Laut den Entwicklern von Guild Wars 3 gibt es eine optimale Spieleranzahl, die man in der Welt treffen kann.
Während der Präsentation machten uns die Entwickler klar, dass sich das Spiel nicht wie ein zweiter Job anfühlen soll. Die Philosophie lautet deshalb: Einloggen und direkt Spaß haben, ohne stundenlanges Inventar-Management.
Auch in einer 20-Minuten-Mittagspause soll man Fortschritte machen können, ohne sich endlos vorbereiten zu müssen. Alternativ können Spieler immer noch zahlreiche Stunden am Stück in der Welt verbringen: Beide Modelle sollen den Gamer belohnen.
Das Ganze macht sich auch in der Spieleranzahl bemerkbar. Guild Wars 3 soll sich zwischen Guild Wars 1 mit seinen sehr kleinen Gruppen und Guild Wars 2 mit seinen riesigen Massenschlachten positionieren. Die optimale Anzahl soll bei etwa 20 Spielern auf dem Bildschirm liegen, damit das actionreiche Kampfsystem noch wirken kann.
Guild Wars 1 war sehr klein skaliert – fast komplett instanziert. Guild Wars 2 ist das genaue Gegenteil mit riesigen Open-World-Schlachten und unzähligen Spielern auf dem Bildschirm. Wir wollen mit diesem Spiel genau in die goldene Mitte.
Um die Lesbarkeit und Detailtreue unseres neuen Kampfsystems zu gewährleisten, ist der “Sweet Spot” bei etwa 20 Spielern auf dem Bildschirm in einem Kampf. Bei mehr wird es schwer, zu erkennen, was passiert. Es wird eine riesige, offene Welt mit epischen Bossen geben, durch die man nahtlos streift, aber die Kämpfe sind eher für kleine bis mittlere Gruppen optimiert. In Städten wird man natürlich viel mehr Spieler sehen.
Deshalb lassen sich die Hauptstory und die offene Welt auch komplett alleine bewältigen. Das MMORPG soll jedoch belohnender ausfallen, wenn andere Spieler hinzustoßen.
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Kommentare
Man kann alles alleine bewältigen ist schon für mich das Gegenteil von MMORPGs Revolution. Brauch ich nicht. Und mal nen raidboss wird da nicht reichen. Die Skill kombos in Gruppen wird nach einiger Zeit kaum Anklang finden weil wenn es solo machbar ist wird die Herausforderung in Gruppenspiel nicht vorhanden sein. Und ohne Herausforderung sterben die MMORPGs viel schneller
Ich bin sehr auf GW3 gespannt, wobei ich sagem muss, dass mich GW2 nie wirklich länger begeistern konnte. Ich mochte den unrealistischen Aquarell-Look nie, fand die Zwischensequenzen furchtbar schlecht gemacht und auch fehlte mir komplett das Gefühl einer Immersion, wie ich sie bei WoW oder HdRo erlebe. Ein großes Manko war für mich auch immer die fehlende Beziehung zu NPC’s, die durch Herzen, die man füllt ersetzt wurde.
Dennoch bin ich auf GW3 gespannt, gerade auch weil ich diese ganzen Asia-MMO’s so unglaublich generisch finde.
Mich würde noch interessieren, wie solo-freundlich das Game wohl wird?
Je mehr ich von GW3 lese, desto weniger verstehe ich den Hype.
Wallrunning, Momentum, Action Combat und kleinere Gruppen mögen ein gutes Spiel ergeben. Aber was daran soll bitte ein MMORPG revolutionieren?
Ich will gar keine Revolution. Ich will ein klassisches MMORPG wie WoW, FFXIV, ESO oder GW2, nur endlich mit den technischen Möglichkeiten von heute. Stattdessen bedeutet „Innovation“ offenbar wieder: weniger MMO, mehr Action Adventure.
Dafür fährt man GW2 zurück, obwohl vorher groß versprochen wurde, alle Spiele gleichzeitig aktiv weiterzuentwickeln.
Wenn die große MMO Revolution am Ende daraus besteht, möglichst viel MMO aus dem MMO zu entfernen, dann hat ArenaNet nicht das Genre neu erfunden, sondern einfach das Thema verfehlt.
Wir haben gerade im Stream drüber gesprochen und hatte genau das tatsächlich da auch nochmal ausführlicher beleuchtet. Also wenn man genau das haben möchte, dann wird man vermutlich mit GW3 auch nicht glücklich werden. Ich glaube allerdings, dass genau dafür vermutlich auch der Markt mittlerweile zu klein ist, um genau für diese Art von MMORPG genug Leute zu gewinnen, die dann auch die massiven (und fortlaufenden) Entwicklungskosten zu decken.
Ich hatte da noch länger tatsächlich drüber nachgedacht. Ich gehe davon aus, dass das Genre vor allem mit diesem “MMO Lite”-Ansatz auch die größte Chance hat noch weiter zu bestehen.