Guild Wars 3 konzentriert sich auf die aktuellen Schwachstellen des MMORPG-Genres. Eine davon ist die Bewegung.
Zu Beginn der Präsentation lief der Lead Gameplay Designer Anthony Ordon mit einem Menschen als Spielcharakter in der Third-Person-Ansicht durch die Welt von Orr, der Schauplatz des MMORPGs. Der Mensch trug dabei eine Rüstung, die einen Großteil des Körpers bedeckte. Er war mit Pfeil und Bogen ausgestattet, weshalb wir davon ausgehen, dass es sich dabei um einen Bogenschützen oder Waldläufer gehandelt hat.
Die Welt bestand in dieser Präsentation zum einen aus Graslandschaften mit felsigen Hügeln, in denen einzelne Bäume und Büsche standen. Zum anderen gab es dunkle Höhlengänge zu sehen, die etwas beklemmender wirkten als die offene Welt.
Während der Präsentation fiel sofort auf, dass die Figur für bestimmte Aktionen nicht mehr stehen bleiben muss. Stattdessen finden fließende Übergänge zwischen den einzelnen Bewegungselementen statt.
Ein Beispiel ist der Gleitschirm, der in Guild Wars 3 zurück ist. Die Entwickler sprangen von einer kleineren Klippe und zeigten uns, was sich für den 3. Teil verändert hat: Man kann nämlich direkt aus dem Flug an eine Wand springen und einige Augenblicke daran laufen.

In einer anderen Szene wurde ein anderer Mitspieler sogar nach einem kleinen Anlauf als Sprungplattform genutzt, um mit dem Gleitschirm in der Luft zu bleiben. Auch das Rufen eines Reittiers soll ebenso flüssig von der Hand gehen, wie uns Johanson verriet.
Generell soll Guild Wars 3 mehr in die Vertikale gehen. Dadurch, dass sich das Bewegungssystem freier anfühlt, lädt das vertikale Level-Design noch mehr zum Erkunden ein – und genau das soll sich für die Spieler belohnend anfühlen. Traditionelle Schlauchlevel sollen einer zusammenhängenden 3D-Welt weichen. Es soll kaum Ladebildschirme geben, was dieses flüssige Spielgefühl noch einmal unterstreicht.
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Kommentare
Man kann alles alleine bewältigen ist schon für mich das Gegenteil von MMORPGs Revolution. Brauch ich nicht. Und mal nen raidboss wird da nicht reichen. Die Skill kombos in Gruppen wird nach einiger Zeit kaum Anklang finden weil wenn es solo machbar ist wird die Herausforderung in Gruppenspiel nicht vorhanden sein. Und ohne Herausforderung sterben die MMORPGs viel schneller
Ich bin sehr auf GW3 gespannt, wobei ich sagem muss, dass mich GW2 nie wirklich länger begeistern konnte. Ich mochte den unrealistischen Aquarell-Look nie, fand die Zwischensequenzen furchtbar schlecht gemacht und auch fehlte mir komplett das Gefühl einer Immersion, wie ich sie bei WoW oder HdRo erlebe. Ein großes Manko war für mich auch immer die fehlende Beziehung zu NPC’s, die durch Herzen, die man füllt ersetzt wurde.
Dennoch bin ich auf GW3 gespannt, gerade auch weil ich diese ganzen Asia-MMO’s so unglaublich generisch finde.
Mich würde noch interessieren, wie solo-freundlich das Game wohl wird?
Je mehr ich von GW3 lese, desto weniger verstehe ich den Hype.
Wallrunning, Momentum, Action Combat und kleinere Gruppen mögen ein gutes Spiel ergeben. Aber was daran soll bitte ein MMORPG revolutionieren?
Ich will gar keine Revolution. Ich will ein klassisches MMORPG wie WoW, FFXIV, ESO oder GW2, nur endlich mit den technischen Möglichkeiten von heute. Stattdessen bedeutet „Innovation“ offenbar wieder: weniger MMO, mehr Action Adventure.
Dafür fährt man GW2 zurück, obwohl vorher groß versprochen wurde, alle Spiele gleichzeitig aktiv weiterzuentwickeln.
Wenn die große MMO Revolution am Ende daraus besteht, möglichst viel MMO aus dem MMO zu entfernen, dann hat ArenaNet nicht das Genre neu erfunden, sondern einfach das Thema verfehlt.
Wir haben gerade im Stream drüber gesprochen und hatte genau das tatsächlich da auch nochmal ausführlicher beleuchtet. Also wenn man genau das haben möchte, dann wird man vermutlich mit GW3 auch nicht glücklich werden. Ich glaube allerdings, dass genau dafür vermutlich auch der Markt mittlerweile zu klein ist, um genau für diese Art von MMORPG genug Leute zu gewinnen, die dann auch die massiven (und fortlaufenden) Entwicklungskosten zu decken.
Ich hatte da noch länger tatsächlich drüber nachgedacht. Ich gehe davon aus, dass das Genre vor allem mit diesem “MMO Lite”-Ansatz auch die größte Chance hat noch weiter zu bestehen.