Nach Reviewbombing – Metacritic reagiert, aber zu spät

The Last of Us Part II hat auf Metacritic mit schlechten User-Review und Reviewbombing zu kämpfen. Die Plattform hat nun eine Änderung eingeführt, die so ein Review-Bombing zum Launch eines Spiels zukünftig verhindern soll. Leider kommt das zu spät – und aus den falschen Gründen, findet MeinMMO-Autor Benedict Grothaus.

Hinweis: Der Titel des Artikels wurde geändert, weil neue Information zum Thema aufgetaucht ist. Das entsprechende Update findet ihr am Ende vom Text.

So reagiert Metacritic: Die Website Metacritic sammelt Bewertungen zu Spielen von Nutzern und der Gaming-Presse. Beides wird auf Metacritic getrennt aufgeführt als Metascore und User-Score. Die Seite ist eine wichtige Anlaufstelle für viele Nutzer, um sich ein erstes Bild von einem neuen Spiel zu machen und gesammelte Meinungen zu lesen.

Bisher konnte jeder, der einen Account besitzt, als Nutzer einfach ein Spiel bewerten. Egal, ob er es gespielt hat, besitzt oder überhaupt kennt. Ein Klick hat genügt, um einem neuen Videospiel eine Note zu geben.

Das geht nun allerdings nicht mehr so einfach – jedenfalls nicht zum Launch eines Spiels. Metacritic hat eingeführt, dass User-Scores eine gewisse Zeit lang nicht verfügbar sind. Stattdessen erscheint die Bitte, ein Spiel doch erst etwas länger zu spielen, ehe man sich eine Meinung darüber bildet.

Ghost of Thushima Metacritic spend more time 2
Den neuen Titel „Ghost of Tsushima“ durfte ich nicht direkt bewerten. Beim US-Magazin Forbes lief die Frist schon am 18. Juli aus.

Warum kommt die Änderung? In der Vergangenheit gab es häufig Fälle, in denen Nutzer Spiele schlecht bewertet haben, um ihren Unmut auszudrücken, ohne das Spiel und Inhalte selbst überhaupt zu berücksichtigen („Reviewbombing“).

Eines der neusten und prominentesten Beispiele für dieses Verhalten ist The Last of Us Part II. Durch seine Sozialkritik polarisiert das neue Story-Game stark und ruft teilweise heftige Reaktionen hervor.

Während Kritiker The Last of Us Part II eine 94/100 geben, es also sehr gut bewerten, steht es bei Nutzern aktuell nur bei 5.5/10. Viele der negativen Kritik mit 0 Punkten sagen, das Spiel hätte eine „LGBTQ“-Agenda und würde die pushen.

Das sagen die Metacritic-Tests zu The Last of Us Part 2

Besonders die Diskussion um The Last of Us Part II und die vielen negativen Reviews gleich zum Launch, dürften der entscheidende Grund sein, warum Metacritic ausgerechnet jetzt den Schritt gegangen ist, Reviews zum Launch zu sperren.

Ich finde: Das ist viel, viel zu spät und der Grund dahinter ist auch nicht schön.

Das hätte viel früher passieren müssen

Darum kommt das zu spät: Vorweg: Ich finde die Änderung gut und richtig. So etwas war schon lange notwendig. Metacritic hat sich aber viel zu viel Zeit damit gelassen, denn:

  • The Last of Us Part II profitiert davon schon gar nicht mehr
  • viele andere Spiele zuvor hatten ebenfalls schon das Problem, dass sie zum Launch bombardiert wurden

Das Phänomen mit dem Reviewbombing ist alt und andere Anbieter wie Steam haben als Antwort bestimmte Reviews aus den Meta-Bewertungen einfach ausgeschlossen. Die entsprechenden Nutzer-Reviews werden dort einfach als „themenfremd“ markiert.

Warframe Review Bombing Steam sternchen
So geht Steam mit Reviewbombing um, hier bei Warframe.

Auf Metacritic tauchten ähnliche Probleme bereits sehr prominent in den vergangenen Jahren auf. 2018 etwa erhielt das Survival-Game Fallout 76 massenhaft negative Reviews und das direkt zu Release, als viele Spieler es noch gar nicht ausführlich haben spielen können.

Ähnlich erging es 2019 dem neuen Call of Duty: Modern Warfare. CoD erhielt massig 0-Punkte-Reviews wegen Propaganda-Vorwürfen: Es soll Russland-feindlich gewesen sein. Auch diese 0-Punkte-Reviews kamen, ohne direkt auf das Spiel an sich einzugehen und weitere Kritikpunkte zu erlauben.

Warum muss hier etwas passieren? Alle drei genannten Spiele sind gute Beispiele dafür, warum gegen Reviewbombing vorgegangen werden sollte. The Last of Us Part II und Call of Duty haben sich schließlich als hervorragende Spiele und Top-Titel in ihren Kategorien hervorgetan.

Spiegelt sich das jedoch in den User-Scores wider? Nein. Achtet nun jemand, der lieber anderen Spielern als der Presse vertraut, nur auf die reine Zahl, lässt er sich von dieser vielleicht abschrecken und verzichtet darauf, die Games zu spielen, obwohl sie ihm gefallen könnten.

Fallout 76 Mittelfinger Vault Boy
Fallout 76 hatte stark mit schlechten Reviews zu kämpfen – Dabei zeigen die neuen Bewertungen auf Steam, dass es durchaus ein gutes Spiel geworden ist.

Ähnlich sieht es bei Fallout 76 aus. Sicherlich ist und war es nicht perfekt und hat mit vielen Fehlern und Bugs zu kämpfen. Es war aber zu keinem Zeitpunkt „0-Punkte-schlecht“. Zumal sich damals viele Bewertungen nicht einmal aufs Spiel selbst bezogen haben, sondern darauf, dass sich einige Hardcore-Fans einen Nachfolger für Fallout 4 gewünscht haben – einfach einen weiteren Singleplayer der Reihe, kein Multiplayer-Game.

Auf den „Hate Train“ zu Fallout 76 sind im Anschluss viele Influencer, Nutzer und Foren-Besucher eingestiegen – sehr zum Leidwesen der eigentlichen Spieler. Das ging teilweise so weit, dass Spieler, die Fallout 76 mochten, dafür angefeindet wurden.

