The Elder Scrolls Online: So viel Langzeitspaß wie Skyrim

Das Fantasy-MMORPG The Elder Scrolls Online entpuppt sich als wahrer Dauerläufer. Unser Tester Schuhmann reibt sich nach mehr als 100 Stunden verwundert die Augen: „Immer noch kein Ende in Sicht?“

Nach mehr als hundert Stunden hat das Spiel noch einiges zu bieten

Wir haben euch direkt nach der ersten Woche einen Test erspart, weil wir es albern finden, nach 20 Stunden schon über den Langzeitspaß eines MMORPGs zu mutmaßen. Und um den geht es den meisten Spielern ja. Gerade wenn ein Spiel in der Tradition von Skyrim steht, das genau mit dem Langzeit-Suchtfaktor begeistert hat.

Jetzt sind es ein bisschen mehr als 100 Stunden Spielzeit vergangen. Man kann natürlich immer noch keine abschließende Prognose abgeben oder das in genaue Prozente fassen. Dafür fehlt das Endgame. Aber ich bin mir sicher: The Elder Scrolls Online ist kein Spiel für nur eine Woche.

The Elder Scrolls Online:: Skyshard

Ich hab mich durch vier Gebiete im Dienste des Aldmeri-Dominions gekämpft, mich bis auf den fünften Rang im PvP vorgearbeitet (erschreckend ruhmlos) und schon mal kräftig gehandwerkert und gehandelt.

Jetzt ist es an der Zeit, nochmal ein paar Dinge anzusprechen, die in dem steten Strom um Bugs, Exploits und Probleme vielleicht verloren gehen.

[pull_quote_center]Ich geb es ja zu: Ich war skeptisch. Aber jetzt muss ich sagen: The Elder Scrolls Online ist ein richtig gutes MMORPG.[/pull_quote_center]

Der Quest-Flow in TESO ist exzellent

Was mir wieder und wieder auffällt im Spiel: Ich schau nicht auf die EXP-Bar. Während es mir in anderen Spielen immer klar ist, dass ich ein MMORPG zocke und dass ich noch 22% bis zum Level-Aufstieg brauche und in drei Leveln bekomme ich die neue Fähigkeit, mit der ich das und das erreichen kann, ist mir das bei TESO nicht so wichtig.

Von vielen Stufenaufstiegen bin ich überrascht worden. Dreimal am Tag stehe ich vor dem Fertigkeitsbaum und überleg mir, wo ich die herrlich zahlreichen Punkte verteile. An denen besteht wirklich kein Mangel. In anderen Spielen schaut man bei Google nach oder macht sich einen Kopf, wie das beste Build nun aussehen wird (Na gut, meistens machen sich andere einen Kopf und man schreibt es ab). Ständig fragt man sich, wie man die wenigen Punkte verteilen kann, wie aus dem minimalen Wert X der maximale Wert Y wird.

The Elder Scrolls Online: Skillung

In The Elder Scrolls Online knoble ich das selbst aus. Wenn man ein bisschen abseits des Weges schaut, gibt es überall Skillpunkte, die ab einem gewissen Grad nicht mehr die Kampfeskraft verbessern, sondern das Leben ein bisschen leichter und vielfältiger machen. Das find ich eine tolle Geschichte in einem MMORPG.

Am Anfang hab ich mich mit Händen und Beinen (genauer: mit Tatzen und Pfoten) dagegen gewährt, zwei kostbare Skill-Punkte in die Quest-Fähigkeiten der Magier- und Kriegergilde zu stecken: Völliger Unsinn, dachte ich. Ich guck lieber, ob ich irgendwo noch 2% mehr Schaden mitnehmen kann. Mittlerweile hab ich die Fähigkeiten seit Wochen und möchte sie nicht missen. Und so geht es mir mit vielen Skills.

Kleine Quest-Juwelen

The Elder Scrolls Online Quests

Man kann TESO schwer jemandem anpreisen, weil es viele Dinge richtig macht, die für ein MMORPG selbstverständlich sein sollten: Es hat tolle Quests. Das ist das Kerngeschäft von MMORPGs, wird aber oft vernachlässigt. Es passiert mir bei anderen Spielen selten, dass ich mich wirklich auf eine Quest einlasse und abtauche.

