Wollt ihr besser sein in Rainbow Six Siege? Dann macht es anders als diese Pros

Eigentlich verlief der dritte Spieltag der GSA League in Rainbow Six Siege ziemlich genau so, wie es die Meisten erwartet haben. Eines der Matches hätte jedoch deutlich anders ausgehen können, wenn die Profis etwas aufmerksamer gewesen wären.

Wer sind die Profis? Es geht um den schweizer Meister, das Pro-Team mYinsanity. Die traten beim dritten Spieltag der GSA League gegen das internationale Profi-Team G2 Esports an – und haben mit 7:2 verloren. Das ist mittlerweile der dritte 7:2-Sieg für G2.

Dabei waren sich sowohl die Kommentatoren der Liga als auch der Analyst und Coach von G2, Kevin „Sua“ Stahnke, einig: Das hätte nicht so laufen müssen. Was lief schief?

Rainbow Six Siege Sua Verdi
Sua (rechts) und Verdi im Gespräch.

G2 gegen mYinsanity – Der Fehler der Profis

Wie lief das Match? Die beiden Teams trafen auf der Karte Border aufeinander. Bereits kurz nach Beginn des Matches war recht klar, dass G2 besser aufgestellt ist. Die Spieler spielten koordiniert und legten ein wahnsinniges Tempo vor.

Dabei spielten sie nicht mit riskanten Rush-Taktiken, sondern schlicht mit stetem und heftigem Druck. Sie sprengten wichtige Wege frei und haben die Gegner nach kurzer Zeit zurückgedrängt und überrumpelt.

Das gesamte Match könnt ihr euch im folgenden Video anschauen, beginnend bei etwa Stunde 3:20:00:

Was hat mYinsnaity falsch gemacht? Den großen Fehler des Teams besprachen die Kommentatoren Verdi und Argony bereits während des Matches. Im Anschluss bestätigte der Analyst Sua, was falsch gelaufen ist:

mYinsanity versuchte, mit dem Tempo von G2 mitzuhalten. Obwohl mYinsanity ein starkes Team ist, sind sie auf diesem Level G2 unterlegen. Sua sagt dazu:

mYinsanity hat einfach diesen einen Fehler gemacht: Sie haben versucht, mitzuhalten, anstatt […] passiver zu spielen. Sie wollten versuchen, auch aufs Gaspedal zu treten. Und dann fahren wir halt über die drüber.

Wie wäre es besser gewesen? Die bessere Taktik wäre für mYinsanity gewesen, sich an die Gegner anzupassen und gegen ihre Taktik zu spielen, statt zu versuchen, sie zu kopieren. Gegen die Geschwindigkeit von G2 hätten die Schweizer eigentlich „die Steinmauer“ sein sollen.

Zwei Runden konnte mYinsanity sogar für sich entscheiden, genau durch dieses Vorgehen. Bereits in der zweiten Runde spielten sie passiver und haben ihre Punkte gegen G2 verteidigt und damit gewonnen. Statt mit Geschwindigkeit gegen G2 anzuspielen, warteten sie auf Gelegenheiten und nutzten sie, wie hier am Ende der Runde:

Dieses Vorgehen ignorierten die Spieler dann jedoch bis zu den letzten beiden Runden. Runde 8 entschieden sie noch einmal für sich, wobei G2 dort auch mitunter den schwächsten Operator nutzte, und die entscheidende Runde 9 war recht knapp. Die Umstellung auf eine langsamere Spielweise kam aber schlicht zu spät.

Tipp: So vermeidet ihr selbst Fehler

Aus dem Fehler, den mYinsanity dort gemacht hat, könnt ihr selbst recht viel lernen. Dabei hilft euch eine Faustregel, die ihr immer dann einsetzen könnt, wenn euch kein anderer Ausweg mehr einfällt:

Wenn ihr euch in einer Situation gegen einen vermeintlich stärkeren Gegner mit einer starken Taktik befindet, kopiert ihn nicht. Beobachtet, was er tut und wählt eine Taktik, die genau dagegen läuft.

Ihr gewinnt vielleicht nicht unbedingt alle folgenden Runden, aber bringt den Gegner dazu, seine eigene Taktik umstellen zu müssen – und möglicherweise eine zu wählen, die er nicht so gut beherrscht und in der ihr ihn schlagen könnt.

3 Dinge, durch die ich sofort besser in Rainbow Six wurde, als ich Pros zusah

Die Ergebnisse des dritten Spieltages

Das Match von G2 gegen mYinsanity hatte ein zu erwartendes Ergebnis, wie auch die der anderen Teams der GSA League am dritten Spieltag. Es gab nicht wirklich große Überraschungen, außer das Highlight-Match FACT gegen Team Secret:

  • Turtle eSport 2:7 DIVIZON
  • Rogue 7:0 WarKidz
  • G2 Esport 7:2 mYinsanity
  • FACT Gaming 7:3 Team Secret

Mit dem Sieg gegen Team Secret hat FACT Gaming seine Position an der Spitze der Rangliste noch einmal ausgebaut. Das Team zeigt damit noch einmal deutlicher, dass FACT zu einem richtigen Problem für die Profis werden könnte.

Newcomer in Rainbow Six: Siege ist im Nachteil, zerlegt Gegner trotzdem mit 7:0

Rogue dagegen hat nach seiner bitteren Niederlage gegen FACT in der vergangenen Woche seinen ersten Sieg errungen – und den gleich mit einem erstaunlichen 7:0. Möglicherweise drehen die Profis nun endlich auf und zeigen in den kommenden Wochen mehr.

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Die nächsten Spieltage bleiben spannend und es wird sich zeigen, ob FACT Gaming mit G2 Esports seinen letzten verbleibenden Profi-Konkurrenten nächste Woche, am 4. Juni, ausschalten kann. Sollte das klappen, haben die deutschen Newcomer eine gute Chance auf den ersten Platz, auch wenn sie sich selbst, laut einem Interview, nicht einmal unter den Top 3 sehen. Dort stehen für sie G2 Esports, Rogue und Team Secret.

GameStar und MeinMMO sind Medienpartner der diesjährigen Liga für Rainbow Six: Siege in Deutschland, Schweiz und Österreich. Wir werden in den kommenden Wochen und Monaten regelmäßig auf unseren Websites und Kanälen über die Liga, Partien und Teams berichten.

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