Reviewbombing hier zu unterbinden, hätte mit Sicherheit geholfen, das gesamte Narrativ etwas anders zu gestalten, sodass weniger Hass von allen Seiten gekommen wäre. Die heftige Kritik an Fallout 76 wäre, meiner Meinung nach, sogar ein besserer Grund für die Einführung gewesen, als es das aktuell bei The Last of Us Part II ist.

Wann hätte das kommen müssen? Einen konkreten Zeitpunkt kann ich nicht nennen. Ich kann nur sagen: Sehr viel früher. Vielleicht schon zu Release der Website, spätestens aber zum ersten Fall von Reviewbombing, der jemals aufgetreten ist.

Es sollte selbstverständlich sein, dass sich Spiele-Reviews auf das Spiel beziehen und nicht auf irgendwelche Umstände und Kontroversen, die nur peripher damit zu tun haben. Darum ist für mich klar: jetzt ist zu spät.

Allerdings ist nicht nur der Zeitpunkt ein Problem. Auch der Grund, aus dem nun gehandelt wird oder zumindest jener, welcher der Ursprung zu sein scheint, ist aus meiner Sicht ziemlich problematisch.

Regulierung ja, aber bitte keine Zensur

Warum ist der Grund ein falscher? Bei The Last of Us Part II beziehen sich viele negative Bewertungen auf die „political correctness“ des Spiels. Schaut man sich einmal die Kommentare zu diesen Reviews auf Metacritic an, findet man etwa:

  • Vorwürfe über Manipulation und „brainwashing“
  • Kritik am Umgang mit Homosexualität und LGBTQ
  • Unzufriedenheit mit der Story im Allgemeinen
The Last of Us 2 Jodie Title 2
Die lesbische Beziehung von Ellie scheint viele zu stören, aber ist sie das eigentliche Problem?

Ich habe selbst The Last of Us Part II nicht gespielt, weil mich die Story bereits bei Part 1 nicht packen konnte. Ich will deswegen weder das Spiel bewerten, noch, wie sehr Kritik an der Story gerechtfertigt ist, kann aber bereits an Gameplay-Videos sehen, dass diese Gründe alleine nicht für 0 Punkte ausreichen. Cortyn aus unserem MeinMMO-Team ist stark von The Last Of Us II überzeugt.

Ein viel größeres Problem als die Kritik an der Story scheint für viele „0-Punkte“-Krieger der Vorwurf zu sein, wie The Last of Us Part II mit LGBTQ umgeht. Hier befinde ich mich zwischen den Fronten:

  • Einerseits finde ich es gut, dass ein solches Thema prominenter vertreten ist und dass homosexueller Umgang als „normal“ und selbstverständlich in einem Spiel angesehen wird.
  • Andererseits nervt es mich gewaltig, dass immer mehr Spiele ihre Diversität zu einem Verkaufsargument machen. Ein Spiel sollte überzeugen, weil sich gut spielt, nicht, weil es eine breite Auswahl an Charakteren mit verschiedenen Hautfarben und sexuellen Vorlieben herauskehrt.
Schwarze Elfen in World of Warcraft – Warum fällt euch das so schwer?

Konkret den Umgang mit Homo-, Bi- und Transsexualität finde ich äußerst kritisch. Ich selbst bin bi- bzw. pansexuell und hatte viele Jahre, in denen ich mich fragte, was „falsch“ mit mir ist, damit zu kämpfen, bis ich mich endlich selbst „besser verstanden“ habe.

Ich will nicht, dass nun irgendwelche Leute daraus Profit schlagen, weil es sich gerade ergibt. Für mich ist das kein respektvoller Umgang mit dem Thema, sondern „das Fähnchen in den Wind halten.“

Und wenn jedem Spiel nun der Diversitäts-Stempel aufgedrückt wird, führt das vermutlich eher zu Trotz-Reaktionen und Unmut unter den Gamern, als zu tatstächlicher Inklusion.

Was genau ist nun meine Kritik? Die Schwierigkeit daran, dass Metacritic nun auf die ganze Problematik reagiert, ist für mich, dass es sich anfühlt, als wollte Metacritic ausgerechnet anhand dieses Review-Bombings nun eine Zensur einführen und das Review-Bombing aus genau diesem politischen Grund verbieten, während man die Review-Bombings aus anderen Gründen einfach so hingenommen hat.

Spieler, die unzufrieden damit sind, wie Entwickler und Publisher ihre Spiele vermarkten, werden nun künftig zum Schweigen gebracht.

Viele Fans haben jetzt schon den Eindruck, dass ihnen die Möglichkeit fehlt, Kritik äußern zu können und dabei gehört zu werden. Und gerade das Thema Diversität ist so spannungsgeladen und aktuell wie kaum ein anderes. Den Menschen, die darüber sprechen wollen, fehlt aber eine geeignete Plattform für die Diskussion.

Es fühlt sich an, als sei diese Thematik der Diversität in den vergangenen Monaten und Jahren immer häufiger in Spielen prominent vertreten.

Darum kann ich die Kritik daran durchaus nachvollziehen und verstehe, wenn sich Leute darüber aufregen, selbst wenn sie nicht per se dagegen sind.

ESO Titel Pride Month LGBTQ Flag
Es gibt gute Möglichkeiten, das Thema anzusprechen, ohne aufdringlich zu sein – ESO etwa geht mit LGBTQ+ genau richtig um, findet MeinMMO-Autorin Larissa Then.

Andererseits finde ich es falsch, dass die Kritiker ausgerechnet User-Reviews dazu nutzen, um ihre Meinung auf diese Weise zu verbreiten. Bewertungen sollten ein Spiel möglichst als Ganzes bewerten, nicht nur einzelne Punkte daraus.

Es sucht kaum noch jemand das Gespräch – Nutzer wollen nur ihrer schlechten Laune Luft machen und Anbieter unterbinden das kompromisslos. Wie soll man da gemeinsam Lösungen finden?

Das zusammen führt zu dem Problem, dass sich Kritiker wieder einmal überfahren fühlen, weil sie ihrem Frust keinen Ausdruck mehr verleihen können und sich ihre Meinung damit noch stärker verhärtet. Es ziehen sich immer klarere Grenzen und keiner ist mehr bereit, vernünftig miteinander zu reden. Zugleich wirkt das so, als hätte Metacritic erst dann reagiert, wenn eine bestimmte Gruppe laut genug danach schreit.