Um mal ein Beispiel zu nennen für eine Quest, die mich „erwischt“ hat (milder Spoiler-Alarm): Vor einer Ruine sitzt ein junger Mann, der mir die Ohren vollheult, ihm stünde ein magischer Schatz zu und ich solle ihm zu seinem Recht verhelfen. Das Verlies ist gleich nebenan und es geht los. Auf dem Weg zum Ende der Höhle kommen ein paar geisterhafte Warnungen, das übliche Buhuu, denke ich. Nun stellt sich heraus, dass dieses Erbstück ein verhexter Helm ist, der sofort Besitz von ihm ergreift und in ein Monster verwandelt. Der Mann stirbt (ist in meinen Pfeil gerannt) und auf dem Weg nach draußen stehen an verschiedenen Ecken geisterhafte Erscheinungen, Vorfahren des Unfallopfers, von denen jeder nur einen Satz sagt, zu was ihn der Helm verführt hat. Gänsehaut!

TESO Quests
Den Geschichten hört man in The Elder Scrolls Online gerne zu. Auch in den Tavernen.

So gibt es viele kleine Quests, bei denen sich die Developer einfach eine Spur mehr Mühe gegeben haben, als nötig gewesen wäre. Immer wieder sind es diese kleinen Details, für die ich noch eine Ecke weitergehe und das, was ich eigentlich vorhatte, zwanzig Minuten nach hinten verschiebe.

Besonders angetan haben es mir die drei Haupt- und Gildenquests, die sich in den Zonen fortsetzen oder alle fünf Level wiederkommen. Da darf ich natürlich nichts spoilern, aber die treffen eine erzählerische Ader bei mir.

[quote_right]Ein Kunstwerk, auf das man sich einlassen muss[/quote_right]Am Anfang dachte ich: Können die keine Untertitel einbauen, wenn in einer Zwischensequenz gesprochen wird? Aber Nein, das ist ein Spiel, das man ohne Fernseher im Hintergrund oder das Gequake im Teamspeak zockt. Ein Spiel, fast möchte ich sagen: Ein Kunstwerk, auf das man sich einlassen muss. Es schämt sich dafür nicht.

Gegenstände spielen keine große Rolle

TESO geht einen interessanten Weg in vielen Dingen, wodurch es sich eben nicht wie ein „Standard-MMORPG“ anfühlt. Während in anderen Spielen Items unheimlich wichtig sind, achte ich in The Elder Scrolls Online nicht genau drauf, was ich trage.

Alle fünf Level gehe ich den Gildenladen, bediene mich an der gutsortierten Auslage und kann mich für ein bisschen Gold komplett neu einkleiden. Dadurch dass so viele Items handelbar sind, nehmen die Gegenstände für mich keine große Rolle im Spiel ein. Ich denke aber, dass das zu den Sachen gehört, die im Endgame noch anziehen. Immer öfter finde ich jetzt einzigartige Gegenstände mit einem Eigennamen und einer höheren Qualitätsstufe, die dann auch sofort gebunden sind.

The Elder Scrolls Online: Mit Pfeil und Bogen

Eigentlich hätte ich gedacht, dass mich das stören würde. Aber es gehört zu den Dingen, die mir nicht negativ auffallen. Genau wie die fehlende Mini-Map oder die relativ kleine Auswahl an Skills im Kampf. Ich vermisse sie nicht. Ich muss auch nicht genauestens darüber informiert werden, wie viel DPS ich mit jedem einzelnen Skill gerade mache und welche Rotation jetzt am vorteilhaftesten für mich wäre.

Ich erkenne mich hier ein Stück selbst nicht wieder. In anderen Spielen stand ich stundenlang an der Puppe, hatte meinen Excel-Calculator auf und ein extra Programm dafür, wie viel Haste ich von meinem Gear runterschmieden kann, um auf einen Crit-Sweet-Spot zu kommen. Hier bin ich wieder im Informations-Steinzeitalter und fühl mich wunderbar dabei. Ich bin kurz davor, mir einen Volleyball zu holen und ihn Wilson zu nennen.

Kein Interesse an Theory-Craften

The Elder Scrolls Online Questen

Heute Mittag hab ich in ein Forum geschaut und da mit Befremden das typische Theory-Crafting-Gerede wahrgenommen. Als wieder im Denglish des MMORPG-Gamer-Slangs davon geredet wurde, dass der Restro-Stab den besten AE-Dmg hätte und dass der Nightblade ohne einen Destro-Stab beim AE-Farmen die schwächste Klasse sei – und was man eben sonst noch so sagt, wenn der Tag lang ist, kam ich mir wie im falschen Film vor.

Diesen Zugang zu einem Spiel kenn ich natürlich auch, aber es wäre mir bei The Elder Scrolls Online gar nicht in den Sinn gekommen, danach zu suchen.

