Das Survival-Spiel zu RuneScape hat eines der besten Magie-Systeme, doch der nervige Grind hält es zurück

Mit RuneScape: Dragonwilds erhält das Oldschool-MMORPG einen Abstecher ins Survival-Genre. Das spielt sich nicht nur fluffig, wie MeinMMO-Redakteur Alex findet, sondern bietet auch seine ganz eigene Magie. Die könnte allerdings deutlich mehr glänzen, wären da die namensgebenden Runen nicht.

Was hat mein Herz sich gefreut, als ich mich in RuneScape: Dragonwilds stürzte. Geballte Ladung Magie, mächtige Drachen, ein Hauch von Oldschool-Flair in der Grafik und die latente Angst, an der nächsten Ecke umzukippen, weil man sich wieder maßlos selbst überschätzt hat, wie es sich für Survival-Games gehört. Das alles kombiniert mit dem Gefühl eines klassischen Rollenspiels und einigen wirklich netten Gimmicks.

Am meisten fasziniert war ich allerdings von der Magie, die ihr dort wirken könnt.

Denn ihr könnt nicht nur schicke Stäbe und Zauberstäbe craften, mit denen ihr dann mächtige magische Projektile abfeuert, sondern es gibt auch größere Zauber, die ihr mit etwas mehr Aufwand wirken müsst. Dafür erlangt ihr einige coole Vorteile wie das zeitweise Schweben durch die Luft oder das Abholzen mehrerer Bäume gleichzeitig durch eine geworfene, spektrale Axt.

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RuneScape: Dragonwilds schickt euch nach Dowdun Reach, wo ihr gegen fiese Ritter und Drachen kämpft

Diese Zauber sehen nicht nur ziemlich cool aus, sie heben das Survival-Game auch von Mitstreitern ab, die ebenfalls Magie einbauen. Sie geben Dragonwilds einen ganz eigenen Flair, der einem das Gefühl vermittelt, schon früh ein begabter Magier zu sein, der es einfach draufhat und sich die Elemente zunutze macht.

Ich wäre wirklich wunschlos glücklich und würde mein magisches Leben wohlig jauchzend in der Welt von Ashenfall verbringen, wäre da nicht ein damit zusammenhängendes Problem, das das Magiesystem von Dragonwilds gleichzeitig zum besten, aber auch nervigsten macht, das ich bisher in Survivalgames erleben durfte.

Runen, Runen … Runenessenz!

Versteht mich nicht falsch, Grind gehört zu Survivalgames wie die Zähne zum Drachen – das ist völlig klar. Ressourcen abbauen, jagen, sammeln, überleben. Und dass man auch eine Ressource braucht, um Magie nutzen zu können, ist auch völlig normal und sollte auch so sein. Immerhin hat auch Magie ihren Preis und muss irgendwoher kommen.

Hier kommen die namensgebenden Runen ins Spiel. Die könnt ihr in sämtlichen elementaren Formen finden und formen, sodass ihr sie als Projektile verschießen oder eben auch für eure größeren, von Stäben unabhängigen Zauber nutzen könnt. Dafür müsst ihr entweder Runenessenz ähnlich wie Erze abbauen und sie zu Runen craften oder die jeweilige elementare Runenenergie von Hotspots abzapfen.

Soweit, so gut.

Für die großen Zauber braucht ihr allerdings häufig nicht nur eine Rune und vor allem nicht nur eine Art, sondern gleich mehrere. Was am Anfang noch Spaß machte, zusammenzupuzzlen – für spektrale Äxte braucht man beispielsweise Luft- und Arkanrunen – entpuppte sich eher als lästig, je länger ich gespielt habe. Denn viele der Zauber brauchte man doch deutlich häufiger, als anfangs gedacht.

Irgendwann erwischte ich mich also dabei, wie ich einfach achtlos alle möglichen Runenarten herstellte und sammelte, um bloß immer die richtigen parat zu haben und nicht danach suchen zu müssen, weil ich den Zauber gerade wirken wollte.

Ich grindete stumpf umher und die Magie verlor irgendwie ihren Reiz. Dieses Gefühl, die Zauber selbst zu schmieden und eine Art Ritual zu vollführen, verflog und schon bald fühlte sich das alles auch nicht mehr so mächtig an. Das ist schade, weil gerade dieses anfängliche Gefühl von mächtiger, ritueller Magie, die aus elementaren Runen geschmiedet wird, mich wirklich gepackt hatte.

Doch am Ende wurde sie zu einer Ressource wie alle anderen, nur eben hübsch verpackt und mit besonderen Effekten.

Habt ihr RuneSvape: Dragonwilds gespielt? Wie findet ihr das System mit der Magie und den Runen? Schreibt es uns gern in die Kommentare!

Während mit Dragonwilds ein Survival-Ableger zum berühmten MMORPG RuneScape erschienen ist, soll darum ein ganzes Franchise erscheinen, was sogar Genre-Größen wie World of Warcraft den Rang ablaufen soll: 25 Jahre altes MMORPG stand jahrelang im Schatten von WoW, der aktuelle Hype soll Platz 1 sichern

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