Es wirkt ebenfalls so, als würde der Anlass bei The Last of Us Part II gerade gut passen. So scheint es, als geht es Metacritic gar nicht darum, die Integrität der Bewertungen zu bewahren, wie es schon bei CoD oder Fallout nötig gewesen wäre.

Ich finde gut, dass etwas gegen Reviewbombing auf Metacritic gemacht wird. Ich finde aber nicht gut, wie das passiert und dass es sich ausgerechnet an The Last of Us Part II entzündet.

Update: The Last Of Us ist nicht der Grund

Metacritic hat in einer Antwort auf eine Anfrage von gamesindustry.biz dementiert, dass ein „bestimmtes Spiel“ der Grund für die Einführung gewesen sei. Die Änderung wäre demnach also keine Reaktion auf das Reviewbombing von The Last Of Us II.

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Es handle sich um eine generelle Änderung für alle Spiele, bei der man nun 36 Stunden nach Release warten müsse, um ein Review schreiben zu dürfen. Das beziehe sich nur auf Games, nicht auf andere Sektionen.

Grund dafür seien datengestützte Informationen von Kritikern und Experten in der Industrie.

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Coreleon

Das ist ja nun aber nicht exklusiv im Gaming ein Problem mit den Bewertungen.
Da reicht ja schon ein Blick auf Amazon und ich bekomme Zweifel ob die Leute tatsächlich ohne Gerichtlichen Vormund durchs Leben gehen sollten.
Da findet man haufenweise 1* Bewertungen weil DHL nicht geklingelt hat, der Karton beim Transport beschädigt wurde, Zahlungsmethode X nicht angeboten wurde ect ect alles Sachen die nichts, überhaupt nichts mit dem Artikel zu tun haben. -.-

Aki

Tut mir ja leid.. aber die schlechten Kritiken sind nun mal auch durchaus berechtigt und nachvollziehbar !
Und ja, dass Spiel ist technisch wirklich gut… aber Nein Storytechnisch ist damit leider nicht gemeint !
Der Art wie die Story präsentiert wird kann man ganz klar kritisch gegen über stehen.
Und ja, hier wird ganz klar eine Agenda aufgefahren die dem Spieler zuvor natürlich nicht bewusst war.
Der erste Teil war wahrlich ein Meisterwerk und die vermittelte Stimmung war erstklassig.
Der zweite hat dies quasi zu nichte gemacht und auch ich hatte mich lange auf diese Fortsetung gefreut und bin nun entsprechend enttäuscht ! -,-
Und enttäuschten Spielern nun die Meinung abzugestehen ist genau der falsche Weg !
Dann sollte man Metacritik bestenfalls gleich einstampfen. Denn auch die hochlobenden Pressewertungen sind alles andere als nachvollziehbar… und ja dann vor den Spielerwertungen frei…
Was dann zum Kauf führt und somit den Sinn einer solchen Seite ja komplett untergraben würde ! Ö_ö
Und genau dieses Problem scheint sich in letzter Zeit zu häufen…
Das merkt man bei Spielen und auch bei Filmen…
Es fällt stark auf das häufig User und Kritikerwertungen sehr stark auseinander driften…
Da beschleicht einen das Gefühl das hier immer häufiger finanzielle Anreize geschaffen werden… -,-
Denn es kann ja durchaus einen persönlichen Vorteil bringen ein Spiel etwas positiver zu werten und damit die Verkaufszahlen deutlich zu erhöhen. Nur so ein Gedanke…
Wenn man solch eine Seite sinnvoll halten will, sollte man Spieler UND Pressewertungen 36 Stunden verzögern um einen generellen Ausgleich zu haben !
Und man sollte Bombing beiderseits bekämpfen indem man sowohl positiven als auch negativen Bombingversuchen entgegen wirkt indem man z.B. den Besitz des Spiels nachweisen muss. Beispiel eine Verknüpfung des PS Accounts auf dem das Spiel vorhanden sein muss !
Alles Andere erscheint mir inzwischen als Zensur…

Schuhmann

Wenn man solch eine Seite sinnvoll halten will, sollte man Spieler UND Pressewertungen 36 Stunden verzögern um einen generellen Ausgleich zu haben !

Du weißt, dass die Presse Vorabzugang zu manchen Spielen bekommt und daher schon vorm Release mit dem Testen anfangen kann?

Aki

Ja, dessen bin ich mir natürlich bewusst. Allerdings ist das vielleicht nicht immer zu 100 Prozent objektiv.
Da liegen meine Bedenken…
Dies ist natürlich nicht auf die Allgemeinheit gemünzt. Allerdings gibt es wohl in fast jedem Bereich auch schwarze Schafe… die Frage ist immer: Wie groß ist der entsprechende Anteil…
Aber das werden wir wohl nie erfahren…
Wie könnte man denn für eine objektive Presse und Kritiker Meinung sorgen ?!
Welche Optionen garantieren denn eine unbeeinflusste Meinung ?!

Snoopy220

Was ich komplett vermisse bei den Review Bombing Stories, sind die 10/10 welche gemeinsam mit den 0/10 unmittelbar nach Spielstart auftauchten. Es waren weniger, aber nur von negativen Review Bombing zu sprechen und einen Teil Geschichte bewusst zu ignorieren ist genau das Problem, das offensichtlich viele ‚professionelle‘ Reviewer bei The Last of Us 2 haben. Wie kommst du darauf, das waren doch nur negative Reviews werden vielleicht manche sagen. Habe Grafiken gesehen dazu und müsste den Link raussuchen, aber mit ein wenig Überlegen ist es auch so offensichtlich. Die Wertung startete bei, wie viel war es? 3,5? und nicht 0. Grob 2:1 Verhältnis, also was in der Art 4*0 und 2*10. Die Stelle, wo sich vielleicht manche Leute begannen leicht aufzuregen kam nach ca. 2 Stunden auch relativ früh im Spiel, also würde ich auch nicht unbedingt unterstellen, dass die frühen Wertungen ausschliesslich Review Bombing waren.

