestuft, weil das System dem Nutzer die vollständige Kontrolle über den Betriebssystem-Kernel überlässt und gleichzeitig moderne Kernel-Level-Anti-Cheat-Systeme blockiert.
Dies führt dazu, dass Spieleentwickler wie Riot Games (Vanguard), Electronic Arts (EA Javelin) oder Ubisoft dann Linux-Nutzer komplett aussperren. In den meisten Fällen Personen erwischen, die auf dem Steam Deck zocken wollen. Spiele wie Fortnite oder auch EA Sports FC könnt ihr unter Linux und auf dem Steam Deck derzeit nicht starten.
Spiele laufen auf dem Steam Deck mittlerweile ziemlich stabil. Doch viele Verbesserungen im Hintergrund stammen von einer einzigen Entwicklerin. Diese arbeitet bereits seit Jahren an der Schnittstelle Wine, die viele Windows-Programme unter Linux verwenden: Einer einzigen Entwicklerin habt ihr es zu verdanken, dass eure Spiele auf dem Steam Deck so flüssig laufen
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Kommentare
for honor hat dlc charactere, die durch kernal level anticheat hat unter verschluss bleiben. es geht hier nicht um cheater (wie wir all wissen sind drittanbieter anti cheat systeme ziemlich schlecht darin cheater zu verhindern) sondern nur darum eigene interessen zu schützen. und das indem man das endnutzersystem unsicherer macht.
Vorallem mit dem Argument kommen das Linux “unsicher” wäre. Das Problem ist halt Linux lässt keine Manipulation auf Kernel ebene zu was das Betriebsystem sicher macht. Es liegt auch nicht an Linux sondern vielmehr das die Anticheat System unter Windows halt machen können was sie wollen und unter Linux werden diese Praktiken halt untersagt. Und wie oft liest man das man sich unter Wurm, Trojaner etc. eingefangen hat in Windows. Die Anticheat Systeme müssen entlich anfangen umzudenken weil immer mehr Leute wandern von Windows ab und installieren sich Linux. Spätestens wenn Microsoft mit Windows 12 dann meint ein Abo einzuführen für Windows dann werden es massweise leute geben die Windows Deinstallieren.
Und jetzt in Wahrheit übersetzt: Wir können nicht eure Systeme und Passwörter im Klartext mitschneiden.