Europäische Organisation veröffentlicht neue Regeln für Entwickler – Wegen der einen Sache, die alle Spieler stört

Europäische Organisation veröffentlicht neue Regeln für Entwickler – Wegen der einen Sache, die alle Spieler stört

Der schwedische Verbraucherschutz legte bei der Europäischen Union Beschwerde gegen ein Spiel ein. Jetzt reagiert das europäische Consumer Protection Cooperation Network (CPC) mit neuen Richtlinien für etwas, was alle Spieler stört: Mikrotransaktionen.

Was ist passiert? Der schwedische Verbraucherschutz legte beim CPC Beschwerde gegen die Entwickler des Reiterhofspiels Star Stable Online ein. Das CPC prüfte die Beschwerde sowie Auskünfte des Unternehmens über kommerzielle Praktiken aka Mikrotransaktionen, auf die Kinder im Spiel stoßen könnten.

Dabei haben sie die folgenden Verstöße gegen geltenden Verbraucherschutz und Punkte, die speziell Kindern schaden könnten, gefunden. Unter anderem würden Kinder im Spiel direkt angesprochen und zum Kauf von Items und Währungen aufgefordert werden. Des Weiteren wird mangelnde Transparenz, und Druckaufbau durch zeitlich begrenzte Angebote bemängelt.

Die Entwickler von Star Stable Online haben ab dem 21. März 2025 einen Monat Zeit, sich bezüglich dieser Punkte schriftlich bei dem CPC zu melden und Verbesserungen vorzuschlagen. Der europäische Verbraucherschutz veröffentlichte indes einen Bericht mit neuen Regeln für In-Game-Käufe.

Mikrotransaktionen nerven die Spieler schon länger:

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Die Zukunft von Mikrotransaktionen? In der EU soll alles besser werden

Was sind die neuen Regeln? Das CPC veröffentlichte einen achtseitigen Bericht mit Prinzipien für virtuelle In-Game-Währungen. Der Bericht kann auf der offiziellen Webseite der Europäischen Kommission heruntergeladen werden.

Konkret zählt das CPC sieben Prinzipien auf, welche die Mindestvoraussetzungen für den Kauf und die Nutzung virtueller Währungen definieren:

  1. Es muss eine klare und transparente Preisgestaltung geben
  2. Praktiken, die Kosten für digitale Inhalte und Dienstleistungen in Spielen verschleiern, sollen vermieden werden
  3. Praktiken, die Verbraucher zum Kauf von ungewollter In-Game-Währung zwingen, sollten vermieden werden
  4. Die Spieler sollen mit klaren und verständlichen Informationen schon vor dem Kauf versorgt werden
  5. Das Widerrufsrecht des Verbrauchers soll geachtet werden
  6. Die Vertragsklauseln sollten fair sein und in klarer, verständlicher Sprache geschrieben sein
  7. Die Schutzbedürftigkeit von Verbrauchern soll beachtet werden, insbesondere, wenn es um Kinder geht

Im Bericht gibt das CPC auch klare, zu ergreifende Maßnahmen für betroffene Firmen an. Hier ein Beispiel zum Prinzip für die transparentere Preisgestaltung:

Was kann dies konkret bedeuten? Mikrotransaktionen und In-Game-Währungen bleiben auch mit diesen neuen Richtlinien fürs Erste bestehen. Allerdings könnte die Preisgestaltung transparenter werden. Zudem kann es für Firmen jetzt schwieriger werden, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren direkt mit ihren Angeboten anzusprechen.

Bereits im September 2024 nahm sich eine Organisation der Europäischen Union einem der Herzensthemen von Gamern an: Die European Consumer Organisation bemängelte, dass die aktuellen Regeln und Gesetze zu Mikrotransaktionen und In-Game-Währungen nicht ausreichen würden. MeinMMO hat euch die Erkenntnisse zusammengefasst: Europäische Organisation spricht nach Untersuchung von Echtgeld-Währungen das aus, was sich viele Spieler längst wünschen

Quelle(n): Europa.eu, Dexerto
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