The Division will die DLC- und Abzock-Falle vermeiden, in die Destiny tappte

Beim anstehenden Online-Shooter The Division wird jetzt fleißig an Updates und DLCs gewerkelt. Dabei will man den Eindruck vermeiden, man habe etwas aus dem Spiel herausgeschnitten.

In einem Interview mit Gamespot sprach der Creative Director von Ubisoft Massive, Magnus Jansen, über die Pläne mit dem Spiel. Die Fragen zielten in Richtung: „Wenn Ihr so eine Franchise aus den Angeln hebt, dann habt Ihr sicher viele Pläne für die Zukunft. Habt Ihr schon Zeug fertig, das Ihr dann später extra bringen wollt?“

Der Creative Director blieb bei seinen Antworten eher defensiv. Er sagte, ob man eine Franchise oder ein einziges Spiel plane, sei dasselbe. Man will immer eine lebendige Welt erschaffen. Wenn das gelungen ist, kämen Ideen für weitere Teile wie von selbst. Und bei The Division sei das gelungen.

Der Creative Director will Befürchtungen zerstreuen, The Division sei, um Stoff für Fortsetzungen zu haben, zerstückelt. Man hält bei The Division nichts zurück. Alles, was man hat, steckt man in das erste Spiel.

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Bis jetzt hat man alles fürs Grundspiel gegeben, erst seit kurzem geht es mit kostenpflichtigen DLCs los

Erst jetzt, wo das Grundspiel fertig sei, habe man verstärkt damit begonnen, an Updates und den DLCs zu arbeiten. Man will auch noch nicht alles in Stein meißeln, um dann auf Feedback der Spieler reagieren zu können. Bis vor sehr, sehr Kurzem seien das alles nur Ideen gewesen. Erst als die Entwicklung des Hauptspiels dem Ende zuging, habe man sich den DLCs und Updates verstärkt zugewandt.

Als Unterscheidung zwischen Updates und DLCs, sagt der Massive-Mann: Unter Updates verstehe man „kostenlose Spielinhalte“; unter DLC kostenpflichtige. Man arbeite an beidem.

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Heißt das schon kurz nach dem Start kommt nix? Na ja …

Mein MMO meint: Das ist interessant, wie vorsichtig The Division tippeln muss, um hier jedem Fettnäpfchen auszuweichen, das auf dem Weg lauert.

Als vor zwei Jahren The Elder Scrolls Online als MMORPG mit Abomodell erschien, war es völlig logisch, dass die Entwickler schon ganze Zonen und Inhalte fertig hatten und zurückhielten, um sie nach einem Monat oder später ins Spiel zu bringen. Wer das spielen wollte, der musste halt auch im zweiten und dritten Monat noch ein Abo haben. Bei World of Warcraft etwa geht man genauso vor und macht da auch kein Geheimnis draus. Kein Spieler regt sich darüber auf, dass das zweite Raid-Tier noch nicht zum Start einer Erweiterung kommt, sondern erst ein halbes Jahr später.

Bei MMORPGs ist es unstrittig, wie wichtig es ist, das Spiel auch nach dem Release mit Updates zu füttern, den Spielern immer neue Aktivitäten für die Höchststufe zu liefern. Fingen Entwickler erst kurz vor knapp an, die zu programmieren und zu erstellen, wäre eine langweilige Phase ohne neue Inhalte bereits kurz nach Release unausweichlich.

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Um Brooklyn gab es bereits eine erste „Na, habt Ihr das rausgeschnitten?“-Kontroverse.

Beim deutlich jüngeren Destiny war es schnell klar, dass da schon einiges in der Schublade lag und mehr oder weniger fertig war – man hätte unmöglich in der kurzen Zeit zwischen Release und erstem DLC das Ding aus der Taufe heben können. Doch genau dieses Verhalten, dass man bei Destiny Inhalte schon „auf der CD“, aber noch „nicht freigegeben hatte“, verschaffte dem MMO-Shooter böse Presse und rückte ihn in ein schlechtes Licht. Das Wort „Abzocke“ machte die Runde. Da kursieren Gerüchte, die man bis heute noch nicht aus der Welt bekommen hat.

Bei Star Wars Battlefront schlugen Fans die Hände über dem Kopf zusammen, als EA von „4 DLCs im ersten Jahr“ sprach: Da sind also die Features hin, die wir im Grundspiel vermissen – so der Tenor.

Offenbar will man sich all diese Scherereien bei The Division sparen.

Division-Tarot

Durch die Kontroverse bei Singleplayer-Titeln „Ihr lasst das und das weg und verkauft uns das extra für zusätzliches Geld“ geschult will man diesen Eindruck bei The Division offenbar um jeden Preis vermeiden. Es soll nicht so aussehen, als habe man schon etwas in der Schublade. Sollte es wirklich so sein, dass man erst seit Kurzem an „Updates und DLCs“ arbeitet, könnte das für The Division heißen: Nach dem Release kommt erstmal eine ganze Weile nichts.

Das Szenario erscheint uns doch ziemlich unwahrscheinlich. Immerhin verkauft man bereits einen Seasonpass. Da wird man das Geld ja wohl kaum zurückgeben, wenn man dann doch nicht liefern könnte …


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Autor(in)
Quelle(n): Gamespot
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