Wer mit WhatsApp, TikTok und Snapchat aufgewachsen ist, müsste E-Mails eigentlich total langweilig finden. Eine aktuelle Umfrage zeigt jedoch das Gegenteil: Für 42 Prozent der Befragten aus der Gen Z, sind E-Mails die beste Kommunikationsform am Arbeitsplatz. Für viele haben sie vor allem einen entscheidenden Vorteil: Man kann unangenehmen Gesprächen aus dem Weg gehen. Bei einer einfachen Frage scheitert die junge Generation jedoch.
Bei welcher wichtigen Frage scheitert Gen Z? So beliebt Mails auch sind, ausgerechnet bei den Schreibregeln sorgen sie für Unsicherheiten. Bei einer Umfrage von ZeroBounce wurden rund 1.400 Personen aus der Gen Z über ihr Kommunikationsverhalten im Job befragt. 57 Prozent der Befragten wissen nicht, wie formell eine berufliche Mail aussehen sollte.
Gemeint ist damit vor allem der richtige Ton: Wie professionell muss eine Mail klingen und wann darf sie etwas lockerer sein? Auch Emojis bereiten den jungen Mitarbeitern Kopfzerbrechen: 14 Prozent sind sich unsicher, ob und wann diese angebracht sind.
51 Prozent wissen nicht, wann sie noch einmal nachhaken sollten, wenn sie keine Antwort auf ihre Mail erhalten haben. 26 Prozent sind sich unsicher, wann ein Kollege ins CC oder BCC gehört und 18 Prozent fragen sich, wie schnell sie auf eine Mail antworten sollten.
Wer nun denkt, dass die Gen Z zur Sicherheit lieber auf E-Mails verzichtet, liegt falsch. Denn die sind immer noch besser als andere Kommunikationsformen.
Emojis und Emotes sind aus der Online-Kommunikation kaum wegzudenken. In E-Mails sind sie jedoch nicht immer angebracht.
Videocalls kommen am schlechtesten weg
Warum schreibt Gen Z trotzdem so gerne Mails? Einer der Hauptgründe für die Beliebtheit von Mails bei Generation Z ist wohl die Distanz, die sie ermöglichen.
60 Prozent der Gen-Z-Mitarbeiter gaben bei der Umfrage an, bereits eine Mail genutzt zu haben, um einem Gespräch oder einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen.
Vor allem Videocalls geht Gen Z gerne aus dem Weg: Nur zwei Prozent der Befragten kommunizieren im Job am liebsten per Video.
Insgesamt 42 Prozent nennen die klassische E-Mail als ihre bevorzugte Kommunikationsform im Job. Zum Vergleich: Messenger wie WhatsApp oder Slack kommen zusammen auf nur 20 Prozent.
Ganz auf Gespräche verzichten möchte Gen Z natürlich trotzdem nicht. 40 Prozent der jungen Mitarbeiter geben an, Herausforderungen lieber persönlich zu klären.
Dennoch: So schnell dürfte die Mail nicht aus dem Büroalltag verschwinden. 64 Prozent der jungen Mitarbeiter glauben, dass sie auch in zehn Jahren noch existieren wird.
Wie seht ihr das? Schreibt ihr gerne Mails oder nutzt ihr lieber andere Kommunikationsmittel? Habt ihr schon mal eine Mail verfasst, um Gesprächen aus dem Weg zu gehen? Und denkt ihr, dass wir diese klassische Kommunikationsform in 10 Jahren noch nutzen werden? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
Während Generation Z im Büro also überraschend gerne auf E-Mails setzt, erlebt gleichzeitig auch eine deutlich ältere Form der Kommunikation ihr Comeback. Einige junge Menschen verschicken wieder klassische Briefe und Postkarten. Das Kuriose: Sie verdienen damit teilweise sogar mehrere Tausend Euro, wie MeinMMO berichtet.
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