KI-Chatbots schreiben Texte, erstellen Bilder und wissen Antworten auf die kniffligsten Fragen. Ein Mann hat jetzt einen Chat entwickelt, der ganz ohne künstliche Intelligenz auskommt: Er beantwortet die eintrudelnden Fragen einfach selbst. Der Ansturm war jedoch größer als gedacht.
Bei dem Titelbild handelt es sich um ein Symbolbild.
Was ist das für ein Chat? Hinter dem Projekt steckt der 32-jährige Tucker J. Bryant. Er ist Künstler und ehemaliger Google-Mitarbeiter. Im April 2026 startete er den Chatbot „ChatTJB“. Fahrt aufgenommen hat die Idee aber erst, als er für rund 6.000 US-Dollar eine Werbetafel in San Francisco mietete.
Schnell verbreitete sich das Projekt im Netz und wurde zum Hype. Tucker wurde regelrecht mit Anfragen überrannt. Seit der Werbetafel gingen laut Fortune mehr als 100.000 Anfragen bei ChatTJB ein. Zeitweise erreichten ihn pro Stunde über 5.000 neue Prompts.
Auf den ersten Blick erinnert die Webseite an „Konkurrenzprodukte“ wie ChatGPT. Nutzer können dort eine Frage oder eine Aufgabe ins Textfeld tippen und erhalten schließlich eine Antwort. Diese kommt aber eben nicht von einer tatsächlichen KI, sondern von Tucker persönlich.
Eine Nutzerin wollte ein gezeichnetes Katzenbild, das Ergebnis seht ihr hier:

Menschlicher Chatbot bekommt Unterstützung
So geht es jetzt mit dem Projekt weiter: Tausende Anfragen alleine zu beantworten ist selbst für den motiviertesten Menschen kaum zu bewältigen. Das musste sich auch Tucker eingestehen. Deshalb öffnete er das Projekt schließlich für weitere Personen.
Inzwischen haben sich mehr als 10.000 Menschen gemeldet, die Tucker nun beim Beantworten der Fragen helfen.
Andere gehen den umgekehrten Weg und lassen die KI für sich antworten:
Was steckt dahinter? Das Projekt soll aufzeigen, dass Menschen der KI oft blind vertrauen. Studien zeigen, dass selbst Falschaussagen oft als Wahrheit angesehen werden.
Mit diesem Vertrauen spielt ChatTJB. Hinter dem vermeintlich intelligenten Chatfenster kann schließlich auch ein ganz normaler Durschnittstyp sitzen, oder eben Tausende davon.
Hand aufs Herz: Wie kritisch geht ihr mit KI-Chats und deren Antworten um? Glaubt ihr alles, was euch die KI sagt oder hinterfragt ihr die Antworten und recherchiert lieber nochmal selbst? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
Ob Unterstützung im Arbeitsalltag oder Sparringspartner für Alltagspläne: Niemand nutzt die KI so häufig, wie Gen Z. Trotzdem macht sich gerade diese Generation große Sorgen über den aktuellen Boom hinter der Künstlichen Intelligenz. Fast die Hälfte der Befragten glaubt, dass die Auswirkungen auf die Gesellschaft negativ seien, wie MeinMMO berichtet.
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