Wenn Kinder auf World of Warcraft schauen, dann kann das sehr niedlich sein – aber auch sehr erschütternd, wie manche Eltern verraten.
World of Warcraft ist alt – mit 20 Jahren sogar ziemlich alt für ein MMORPG. Das gilt auch für viele Spielerinnen und Spieler, die inzwischen extrem alt geworden sehr erwachsen geworden sind. Viele von ihnen haben inzwischen eigene Kinder und die bekommen mit, was die Eltern da am Rechner spielen. Doch wie reagiert die jüngere Generation eigentlich darauf, was da auf dem Bildschirm passiert?
Im Subreddit von WoW wurde genau zu diesem Thema eine Diskussion angestoßen – und manche der Reaktionen sind einfach gnadenlos.
In bester „Okay, Boomer“-Manier bekommen manche Eltern zu spüren, wie es ist, wenn man nicht mehr das modernste Spiel zockt:
- „Mein ältester Sohn (14) nennt WoW das „Boomer-Spiel meiner Mutter“ 🙁 Ich habe seinen Vater während WotLK im Spiel kennengelernt, zumindest davon denkt er, dass das recht cool ist.“ -_paxia_
Man kann gar nichts bauen – deswegen ist Minecraft besser als WoW
Andere Kinder können mit World of Warcraft gar nichts anfangen, weil es sich so grundlegend von anderen Spielen unterscheidet:
- „Mein Sohn vergleicht es immer mit Minecraft und sieht einfach nicht, was das Spiel ausmacht, weil wir keine Dinge bauen können.“ -Wiseblood1978
Wieder andere Kinder dürften so manch einem Charakter ein wohl-warmes Gefühl bescheren. Denn wer weiß schon, wann diese Dame zum letzten Mal „Prinzessin“ genannt wurde:
- „’Zeig mir die Prinzession, die Blumen sammelt!’ – Meine Töchter, wenn sie von meiner untoten Priesterin mit Kräuterkunde sprechen.“ -ToiletWarlord
Wer sich hingegen darüber beschwert, dass es in „WoW gar nichts zu tun gibt“, der kann sich vielleicht einfach nicht an den kleinen, schönen Dingen im Leben erfreuen:
- „Mein Jüngster mag es, wenn ich in Dornogal vor der Bank sitze und die ganzen Mounts vorbeilaufen, er lacht immer hysterisch, wenn jemand mit dem AH-Mount vorbeirennt. Das ist einfach lustig anzusehen.“ – raulit21
Manche Kinder haben aber offenbar schon ein sehr ausgeprägtes Verständnis von Moral, wenn sie grundsätzliche Spielmechaniken so infrage stellen:
- „Eine meiner Kern-Erinnerungen ist es, als mein kleiner Neffe WoW ausprobieren wollte. Wir haben einen Charakter erstellt und eingeloggt. Ich habe es für ihn übersetzt (wir sind nicht Englisch-sprachig) und er bekommt seine erste Quest, um ein paar Wildschweine zu töten.
Nach ein paar Momenten des Kampfes tötet er eines und dann sage ich „Jetzt rechtsklicken wir“. Er macht das, sein Charakter kniet sich zum Looten hin und mein Neffe fragt:
„Oh, beten wir jetzt für das Schwein, weil wir es getötet haben?“
Ich habe mich in dem Moment so schlecht gefühlt und musste ihm erklären, dass wir nur die grauen Fetzen brauchen. Das ist immer bei mir hängengeblieben.“ – SamaramomM
Junge Leute sind ein Problem für WoW: So amüsant die Geschichten auch zu lesen sind, tatsächlich hat World of Warcraft mit der Jugend ein Problem. Denn WoW tut sich ausgesprochen schwer darin, die nächste Generation für das MMORPG zu begeistern.
Das liegt zu einen daran, dass World of Warcraft ein recht altes Spiel ist, dessen Grafik-Stil mit neueren Spielen oft nicht mehr mithalten kann. Gleichzeitig benötigt WoW jede Menge Zeit und ist für Neulinge schlicht zu komplex und zu erschlagend. Bevor man in WoW die Grundlagen begriffen hat, kann man bereits 3 andere Spiele gemeistert haben.
