Viele große Gaming-Studios setzen auf neue Shooter mit Frust-Mechanik – Doch EA zieht jetzt die Bremse und feuert 300 Mitarbeiter

Viele große Gaming-Studios setzen auf neue Shooter mit Frust-Mechanik – Doch EA zieht jetzt die Bremse und feuert 300 Mitarbeiter

Während viele große Spieleentwickler gerade auf Extraction-Shooter setzen, zieht EA bei seinem eigenen Projekt dieser Art die Bremse und entlässt zahlreiche Mitarbeiter.

Woher kommt diese Info? Dies geht aus einem Bericht des Branchen-Insiders Jason Schreier für Bloomberg hervor. Dem zufolge streicht EA „zwischen 300 und 400 Stellen“ – darunter auch rund 100 Arbeitsplätze bei Respawn Entertainment.

Als Quelle gibt Schreier eine Person an, die anonym bleiben will und mit den Plänen der Firma vertraut sei. Respawn ist heute vor allem für die „Star Wars Jedi“-Spiele und Apex Legends bekannt. Zuvor hat das Studio aber auch am sehr beliebten Shooter Titanfall und dessen Fortsetzung gearbeitet. 

Hier seht ihr einen Trailer zu Titanfall 2:

Titanfall 2 zeigt im Multiplayer-Trailer, wie rasant das Gameplay des Shooters ist

Offenbar neuer Titanfall-Shooter eingestellt

Was ist das für ein Projekt, das eingestellt wurde? Es soll sich laut des Berichts um einen Extraction-Shooter gehandelt haben, der stärker an die alten Titanfall-Spiele anknüpfen sollte. Das Spiel hätte sich damit in eine lange Liste neuer Shooter-Projekte mit Extraction-Mechaniken eingereiht:

Extraction-Spiele funktionieren im Kern folgendermaßen: Ihr betretet mit anderen Spielern eine Map, kämpft um Loot, erledigt Aufgaben und zieht mit eurer Beute von dannen. Sterbt ihr, verliert ihr in der Regel alles wieder. Das kann sich spannend und belohnend anfühlen – aber auch sehr frustrierend sein. Im Vergleich zu klassischen Multiplayer-Shootern belegen sie daher eine klare Nische. 

  • Hunt: Showdown 1896, einer der (ehemals) beliebtesten Extraction-Shooter, hatte zum Allzeit-Peak um die 60.000 gleichzeitigen Spieler auf Steam (via steamdb.info). Zum Vergleich: So viele Spieler hat ein Call of Duty täglich (via steamdb.info).

Was sagt der Entwickler? Respawn Entertainment meldete sich in einem Post auf X zu Wort. Darin ist von „gezielten Team-Anpassungen“ die Rede. Man wolle sich nun auf Apex Legends und das nächste Kapitel von Star Wars Jedi fokussieren. Dafür lässt man Projekte, die noch ganz am Anfang stehen, hinter sich.

Ein Spieleentwickler sieht die Schuld für diese Flut an Extraction-Spielen bei einem ganz bestimmten Titel. Der habe dafür gesorgt, dass selbst Entwickler wie FromSoftware jetzt lieber Multiplayer-Spiele machen. Mehr dazu lest ihr hier: „Hat der Gaming-Industrie irreparablen Schaden zugefügt“ – Entwickler sagt, ein Shooter ist schuld, dass wir kein Bloodborne 2 bekommen

Quelle(n): GamesRadar+
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AcidPhreak

Absolut richtige Entscheidung seitens EA. Ein Extraction Shooter, selbst wenn Titanfall drauf steht, macht zeitlich gar keinen Sinn.

prally

Absolut dumme Entscheidung von EA überhaupt erst einen entwickeln zu lassen.

manchmal fragt man sich echt was die Leute dort treiben. Da muss man doch kein Genie sein um zu sehen, dass der Markt komplett übersättigt ist. Die machen doch sogar auch Umfragen und alles.

die letzten 4-5 extraction Shooter waren alles rohrkrepierer mit Ansage. Teilweise haben sie nicht mal paar Tage durchgehalten. Siehe Sony.