Die Frage ist: Liegt das an mir oder liegt das an dem Spiel? Wahrscheinlich an beidem.

Für mich ist in den letzten Stunden im Spiel klar geworden, dass MMORPGs auch so sein können. Dass man sie nicht rein mit dem Kopf, sondern auch mit dem Bauch spielen kann. Gerade deshalb stoßen allerdings auch einige Bugs und Sackgassen besonders sauer auf, die man nicht verschweigen darf. The Elder Scrolls Online ist kein Spiel für jeden und im Moment verhageln einige Sackgassen-Quests vielen Leuten den Spielspaß. Und wenn man das Game ohne Zuneigung und einen gewissen Faible dafür betrachtet, tun sich natürlich Schwächen an einigen Stellen auf. Paar haben wir auch schon erwähnt. Es ist kein MMORPG, in dem Milch, Honig und Mana fließen. Das ist klar.

[intense_testimonies]
[intense_testimony]
[intense_testimony_text]Aber im Moment, bei Stufe 43, verspüre ich von dieser neuen Geschmacksrichtung MMORPG noch keine Sättigung. Ich meld mich dann wieder, wenn ich im Endgame angekommen bin.
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[intense_testimony_author image=“https://images.mein-mmo.de/magazin/medien/2014/01/Logo-022.png“][/intense_testimony_author]
[/intense_testimony]
[/intense_testimonies]

TESO Crafting
Ich habe nach 100 Stunden immer noch Hunger auf ESO. Warum auch nicht? Es schmeckt doch.
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Fyora

Einfach mal reingeplatz… Was empfiehlt Ihr den an MMO’s die man heute noch gute Spielen kann? Hätte auch nix gegen wenn es kostenlos+ wäre(^_-)
…. Mal sehen wer noch antwortet<3

Gerd Schuhmann

WoW, Final Fantasy XIV, ESO, Guild Wars 2 – das sind so die normalen Empfehlungen.

Nina

Aloha, ich komme auch aus der Ultima Online und Daoc Fraktion, bin eher an rollenspiel und pvp interessiert, und ein totaler quest muffel, ich hasse quests, dennoch haben sie mir in eso teilweise viel spass gemacht.
Zum pvp kann ich sagen, ja es ist ein zergfest, wenn man es will.
Genausogut kann man mit einer hand voll leuten durchs gebiet ziehen, questen, farmen, oder gegner jagen,
Das schöne ist doch das jeder tarnen kann, also schauen wo sind grad die fronten, wo wird gekämpft, dann an den keeps vorbei zu den nachschub linien, tote spieler können nicht an der front spawnen müssen also 1 keep weiter zurück spawnen und durch reiten, genau dort warte ich dann, und habe viel spass dabei ^^

Oldschoola

Ich muss schonmal fragen. Gerd, mit welchem MMO hast du angefangen? Ich
denke mal Ultima Online war es nicht, denn dann würdest du nicht so sehr
von ESO schwärmen. 😉 Mal ehrlich,
bis auf die lebendigen Quests hat es wirklich nichts zu bieten. Und du schreibst „Quests sind das Hauptgeschäft eines MMORPGs“. Wie bitte? Eine freie, veränderbare Welt (=Sandbox) sind das Hauptgeschäft von MMORPGS (besser gesagt waren es, bevor WOW das Genre in eine andere Richtung gelenkt hat) und machen die Welt 100 mal lebendiger als ein paar synchronisierte, lineare Quests. Die Quests in ESO sind alle linear, auch wenn man hier und da mal eine Entscheidung treffen muss, hat diese doch nicht wirklich Folgen für den Spieler oder gar die Spielwelt…. Ich bin jetzt Level 35 und es wird schon langsam langweilig, weil es nichts neues ist. Questmarker abklappern. Kampfsystem ist auch nicht in Echtzeit, eigentlich nur ein misratenes Tab-Target Kampfsystem im Echtzeit-Gewand. PVP ist – wie zu erwarten – ein Zergfest. Anspruchsvolle Kriegsfronten mit kleinen Gruppen? Fehlanzeige. Warum gibts das nicht? Ganz einfach, weil bei PVP in kleinen Gruppen sich sehr schnell Balancing-Fehler oder „Imba-Skillungen“ herauskristallisieren und ein Spiel mit so vielen Freiheiten bei der Skillung wird man nie gut balancen können. Das schaffen selbst Spiele mit einer sehr überschaubaren Anzahl an Klassen kaum. Bei riesigen Gruppen wie in Cyrodiil ist das Ganze sowieso nur sinnloses Button-Smashing und keiner kann wirklich sagen, ob er nun gestorben ist, weil der Gegner besser, die Verbündeten schlechter oder der eigene Char komplett verskillt ist. Deshalb ist das Balancing Nebensache und das ist ein riesengroßer Batzen Arbeit und Zeit den sich die Entwickler sparen. Das war schon in GW 2 alles andere als spaßig und ist – wie so alles im „modernen“ MMORPG-Genre – Einheitsbrei für die breite Masse. Weil auch ein absoluter Nichtskönner im PVP Erfolgserlebnisse hat, wenn er in einer riesigen Gruppe unterwegs ist. Weil die Unfähigkeit einzelner einfach untergeht. In PVP in kleinen Gruppen sieht das schon anders aus, da ist man schnell der „Buhmann“ wenn man Mist baut und das wiederum können die meisten wohlbehüteten Regenbogen-Gamer nicht ab und hören auf. Aber das will heutzutage ja keiner mehr, sich mal irgendwo durchbeißen. Nein. Lieber an die Hand nehmen und bloß keinen einzigen Moment Frust mehr. Früher waren mmorpgs nichts für jedermann. Man musste nachdenken, wußte nicht wohin, vieles hat nicht geklappt, es war geprägt von riesigen Fragezeichen über dem eigenen Kopf, heute sieht man diese nur noch über den Köpfen der NPCs. Aber genau das hatte eben gerade den Reiz ausgemacht. Selbst etwas rausfinden, auch mal ein Risiko eingehen (bei UO z.B. konnte man von anderen Spielern in der freien Welt angegriffen werden und auch komplett ausgeraubt werden) uvm. Aber gut, lange Rede kurzer Sinn: ESO stinkt. 😛

