Ein Spieler kauft sich eine gebrauchte CPU und kommt nicht mehr in einen Shooter. Das Problem ist, dass der Prozessor auf einer Bannliste von Riot steht. Das Anticheat-Tool Vanguard ist schon lange hochumstritten. Der Vorwurf der Spieler: Riot nehme kaputte Computer in Kauf, aber der Entwickler wehrt sich dagegen.
Ein Spieler hatte sich über Kleinanzeigen einen gebrauchten AMD Ryzen 7 5800X3D gekauft. Davon berichtet das Magazin WCCFTech. Bei der CPU handelt es sich um eine der besten Mittelklasse-CPUs für den alten AM4-Sockel von AMD.
Nachdem er den Prozessor in sein System eingebaut hatte, musste er überrascht feststellen, dass er beim Start des Shooters Valorant ohne Vorwarnung jedes Mal aus dem Spiel geschmissen wurde. Denn der Vorbesitzer hatte wohl Cheats eingesetzt und andere Spieler betrogen.
Eine gebrauchte CPU sperrt Spieler aus Valorant aus
Was genau erklärte der Support? Der Riot-Support teilte dem Nutzer laut eigenen Angaben auf Reddit mit, dass die ID oder Seriennummer der CPU am 12. August 2026 im Rahmen einer gegen den Vorbesitzer verhängten Hardware-Sperre auf die schwarze Liste gesetzt worden seien. Der Käufer selbst gibt jedoch an, den Prozessor erst am 21. September 2026 erworben zu haben.
Riot lehnte laut Nutzer übrigens ab, den Hardware-Bann für die gebrauchte CPU aufzuheben. Und obendrein kommt es noch besser: Denn durch den Einsatz der CPU wurden Mainboard und SSD ebenfalls auf die Bannliste des Anticheat-Systems gesetzt. Selbst, wenn er nun die CPU zurücktauschen würde, wäre sein PC weiterhin gesperrt.
Was steckt hinter dem Bann? Riot nutzt für seine Spiele wie Valorant ein Anticheat-Tool namens Vanguard. Nach der Installation wird Vanguard beim Windows-Start ausgeführt, sofern es nicht deinstalliert wird.
Es handelt sich bei dem Tool um einen Kernel-Mode-Treiber: Er überprüft andere Treiber und blockiert sie, wenn er feststellt, dass sie eine bekannte Schwachstelle haben, die dazu genutzt werden könnte, den Anti-Cheat-Client zu kompromittieren. Der Nachteil ist, dass die Software tief in das System eingreifen kann. Riot geht mittlerweile so aggressiv gegen Cheater vor, dass es selbst Spielern mittlerweile zu viel wurde.
Riot selbst musste schließlich erklären, dass man mit seiner Software keine Computer zerstören würde. Dennoch bleiben viele Spieler skeptisch.
Auch ein anderer Nutzer verzweifelt an Valorant: Denn der Shooter zerlegt ihm jedes Mal den neuen Gaming-PC seines Sohnes. Dahinter steckt Riots moderne Anti-Cheat-Technik, die schon länger unter Spielern stark umstritten ist. Mehr dazu auf MeinMMO: Er kaufte für 3.000 Dollar einen Gaming-PC für seinen Sohn, aber Valorant zerlegt jedes Mal den PC
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