Hamburger Gaming-Studio machte über 1 Mrd € – Mit Liebe der Deutschen zu Strategie-Games

Das Hamburger Gaming-Studio „InnoGames“ hat eine Milliarde Euro an Umsatz erwirtschaftet. Wie hat das deutsche Studio diesen Meilenstein erreicht?

Das ist InnoGames: InnoGames ist ein deutscher Spiele-Entwickler, der seinen Haupt-Standort in Hamburg hat. Das Unternehmen wurde 2007 gegründet und beschäftigt über 400 Mitarbeiter.

InnoGames ist vor allem in der Welt der Online- und Mobile-Spiele zu Hause. Wie das Studio mitteilte, hat es nach mittlerweile 12 Jahren Betrieb einen Gesamtumsatz von einer Milliarde Euro geknackt.

InnoGames Online
InnoGames bastelt vor allem Strategiespiele

So wurde InnoGames erfolgreich

Wie verdient InnoGames Geld? Alles begann im Jahr 2003, als die Brüder Eike und Hendrik Klindworth gemeinsam mit Michael Zillmer aus einem Hobby heraus das Browserspiel „Die Stämme“ entwickelte.

Die Spielerzahlen überstiegen nach Release die Erwartungen – und die drei Gründer entschieden sich, ihr Hobby zu professionalisieren.

Forge of Empires Mobil

2007 entstand InnoGames – und die Firma baute konsequent auf dem Online-Strategie-Games auf. Es folgten unter anderem die Spiele:

  • The West
  • Grepolis
  • Forge of Empires
  • Tribal Wars 2
  • Elvenar
InnoGames-Zahlen

In der Folge setzte das Unternehmen verstärkt auf den Mobile-Markt und entwickelte so ihr ursprüngliches Browser-Game-Konzept weiter. Mittlerweile sind die Spiele plattformübergreifend spielbar – und das in der Regel als Free2Play-Modell.

Der starke Fokus auf Gratis-Spiele mit optionalen Zahlungen machte sich letztlich für die Firma bezahlt. Forge of Empires brachte nach Firmenangaben mehr als 500 Millionen Euro Umsatz ein und sorgte damit für den Löwenanteil des Gesamtgewinns.

Forge of Empires Zukunft
Forge of Empires bietet verschiedene Zeitalter

Deutsche lieben Strategiespiele

Vor allem in Deutschland sind die Spiele der Firma beliebt. Gerade die deutsche Strategie-Spiel-Fanbase hat der Firma dabei geholfen, sich nachhaltig aufzustellen, erklärte Hendrik Klindworth gegenüber „VentureBeat„. Man spricht von einer „Kernzielgruppe deutscher Strategiespieler.“

Doch auch die USA und Frankreich gehören mittlerweile zu den umsatzstärksten Märkten der Firma.

Innogames sagt, eines ihrer Erfolge war das langsame Wachstum. Andere Firmen wären schnell gewachsen und hätte Leute rasch eingestellt. Diese Firmen seien mittlerweile verschwunden:

Einer unserer größten Herausforderungen war es, als Browser-Game-Firma von Grund auf zu wachsen und dann in den Mobile-Markt einzusteigen. Das hat eine Menge Arbeit gekostet, war aber am Ende erfolgreich.

Henrik Klindworth, CEO Innogames, zu Venturebeat
Laut Zahlen von Gameswirtschaft.de ist InnoGames der zweitgrößte Games-Entwickler.

In Zukunft will die Firma die Mobile-Seite weiter ausbauen und ihre Spiele weiterentwickeln. Ob auch andere Modelle möglich sind? „Ich würde nie Nein zu den PC-Plattformen sagen, besonders wenn wir zusätzliche Spieler finden könnten“, sagte Klindworth VentureBeat.

Mobile sei ein stark umkämpfter Markt: „Aber es gibt immer noch viele Möglichkeiten für Spiele.“

Browsergame-Firmen machen auf Mobile und boomen

Das steckt dahinter: Parallel zur Entwicklung bei PC und Konsolen gibt es diesen parallelen Spiele-Markt, der mit Browser-Spielen und Facebook-Games begann.

Dieser Markt hat sich in den letzten Jahren in Richtung Mobile verschoben und erweitert. Das ist eine weltweite Entwicklung, die man überall beobachten kann. Innogames ist hier der erfolgreichste deutsche Vertreter, der diesen Weg beschreitet.

Im Mobile-Bereich sind einige Firmen enorm erfolgreich und erzielen große Umsätze. Innogames hat es hier geschafft, sich zu etablieren.

