Unser Fazit nach der Preview von Guild Wars 3

Guild Wars 3 Titel title

Hier könnt ihr euch die Meinung zur gezeigten Preview von MeinMMO-Chefredakteurin Leya und Redakteurin Jasmin ansehen.

Jasmin meint: Mir war im Vorfeld gar nicht bewusst, was für einen großen Unterschied das Bewegungssystem ausmachen kann. Als es zu Beginn der Präsentation noch hieß, man würde sich jetzt nur auf das Bewegungs- und das Kampfsystem fokussieren, habe ich nicht mit so einer Auswirkung auf mich gerechnet. Denn wieso sollte es einen großen Unterschied machen, wie genau sich der Charakter bewegt? 

Das neue Bewegungssystem hat mich jedoch direkt vom Gegenteil überzeugt. Das vorher so starre MMORPG wirkte durch die flüssigen Bewegungsabläufe auf einmal wie ein ganz anderes Genre. Das gezeigte Material hätte genau so gut aus einem Action-Adventure stammen können. 

Hinzu kommt außerdem, dass ich das moderne Gameplay mit Freunden und weiteren Spielern erleben kann. Besonders der Aspekt, dass ich mich innerhalb einer Gruppe gut abstimmen muss, wer welches Element oder sogar welchen Build mit in den Kampf bringen muss, lässt mich schon jetzt auf spannende Abende hoffen.

Außerdem habe ich jetzt schon für mich beschlossen, dass ich alles geben werde, um diese putzigen Feenwesen zu beschützen. Ich kann es gar nicht abwarten, noch mehr von ihnen zu sehen!

Das hält Chefredakteurin Leya von der Preview von Guild Wars 3

Leya denkt: Schon lange warte ich auf ein neues MMORPG, das meine Augen leuchten lässt, wenn ich in die Spielwelt eintauche. Wenn ich an das Genre denke, möchte ich das Gefühl einer lebendigen Spielwelt, die Bedeutung hat und ein echtes Gemeinschaftsgefühl aufkommen lässt.

Und genau dieses Gefühl kommt in mir hoch, wenn ich an die Präsentation von Guild Wars 3 denke. Als Lead Gameplay Designer Anthony Ordon durch die Welt stapft, habe ich das Gefühl, das saftig grüne Gras nahezu im Wind wehen zu hören. Ja, die Welt von Orr lebt! Überall bewegt sich etwas, kleine Kreaturen wirbeln verspielt durch die Luft, in weiter Ferne sehe ich, wie sich Bäume über die Landschaft erstrecken, Hügel in den Himmel ragen und irgendwo vielleicht auch eine Stadt im Verborgenen auf mich wartet. Hier will ich auf Entdeckungstour gehen.

Die Grafik hat mich beeindruckt. Das wird jetzt einige MMO-Fans erschrecken, aber im ersten Moment hatte ich das Gefühl, das Gameplay eines Singleplayer-Adventures zu sehen, das eine große offene Spielwelt und durchaus etwas für das Auge zu bieten hat. Kurz machte mich genau das nervös, obwohl ich beeindruckt war.

Die Nervosität hielt aber nicht lange an. Denn nachdem uns Anthony Ordon alleine näher in das dynamische Movement eingeführt hatte, ging es in den Multiplayer-Teil. Hier war es für mich einfach nur eine Freude zu sehen, wie die beiden Entwickler miteinander interagieren, ihre Skills schlau kombinieren und sich gegenseitig auf den Rücken springen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Da raste es direkt in meinem Kopf, wie viel Spaß das mit anderen machen wird – gerade auch die taktische Beratung, welche Skills man in die offene Welt mitnimmt, um die Builds perfekt aufeinander und auf die Gegner abzustimmen, die man legen will.

Als wir dann auf Nachfrage erfuhren, dass Guild Wars 3 auf 1 bis 20 Spieler optimiert wird, weil es der Erfahrung der Entwickler nach mit über 20 Spielern eh nur noch zu viel Gewusel wird, fing ich direkt an zu fantasieren, wie die Raids hier mit dem Kampfsystem mit immerhin 20 Leuten aussehen könnten.

Besonders hat mich gefreut zu hören, dass ArenaNet einen großen Fokus darauf legt, auch das Zeitproblem der Spieler zu lösen. Denn wenn wir ganz ehrlich sind: Ja, für einen erwachsenen Menschen mit Vollzeitjob, Familie und vielleicht auch noch anderen Hobbys ist es verdammt schwer, ein MMORPG zu spielen. Viel Zeit geht oft für Planung, Inventar-Management und Abstimmung drauf. Genau das schreckt leider auch mich häufig davon ab, heute noch MMOs anzufassen. Und hier kommt mit Guild Wars 3 ein MMORPG auf uns zu, das modernisierte Grafik hat, dynamischeres Movement, eine entschlackte UI und tatsächlich ganz clevere Lösungen gefunden zu haben scheint, wie man auch mit ein paar Stündchen in der Woche Spaß mit einem MMORPG haben kann. Ob man da nun zu zweit spielt oder zu zwanzigst, soll uns am Ende selbst überlassen sein.

