Rainbow Six: Siege ist für mich gerade der beste Shooter und E-Sports ist Schuld

MeinMMO-Autor Benedict Grothaus spielt schon seit einiger Zeit gerne den Taktik-Shooter Rainbow Six: Siege. Seit die GSA League läuft, hat sich Rainbow aber zu seinem absoluten Lieblings-Shooter entwickelt – dank der Plays der Profis.

Rainbow Six: Siege gehört ohnehin schon zu meinen absoluten Top-Spielen, aber wie bei allem, gibt es auch hier ab und an mal eine Dürre. Bei mir war die etwa im März und April – trotz gelegentlicher Runden habe ich mich vermehrt nach anderen Games umgesehen.

Das aktuell laufende „Grand Larceny“-Event trägt zwar einen Teil dazu bei, dass ich wieder mehr in Rainbow reinschaue, der Haupt-Grund liegt aber woanders.

Seit am 25. April die GSA League in Deutschland, Österreich und der Schweiz gestartet ist, schaue ich mir dort mit großer Freude die Matches an und habe tatsächlich wieder richtig viel Lust auf Rainbow Six – mehr als auf Modern Warfare oder Warzone. Selbst der neue Shooter-Hit Valorant kann mich seitdem nicht mehr begeistern.

MeinMMO Rainbow Six GSA League Titel
Dank der GSA League können nicht einmal die Shooter-Hits Warzone und Valorant für mich Rainbow Six schlagen.

Erstaunlicherweise geht es etlichen meiner Freunde und Gamer-Kollegen genau so. Die Gespräche über Rainbow Six und die Plays der Profis machen bringen uns dazu, uns zumindest ein paar mal die Woche abends noch auf ein paar Runden zu treffen.

Aber warum genau bringt mich der E-Sports dazu, ein Spiel wieder vermehrt selbst spielen zu wollen? Ich erkläre es euch.

Spitzen-Plays machen Spaß aufs Game

Das ist so gut an der League: Die GSA League ist ein regionales Turnier für den DACH-Bereich, es spielen also keine Profi-Teams aus aller Welt gegeneinander. Das bringt bereits eine gewisse Verbundenheit mit sich und reizt mich generell eher dazu, mir ein Spiel mehr anzusehen.

Das eigentlich Wichtige ist aber der Inhalt. In der Liga spielen die besten Spieler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und zeigen dabei teilweise wirklich erstaunliche Plays.

In den Qualifier-Matches etwa konnte ein Team seine Gegner in wenigen Sekunden vollständig überrennen – die schnellste Runde der Qualifier. Das ist zwar keine bahnbrechend neue Taktik, aber die Umsetzung und wie gut es geklappt hat, haben eine wirklich beflügelnde Wirkung.

Dazu kommt, dass die (angehenden) Profis einfach anders spielen, als man es als „casual“ so gewohnt ist. Da werden Operator ausgewählt oder gebannt, die man nicht erwartet hätte oder deren Nerfs und Buffs offenbar härter waren als angenommen.

Warum bringt mich das zum Spielen? Wie die Profis spielen, bringt mich dazu, die Dinge ausprobieren zu wollen, die sie da vormachen. Dabei meine ich nicht, dass ich unbedingt auch in den E-Sports einsteigen will, sondern einfach, dass es nach Spaß aussieht.

Baer spielt Castle in Club House? Eine Clash in einem Turnier? Komische Picks aus meiner Sicht, aber eigentlich habe ich die Operator nie beachtet – mal ausprobieren, sieht lustig aus.

Rainbow Six Siege Ying Titel
Dass Yings Buff tatsächlich so stark war, wurde mir erst klar, als sie dauernd gebannt wurde.

Zusammen mit ein paar Zocker-Kumpels (oder auch nur zu zweit) werden dann diese Dinge angewandt und so einfach neue Nuancen an Rainbow entdeckt, die ich so vorher noch nie wirklich gesehen habe. Den meisten von uns ging es so, dass sie sich auf einige Operator festgefahren und nur selten mal gewechselt haben.