Gerd Schuhmann

Ich hab mit Dark Age of Camelot angefangen, nicht mit UO.
Da hab ich durchaus auch diesen elitären PvP-Anspruch vertreten. Ich kenn den also. Es wär jetzt aber nicht das einzige, was mir Spaß an einem Spiel macht. Und meine Ansprüche an ein MMORPG haben sich mit den Jahren deutlich verändert.

Ich finde ESO ist ein Spiel, um einzuloggen, zwei Stunden abzuschalten, Quests zu machen, wieder auszuloggen. Ich denke das kann man von dem Spiel schon sagen. Und ja mei – also unter dem, wie sich MMORPGs die letzten 10 Jahre entwickelt haben, kann man schon sagen „Quests“ sind das Rückgrat. Open World – das wird vielleicht wieder kommen.

Ich kenn diese Snark-Sachen auch. Diese Hipster-Geschichte, sich selbst darüber zu definieren, was man ablehnt. „Ich durchschau das, es ist alles so blöd. Da ist die Masse, die findet das gut, das sind Casual-Rainbow-Carebears; hier bin ich, ich bin Oldschool, ich weiß, was gut ist, warum hört keiner auf mich?“
Ich hab auch das 30 Minuten video gesehen, warum WoW MMORPGs ruiniert hat wie Michael Jordan den Basketball.

Ich frag mich immer, warum man Sachen spielt, die einem gegen den Strich gehen. Um sich wohl dabei zu fühlen, dass sie nicht den eigenen Ansprüchen genügen. Das ist doch schräg. Ist mir klar, dass wir die Linie mit einigen Artikeln auch mal berühren, aber wenn man einfach den Glauben an das Genre verloren hat und keinen Spaß mehr daraus zieht: Warum zum Geier beschäftigt man sich damit noch?

Auf mich wirkt das auch so verklärend nostalgisch. Da jammert man ja nicht nur alten Spielen nach, sondern auch der eigenen Jugend: Ach, wisst Ihr noch damals, wie wir mir 8 Leuten das Torhaus gehalten haben und da kam Gruppe um Gruppe und wir waren so perfekt, weil wir uns einfach durchgebissen haben! Da meint man, die Leute erzählen vom Krieg, aber dabei reden sie von DAOC oder UO. Es gibt mit Sicherheit irgendwelche Hardcore-Games oder Freeshards oder irgendwelche Kickstarter-Projekte, die dir genau das Spielerlebnis bieten wie damals die Games – wahrscheinlich wirst du es nicht mehr daraus ziehen, weil du heute auch ein anderer bist als zu UO-Zeiten.

