Fortnite: 21-Jähriger unterschreibt Profi-Vertrag, wird entlassen, beendet Karriere

In Fortnite hat der E-Sport einen Dämpfer erhalten: Das wirkt sich auf die Profis aus. Noah „Vivid“ Wright hatte erst vor einem halben Jahr einen Profi-Vertrag mit Cloud 9 unterschrieben, offenbar ging der über 2 oder 3 Jahre. Doch Cloud 9 löste den Vertrag schon jetzt auf. Vivid beendete daraufhin seine Karriere als aktiver Profi.

Das ist Vivid: Der heute 21-jährige Noah Wright war bereits in der Anfangszeit von Fortnite erfolgreich und wurde relativ schnell Profi für Team Liquid. Von August 2018 an spielte er für die US-Organisation.

Zu seinen größten Erfolgen zählen einige Siege im Sommer 2018 bei den Summer Skirmish in Nordamerika. Damals sah Fortnite wie das nächste große Ding im E-Sport aus. Entwickler Epic Games pumpte massiv Geld in den E-Sport und veranstaltete Turniere mit hohen Preisgeldern in allen Ecken der Welt: Zu Beginn von 2019 sagte Epic Games etwa, man wolle für das Jahr mindestens 100 Millionen US-Dollar Preisgeld in Fortnite verteilen.

Bislang hat Vivid mit Fortnite etwa $462.000 verdient. Im August 2020 wollte er dann den nächsten Karriere-Schritt machen und wechselte zu Cloud 9, das ist eine der größten E-Sport-Organisationen in den USA.

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Der Höhepunkt von Fortnite war die große Weltmeisterschaft im Sommer 2019.

Spieler unterschreibt für Jahre, wird nach Monaten entlassen

Das sagt Vivid jetzt: Vivid sagt, er sei am 2. Januar von seinem Team Cloud 9 entlassen worden. Er wurde am Tag zuvor zu einem Meeting einbestellt und sein Manager habe ihm dann gesagt, dass er entlassen wird. Es gab keine richtige Begründung. Die Rede war nur von „Sichtbarkeit.“

Neben ihm selbst, ließ Cloud 9 auch Ryan „Chap“ Chaplo ziehen, mit dem hatte Vivid vorher bei Team Liquid zusammengespielt.

Vivid sagt: Er sei gar nicht sauer auf Cloud 9, aber er fände es einfach irre, dass er einen Vertrag für 2 bis 3 Jahre unterschreibe und dann kann die Organisation einfach entschieden, alles mit ihm machen, was sie wollen.

Im Nachhinein weiß er jetzt die Leute bei Team Liquid mehr zu schätzen. Es hätte ihm das Herz gebrochen, als er das Team verlassen hat.

Vivid teilt seinen Fans mit: Ihm fehlt die Energie ein neues Team zu suchen, will aber ohne ein garantiertes Einkommen nicht weiter als Profi-Spieler antreten. Daher will er jetzt noch Fortnite streamen und ein bisschen spielen, aber keine Scrims mehr absolvieren und wieder glücklich sein.

E-Sport von Fortnite fällt 2020 stark ab

Das steckt dahinter: 2018 und vor allem 2019 sah es so aus, als wird Fortnite der nächste große E-Sport. Epic pumpte massiv Geld in den E-Sport, führte regelmäßig Turniere durch und veranstaltete eine große Weltmeisterschaft. Teenager wie der Weltmeister Bugha wurden plötzlich zu Stars.

Allein die Fortnite-WM machte aus einigen Teenager über Nacht Millionäre.

Fortnite sagt seine große WM 2020 ab – 2019 wurden Teenager zu Millionären

Schon vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat Epic sein Engagement allerdings runtergefahren. Offenbar wollte man ein neues Konzept erarbeiten und hat sich dafür einen Experten von Activision Blizzard geangelt. Doch 2020 hat der E-Sport von Fortnite praktisch keine Rolle in der weiteren Öffentlichkeit gespielt.

Gut möglich, dass sich Cloud 9 dazu entschieden hat, Ressourcen von Fortnite abzuziehen und die dafür in den „bewährten E-Sport“ LoL zu stecken. In der League of Legends ging der Spielbetrieb 2020 auf hohem Niveau weiter. Es konnte sogar die WM gespielt werden, die international viel Beachtung fand.

Für LoL hat Cloud 9 den europäischen Super-Star Perkz verpflichtet, angeblich soll man 5 Millionen US-Dollar Ablöse bezahlt haben. Vielleicht musste Cloud 9 daher an anderer Stelle sparen.

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Das ist Jordan Herzog, bekannt als Crimz. Er wird zum E-SPort-Profi erzogen, seit er 3 ist.

Für Vivid ist die Entlassung bei Cloud 9 offenbar ein harter Rückschlag. Der E-Sport-Boom spült viel Geld in die Taschen von jungen Leuten und deren Eltern. Für manchen Vater ist es daher ein Ziel, dass sein Sohn bei dem Boom ganz vorne mit dabei ist.

Fortnite statt Schule: Vater erzieht Sohn zum Pro-Gamer, seit er 3 ist

Quelle(n): dexerto
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Tom

Man sollte vielleicht noch mal durchlesen was man geschrieben hat dann würde sowas nicht dabei rauskommen:

Daher will jetzt er jetzt noch Fortnite streamen

Whoopalula

… dann kann die Organisation einfach entschieden, alles mit ihm machen, was sie wollen.

Zudrm wird im zweiten Absatz auch nicht klar dargestellt, ob nun Team Liquid eine US-Organisation ist oder ob von einer weiteren Organisation gesprochen wird.

Zuletzt bearbeitet vor 3 Monaten von Whoopalula
Mmm

Die sollen richtig arbeiten gehen

AariusBahamut

Sorry aber die “Spielen” 10 std. und mehr am Tag. Die haben ein ausgeklügeltes Workout für ihre ernährung und Sport. Keine ahnung was genau ihre vorstellung ist aber Profisportler “Arbeiten” dann ihrer meinung ja auch nicht richtig oder?

Reznikov

Ich weiß ja nicht wie beschissen die Verträge sind die diese Profispieler bekommen aber normalerweise zieht eine vorzeitige Beendigung eine sog. Vertragsstrafe nach sich. Je nach Vertrag kann das für Vivid auch eine Chance sein: Vertragsstrafe kassieren und nebenbei was anderes arbeiten.

Jada

Es gibt Perks im Vertrag die es erlauben einen frühzeitig zu kündigen.

N0ma

Tja da hat er zumindest was fürs Leben gelernt. Wenn ich immer zu dem wechsle der das meiste bezahlt, setz ich mich auch auf einen Katapult. Sollte man aber nicht zu persönlich nehmen.

Cameltoetem

Sag das doch mal Marco Rose der ja angeblich zu den Zecken soll. 🙂

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