Die meisten Content Creator im Sammelkarten-Bereich stellen vor allem ihre tollen Pulls zur Schau. Trymacs zeigt nun auf Twitch, was nach 6 Jahren Sammeln wirklich bleibt.
Was steckt dahinter? Trymacs ist einer der größten Streamer im deutschen Twitch und bekannt dafür, ordentlich Geld in seine Inhalte zu buttern:
- Im Mobile-Game Clash Royale veranstaltet er wortwörtliche „Pay2Win-Challenges“ und steckt so viel Geld rein, dass er sogar Sonderabsprachen mit dem Kundendienst hat.
- Auch bei EA Sports FC, damals noch FIFA, war Trymacs lange am Start, und das mit großem Erfolg. Mittlerweile distanziert er sich jedoch von diesen Inhalten.
- Und dann sind da noch die Pokémon-Karten. Seit 2020 öffnet er in seinen Streams Booster und hatte damit während der Corona-Pandemie einen riesigen Hype.
In seinen aktuellen Streams sprach Trymacs mehrmals über seine Sammlung und beleuchtete dabei auch Facetten, die sonst kaum jemand sieht.
Trymacs zeigt Berge von Karten, die im Keller versauern
Was hat Trymacs jetzt gezeigt? Wenn man einem Content Creator beim Öffnen von Packs zusieht, liegt der Fokus meistens auf den „Hits“, den selteneren und wertvolleren Karten. Die wandern nach einem Opening zu einem Grading-Anbieter wie PSA, wo sie professionell bewertet werden. Aber was passiert eigentlich mit dem Rest?
Diese übrigen Karten bezeichnet man auch als „Bulk“ und genau den hat Trymacs in seinem Stream gezeigt.
Mit sichtlicher Mühe zerrte der Streamer einen Kisten-Turm vor die Kamera, jede einzelne bis zum Rand gefüllt mit Pokémon-Karten. Dann eröffnet er: Von diesen Türmen habe er „so 15 bis 20” Stück. Insgesamt habe er ungefähr 200 solcher Kisten, verteilt auf die Keller seiner Familie.
Ihr könnt euch den Stream-Ausschnitt hier ansehen:
Ist das Ganze wenigstens etwas Wert? Tja. In einem vorangegangenen Stream erwähnte Trymacs, dass seine Sammlung etwa 50.000 Euro wert sei – also nur etwa ein Zehntel dessen, was er dafür ausgegeben hat. Was zunächst einmal nach einem spektakulär schlechten Deal aussieht, wird in der Realität etwas abgemildert: Als Streamer macht er ja kein Geld mit den Karten selbst, sondern mit dem Content, den er daraus erstellt.
Mit YouTube-Video und Stream verdiene er im Schnitt 1.000 Euro, bei wirklich teuren Sets rentiert sich also selbst der Content kaum.
Was soll denn das Ganze? Der finanzielle Nutzen mag eher fragwürdig sein, aber für Trymacs lohnt sich diese Art Content noch in einer anderen Hinsicht. In der Vergangenheit betonte er immer wieder, dass er seine Streams auch anbietet, damit Leute an diesen Openings teilhaben können, ohne selbst Geld in die jeweiligen Spiele zu buttern. Außerdem wolle er auch zeigen, wie schlecht die Chancen tatsächlich seien, etwas Tolles zu ziehen – sei es bei Lootboxen oder eben Sammelkarten.
Überhaupt schreibt sich der Twitch-Streamer „Transparenz“ groß auf die Fahne. So teilt er nicht nur regelmäßig seine Einnahmen mit, sondern spricht mit den Zuschauern auch offen über Verluste: Trymacs ist so schlimm mit seinen Chips gescheitert, dass er die Verluste mit einer Präsentation auf Twitch erklären muss
Deine Meinung ist uns wichtig!
Gefällt dir der Artikel? Hast du irgendwelche Kommentare? Sag uns, was du denkst!
Kommentare