Ein kleines Stück Hardware war vor 25 Jahren mein bestes Geschenk zu Weihnachten

Ein kleines Stück Hardware war vor 25 Jahren mein bestes Geschenk zu Weihnachten

Für mich als Technik-Begeisterten war vor vielen Jahren ein PC-Upgrade das beste Weihnachtsgeschenk, weil es großen Einfluss auf mich hatte und ich noch heute gerne daran zurückdenke.

Weihnachtsgeschenke können so vielfältig sein, wie das Muster des Papiers, in das sie gewickelt sind. Gelegentlich liegt ein ausgepacktes Präsent noch am selben Abend unbeachtet in der Ecke oder wird einfach komplett vergessen. Und manche Geschenke können auch großen Einfluss auf jemanden haben.

Das beste Geschenk, das ich je zu Weihnachten bekommen habe, hatte so einen Einfluss auf mich. Ein kleines Stück Hardware für meinen Computer, genauer gesagt eine Grafikerweiterung in Verbindung mit einem Rennspiel haben mich vor 25 Jahren zu einem Technik-Begeisterten gemacht.

Weihnachtsgeschenke mit unterschiedlicher Wirkung

Jedes Geschenk kann eine andere Reaktion hervorrufen. Es gibt Weihnachtsgeschenke, über die man sich freut. Entweder, weil man sie sich explizit gewünscht hat oder einfach unerwartet gut sind. Dann haben wir leider auch die Art von Präsenten, auf die man gerne verzichtet hätte.

Und es existieren Geschenke, auf die man noch Jahre später gerne zurückblickt und hier gehe ich noch einen Schritt weiter, die sich nachhaltig auf jemanden auswirken können. Solch ein Geschenk habe ich vor 25 Jahren an Heiligabend bekommen.

Es war eine 3D-Zusatzkarte für meinen ersten Computer, den ich je besaß. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich an Computern und deren Hardware noch kein allzu großes Interesse. Ich sah darin bis dato nur die Option auf einer anderen Plattform, als auf Konsolen zu spielen.

Ein Technik-Geschenk hat mich nachhaltig für PC-Hardware begeistert

Dieses unscheinbare Stück Hardware war mein bestes Geschenk zu Weihnachten (Bild via Wikipedia)

Dank meiner Erfahrungen mit dieser 3D-Beschleunigerkarte, wurde mein Interesse für Technik und insbesondere PC-Hardware geweckt. Dieses kleine Stück Hardware schaffte es über Nacht aus meinem damaligen Rechner vom Discounter einen Gaming-PC zu machen.

Das Beste daran war, dass man mit steigendem Wissen immer mehr selbst anpassen konnte. Es eröffneten sich mir völlig neue Wege, meinen Computer so umzubauen, wie es mir gefiel. So wie dieser User, der einen geschenkten Rechner kostengünstig zum Gaming-PC umgebaut hat.

Dieses initiale Erlebnis mit der 3D-Zusatzkarte hat bis heute eine große Wirkkraft auf mich. Beruflich wie privat bin ich seitdem der IT-Welt verbunden. Ich interessiere mich mehr denn je für Technik und schraube noch heute gerne an meinem Gaming-PC herum.

Ein Spiel zeigte mir, wozu ein kleines Stück Hardware imstande war

Noch am gleichen Weihnachtsabend habe ich die “3dfx Voodoo 2”-Karte in meinen Computer eingebaut. Diese 3D-Beschleunigerkarte funktionierte nur, wenn bereits eine bestehende 2D-Grafikkarte im System vorhanden war. Über ein sogenanntes Loop-Kabel wurden beide Karten miteinander verbunden.

Meine PC-Spiele-Sammlung war in der Zeit noch recht überschaubar. Also griff ich zum nächstbesten Spiel, von dem ich wusste, dass es von der Voodoo 2 profitieren würde. Meine Wahl fiel auf Need for Speed II in der Special Edition. Der Grafikunterschied war enorm und hatte mich sehr beeindruckt.

Der Rennspielserie Need for Speed bin ich noch heute treu, auch wenn die letzten Serienteile häufig Kritik einstecken mussten. Die Grafik ist inzwischen natürlich veraltet. Dennoch vermittelte mir NFS II: SE vor 25 Jahren erstmals so richtig das Gefühl von Geschwindigkeit in einem Rennspiel.

Need for Speed II: Special Edition unterstütze meine neue 3D-Zusatzkarte (Bild via Amazon)

Habt ihr schon mal ein tolles Geschenk bekommen, dass euch durch die stressigen Weihnachtstage gebracht hat? Oder gab es bei euch ein ähnliches Erlebnis mit einem (technischen) Geschenk, das euch nachhaltig beeinflusst hat?

Falls ihr über Weihnachten eurer Familie bei technischen Problemen helfen wollt, haben wir ein paar hilfreiche Tipps für euch: 4 Tipps, wenn dich die Verwandtschaft an Weihnachten um IT-Support bittet – “Ich habe ein Problem mit dem Computer, magst du mal schauen?”

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MaSc

Ich kann mich auch noch erinnern, wie ich meine erste Hardware bekommen habe (eine Voodoo 1 Karte). War ein Deal mit meinen Eltern. Eine 2 in der nächsten Latein Klausur und ich bekomme die Karte. Hatten sie wohl für sehr unwahrscheinlich gehalten. 😉

Sphirox

Die Voodoo 1 Karte war damals schon eine Veränderung. Mir war dabei aber nicht die Geschwindigkeit als größter Unterschied aufgefallen, sondern die andere Kontrast- und Farbgebung zur S3 V7 Mirage. Spater wurde das gegen Matrox-Karten ausgetauscht.

Ansonsten kann ich mich nicht daran erinnern, dass es viele Weihnachtsgeschenke gab, die so außergewöhlich oder fesselnd waren. Meist hab ich mir bei wichtigen Sachen diese selbst besorgt. Meine Eltern waren nie so IT-begeistert, dass man sich darauf verlassen konnte.

Einmal kann ich mich jedoch daran erinnern, dass mein Bruder und ich den Brotkasten C64 zu Weihnachten bekamen. Und ich meine, es wäre Gogo the Ghost dabei gewesen.
Man hat auch immer wieder aus Zeitschriften Data Zeilen abgeschrieben, nur um festzustellen, dass wegen eines Tippfehlers nichts lief.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Jahren von Monfyre
MaSc

Für mich war die größte Veränderung mit der Voodoo1 das bilineare Filtern. Endlich keine Pixel mehr zählen können war eine große Verbesserung. Incubation, Deus EX und natürlich Tomb Raider 2 sahen damit so viel besser aus. Ach die gute alte Zeit…

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