Seit einiger Zeit versuchen auch klassische PC/Konsolen-Firmen in diesen Mobile-Markt einzudringen, da der große Wachstumsraten verspricht: Activision Blizzard plant etwa ein riesiges Wachstum im weltweiten Mobile-Markt. Dieser Vorstoß der klassischen Gaming-Firmen mit den großen Spiele-Marken wird in den nächsten Jahren sicher noch stärker werden.

Interessant ist, dass sich die klassische Liebe der Deutschen zu „ihren“ Aufbaustrategie jetzt so Bahn bricht.

Die aktuell besten Mobile Games in 2019 mit Multiplayer
Autor(in)
Quelle(n): Forge of Empires YouTubeInnoGamesVentureBeat
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wocho
wocho
2 Monate zuvor

Forge of Empires ist ein tolles Spiel. Macht Spaß und man muss nicht zwingend Geld ausgeben (das aber natürlich schon hilft wink ) Was mir besonders gefällt, dass man es am PC und am Handy spielen kann. Super!

SonnenBrillen Johnny
SonnenBrillen Johnny
2 Monate zuvor

Das ist der Standart Spruch eines jeden fanboys der schon zu tief in der materie drinsteckt… Man muss kein Geld ausgeben.. Bla bla. Ehrlich das geblubber hört man überall von jedem Spieler der solche Spiele benutzt .. Naja.. Wie wäre es mal mit Abwechslung wie zb man kann kein Geld ausgeben.. Das wäre doch mal was

wocho
wocho
2 Monate zuvor

Ich habe nirgends geschrieben, dass man kein Geld ausgeben muss. Es geht ohne, mit macht es vieles einfacher, keine Frage.
Es ist nun mal ein F2P Spiel, von irgendwas muss die Firma ja auch leben.
Aber von den ganzen Aufbauspielen, die es F2P gibt, ist das noch das fairste und ich habe viele ausprobiert.
Forge of Empires spiele ich seit 1,5 Jahren und habe ca. 70 Euro ausgegeben und komme sehr gut klar ohne Schikanen. Ich denke, das Preis/Leistungsverhältnis ist nach der Zeit vollkommen in Ordnung, da ich ein Spiel habe, das ich täglich spiele. Das es auch Freaks gibt, die 1000e Euros reinstecken, ist auch klar, aber die gibts überall.

Farson Kuriso
Farson Kuriso
2 Monate zuvor

Kein wunder das die soviel verdienen, steckt ja auch alles hinter einer paywall. Was nicht heißt das man kein Spaß haben kann, aber jeden das seine.

Bergkamp
Bergkamp
2 Monate zuvor

Und jetzt kommt noch so ein Honk, der meint er hätte das Recht zu sagen, dass Spielentwickler nur für die PC Freaks mit bester Qualität, höchste Storystufe entwicklen soll. Der hat einfach den Schuss nicht gehört und lebt noch hinterm Mond wie vor 60 Jahren.
Wisst ihr eigentlich wieviel Arbeitsplätze durch die neue Industrietrend enstehen? Wisst ihr wieviel Steuer die bezahlen, um die Sozialpflichtigen zu finanzieren oder die marode Rentenkasse?
Ohne Weiterentwicklung gibt es einfach keine Zukunft.
An alle die immer noch sagen, kein RGB bling bling im PC, hauptsache alles schwarz. Die Welt dreht sich nicht nur um euch, ihr Langeweilige³.
BMW hielt jahrzente lang an diese hässliche Orange Licht im Cockpit fest. Sitz mal in einem neuem 5er mit Digital Display und Ambylight. Sowas nennt man Weiterentwicklung.
In dem Sinne, viel Spaß an alle Mobile/Browsergamer. Jedem das Seine. Zockt Star Citizen, wenn ihr nix vom Mobilegaming hören wollt (falls es überhaupt mal irgendwann fertig gestellt wird :-))

mordran
mordran
2 Monate zuvor

Vielleicht weniger mobil spielen und dafür mehr Rechtschreibung, wie wär das ? Ist echt teilweise schwer zu lesen was du da von dir gibst.

SonnenBrillen Johnny
SonnenBrillen Johnny
2 Monate zuvor

Kannst du mit deiner Phantasie noch weiter ausholen? Vllt willst du noch erzählen wie dieser mobile abfall die Raumfahrt mitfinaziert? Oder Vllt sogar sind mobile Spiele und Spieler für den Verkauf von Militär Geräte zu den Saudis verantwortlich, schließlich wurden die Geräte ja mit Steuergelder gebaut und ohne deren Steuergeldern hätten die nicht finanziert werden können…

Haui
Haui
2 Monate zuvor

wobei man sagen muss…
Umsatz ungleich Gewinn wink

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