Ein Nutzer verzweifelt an Valorant: Denn der Shooter zerlegt ihm jedes Mal den neuen Gaming-PC seines Sohnes. Dahinter steckt Riots moderne Anti-Cheat-Technik, die schon länger unter Spielern stark umstritten ist. Der Vorwurf der Spieler: Riot nehme kaputte Computer in Kauf, aber der Entwickler wehrt sich dagegen.
Ein Vater berichtet verzweifelt auf Reddit, dass er seinem Sohn einen Gaming-PC gekauft und zusammengebaut habe. Kostenpunkt: Rund 3.000 US-Dollar und die Hardware für das Geld kann sich ebenfalls sehen lassen (Ryzen 7 9800X3D, 32 GB RAM und RX 9070 XT).
Eine fiese Überraschung gibt es aber jedes Mal, wenn er Valorant auf dem PC installieren möchte. Denn dann soll der PC jedes Mal abstürzen und nicht mehr einwandfrei funktionieren. Der Nutzer erklärt, dass er dann jedes Mal etliche Stunden benötigen würde, um den PC wieder zu reparieren:
Ich habe jetzt schon 8 ganze Tage damit verbracht, und jedes Mal, wenn wir Valorant installieren, ruiniert es den PC komplett. Ich habe mittlerweile fast 100 Stunden damit verbracht, das BIOS dutzende Male zurückzusetzen und Windows mehrfach neu zu installieren. Es kann bis zu 8 Stunden dauern, das BIOS zu reparieren.
Das große Problem steckt hinter Valorant. Denn das installiert eine umstrittene Anti-Cheat-Software mit, die wohl für Ärger sorgt.
Einige Nutzer weisen im Reddit-Thread aber daraufhin, dass auch einfach eine Komponente des neuen PCs “faulty”, also kaputt sein könnte. Gegen diese These spricht, dass der Vater erklärt, dass alle anderen Spiele keine Probleme machen würde und es nur nach der Installation von Valorant und Lol zu Problemen kommen würde.
Riots Vanguard-Schutz wird schon lange von Spielern kritisiert
Was ist das für ein Anti-Cheat-Programm? Vanguard ist Riots offizielles Anticheat-Tool, welches Cheater in League of Legends und in Vanguard aufspüren soll. Das Problem an dem Tool: Vanguard gräbt sich tief in das Betriebssystem eures Rechners ein und überprüft hier aktive Prozesse eures Systems. Da die Software im Kernel-Modus auf dem höchsten Privilegienstufen läuft, kann sie theoretisch auf alle Systeminformationen und Daten zugreifen.
Spieler werfen Riot schon länger vor, dass der Entwickler in Kauf nehme, dass dabei die Hardware von Spielern kaputtgehen würde. Diese Vorwürfe sind etwa so alt wie das Anticheat-Tool ansich.
Riot hat sich dazu aber mittlerweile geäußert und erklärt, dass man mit Vanguard keine PC-Hardware zerstöre, sondern es nur auf Cheat-Tools abgesehen habe.
Spätestens mit dem neusten Update geht Riot vielen Spielern aber zu weit. Denn Vanguard soll jetzt USB-Geräte überprüfen können und diese deaktivieren können. Das hatte für viele empörte Spieler gesorgt. Mehr dazu lest ihr auf MeinMMO: Riot geht so radikal gegen Cheater vor, dass es sogar den Spielern zu weit geht
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