An den US-amerikanischen Kinokassen saufen gerade zwei Hollywood-Blockbuster komplett ab, während zwei Low-Budget-Horror-Filme dank der Gen Z richtig gut Geld machen.
Um welche Filme geht es? Momentan performen in den US-amerikanischen Kinos die beiden Indie-Horror-Movies Obsession und Backrooms. Letzerer ging im Mai mit aber mit ganzen 81 Millionen Dollar aus dem Release-Wochenende. Obsession wiederum kostete nur knapp eine Millionen US-Dollar in der Produktion, spielte immerhin über 17 Millionen US-Dollar zum Startwochenende ein. Zudem lockt der Film jede Woche mehr und mehr Zuschauer vor die Leinwände. Das schaffte zuletzt 1982 der Film E.T.
Dem entgegen stehen die eher schwachen Performances der momentan laufenden Hollywood-Blockbuster: Star Wars: The Mandalorian and Grogu legte den schwächsten Start aller Zeiten für einen Star-Wars-Film hin (via Moviepilot). Master of the Universe, ein Reboot des Action-Figuren-Universums aus den 1980er Jahren, floppte laut Forbes sogar.
So schlagen aktuell zwei Indie-Horror-Movies die alteingesessenen Studios im Kino. Und das liegt mitunter an den Leinwandvorlieben der Gen Z.
Gen Z geht öfter ins Kino – Und will mehr als schnöden Klamauk
Warum haben die Horror-Filme so Erfolg? Im Moment gibt es mehrere Theorien dazu, warum die beiden Horror-Movies derart erfolgreich sind. Die Regisseure beider Filme sind beide Teil der Gen Z – Curry Barker (Obsession) ist 26, während Kane Parson (Backrooms) am 18. Juni 21 wird – und haben beide ihr Handwerk auf YouTube gelernt.
Damit haben sie bereits eine entsprechende Gefolgschaft. Backrooms war zudem erst eine Web-Serie, die Parson mit 16 Jahren produzierte. Die erste Episode hat mittlerweile über 85 Millionen Aufrufe (YouTube).
Dazu kommt die Demografie der jeweiligen Movie-Zielgruppen: Laut einer Umfrage von Fandango in den USA haben 87 % der Gen Z und 82 % der Millenials mindestens einen Film im vergangenen Jahr im Kino gesehen. Das trifft aber nur auf 70 % der Gen Xer und 58 % der Baby-Boomer zu. Letztere sind aber vermutlich die primäre Zielgruppe für Star Wars und Masters of the Universe – zwei Marken, die in den 70er beziehungsweise 80er Jahren des letzten Jahrhunderts aufkamen.
Laut The Guardian suchen Gen Zler aber auch aktiv nach Räumen außerhalb von Arbeit und Zuhause. Das Kino sei einer dieser Räume. Auf BBC.com wird zudem die Theorie aufgestellt, dass die jüngere Generation Filme sehen will, die sie diskutieren können. Speziell Backrooms würde viel Interpretationsspielraum bieten, während genau dieser bei Masters of the Universe und dem neuesten Star-Wars-Movie fehlen würden.
Laut The Economist waren die Zuschauer der beiden Indie-Horrors eben tatsächlich vergleichsweise jung: 85 % der Zuschauer bei Backrooms seien unter 35 Jahre alt. Zudem seien 75 % der Kinogänger bei Obsession zwischen 18 und 25 Jahren alt.
Habt ihr einen der vier genannten Filme bereits gesehen? Oder hat das Kino für euch komplett den Reiz verloren? Schreibt uns das doch einmal in die Kommentare – wir sind neugierig. Wer gerade Bock auf frische Blockbuster Releases hat, muss aber auch nicht mehr lange unter anderem auf den nächsten Marvel-Movie mit Spiderman: Brand New Day warten. Um euch das Warten zu verkürzen haben wir hier die 10 Charaktere, die den Hulk im Kampf besiegt haben.
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