Hearthstone: Neue Erweiterung kommt in eigenen Packs

Blizzards kostenloses Kartenspiel Hearthstone wird die nächste Erweiterung in einem anderen Format herausbringen. Karten wird es in eigenen Booster-Packs geben.

Im Hearthstone-Experten-Talk „Value Town“ hatten der Host Chanman und sein Co-Moderator Trump in der letzten Ausgabe, die auch die letzte sein wird, den Senior Designer Mike Donais da, einen ehemaligen Magic: The Gathering-Spezialisten, der sich in Hearthstone vollkommen auskennt, gerade was Balance-Sachen angeht: daher ein idealer Gesprächspartner für die beiden Moderatoren.

Richtig viele neue Karten, aber kein Abenteuer

Für die neue Erweiterung, so Donais, hat man noch kein Release-Datum, aber alle arbeiteten schon hart daran, sie fertig zu stellen. Auf die Frage der Moderatoren, ob denn nicht die Blizzcon ein tolles Datum für die Bekanntgabe sei, zuckte Donais mit den Schultern und schmunzelte. Das würde er sich nicht aus der Nase ziehen lassen, sollte das wohl heißen. Die Erweiterung werde „Lots of Cards“, einen Haufen Karten haben, nicht genau 100, aber so um den Dreh, war der Tenor.

Die Karten werden diesmal nicht wie bei Naxxramas per Abenteuer unter die Spieler gebracht, sondern Hearthstone-Spieler werden sie sich in separaten Booster-Packs kaufen können. Es wird also so sein, dass die jetzigen Karten weiter in den „klassischen Karten-Packs“ bleiben, die neuen gibt es dann in anderen Packs. Ob diese neuen Pakete auch für Gold zu erwerben sind, wurde in „Value“ Town nicht geklärt. Auch gab es keine Fragen nach dem Thema der Erweiterung. Hier vermuten einige die Eiszitadelle oder den Sonnenbrunnen, aber wahrscheinlich hätte Donais auf so eine Frage ohnehin nur geschmunzelt.

Bis auf die Paladin-Klassenherausforderung ist man bei Blizzard zufrieden mit Naxxramas

Hearthstone - Naxxramas Abenteuer

Wie man der Reaktion von Donais anmerken konnte, ist man mit dem jetzigen Meta-Game bei Hearthstone und dem Verlauf von Naxxramas bei Blizzard zufrieden. Nur die letzten Klassenherausforderung, die des Paladins, hätte man im Nachhinein wohl etwas anders gestaltet. Ein paar mehr Segen der Könige hätte es wohl gebraucht, damit der Echoschleim stärker zur Geltung kommt.

Blizzard möchte bei Hearthstone Antworten auf Fragen geben, egal ob sie aktuell sind oder nicht

Naxxramas Karte LoathebBei Blizzard designet man Hearthstone so, dass man den Spielern möglichst viele Antworten geben möchte, egal, ob die Frage gerade aktuell ist oder nicht. Wenn ein Spieler gegen ein Deck mit vielen Zaubern verliert, soll er in seiner Sammlung Karten finden, die als Antwort auf solche Decks dienen – wie etwa Loatheb, den Feendrachen oder den Spektralen Ritter. Und wenn sich das Meta-Game irgendwann ändert und damit auch die Fragen andere werden, dann soll er in seiner Collection auch darauf Antworten finden.

Dabei bevorzugt man bei Blizzard, wie man auch jetzt in Naxxramas sah, ein Spiel, in dem Diener vorkommen und nicht jede Runde alles verschwindet: „Wir finden das Spiel macht mehr Spaß, wenn Diener auf dem Brett sind“, so Donais.

Blizzard sagt Nein zu vielem, Ja zu iPhone und Android

Im späteren Verlauf von Value Town warfen Trump und Chanman dann mit einigen Ideen um sich, die Donais kopfschüttelnd verneinte. So arbeite man bei Blizzard weder an einem „2 gegen 2“-Modus, noch an neuen Charakter-Klassen (also kein Todesritter und auch kein Mönch). Im Moment liegt der Fokus auf dem Observer-Modus, bei dem man Spielern über die Schulter gucken kann, und auf der Erweiterung. Und man werde nicht schon das Übernächste hypen, bevor das Nächste nicht erschienen ist.

Ein „Ja“ gab es allerdings zum wiederholten Male zu Hearthstone auf iPhone und Android. Das soll, wie geplant, noch dieses Jahr kommen.

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