Habt ihr auch Kinder, die euch beim Zocken beobachten? Wie reagieren sie auf World of Warcraft (oder andere alte Spiele)? Lasst es uns doch gerne in den Kommentaren wissen.

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Also mal ehrlich WoW ist zu komplex für Neulinge? Hab ich ein anderes WoW gespielt als ihr? Eigentlich ist es sehr leicht geworden, man bekommt jeden Weg gezeigt,an der Rüstung wird schon angezeigt wie viel Verbesserung man bei neuen Teilen hat und im Charakterfenster sieht man jetzt auch was ein relevanter Wert ist.
Wer WoW komplex findet wird bei Warframe nach 5 min nur noch den Kopf auf die Tastatur schlagen.
Das Spiel ist älter (doppelt so alt?) als die meisten jüngeren Spieler. Kein Wunder, dass da nicht jeder was mit anfangen kann.
Nach meiner Meinung zeigt es aber auch, dass viele Jüngere keiner Motivation mehr haben mehr in ein Spiel zu investieren. (Außer Geld über Microtransactions!) Zugegebenermaßen frisst WOW aber auch einfach zuviel Zeit. Mal eben 30-60 Minuten ist außer fürs Farmen eher sinnlos. Da haben andere Spiele durchaus Vorteile. Ein kurzes Match? Das geht in jedem FPS ohne Wartezeit in 10 Minuten. Minecraft? Kannst überall verlassen und da weitermachen wo du warst. Das ist in WOW halt schwieriger.
Gleichzeitig bin ich überrascht, dass Wow zu Boomern gehören soll. Sooo alt sind Wow Zocker eigentlich nicht. 🙂 Ich bin zwar nicht mehr aktiv, würde das Durchschnittsalter aber auf 30-40 schätzen. So primär die 90s. Als die Welt noch in Ordnung war! 😉 Oder bin ich doch zu alt und habe nicht mitbekommen, dass jeder über 30 nun ein Boomer ist?! Verdammt! 🙁
Hab heute Morgen eine Stunde gespielt und alle Ruhm-World-Quests, sowie mehrere der Weekly-Quests aus Lorenhall gespielt und damit das “halbwöchentliche Soll” diesbezüglich erledigt^^
Wenn man ‘Up-to-Date’ ist ist das sicher so. Fängst neu an, Brauch es schon geraume Zeit um Mechaniken, Quests usw zu überreißen. Ich würde gerne testweise jegliche Erinnerung löschen können, um mal zu sehen wie man es wirklich als neuer Spieler erlebt. Ganz unabhängig von Alter. Finde es ist extrem schwer zu beurteilen wie das Spielerlebnis wirklich ist, wenn man so garnicht mit dem Spielprinzip vertraut ist. Als ich aktiv war, hab ich irgendwann auch nur 30 min die Täglichen gemacht und komme für den Raid oder die obligatorischen Dungeons online. Bin aber seit Shadowlands raus. Dragonflight hab ich erst gegen Ende reingeschaut, aber alleine der Rufgrind hat mich derbe abgeschreckt. Entweder von Anfang an dabei sein, oder aufholen. Da ist es mit 30 min nicht getan.
Klingt wie Neid der Besitzlosen. Selbst nichts haben und sich über den Spass der Eltern lustig machen. Einfach quasseln lassen, das hört von allein wieder auf. So etwas in Foren zu posten, hat aber auch mit Mitteilungsbedürfnis und Aufnerksamkeitsdefizit zu tun, Dinge die die Welt nicht wissen will aber trotzdem erzählt bekommt.
… die erzählen doch einfach nur niedliche Geschichten ihrer Kinder oder typische “edgy”-Sprüche, wie sie 14-Jährige eben bringen.
Ich glaube, du hast das Ganze eine Spur zu ernst genommen 🙂