Nintendo sperrt Besitzer einer Switch 2, weil er gebrauchte Spiele gekauft hat

Nintendo sperrt Besitzer einer Switch 2, weil er gebrauchte Spiele gekauft hat

Ein Nutzer der Nintendo Switch 2 wurde von Nintendo für seine brandneue Konsole gesperrt, nachdem er gebrauchte Switch-1-Spiele gekauft und sie auf seiner Konsole aktualisiert hatte.

Wieso wurde der Nutzer gesperrt? Der Nutzer dmanthey hat auf Reddit berichtet, dass er von Nintendo gebannt wurde, nachdem er auf seiner neuen Switch 2 Spiele nutzen wollte, die er gebraucht für die alte Switch 1 gekauft hatte. Er hatte vier gebrauchte Spiele über den Facebook-Marktplatz gekauft, sie eingelegt und die jeweiligen Updates installiert.

Am nächsten Tag habe er beim Einschalten der Konsole die Mitteilung erhalten, dass er von den Online-Diensten Nintendos ausgeschlossen sei – sogar der Download bereits gekaufter Spiele sei ihm nicht mehr möglich gewesen.

Es gilt: Erst nachdem einem der Kauf und Besitz der Spiele nachgewiesen werden kann, hebt Nintendo den Bann wieder auf.

Schutz vor Raubkopierern

Warum reagiert Nintendo so streng? Nintendo ist bekannt für sein striktes DRM-System („Digital Rights Management“), das digitale Inhalte schützen soll. Wird ein Spielkonto auf einer neuen Konsole aktiviert, prüft das System, ob alle Titel rechtmäßig erworben wurden – insbesondere bei digitalen Versionen. Werden Spiele über gebrauchte Accounts oder Drittanbieter bezogen, stuft Nintendo das mitunter als verdächtig ein (via TomsHardware).

Besonders brisant im gegebenen Fall: Der Account wurde gesperrt, bevor der Nutzer sich äußern oder reagieren konnte. Eine Vorwarnung gab es nicht – ebenso wenig wie eine direkte Begründung. Für den Spieler bedeutete das also zunächst den kompletten Verlust des Zugangs zu allen Inhalten.

Die gute Nachricht: Der Nintendo-Support war sehr leicht zu erreichen und hob die Einschränkungen auf, nachdem der Nutzer Beweise für den möglichen unwissentlich getätigten Raubkopie-Kauf vorgelegt hatte.

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Verschärfen neue Regeln das Risiko für Sperrungen? Wie das Magazin GameFile bereits im Mai berichtet, hat Nintendo zur Markteinführung der Switch 2 seine Online-Nutzungsbedingungen angepasst. Darin behält sich das Unternehmen das Recht vor, Nutzerkonten dauerhaft zu sperren, wenn Verstöße gegen die Vereinbarung festgestellt werden – ohne Vorwarnung. Zu den Gründen zählen unter anderem das Modifizieren der Konsole, die Verwendung von Raubkopien oder andere nicht autorisierte Eingriffe in Hard- oder Software.

Wer also gebrauchte Spiele der ersten Switch-Generation nutzen möchte, so wie der Reddit-Nutzer dmanthey, sollte genau prüfen, woher diese stammen – und ob ein lückenloser Nachweis möglich ist. Andernfalls könnte es schwierig werden, den Bann wieder aufzuheben. Gleichzeitig experimentiert die Community schon jetzt mit ungewöhnlichen Ideen rund um die neue Konsole – etwa einem Versuch, einen klassischen Game Boy per USB-Stick anzuschließen:

Quelle(n): Titelbild via Unsplash, PCGamer, PCGamer 2
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ratzi73

Ich halte das zwar für Panikmache, trotzdem bleibt ein fahler Beigeschmack. Ich weiß heute gar nicht mehr, welche meiner Switch 1-Spiele ich gebraucht gekauft habe. Dazu kommt, dass ich beim Kauf über Kleinanzeigen auch keinen Zugriff auf meine Kaufhistorie mehr habe. Mal schauen, was ich tun kann, wenn es mich irgendwann treffen sollte.

mein-mmo-2F

Ihr solltet hier schon etwas klarer sagen, dass es um raubkopierte Spiele geht.
Genauso kann ich sagen, ich hätte n Ticket bekommen nur weil ich Auto gefahren bin – und das Überfahren der roten Ampel gar nicht erst erwähnen. ;p

Also, anscheinend hat der Typ originale Spiele gekauft, von denen allerdings vorher Raubkopien gemacht wurden. Somit wurden dann mehrere Versionen des Spiels mit der gleichen ID beim Onlinedienst angemeldet und deshalb wurden alle gesperrt.
Da er nun nachweisen konnte, dass er die Originale nutzt, wurde sein Acc dann wieder freigeschaltet.

ephikles

Also schuldig bis zum Beweis der Unschuld?
Grenzwertig, und nur ok, da der Support schnell und richtig reagiert hat.
Aber kann Nintendo garantieren, dass das immer so ist? Und welche Handhabe hat man als Endverbraucher?

Mein Sohn ist jetzt 6, ich wäre also in absehbarer Zeit potentieller Kunde. Allerdings habe ich keine Lust, mich irgendwann mit solchen Mätzchen herumschlagen zu müssen. So wirklich absolut gar keine – das muss ich oft genug mit allem möglichen anderen Quatsch (Willkommen in der Welt der Erwachsenen, haha!).

Also bleibt’s wohl einfach bei… Handyspielen + Playstation, die ich eh selbst habe/haben will + evtl. noch Anbernic Handhelds und Spielen aus meiner Kindheit.

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