Einer der treffensten Aussagen zu dem Spiel kommt von CNN, einem Medium das man wohl kaum als LGBT feindlich bezeichnen kann. Dort hat man zumindest einen Teil des Problem erkannt.
Naughty Dog molded the story and, thus, the girl, around the lesson, not vice versa. Ellie is a tool to convey this lesson. And in being so, it feels as if a vital part of her is lost.
https://us.cnn.com/2020/06/15/cnn-underscored/the-last-of-us-part-2-review/index.html

Wenn ich ein Spiel kaufe wünsche ich mir Unterhaltung. Die politischen Überzeugungen der Entwickler interessieren mich nicht. Wenn ich ein Bedürfnis nach politischem Lehrmaterial verspüre, gibt’s das deutlich billiger, zum Beispiel beim Spiegel. Der Wert bei dem sich das Spiel nun einpendelt scheint mir angemessen. Genug Leute finden es auch gut, und fein für sie, aber ob es eine gelungen Strategie ist, einen Teil seiner Kundschaft vor den Kopf zu stossen, das wird die weitere Entwicklung von Naughty Dog zeigen.

Ein anderer Faktor den ich kaum genannt finde sind die an den Haaren herbeigezogenen DMCA Klagen mit denen Sony und Naughty Dog Youtuber überzogen haben, welche sich im Vorfeld erlaubt haben etwas Negatives zu dem Spiel zu sagen. Diese Leute haben eine ordentliche Reichweite (>5.000.000 würde ich schätzen), und das man nach der Aktion nicht viel Gutes zu hören bekam aus der Richtung scheint mir nachvollziehbar. Aus der Fanecke dürften da einige negative Reviews gekommen sein. Oder Jim Sterling, den man auch nicht LGBT feindlich nennen kann, hatte einiges zu den Arbeitsbedingungen zu sagen bei Naughty Dog. Nochmal ca. eine halbe Million Leute wo sich einige vielleicht veranlasst sahen ‚Feedback‘ zu hinterlassen.

Aki

Amen und gut erkannt.
Hier wurde, auch aus meiner Sicht, eine Agenda aufgefahren und dem Spieler bewusst aufs Auge gedrückt… -,-

Marledor

Ich finde es amüsant, dass bei solchen Spielen genau hingesehen wird, aber bei Warcraft Reforged ist man natürlich bereit darüber hinwegzusehen.

Vermutlich möchte man sich damit nur Social-Media-Punkte abholen, um gut dazustehen.

Mir persönlich geht das gegen den Strich und nein, werft mir nun keine Homophobie o.ä. vor, ich bin selbst vom anderen Ufer und mich macht sowas sauer.
Wenn den Leuten es nicht gefällt, wegen was auch immer, dann gefällt es ihnen halt nicht.

Jokl

Kurz gesagt, ich finde es sollte nur bewertet werden können, wenn man es zumindest besitzt, ob jemand wirklich so lange gespielt hat, um eine objektive Bewertung abzugeben ist wohl schwer zu prüfen.
Wie bei Ama, wo nur verifizierte Käufer berechtigt sind, das schränkt die Hater wenigstens etwas ein.
Das selbe sollte aber auch bei einer Gesamtbewertung für die Presse gelten, diese gekauften Spitzennoten sind einfach lächerlich.
Empfehlungen anhand von reviews, gerade auf YT und mit Artikeln die einen EIndruck vermitteln, ohne Note würde ich bevorzugen.

Ich hab jetzt hier einige Kommentare gelesen und muss mal wieder den Kopf schütteln, wie sich manche hier äußern, ohne Kenntnisse werden da Thesen abgelassen, die Autoren angegangen, dass ist schon eklig.
Das hat mit Meinungen äußern nicht mehr viel zu tun, wilde Theorien sind keine Meinung, daher würde ich die kommentarlos löschen und die Nutzer bannen, der ein oder andere will nur provozieren und Hass ablassen.

mordran

Und natürlich kein Wort von den absolut lächerlichen Bewertungen der sog. „Gaming-Presse“. Review Bombing ist keine Einbahnstraße lieber Autor. 100% Wertungen sind bei einem technischen Produkt unmöglich. Es bedeutet, es gibt keinerlei Kritik, weder an Grafik, Audio, Performance, Gameplay oder Storytelling. Es gab weder Bugs noch Glitches, etc. Das ist einfach absolut unglaubwürdig was die Presse hier zum Teil abgeliefert hat. Das waren
Gefälligkeitsbewertungen, oder Bewertungen die man abgegeben hat weil man dem allgemeinen Zeitgeist irgendwie entsprechen wollte oder sich politisch dem gleichen Lager zugehörig fühlt.

Hier wurde also genauso Review Bombing betrieben, allerdings wurde eben mit Rosen gebombt und nicht mit Scheisse wie bei den User Reviews, die natürlich genauso unglaubwürdig waren.

Andererseits finde ich es falsch, dass die Kritiker ausgerechnet User-Reviews dazu nutzen, um ihre Meinung auf diese Weise zu verbreiten. B

Nichts anderes tut der Großteil der Presse auch, das liegt nun mal in der Natur der Sache. Ich kenne nur ganz ganz wenige Pressestellen die Meinung klar ersichtlich von objektiven Fakten in Reviews trennen. Das meine ich jetzt auch gar nicht wertend. Spiele sind Unterhaltung und somit immer auch Geschmackssache, die Gefühle die ein Tester beim Erleben hat und diese teilt, können da durchaus auch interessant sein

ewertungen sollten ein Spiel möglichst als Ganzes bewerten, nicht nur einzelne Punkte daraus.

Die Gesamtbewertung ergibt aus der Summe der Einzelbewertungen des Gesamtumfangs der getesteten Punkte, das ist seriöse Berichterstattung, macht übrigens die Gamestar genau so.

Schuhmann

Die Gesamtbewertung ergibt aus der Summe der Einzelbewertungen des Gesamtumfangs der getesteten Punkte, das ist seriöse Berichterstattung, macht übrigens die Gamestar genau so.

Ja? Darum geht es doch.

„Das Ganze = Dieser SUmme seiner Einzel-Teile.“ Wenn man etwas bewertet, dann alle Einzelteile und damit das Ganze, nicht nur einen einzelnen Aspekt -> Genau das steht so im Text.

Wenn ich sage: „Story ist scheiße, 0 Punkte. Daher das ganze Spiel: Scheiße, 0 Punkte“, dann setze ich meine Einzelbewertung eines einzelnen Aspekts mit der Bewertung des Ganzen gleich. So sollte man es eben nicht machen.

Genau das, was du forderst, was im Artikel stehen sollte, steht genauso im Artikel.

mordran

Na anscheinend kritisiert doch euer Autor Gesamtbewertungen und stellt sich gegen die Bewertung von Einzelpunkten

Schuhmann

Unser Autor kritisiert, dass Spieler eine Einzel-Bewertung als Gesamt-Bewertung nehmen.