TESO will Massentauglich sein, will Single-Player ansprechen, will durchaus Casual sein, das ist doch jedem klar.
Sorry aber, es ist ja noch keine Leistung, alt geworden zu sein. Oder schon lange MMORPGs zu spielen. Dafür gibt’s ja keinen Orden. 🙂

Ich find TESO echt okay. Ich krieg von dem Spiel das, was ich mir versprochen hab. Das ist aber nicht: „Ich geh total in dem Spiel auf und mach 8 Stunden am Tag nichts anderes mehr“, sondern das ist „Ich kann 2 Stunden abschalten und mich in den Geschichten und Stories ein bisschen verlieren und hab Spaß dabei.“

P.S.: Ich hab dir übrigens den Link rausgekürzt, weil’s für mich wie Schleichwerbung aussah. Und das öffnet ein komisches Tor.

Oldschoola

„Warum zum Geier beschäftigt man sich damit noch?“

Weil man verdammt nochmal abhängig ist! 😀
Ich verstehe deine Ansicht auch und ich will hier auch nicht wie der Alleswisser-Opa-früher-war-alles-besser rüberkommen. (Ok, Nick vielleicht unglücklich gewählt 😉 ) Ich finde es nur schade, dass dieses Genre sich so – für mich – ins negative verändert hat und fast jede Gaming-Seite nur tolle Reviews schreibt über ESO. Und jede von diesen Seiten hat komischerweise auch Werbeanzeigen am laufen mit ESO! Will hier keinem die Unabhängigkeit absprechen, aber heutzutage gehts überall nur ums Geld, also warum sollten gerade ein paar nerdige Gamer da den Unterschied machen. Mhh soll ich das schreiben was ich denke und kein Geld mit Werbung verdienen oder doch lieber das anpreisen wofür ich auch werbe? Schwere Frage oder?

„Es gibt mit Sicherheit irgendwelche Hardcore-Games oder Freeshards oder
irgendwelche Kickstarter-Projekte, die dir genau das Spielerlebnis
bieten wie damals die Games – wahrscheinlich wirst du es nicht mehr
daraus ziehen, weil du heute auch ein anderer bist als zu UO-Zeiten.“

Ja mit Sicherheit sonst würde ich längst sowas zocken und mich vom Mainstream abwenden. Ich will ja auch nicht zu UO zurück, man brauch Abwechslung und eben auch mal was neues und es macht mich und viele andere einfach traurig, das nichts adäquates nachkommt. Worauf ich hinaus will ist, das dieses Genre früher mal was anderes war. Ein Nischenprodukt, für Leute mit Hirn, weil man einfach nicht an die Hand genommen wird. Damals konnte man aufpassen wie das eigene Gehirn wächst beim zocken (haha) und heute verblödet man dabei, weil man – außer über die Skillung – nicht viel zum nachdenken hat. Die Spiele fordern einfach nicht mehr wirklich. Und auch das Niveau leidet stark wenn jeder 8 jährige mit einem Online-Spiel zurecht kommt….Nichts gegen junge Zocker (war ja selber mal einer) aber der Chat in Online Games spricht Bände.

„TESO will Massentauglich sein, will Single-Player ansprechen, will durchaus Casual sein, das ist doch jedem klar.“

Da hast du recht, das war von Anfang an klar, also warum jetzt aufregen? mhh….

„Sorry aber, es ist ja noch keine Leistung, alt geworden zu sein. Oder
schon lange MMORPGs zu spielen. Dafür gibt’s ja keinen Orden. :)“

Hat auch keiner behauptet, weiß nicht worauf du da hinauswillst, aber das zeigt mir nur, das du ein gewisses Alter selbst noch nicht erreicht hast. Alles in allem beschwerst du dich nur über meine Kritik. Aber wirkliche Gegenargumente bringst du keine, ganz im Gegenteil, du greifst mich auf subtile Art und Weise an. Behauptest alles zu kennen und zu wissen was Leute mit meiner Meinung ausmacht.

„Ich find TESO echt okay. Ich krieg von dem Spiel das, was ich mir versprochen hab.“

Ich will nicht behaupten das es 100% scheiße ist. Wie du auch sagst, ich bin vom Endergebnis nicht überrascht, es ist das geworden was ich dachte das es wird und ja ich hatte teilweise auch Spass bis zum jetzigen Level, aber es fehlt einfach etwas. Etwas großes. Und das kann auch nicht mit ein paar Content-updates nachgeschoben werden. Es fehlt im Ursprung.

