Das sexy Action-Adventure Stellar Blade läuft auf dem PC super – aber die Story ist eher schlecht. Das sieht auch der Game Director ein und gelobt Besserung.
Nach dem Launch auf dem PC ist das sexy Action-Spiel Stellar Blade in aller Munde. Auf Steam knackt es gerade jede Menge Rekorde. Nachdem vor einigen Tagen bereits über 120.000 Fans gleichzeitig zockten, stieg der Höchststand noch einmal auf 192.000 an (steamdb.com).
Doch das Spiel ist nicht perfekt, das weiß auch der Game Director Kim Hyung Tae. Der findet sogar, dass die Story der Schwachpunkt des Spiels ist und gelobt Besserung.
Woher kommt die Aussage? Im Interview mit dem Magazin ThisIsGame sprach Kim Hyung Tae ausführlich über Stellar Blade und die Schwierigkeiten, die es während der Entwicklung gab. Während das Spiel fantastisch aussieht und sich klasse spielt, gab es einige Kritik an der Story. Immerhin wirkt die ein wenig abgedroschen und manchmal auch nicht ganz logisch.
Eine Kritik, die Kim Hyung Tae teilt und auch ein paar Gründe erläutert.
Story war zu teuer, Szenen wurden gestrichen
Warum war die Story von Stellar Blade nicht so gut? Die Gründe dafür lassen sich bereits in der Entwicklung finden, denn es gab einige Probleme, die am Ende dafür sorgten, dass die Handlung des Spiels etwas hinter den Erwartungen blieb. Dazu gehörten:
- Es waren mehr Story-Details geplant, etwa um zu erklären, warum EVE ihre Kleidung wechselt. Das fehlt jetzt im Spiel nahezu komplett.
- Die Kosten für Zwischen-Sequenzen wurden zu hoch. Daher wurden Sequenzen außerhalb der Haupt-Kampagne gestrichen oder reduziert.
- Die Story ist ein wenig klischeehaft, denn der Kampf von KI gegen die Menschheit ist nicht unbedingt neu.
Allerdings gibt es auch eine gute Nachricht für den zweiten Teil, der schon in wenigen Jahren erscheinen soll. Hier will man eine „etwas ernstere“ Geschichte erzählen und vermutlich länger an der Story feilen als das bei Stellar Blade der Fall war.
Was ist die Kritik an der Story? Wenn man sich die Bewertungen des Spiels anschaut, dann scheint gerade die Story oft das Haar in der Suppe zu sein. Viele bezeichnen die als den „schwächsten Teil des Spiels“. Das liegt auch daran, dass viele sich an Nier: Automata erinnert fühlen – aber ohne die großen, unvorhersehbaren Twists.
Vor allem das Gegner-Design trägt zu der eher mäßigen Story bei. Denn auch wenn die einzelnen Feinde in Stellar Blade cool sind, haben sie kein einheitliches Design und passen nicht zu dem, was die Story transportieren will. Denn mal bestehen die Naytiba aus Fleisch-Mutationen, mal sind sie eher robotisch, mit gigantischen Kettensägen-Klingen und mal Tentakel-Monster – das passt nur schlecht zusammen, wenn man die Story der Naytiba kennt.
Doch auch wenn die Story etwas dünn ist, ist das für viele Fans gar kein Problem. Denn andere Dinge in Stellar Blade sind alles andere als flach und sorgen dafür, dass jede Menge Modder genau die Art von zusätzlichem „Content“ erstellen, mit dem alle gerechnet haben.

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Also ich weiß ja nicht… Klar, die Story ist manchmal etwas zu klischeehaft oder abgedroschen, aber im großen und ganzen habe ich sie sehr genossen.
Bei einem solchen Game muss man sich, meiner Meinung nach, auch auf die Welt und ihre Bewohner einlassen. Ich habe beim ersten Durchgang jede einzelne Nebenquest abgeschlossen und bin der Meinung, dass diese einen wichtigen Teil dazu beitragen, das richtige Feeling vermittelt zu bekommen. Wenn man nur die Main Story durchzieht, könnte es aber durchaus anders ausschauen.
Das habe ich beim 2. Durchgang so gemacht und ich war richtig geschockt, als man Xion für das große Finale verlassen hat… Wenn man den Bewohnern geholfen hat, standen unzählige NPCs dort, um dich zu verabschieden. Hat man die Nebenquest ignoriert, waren dort nicht mal ne Handvoll Leute. Das hat sich so leer angefühlt, aber macht einfach Sinn. Schließlich hat EVE das Leben der Bewohner in keinster Weise positiv beeinflusst oder verändert. Solche Details machen ein gutes Worldbuilding aus. Das war auch Grund genug für mich, die Platin-Trophäe zu erspielen, wozu mich nicht viele Spiele motivieren können.
Das Spiel wird anscheinend nicht wegen der Story gekauft, dann gibts da eigentlich auch nichts zu reparieren.
“sind alles andere als flach” ein guter Flach Witz 🙂