Lineage 2 Revolution: Entwickler arbeitet sich tot, Studio lockert Arbeitszeit

Das koreanische Studio Netmarble steckt hinter Spielen wie Lineage 2 Revolution. In der Vergangenheit waren Entwickler an Überarbeitung gestorben. Jetzt kündigt man Maßnahmen an, um das zu verhindern.

Wir haben in der Vergangenheit über Netmarble und die Todesfälle dort berichtet. So soll ein junger Entwickler, der in seinen 20ern war, nach regelmäßigen Arbeitswochen, die 89 Stunden umfassten, gestorben sein. Er habe irreguläre Nachtschichten und Überstunden geschoben. Sogar an seinem Todestag, an einem Sonntag, hätte er wieder zur Arbeit kommen sollen, hieß es damals in Berichten.

Der Mitarbeiter war vorher bei medizinischen Checks gesund, nach den Mörder-Schichten starb er an einer Herzkrankheit. Die brutalen Arbeitsstunden standen im Zusammenhang mit dem Mobile-Hit „Lineage 2 Revolution“. Das Spiel wurde dann in Korea ein Wahnsinns-Erfolg.

Der Todesfall trat bei Netmarble Neo auf, einer Tochterfirma von Netmarble.

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Auch weitere Todesfälle unter der Belegschaft von Netmarble standen im Verdacht mit Überarbeitung zusammenzuhängen.

Der Druck der Öffentlichkeit und der Regierung auf Netmarble wuchs und das Unternehmen hat Maßnahmen eingeleitet, um einen „gesunden Lebensstil“ und eine „vernünftige Work-Life-Balance“ der Mitarbeiter zu garantieren. Jetzt stehe „Familie“ im Vordergrund der Arbeitsphilosophie, berichtet die auf Asien spezialisierte Seite MMO Culture.

Gleitzeit und Nachtarbeits-Verbot

In Zukunft:

  • Liegen die Kern-Arbeitsstunden zwischen 10 und 16 Uhr, mit einer Stunde Mittagspause. Wer um 8 Uhr morgens anfängt, kann um 16 Uhr nach Hause gehen. Wer um 10:00 Uhr anfängt, kann um 18 Uhr verschwinden.
  • Mitarbeitern ist es verboten zwischen 22:00 Uhr abends und 8 Uhr morgens zu arbeiten. Außer sie haben eine Sondergenehmigung, die im Voraus erteilt wurde.
  • Und schwangere Mitarbeiter müssen nur noch 30 Stunden die Woche arbeiten.

In Asien gibt es eigene Worte für „Tod durch Arbeitsstress“

Die Gaming-Industrie ist berühmt für ihre „Crunch-Time“: die mörderischen Überstunden, wenn ein Spiel fertig werden muss. In Asien trifft das auf eine Kultur der Workaholics. In Japan gibt es sogar ein eigenes Wort für Menschen, die sich zu Tode schuften: Karōshi. Damit beschreibt man Tode durch Herzattacken oder Schlaganfälle, die aus berufsbedingtem Stress resultieren. Auch in Südkorea kennt man das als: kwarosa.


Mehr zum tragischen Todesfall, über den wir damals berichtet haben:

Crunch Time: Junger Entwickler arbeitet sich tot – 89 Stunden-Woche

Autor(in)
Quelle(n): mmoculture
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