Dann noch die Sache mit den Exploits und Bugs. AAA, Millionen von Dollars in Werbung und Marketing investieren aber an der Qualität mangelt es. Klar man kann nicht jeden Fehler im Vorfeld finden, aber erst nach 3 Wochen? Ein Bug solchen Ausmaßes? Und nur weil sie es auf Twitch gesehen haben? Ohne die Youtuber und den Twitcher hätten die den Bug heute noch nicht gefixt! Bei so einem Riesenprojekt muss es einfach Leute geben die nach Ungereimtheiten in den Logs oder sonstwo suchen.

„Ich kann 2 Stunden abschalten und mich in den Geschichten und Stories ein bisschen verlieren und hab Spaß dabei.“

Dafür brauch ich kein MMO und erst recht keine Abo-Gebühren! Da reicht ein single-player RPG.

„P.S.: Ich hab dir übrigens den Link rausgekürzt, weil’s für mich wie Schleichwerbung aussah. Und das öffnet ein komisches Tor.“
Wenn du meinst…. ist nicht mal meine Seite und auch keine Konkurrenz für euch, aber jedem das seine….

Gerd Schuhmann

Doch, ich hab das Alter auch erreicht. Ich kann das auch gut nachvollziehen. Ich finde nur, da bei dir war halt so ein Trend zu erkennen in Richtung „früher war alles besser, jetzt ist alles casual“ – damit kann ich viel anfangen, aber ich wehr mich dagegen. Es kommt so bisschen miesepetrig daher, als will man anderen den Spaß verderben: Wie könnt Ihr denn alle so einen Mist gut finden?
Um mal Community zu zitieren, großartige Serie: I like liking things.

Ich weiß auch noch, wie es „früher“ war. Was sich ändert, ist man selbst. Ich lauf im Moment in TESO rum und hab keinen Guide offen, wo alle Skyshards sind, und hab keinen Talent-Calculator auf und guck sofort bei youtube, wo jede Schatzkarte hinführt. Du kannst heute auch noch so „unwissend“ spielen wie früher, wenn du den Inneren Schweinehund überwindest, der „google es, google es“ rufst.

Du sagst ja: Diese Verskillten im PvP sollen leiden! Die sollen sich ihre Erfolgserlebnisse erkämpfen! – Das ist halt schon eine krasse Ansicht für MMORPGs, ich glaub nicht, dass die TESO-Entwickler da nicken würden und sagen: Genau so ist es! Wir hatten es früher auch nicht leicht!

Ich kann dir auch keine Gegenargumente dafür bringen, dass du im Unrecht bist, oder so. Ich kann das völlig nachvollziehen, wie du das Spiel siehst. Ich hab da auch überhaupt kein Problem mit. Ich hab auch schon bei vielen Spielen und Entscheidungen die Augen gerollt.

Ich find so Gespräche müssen überhaupt nicht in eine „Meine Meinung ist begründeter als deine“-Richtung reinrutschen, das ist ja Quatsch. Ich kann super nachvollziehen, was du sagst. Bei TESO steht „MMORPG-Veteran“ nicht im Zielgruppenprofil, das steht bei WildStar drin.

Die Frage ist: Macht’s Spaß oder nicht? Ich kann mit League of Legends zum Beispiel herzlich wenig anfangen, weil mir das echt zu aggro ist. Aber für Millionen Menschen ist das die Erfüllung.
Den meisten Leuten reicht es bei einem MMO echt, einfach 2 Stunden abzuschalten, mit anderen rumzuhängen, bisschen zu quatschen.

Wir haben übrigens keinen Werbe-Deal mit TESO, und die Wertungen sind allgemein nicht sonderlich berauschend, wenn du mal guckst.
Wir haben auf der Seite deutlich die Schwächen und Bugs angesprochen.
Ich glaub vielen Leuten ist nicht klar, wie klein unsere Seite ist und wie frisch wir auch sind. Wir sind noch nicht mal auf dem Radar der Industrie. Wir müssen uns ja sogar die Spiele noch selber kaufen, wir Armen. Und wir kriegen nicht mal ein paar Kaffeetassen oder ein Maus-Pad, um es zu verlosen. 😛

Oldschoola

Verstehe deine Ansichten und stimmt auch das da ein wenig miesepetrigkeit im ersten Post vorhanden war. Die Welt nicht schlechter reden als sie ohnehin schon ist. 😉
Klar kann man google weglassen, aber ein anspruchsvolles Spiel ist selbst mit Guide eine Herausforderung. Exploren macht schon Spass in Eso, hätte ich nicht so erwartet, aber es fehlt einfach ein bisschen Sandbox, etwas lebendiges außer den endlosen (sinnlosen) Krieg in Cyrodiil.
Das mit dem PVP sollte auch nicht so krass rüberkommen. Es kann ja ruhig dieses massentaugliche Massive PVP geben, soll jeder Spass haben, wegen mir gerne, dann bleibt das Spiel länger aktuell mit mehr Fans. Aber deshalb muss man ja nicht zwangsläufig auf anspruchsvollere Kriegsfronten/Minigames verzichten.