Tatsächlich hat mir das Zusehen bei der GSA League aber auch geholfen, besser zu werden. Bei meiner neu entdeckten Freude geht es mir zwar nicht mehr so sehr um den Sieg, aber gewinnen macht trotzdem immer noch etwas mehr Spaß als verlieren.

GSA League schauen und verstehen, was abgeht

Bei der League zusehen und selber spielen hat dazu eine ziemlich nützliche Wechselwirkung: Ich lerne, was die besten Spieler spielen und warum sie es tun und ich verstehe beim Zusehen, was da im Stream abgeht.

Ohne ein wenig Ahnung von der Materie ist es etwa nahezu unmöglich, zu verstehen, wie im hier eingebetteten Clip eine Deckung zum Nachladen dazu führte, dass ein Spieler in seinen Tod statt in den Sieg rennt:

Das hilft mir zum Einen dabei, ein besseres Spielverständnis zu bekommen – und damit auch bessere Artikel für euch zu schreiben. Zum Anderen kann ich mich viel mehr dafür begeistern, was in den Liga-Matches so passiert.

Wird etwa eine bestimmte Taktik gespielt oder ein Operator gewählt, mit dem ich nicht gerechnet habe, haut es mich regelrecht um, wenn ich dann sehe, wie das Team diese Kombinationen zu einem starken Sieg eingesetzt hat. Wer sich selbst ein Bild von der GSA League machen will, findet hier mehr Informationen zur Liga und dem Stream:

Rainbow Six Siege: So seht ihr die Deutsche Liga

Alle Infos, Ankündigungen und Streaming-Pläne zur großen deutschsprachigen GSA-Liga.

Was die GSA League aktuell für Rainbow Six bei mir auslöst, hat nicht einmal die Overwatch League bei Blizzards Team-Shooter geschafft. Und das, obwohl ich deutlich mehr Stunden in Overwatch als in Siege habe.

Rainbow Six: Siege ist ein Taktik-Shooter und für den Sieg ist es unabdingbar, dass man als Spieler versteht, was abgeht. Die GSA League hilft mir genau dabei und es macht richtig Spaß, tiefer in die Materie einzutauchen, neue Besonderheiten an Operatorn oder Maps zu entdecken und diese Erkenntnis dann selbst umzusetzen.

Für mich ist der E-Sports eine spitze Erweiterung für das Spiel.

Fazit: Das macht Rainbow Six zum besten Shooter

Die ganzen Erklärungen zeigen zwar, warum ich wieder Spaß an Rainbow Six habe, aber was es für mich wirklich zum absolut besten Shooter macht, ist die wahnsinnige Tiefe. Diese bietet der Shooter zwar immer, aber durch die GSA League fällt sie deutlich mehr auf.

Es sind die Details, die Rainbow Six so großartig machen. An welcher Ecke sollte ich stehen und warum? Welche Wand und welcher Boden braucht ein Loch, damit ich einen Vorteil habe? Welcher Operator ist auf welcher Map genau ein wenig besser als ein anderer?

Das sind Dinge, die die anderen aktuellen Top-Shooter einfach nicht bieten:

  • Modern Warfare und Warzone haben zwar auch E-Sports, aber ihnen fehlt die Tiefe, etwa durch Operator mit besonderen Fähigkeiten
  • Overwatch hat zwar Helden, aber den Spielmodi fehlt die taktische Komponente, die etwa zerstörbare Wände in Rainbow Six bieten
  • Valorant ist schlicht noch nicht fertig – wobei ich bezweifle, ob mit der Counter-Strike-Ansatz so gut gefallen wird, wie es Rainbow tut

Mich persönlich erstaunt zudem, dass sich Rainbow Six trotz seines verhältnismäßig hohen Alters von knapp viereinhalb Jahren noch immer so weit an der Spitze befindet. Irgendwas muss der Shooter ja richtig machen, um selbst nach der Zeit noch so beliebt zu sein.

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