„Story scheiße, das Spiel bekommt 0 Punkte“ – alle anderen Aspekte werden nicht berücksichtigt. Das wird kritisiert.

Dass eine Gesamtbewertung sich aus der Bewertung ALLER Einzel-Aspekte ergeben sollte, ist doch völlig richtig und logisch.

mordran

Na, bezogen auf den Rest des Artikels hab ich das aber anders verstanden. Übrigens ist

„Eine Lesbe ist im Game“ das Spiel bekommt 100%

genauso kritikwürdig.

Schuhmann

Ja, klar, ist das auch Kritikwürdig. Aber wir haben The Last of US 2 nicht getestet. Und ob andere Redaktionen wirklich so testen: „Eine Lesbe ist im Spiel – 100%“ bezweifel ich doch stark.

Du hättest dir gewünscht, dass der Artikel auch das Thema behandelt, wie Redaktionen ein Spiel testen. Das hat doch aber rein gar nichts mit der Grundaussage des Artikels zu tun, in dem es um User-Reviews und die Sperre gegen Review-Bombing geht, oder?

mordran

bezweifel ich doch stark.

Anders sind im Grundtenor diese 100% Bewertungen nicht zu erklären. Hier wurde nach einer bestimmten Agenda beurteilt.

Du hättest dir gewünscht, dass der Artikel auch das Thema behandelt, wie Redaktionen ein Spiel testen

Nein überhaupt nicht. Der Artikel prangert das User Review Bombing auf Meta Critic an. Ich hätte mir gewünscht dass wenn man schon das Thema Review Bombing behandelt, dass das dann auch von beiden Seiten betrachtet wird. Und im vorliegenden Fall ist eindeutig Review Bombing von leider größeren Teilen der Presse erfolgt.

Unfaire Berichterstattung ist kein Sachverhalt den man nur in der Gamercommunity findet. Das gibt es leider auch in eurem Berufsstand aus unterschiedlichen Motiven.

exelworks

100% ist wirklich ziemlich unrealistisch das stimmt.

Aber Storytelling ist unglaublich subjektiv über weite Strecken und sollte (meiner Meinung nach) nur bedingt in eine Wertung einfließen.

Aber gerade Audio, Grafik und Performance waren nun mal top. Daran ändern keine Storyabschnitte etwas die mir nicht gefallen haben.

Ich kann doch der Fachpresse jetzt nicht böse sein, dass sie Höchswertungen gegeben und sich dabei vielleicht auch mehr auch technische bzw. objektive Dinge bezogen haben.

Gerade bei Themen die das Spiel aufgreift und dem Zuschauer bietet…gerade auch durch die harte Brutalität.

mordran

Eine 100% Bewertung bei einem Spiel kann ich wie gesagt nicht ernst nehmen. Und doch ich kann der Presse ganz gut böse sein, weil ich das nicht für eine neutrale Berichterstattung bzw. einen neutralen Review halte. Alles toll ist für mich genau das gleiche wie Alles Kacke.

exelworks

Das Spiel war halt technisch ziemlich gut. Kann man nunmal nicht anders sagen.

Aber natürlich überschlägt man sich auch schnell mit Lorbeeren und noch mehr bei sensiblen Inhalten. Ich denke dass da auch oft jeder im Moment Angst hat etwas falsches oder zu kritisches zu sagen und am Ende selber den Shitstorm zu kassieren.

Mihari

Massig Verbesserung scheint es mit dem neuen System bei Metacritic noch nicht zu geben. Bei „Ghost of Tsushima“ sind z.B. etliche 1-Punkt Kritiken mit „Keine PC-Version“ zu finden. Warum machen PC-Spieler das?

Mir kommt es mit dem neuem System auch so vor, dass man trotzdem alle Kritiken ohne Sperre ansehen kann, wenn man auf „show all“ klickt. Die Zahlen der Kritiken in der Übersicht zu allen Kritiken unterscheiden sich bei GoT um mehrere Tausend.

Deleane

den mist gibt es bei steam leider schon seit vielen jahren, ich finde man sollte erst ab einer gewissen spielzeit oder ab einer bestimmten stelle im spiel die möglichkeit haben eine bewertung abgeben zu können damit sie nicht mit 1 min spielzeit schon so dumme kommentare und dislikes abgeben ❗
ich entscheide meine spielkäufe eh nie nach solchen reviews sondern bilde mir meine eigene meinung 🙂

exelworks

Zum Glück merkt man auch recht schnell in welche Richtung es geht.

Ob nun Menschen die einfach das Spiel schlecht reden wollen oder „FanBoys/Girls“ für die es eh das aller geilste auf der ganzen Welt ist.

Bei TLOU 2 hatte man aber auch das Gefühl dass viele auf diesen ShitStorm-Zug nur aufgesprungen sind und sich das Ganze somit unnötig hoch geschaukelt hat.

yan

finde die 10/10 der presse genauso dämlich wie die 1/10 der hier angeprangerten seite. das spiel ist als spiel nichts besonderes. jegliche kritik in diese richtung wird von der anderen seite als „hass“ oder worte wie „toxisch“ abgetan. es wird sich durch diese beiden lager leider nur noch ganz selten mit fakten auseinander gesetzt. problematisch wird es wenn man keine kritik mehr äußern kann.

und im artikel steht dann auch was ganz interessantes. „Ich will nicht, dass nun irgendwelche Leute daraus Profit schlagen, weil es sich gerade ergibt. Für mich ist das kein respektvoller Umgang mit dem Thema, sondern „das Fähnchen in den Wind halten.“
Und wenn jedem Spiel nun der Diversitäts-Stempel aufgedrückt wird, führt das vermutlich eher zu Trotz-Reaktionen und Unmut unter den Gamern, als zu tatstächlicher Inklusion.“

zur zeit kommt es mir so vor, dass in den redaktionen keine spieler mehr sitzen sondern ausrangierte journalisten die ihren politischen kram mit einbauen müssen. es interessiert mich nicht ob der character grün gelb oder blau ist. solange es einigermaßen nachvollziehbar ist was er tut, ist es mir egal. die aufregung kommt dann eher daher dass man franchise xy nimmt und einfach irgendwas politisch aktuelles drauf schmiert anstatt sich was neues auszudenken.