Das mit der Werbung war allgemein gemeint und nicht zwangsläufig auf euch bezogen. Man findet kaum eine deutsche Seite die so offen und direkt über ESOs neueste Probleme berichtet, deshalb bin ich auch auf euch gestoßen. Qualitativ macht die Seite auf jeden Fall was her und für mich seid ihr erstmal Anlaufstelle nr. 1 für MMO News. So, Lob muss auch mal sein.

Das mit dem Alter kauf ich dir jetzt übrigens auch ab. 😀
Danke für die nette Diskussion und wünsche noch viel Erfolg mit eurer Webseite.

Hoto

Tja, ich seh das leider anders. Meiner Meinung nach sollten die MMORPG weg von dieser elenden „wir wollen es allen Recht machen“ Mentalität. MMORPGs sind nicht dazu da allen zu gefallen, MMORPG sind dazu da auf Dauer zu funktionieren und das beißt sich beides durchaus. Ein Spieler, der genug Zeit hat bzw. auch die Lust dazu so viel Zeit zu investieren, wird IMMER besser in einem MMORPG zurecht kommen als ein Feierabendspieler, der bloß Unterhaltung sucht und ja keine „Arbeit“ will, aber dennoch will auch unbedingt dieser das Gleiche wie der Vielspieler. Wer nach den ganzen MMORPG Flops der letzten 5+ Jahre immer noch nicht kapiert hat, dass das Niemals funktionieren kann, der wird das eh nicht mehr verstehen.

Dieses „wir wollen alle glücklich machen“ Geschwafel vieler Entwickler klingt immer so positiv, so gönnerisch, aber im Kern ist es direkt eine Vorverurteilung des Spiels zur Bedeutungslosigkeit, denn wer es Allen recht machen will macht es am Ende Niemandem recht. Und das ist nicht nur so ein daher gesagtes Sprichwort, es ist die pure Wahrheit. Und genau aus dem Grund werde ich nie einsehen, wieso ein Spiel und ganz besonders ein MMORPG so gestrickt sein sollte, das es allen Spaß macht, DAS GEHT NICHT! Und weil es nicht geht sollte man den Blödsinn auch lassen und es überhaupt zu versuchen, das haben nun 5+ Jahre lang genug MMORPG Entwickler versucht und sind gnadenlos gescheitert. Es ist absolut IMMER besser sich eine Zielgruppe zu suchen auf der aufzubauen, alle älteren MMORPGs haben das getan und sehr viele davon laufen noch immer. WoW jetzt bewusst mal außen vor gelassen, das ist ein Phänomen für sich und für nichts ein wirklich gutes Beispiel, aber EVE Online ist zum Beispiel ein sehr gutes Beispiel wie man es richtig macht, klein angefangen und über die Jahre stetig gewachsen und sich immer weitestgehend treu geblieben, sprich es hat seine Zielgruppe, der Rest kann nichts damit anfangen (zu der Gruppe gehöre ich). Auch ein Ultima Online hatte seine Zielgruppe, ebenso wie Lineage, Everquest etc., SW Galaxies. Das sind/waren alles MMORPGs, die nicht für die breite Masse entwickelt wurden, die es nicht Jedem recht machen wollten (zumindest zum Release und die ersten Jahre – heute werden die MMORPGs zu oft direkt dafür produziert und kommen damit schon quasi kaputt auf den Markt).

Von daher… es ist nichts negatives, wenn ein MMORPG einen MMORPGler nicht anspricht, ganz im Gegenteil, es bräuchte viel mehr solcher MMORPGs und dann wäre für wirklich Jeden etwas dabei, das auch viel mehr seinen persönlichen Geschmack richtig trifft und nicht bloß gerade so viel, dass es Spaß macht. Spaß ist nichts was da ist oder nicht, Spaß ist etwas relativ, man kann ein wenig Spaß haben oder man kann so viel Spaß wie noch nie haben. Und zu viele reden es sich heute mit „macht halt nicht so viel Spaß, weil es nicht mein erstes MMORPG ist“ schön. Die Branche hat es schon so weit gebracht, dass es den Meisten schon reicht ein wenig Spaß zu haben, dieses ein wenig ist aber so gering, dass sie nichts mehr ab können, die kleinste nervige Sache und der Spaß ist weg. Wir haben früher nicht ohne Grund über viele negativen Dinge deutlich mehr hinweg sehen können, eben weil der Spaß dafür um so größer war… heute wird bereits gejammert, wenn man 5m laufen muss. Wobei das natürlich mehr an dem „wir wollen es nicht allen MMORPGlern recht machen, nein, wir wollen es allen SPIELERN recht machen“ liegt, was auch noch Spieler, die gar nichts mit MMORPGs anfangen konnten ins Boot holten, die aber nie verstanden haben was ein MMORPG eigentlich aus macht. Der Weg ist das Ziel und solche Dinge.