Und ja, aus meiner Sicht ist das genau die Revolution, die ein modernes MMORPG braucht, um das Genre wieder relevanter und attraktiver zu machen. Ob einem diese Revolution dann gefällt oder ob einem doch das Inventar-Management, das Tab-Targeting und eine Menüleiste mit 30 Zaubersprüchen fehlen werden – das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Guild Wars 3 macht mir nach dieser Präsentation jedoch große Hoffnung, dass frischer Wind in das Genre geblasen wird, der tatsächlich sinnvoll ist und am Ende einfach Spaß macht.

Was denkt ihr? Können die Entwickler den massiven Erwartungen gerecht werden? Was muss Guild Wars 3 eurer Meinung nach unbedingt richtig machen, damit ihr es über Jahre hinweg spielt? Schreibt es gerne in die Kommentare!

Auf MeinMMO konnten wir euch sogar vorab eines der uns bereitgestellten Bilder zeigen, auf dem ein Gebiet im Untergrund zu sehen ist. Dabei kamen einige Theorien zusammen, was für ein Schauplatz das sein könnte und mit welcher Gottheit er vor allem in Verbindung stehen könnte: Guild Wars 3: Wir zeigen euch einen exklusiven Einblick – Das sind die Theorien

Kommentare

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4 Kommentare
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Aomori

Man kann alles alleine bewältigen ist schon für mich das Gegenteil von MMORPGs Revolution. Brauch ich nicht. Und mal nen raidboss wird da nicht reichen. Die Skill kombos in Gruppen wird nach einiger Zeit kaum Anklang finden weil wenn es solo machbar ist wird die Herausforderung in Gruppenspiel nicht vorhanden sein. Und ohne Herausforderung sterben die MMORPGs viel schneller

RutgerComes

Ich bin sehr auf GW3 gespannt, wobei ich sagem muss, dass mich GW2 nie wirklich länger begeistern konnte. Ich mochte den unrealistischen Aquarell-Look nie, fand die Zwischensequenzen furchtbar schlecht gemacht und auch fehlte mir komplett das Gefühl einer Immersion, wie ich sie bei WoW oder HdRo erlebe. Ein großes Manko war für mich auch immer die fehlende Beziehung zu NPC’s, die durch Herzen, die man füllt ersetzt wurde.
Dennoch bin ich auf GW3 gespannt, gerade auch weil ich diese ganzen Asia-MMO’s so unglaublich generisch finde.
Mich würde noch interessieren, wie solo-freundlich das Game wohl wird?

skp

Je mehr ich von GW3 lese, desto weniger verstehe ich den Hype.
Wallrunning, Momentum, Action Combat und kleinere Gruppen mögen ein gutes Spiel ergeben. Aber was daran soll bitte ein MMORPG revolutionieren?
Ich will gar keine Revolution. Ich will ein klassisches MMORPG wie WoW, FFXIV, ESO oder GW2, nur endlich mit den technischen Möglichkeiten von heute. Stattdessen bedeutet „Innovation“ offenbar wieder: weniger MMO, mehr Action Adventure.
Dafür fährt man GW2 zurück, obwohl vorher groß versprochen wurde, alle Spiele gleichzeitig aktiv weiterzuentwickeln.
Wenn die große MMO Revolution am Ende daraus besteht, möglichst viel MMO aus dem MMO zu entfernen, dann hat ArenaNet nicht das Genre neu erfunden, sondern einfach das Thema verfehlt.

Leya

Wir haben gerade im Stream drüber gesprochen und hatte genau das tatsächlich da auch nochmal ausführlicher beleuchtet. Also wenn man genau das haben möchte, dann wird man vermutlich mit GW3 auch nicht glücklich werden. Ich glaube allerdings, dass genau dafür vermutlich auch der Markt mittlerweile zu klein ist, um genau für diese Art von MMORPG genug Leute zu gewinnen, die dann auch die massiven (und fortlaufenden) Entwicklungskosten zu decken.

Ich hatte da noch länger tatsächlich drüber nachgedacht. Ich gehe davon aus, dass das Genre vor allem mit diesem “MMO Lite”-Ansatz auch die größte Chance hat noch weiter zu bestehen.

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