Deleane

deswegen gibt es die 100 punkte bewertung und nicht 10/10 weil kein spiel der welt so gut ist das es 10 von 10 punkten erreinen könnte, selbst 96 punkte finde ich etwas zu hoch 🙂

SOPMOD

Für mich ist das kein respektvoller Umgang mit dem Thema, sondern „das Fähnchen in den Wind halten.“

Gerade verwunderlich weil diese Seite hier ja quasi bekannt dafür ist Seitenhiebe auszuteilen und News mit unnötig viel Drama zu pushen. Nicht selten fällt dann auch der eigentliche Inhalt der ursprünglichen News flach und es wird viel lieber über das drum herum geschrieben, 1-3 Stimmen aus reddit zitiert, je kontroverser desto besser und schon kann man bereits ein dickes ABER in die Überschrift packen. Wenn man den Author auf diese Herangehensweise anspricht heißt es einfach mehr oder weniger: „Sonst interessierts niemanden“. Das klingt aber auch nicht sonderlich fair und respektvoll statt neutral über ein Spiel zu berichten.

Und auch sonst so lecken sich doch sämtliche Magazine bei irgendwelchen shitstorms die Finger, sind diejenigen die das Feuer immer wieder anheizen und schließlich daraus profit ziehen.

Schuhmann

Wenn man den Author auf diese Herangehensweise anspricht heißt es einfach mehr oder weniger: „Sonst interessierts niemanden“.

Wo sagt denn bitte jemand sowas?

Ich würde dich auch bitte,n wenn du Kritik an Artikeln hast, die unter dem jeweiligen Artikel zu posten, und nicht unter einem ganz anderen und dann solche General-Abrechnungen mit der Seite.

„Wir pushen News mit unnötig viel Drama“ -> Das ist echt eine komische Aussage. Wir versuchen im Titel Kontext zu geben und das einzuordnen. Und wir bemühen uns darum, ein Thema von beiden Seiten zu beleuchten. Daher gibt es häufiger „Aber“ im Titel, klar. Das ist eben die Realität. Das macht doch die Gaming-Welt auch spannend, dass es unterschiedliche Meinungen gibt. Das ist doch kein „unnötiges Drama“, sondern halt das, was in den Communities passert.

„Dafür ist diese Seite quasi bekannt“ -> Wenn es so wäre, dann wären wir sicher nicht so erfolgreich, wie wir sind. Wenn wir ein Thema „falsch“ darstellen, haben wir sofort Leser in den Kommentaren, die uns darauf hinweisen und dann korrigieren wir das. Wir haben eine sehr aktive und kompetente Community, die auf sowas achten. Da kannst du nicht wie andere Seiten, die Kommentare geschlossen oder gar keine Community haben, einfach irgendwas rausknallen. Du siehst doch, dass wir ständig mit Lesern diskutieren.

Was wir machen, ist es, dass wir aus den Communities berichten. Wir berichten nicht nur über Spiele, sondern auch über Spieler -> Dazu gehört dann eben auch „Drama.“ Aber ich denke wir gehen da schon vernünftig damit um.

Ich denke ideses „Drama“, wie du es nennst, ist ein Teil von dem, was wir als Seite bieten. Aber sicher nicht das Einzige.

Azaras

naja ich denk mal was er meint das sehr oft artikel raus gehauen werden zu kontrovers thema die mit einen erhoben zeiger finger geschrieben worden sind und wo man auch zwischen denn zeilen lesen kann ah ja schaut her meine moral ist besser und ich muss euch erziehen 😉

da druch haben wohl viele denn eindruck das die seite gern drama verkauft

Schuhmann

Bei welchen Artikeln ist das denn so, dass du einen erhobenen Zeigefinger erkennst? Das Gefühl habe ich häufig in den Kommentaren, ja, dass manche dann mit erhobenem Zeigefinger kommentieren. Aber in den Artikeln sehe ich das nicht sehr oft.

Es gab jetzt einen Meinungs-ARtikel von Cortyn zu WoW, der dann auch klar eine Message hatte. Aber die normalen News sind doch nicht so geschrieben.

Ich hab oft das Gefühl, dass die Meinung in den Kommentaren zu den Themen, die wir behandeln, deutlich negativer ist als die des Autors.

Irina Moritz

Gerade verwunderlich weil diese Seite hier ja quasi bekannt dafür ist Seitenhiebe auszuteilen und News mit unnötig viel Drama zu pushen. […]

Wie kommst du hier auf „unnötig viel Drama pushen“? In allen Artikeln wird deutlicher Kontext geliefert und auch auf die Verhältnisse geachtet. Unser Ziel ist immer die Stimmen aus der Community einzubeziehen, wenn es sich anbietet. Natürlich sind sie oft polarisierend, Leute haben nun mal unterschiedliche Meinungen. Es sind Einblicke in Diskussionen, die jeden Tag in der Gaming-Community stattfinden. Die Leser können ihre Meinung darin wiederfinden oder feststellen, dass sie es gänzlich anders sehen und sich dazu äußern.

Schuhmann

zur zeit kommt es mir so vor, dass in den redaktionen keine spieler mehr sitzen sondern ausrangierte journalisten die ihren politischen kram mit einbauen müssen.

Warum kommt dir das so vor? Was sind „ausrangierte Journalisten?“

Ich finde das echt krass, wie viel Wut und Verachtung in dem einen Satz mitschwingt. Boah. Was ist denn los?

exelworks

Manche Kritiken schossen aber auch massiv übers Ziel hinaus.

Hier merkte man immer wieder, dass viele einfach nicht reflektieren können und sich vor einer Review bzw. einem Kommentar fragen „ist das Spiel jetzt wirklich so schlecht nur weil ich daran etwas nicht mag?“.

Besonders dass das Thema mit der Homosexualität so hochgeschaukelt wurde war mir ein Rätsel. Gut klar es gibt noch viele Menschen und Länder wo das einfach ein Tabu ist aaaber ich fand in die Geschichte hat es sich gut eingefügt.

Achtung
Eine romantische Beziehung zwischen Ellie und Joel wäre völlig absurd gewesen. Ellie ist dazu auch noch in einer „Welt“ groß geworden wo sie Ständig von Männern bedroht, geschlagen und sexuell belästigt wurde..dass sie jetzt Gefühle für eine Frau entwickelt die ihr wichtig ist und bei der sie sich sicher fühlt….finde ich einfach nicht so an den Haaren herbei gezogen

Cortyn

Zumal man auch einfach nicht vergessen darf, dass Ellies Sexualität schon im DLC von Part 1 angedeutet wurde. Zumindest dieses Kritikpunkt an TLOU2 kann ich halt null verstehen. Wer den ersten Teil aufmerksam gespielt hat, hätte sich soetwas schon denken können.

exelworks

Habe ich nicht mehr so in Errinerung aber danke für den Hinweis.

