Paragon: Patch wirft Alleinstellungsmerkmal über Bord
Der aktuelle Patch lässt Spieler erneut kopfschüttelnd zurück

Dienstag war Patchtag im Open-Beta-Moba Paragon und erneut wurden Änderungen eingeführt, die bei vielen Spielern auf Unverständnis treffen.

Der Verlust des Alleinstellungsmerkmals

Paragon, das Open-Beta-Moba aus dem Hause Epic Games, die mitunter für schnellere Shooter bekannt sind, bekam am vergangenen Dienstag ein Update, welches der Großteil der Spieler direkt wieder revidiert sehen will. Doch was war geschehen?

Mal wieder geht es um den Prime Guardian und dessen Prime Orb, eine Kugel, die er bei seinem Ableben fallen ließ und die dann zu einem bestimmten Punkt in der gegnerischen Spielhälfte gebracht werden musste, um einen Buff fürs Team zu aktivieren, oder verlorene Inhibitoren wieder aufbauen zu können.

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Das Objekt der Kontroverse – Der Prime Guardian

Mit dem aktuellen Patch allerdings wurde der Prime Orb gänzlich aus dem Spiel genommen. Tötet ein Team nun den Prime Guardian, wird direkt der Team-Buff (beziehungsweise konkreter gesagt die Aktivierung der Hauptkarten des eigenen Teams) aktiv. Somit funktioniert dieser Wächter nun etwa wie ein Baron in Lol.

Aber warum beschweren sich unzählige Spieler über diese Änderung? Zum einen, da Epic Games damit dem Spiel ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal nimmt, welches zu spannenden Teamfights am Abgabeort des Orbs führte und zu einigen taktischen Spielzügen, die nun alle wegfallen.paragon3

Zum anderen, da durch die aktuelle Fokussierung auf die Spielzeitverkürzung und die damit auftretenden, nicht behobenen Probleme der allgemeinen Balance extreme Situationen hervorgerufen werden. So ist es mit der Rausnahme des Prime Orbs für einige Charaktere noch einfacher als zuvor, den Wächter im Alleingang zu plätten. Teamfights an der Stelle? Fehlanzeige. Wer darüber mehr erfahren möchte, dem sei der Artikel zum aktuellen Stand Paragons ans Herz gelegt.

Was kaputt ist, bleibt kaputt

Paragon, das Moba, welches ein Vorbild für alle anderen sein möchte, nimmt sich selbst ein Vorbild an anderen Genrekollegen und führt eine Einheitsbrei-Mechanik ein. Doch mit diesem Wegfallen des Prime Orbs geht ebenso der Verlust der Möglichkeit des erneuten Aufbauens der Inhibitoren einher.

Nicht nur, dass diese nun, wenn sie eingerissen wurden, fortan kaputt bleiben. Überdies hinaus wurde ebenfalls die Regenerationsrate der Inhibitoren heruntergesetzt, was bei einem Angriff dazu führt, dass diese nun weniger Leben regenerieren und es somit einfacher wird, einen Inhibitor früher im Match dem Erdboden gleich zu machen.paragon4

Das mag zwar zu kürzeren Matches führen, jedoch auf Kosten der Carries, da diese kaum noch eine Chance haben, annähernd ihren Peak zu erreichen. Tanks wie Rampage, der derzeit Türme im Alleingang niederreißen kann oder Caster wie Gideon, der mit seinem kosmischen Riss schon früh angeschlagenen Gegnern den Rest gibt, spielen da eher die Hauptrolle als ein Murdock oder Twinblast.

Pascal meint: Zwar versucht man diesem Problem der fehlenden XP im aktuellen Patch durch die Verkürzung der Spawnzeit der Sammler etwas entgegenzuwirken. Doch kann dies meiner Meinung nach nicht allzu viel an der gegenwärtigen Situation ändern.

Da können die neuen Skins für den einen oder anderen Charakter kaum über die momentanen Missstände hinwegtrösten.paragon5

Weiterhin wurde die Geschwindigkeit des Reisemodus heruntergesetzt. Dieser wird mit einem der nächsten Patches ganz entfernt, was ebenfalls auf keine gute Resonanz der Spielerschaft trifft. Bleibt nur zu hoffen, dass Epic Games das Gesamtbild nicht aus den Augen verliert, komplett an seiner Community vorbei entwickelt und sich das ganze System wieder zu einem runden, guten und spannenden Spielerlebnis zusammenfügt.

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