Naja, lassen wir das, da könnte ich endlos weiter schreiben, weil ganz so einfach wie es hier klingt ist das natürlich alles nicht. Warum MMORPGs scheitern hängt an so vielen unterschiedlichen Faktoren, dass das ein endlos Thema wäre und ich daher meist ausblende. Die viel zu groß anvisierte Zielgruppe ist aber auf jeden Fall eines der Hauptprobleme, die viele Probleme des Genres überhaupt erst ausgelöst hat, dank dem WoW Hype.

Hoto

Ok, dann seid ihr wirklich klein, Gewinnspiele mit von Publishern gestellten Gewinnen inkl. Spiele selbst, hatte ich auf meiner Nintendo „Fanseite“ damals einige. 😉

Aber man kann es den Spielern auch nicht verdenken, wenn sie direkt denken „die sind doch gekauft“. Es zeigt eben wie andere in der Branche mit ihrer Art Geld mit ihrer Webseite machen alles kaputt gemacht haben und man so selbst als kleine Seite sich direkt so einem Vorwurf ausgesetzt sieht. Das war zum Glück vor ~7 Jahren noch anders bei solchen Webseiten, kann mich jedenfalls nicht erinnern jemals bei meiner Nintendo „Fanseite“ solche eine Vorwurf vernommen zu haben. Allerdings hatten wir auch nur Kosten für den Webspace und alle andere Kleinigkeiten wie Porto für Gewinne teilten wir unter uns auf, da wir alle das rein aus Spaß und nicht um Geld zu machen gemacht haben, immerhin 4 Jahre lang. Trotzdem hatten wir unsere News, unsere Artikel zu Spielen und auch Spieletests so wie ein richtiges Forum. Manchmal hatte ich so das Gefühl, dass die Firmen nicht mitgekriegt haben, dass wir keine kommerzielle Seite sind. Auch wenn das Ganze extrem stressig war (vor allem während der GC in Leipzig) und ich es wohl nicht noch mal tun würde, es hat Spaß gemacht und war eine tolle Erfahrung so verdammt nah an der Branche zu sein, vor allem während der Messe.

Weia, jetzt bin ich aber extrem abgedriftet. Immer diese Nostalgie Brille, wenn die mal sitzt… Verstehe jedenfalls auch beide Seiten.

Garsthigar Groomsh

Absolut auch mein Eindruck. Das ganze Game ist eine wunderbare Geschichte, man ist mittendrin und – ich hätte es kaum geglaubt – ständig helden mir Leute, wenn ich am abkacken bin oder einen fetten Bossmob am Arsch habe. 🙂

Antiklimax

Gibt es eigentlich schon eine „mein-mmo.de“ Gilde? Falls nicht, ich wäre dabei insofern es mehr um Chat und Handel geht und zudem „Casual-freundlich“ ist 😉

Dawid

Leider nicht, uns fehlt ehrlich gesagt die Zeit, um auch noch eine Gilde zu verwalten 🙂 Wir haben uns einfach anderen Gilden angeschlossen.

Antiklimax

Ich hätte das wenn dann auch eher als erweiterte Ingame Diskussionsplattform plus ggf. Handelsmöglichkeit betrachtet. So als viert- oder fünft Gilde. Und ohne die ganzen Zwänge und Aufgaben traditioneller Gilden anderer MMOGs. Aber ich verstehe das natürlich 🙂

Teh Easterbunny

Erzählen, das einem auf einmal Theorycrafting und Min/Maxen egal wäre, aber dann ausgerechnet einen Khajiit Nightblade spielen. Ist klar 😉

Gerd Schuhmann

Hey, ich hab gesagt mir wurde es egal. 🙂 Ich hab nie gesagt, dass es mir beim Erstellen meines Chars egal war. Wobei ich mir da schon im Vorfeld einiges anhören musste, warum ich keinen Bosmer spiele.

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