TLOT war für mich immer eher ein interaktiver Film, der eine starke Story hatte und den Spieler durch die Figuren und Situationen in seinen Bann zog.

Spielerisch an sich war es aber, in meinen Augen, noch nie „DIE“ Inovation. Viele Passagen haben mich sogar gelangweilt weil es wieder das typische „oh nein jetzt bin ich gefangen und muss aus dem Raum/Gebäude entkommen“-Szenario gab.

Nur….sind diese Stellen für mich nicht das Hauptaugenmerk und man hat beim 2. Teil auch versucht etwas mehr Dynamik/Abwechslung in die Sache zu bringen.

Von daher würde ich nie, wegen 1-2 Punkten, sagen „boah ist das ein Scheißspiel“.

Das Kampfsystem von The Witcher 3 war auch nur so lala..dennoch würde aufgrund dessen kaum jemand sagen the Witcher 3 war nur 1/10….auch wenn man oft kämpfen muss.

Chris K

Naja wer noch auf „Spielerwertungen“ schaut ist doch selbst schuld. Steam hat schon zu genüge gezeigt wie möglicherweise gute Spiele durch Idioten abgestraft werden. Mensch, da launched ein Online-Game und es hagelt negative Bewertungen weil man die ersten Stunden Probleme hatte einzuloggen weil es einen extremen Ansturm gab und das nicht weil man es seit Stunden schon probiert, sondern nach 5 Minuten. Puh… So ein alter Hut.
Bitte noch mehr unnötige und ungerechtfertigte Bombings wie bei Last of Us 2, dann haben sich die s.g. „Spieler“ bald selbst disqualifiziert.
Reviewbombing ist absolut unnötig. „Feedback“ gibt man in Foren, auf Youtube oder sonst wo zum Spiel. Da brauch es kein Bombing auf Metacritik.
Ich halte das wie früher, lese/schaue Testberichte von Gamestar/Gamepro und anderen „Kanälen“ schau mir ggfs. auf Youtube noch das ein oder andere Video an und dann kann ich abschätzen ob das Spiel was für mich ist oder nicht.
Ocarina of Time hats vor 20 Jahren schon geschafft ein Top-Game zu sein, ohne das es Spielerfeedback brauchte. Unglaublich aber wahr.

Wesker

Es ist für viele User einfach die einzige Möglichkeit ihrem Unmut dem Entwickler/Publisher mitzuteilen. Im Grunde genommen mag das Spiel an sich gut sein und wenn man es objektiv betrachtet hat es die schlechten Bewertungen sicher nicht verdient. Trotzdem muss man auch respektieren, das eben auch objektiv betrachtet kleine Verfehlungen dazu führen können, dass das Spielerlebnis für einige Spieler extrem darunter leidet.

Und letztendlich war diese ganze Thematik für Last of Us II nur von Vorteil: die Aufmerksamkeit die das Game dadurch bekommen hat war um einiges größer. Vielleicht spekulieren manche Entwickler sogar auf diesen Effekt. Das Game polarisiert dadurch extrem und die Verkäufe sind sehr gut.

Herlitz

Prinzipiell bin ich für Review Bombing bzw. die Möglichkeit Spiele ohne Einschränkungen bewerten zu dürfen, auch wenn mich aktuelle AAA-Titel so wenig interessieren, dass ich da nie mitmache.

Wie kann der kleine Mann sonst Kritik äußern, dass es der Publisher auch auf dem Konto zu spüren bekommt?
Die Möglichkeiten sind kaum vorhanden. Reddit fällt mir spontan noch ein.

Ein Battlefront 2 wurde massiv kritisiert und erschien letztlich ohne die „Surprise Mechanics“.

Ein Skyrim wurde massiv kritisiert, und die Möglichkeit für Mods Geld zu verlangen (und Valve+Bethesda so an fremdem Content ordentlich mitverdienen) wurde entfernt.

Modern Warfare, Fifa 20, GTA V und The Last of Us Part 2 wurden ebenfalls „zerbombt“. Hat es viel an den Verkaufszahlen geändert? Ich denke nicht. Alles Bestseller.
Gut, bei Fifa ging es um die Switch-Version. Es ist Fifa 19 mit einer neuen Jahreszahl auf dem Cover.

Es ist ein effektiver Weg auf Missstände aufmerksam zu machen, gleichzeitig gibt man MeinMMO, Gamestar&Co. eine Möglichkeit Kritik am Spiel zu äußern, ohne selbst in Verruf zu kommen, „Das ist die Meinung der Community“, während man bei Reviews irgendwie durch die Blume kritisieren muss, damit man auch weiter Games vom Publisher reviewen darf bzw. Vorabversionen zugeschickt bekommt.
Oder liege ich mit der Vermutung so falsch?

lIIIllIIlllIIlII

Auf die Idee das Spiel nicht zu kaufen, scheint kaum einer zu kommen. Ok, schwierig wenn man das Spiel schon hat und es sich danach als schlecht herausstellt.

Herlitz

auch wenn mich aktuelle AAA-Titel so wenig interessieren, dass ich da nie mitmache.

impliziert doch, dass ich selten in der Releasewoche (oder davor) kaufe, oder nicht?

lIIIllIIlllIIlII

Dann verstehe ich die Frage: Wie kann der kleine Mann sonst Kritik äußern, dass es der Publisher auch auf dem Konto zu spüren bekommt? nicht.

diesel

„…auf Mißstände aufmerksam machen…“ — Jo, Spiele die einem unreifen Plärr-Mob nicht gefallen sind natürlich gravierende Mißstände. Wie Hungersnot, Krieg und ähnliches

Leya Jankowski

Review Bombing meint ja nicht nur ein Spiel schlecht bewerten, wenn es einem nicht gefällt. Hier geht es um den Zusammenschluss vieler, die diese Spiele systematisch schlecht bewerten und das auch manchmal für Dinge, die nicht viel mit dem Spiel an sich zu tun haben. Bei TLOU2 waren das schon extreme Auswüchse, wenn auf Basis von Leaks das Spiel dann in Grund und Boden gewertet wird. Ich hatte den Eindruck, dass sich das dann teilweise auch einfach komplett hochgeschaukelt hatte und einige da allgemein Frust abgebaut haben.

Zu dem Thema mit dem „durch die Blume kritisieren“ – das ist so nicht korrekt. Die Testmuster bekommt man bei einer gewissen Reichweite sowieso. Wir haben auch immer die Möglichkeit, die Spiele nach Release selbst zu kaufen und zu bewerten. Das ist nur für die Relevanz ungünstig, da so ein Test an Relevanz verliert je später er kommt. Man möchte schon pünktlich zum Embargo den Test haben. Kritik ist immer vollkommen in Ordnung, so lange sie fair bleibt.

Wir hatten damals bei Fallout 76 zB oft den Eindruck, dass das Spiel nicht als das bewertet wurde, was es war: ein startendes Service Game, im Genre Survival und Online-Rollenspiel. Da wurde dann von vielen der Umstand bewertet, dass eine Singleplayer-Franchise zu Online-Multiplayer gewechselt ist. So eine Kritik empfinde ich dann dem Spiel gegenüber nicht als fair und auch nicht den Spielern gegenüber, die sich für dieses Genre interessieren.
Das finde ich dann schwierig am Review-Bombing. „Die Ausrichtung vom Spiel passt mir so nicht, also strafe ich es ab“.

chack

Ich sag das echt nicht oft aber guter Artikel.

Den Menschen, die darüber sprechen wollen, fehlt aber eine geeignete Plattform für die Diskussion.

LGBT reddit ist mir spontant eingefallen, hab nachgeschaut und da sind 550k Leute unterwegs. Für alle die darüber sprechen wollen.

GeT_R3kT

Und wie verhindert das System nun Reviewbombing? Dann hagelt es erst zwei Tage später schlechte Bewertungen und? Damit hat man auch nicht gewonnen. Außerdem ist das Reviewbombing auch Teil eines Feedbacks. Hier wird versucht mit Massenhaft schlechten Reviews einen Sprachrohr zu den Entwicklern aufzubauen und ihren Unmut Ausdruck zu verleiten. Sonst ist das kaum bis gar nicht möglich. Außerdem wer hört am Ende des Tages auf ein paar schlechte Bewertungen von Usern? In der Regel schaut man sich Reviews oder Gameplay von seinen vertrauten Quellen und entscheidet dann persönlich, ob das Game gekauft wird. Siehe TLoU2 trotz Reviewbombing massenhaft Verkäufe aber man hat trotz des Reviewbombings geschafft das die Presse, Entwickler und Co. den Unmut wenigstens zu hören bekommen.

PS: Zusätzlich hat so manches schlechte Game trotzdem schlechte Reviews verdient 😉

chack

Ja so ein reviewbombing kommt ja nicht einfach aus dem nichts. Es ist halt so ziemlich die einzigste Möglichkeit der Spieler sich gehör zu verschaffen. Kein Entwickler interessiert es heute mehr ob du Feedback in deren Foren schreibst, es wird eh nicht geantwortet. Also was bleibt sonst noch? Und vorallem die ganzen Abzock Games, wie sonst soll man als SPieler andere SPieler warnen? Oder wenn Games einfach so schlecht wie Fallout 76 sind, da muss man andere davor warnen. Wer es trotzdem kauft tut das danbn auf eigene Gefahr. Manche spiele haben auch viele Bewertungen und kommen nur auf ne 4 oder 5, manche SPiele sind halt auch einfach schlecht. Genauso gibt es aber auch Positives Reviebombing, auch bei The Last of us 2. Solltte man nicht vergessen.

diesel

Review Bombing ist einfach kindische Unreife und die wenigsten argumentieren da schlüssig. Mittelfinger Symbole, Fu** You Schriftzeichen, Frauenfeindlichkeit, Beleidigungen und sogar Morddrohungen gegen Entwickler, Synchronsprecher etc. haben jede Verhältnismäßigkeit mit Füssen getreten. Politisch sind heute vor allem eins, die sogenannten Spieler die sich aufführen wie ein Lynchmob zu Hexenverbrennungszeiten, und ja, das sind die meisten die da plärren. Wenn man auf „Mißstände“ bei Spielen aufmerksam machen will dann richtet man sich an andere Quellen, zb. direkt an die Entwickler. Und dabei gilt, wie man in den Wald ruft. Diese Selbstgerechtigkeit unter Spielern heutzutage geht auf keine Kuhhaut mehr

Herlitz

Hallo diesel,

wir haben dein Feedback erhalten.
Deine Meinung ist uns sehr wichtig und wird uns helfen, unsere Dienste weiter zu verbessern.

💌👉🗑

diesel

gleiches gilt für dich

Mihari

Und wie verhindert das System nun Reviewbombing? Dann hagelt es erst zwei Tage später schlechte Bewertungen und? Damit hat man auch nicht gewonnen.

Genau das selbe dachte ich mir beim Durchlesen des Artikels auch. Die 36-Stunde-Sperre von Reviews, hindert doch die Leute nicht daran schlechte, negative oder gar gefakte Wertungen abzugeben. Oder übersehe ich da was?

lIIIllIIlllIIlII

Ich finde es schwierig wenn in einem Spiel homosexuelle Inhalte auftauchen und direkt die Anschuldigung fällt: „Das ist eine LGBQT Agenda“. Da frage ich mich, kann in einem Spiel Homosexualität auftauchen oder ist das für diejenigen Personen dann immer automatisch eine Agenda? Und wenn nein, wie sollte dieser Inhalt aussehen, damit er nicht die Anschuldigung: Agenda fällt?

diesel

Heute ist automatisch alles eine Agenda. Zb. ist ein neues Franchise wie Horizon Zero Dawn autom. eine Feminismus Agenda nur weil die Spielfigur keinen „Zipfel hat“

Vergo

Ja genau, weil diese keinen „Zipfel“ haben. Deshalb wird das spielen wie Tomb Raider, Metroid, Mirrors Edge, Bayonetta und vielen anderen nicht vorgeworfen.

Hauptsache haltlose scheiße in den Raum werfen.

diesel

*Taschentuch geb* … kannst dich ja mal auf Steam einlesen, falls dazu fähig, was dem Spiel so allg. vorgeworfen wird. Und das ist kein Einzelfall. Haltlose Scheisse kommt also aus ner ganz anderen Ecke aber wem sag ich das….

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