Schuhmann

Das Problem ist, dass diese Entscheidungen, ein Spiel zu machen, halt Jahre vorher getroffen werden. Und offenbar fanden 2020/2021 das alle eine mega-geile Idee und dachten, sie springen jetzt früh auf das neue Trend-Genre auf, weil alle anderen noch einen Battle-Royale-Shooter wie Fortnite machen, machen sie schon ein geiles SPiel wie Tarkov.

Nur dauert es halt ewig. 🙂

Man konnte das 2019 besonders krass einen Sommer sehen bei Autobattler. Die Spiele waren halt extrem schnell gemacht – als da ein Autobattler erfolgreich war, hatte plötzlich jedes Studio der Welt innerhalb von wenigen Monaten einen eigenen Autobattler am Start. Die Spiele waren halt sofort live. Bei so Extraction-Shootern dauert die Entwicklung Jahre und dann stehst halt da und hast dein Spiel, an dem du 4 Jahre gearbeitet hast, und wir alle sagen: Nee, keinen Bock.

DINGO

Ja, gut. Die Trendumkehr war aber zum Zeitpunkt klar zu erkennen. Die haben auch alle ihre Leute die den Markt beobachten. Die paar Erfolgreichen extraction Shooter waren schon bri release eher Nischenshooter die eigentlich nur gut ankamen weil absolut kein klassischer Shooter wirklich gut gewesen ist. Abgesehen vom SP wo dann aber die Storys grottenschlecht gewesen sind.
Ich bezeichne mich im Game inzwischen als Durchschnittsjoe und ich will mich nicht Ärgern wg. Loot oder Cheatern und dergleichen von daher lege ich eher Wert auf einen gescheiten Koop Modus. Das Koop vielleicht mal wichtig wird haben viele Publisher einfach verpennt hier mal ganz vorn dabei EA. Da macht Activision mit Cod schon was richtig, Bo6 die Story war okay und hat Spaß gemacht und den Zombimodus liebe ich. Der normale MP macht mir eigentlich keinen Spaß weil eben auch kein wirklicher Bezug zu meinen Gegner/Mates vorhanden ist. Dann das andere Problem wobei nucht jeder automatisch Cheater ist sondern in den Game nur Megagut oder aufgrund des Setups besser ist. Um jetzt aber die Masse vom Durchschnitt zu erreichen reicht auch das nicht.
Die haben einfach den durchschnitt mit seiner kaufkräftigen Masse nicht beachtet und hätte man das bedacht dann hätten sie garnicht erst so ein Genre Shooter angefangen. 4 Jahre für Endergebnis = Schrott ist wohl auch etwas sehr lange. Ein, maximal Zwei Jahr sollte man Entwickeln, entsteht keine Verkaufsversion die sich rechnet muss man einstampfen.

Schuhmann

Die Spiele-firmen denken:
“Da ist ein Nischen-Spiel in einem neuen Genre, das sehr erfolgreich ist.
Wenn wir es schaffen dieses Nischenspiel maximal zugänglich und für alle Plattformen zu machen, schaffen wir einen Megahit und haben ausgesorgt.”

Und das denken sie, weil das in der Vergangenheit genauso funktioniert hat. Everquest -> WoW. Magic -> Hearthstone. Arma 2 -> Fortnite.

Deshalb suchen sie nach genau solchen Mustern.

Das Problem ist, dass man das vorher nicht absehen kann. Als die Nachricht kam : “Epic Games macht aus ihrem Flop Fortnite jetzt eine PUBG-Kopie”, da hab ich sie ausgelacht und das für einen Witz gehalten.

Und so ging das vielen. Das hat niemand ernst genommen – das war im Herbst 2017.

3 Monate später war klar, dass das ein Riesenhit werden würde. Und 2 Jahre später hat dieser Witz Milliarden US-Dollars verdient

Also jetzt ist es halt sehr leicht zu sagen: “Extraction ist ein Flop” – aber ich bin mir sicher, zig kluge Köpfe in den verschiedenen Firmen hielten das vor 4-5 Jahre alle für eine super Idee.

prally

hab ich in dem Fall schon bedacht aber bei wow war es so, dass es zwar vorher schon welche gab und auch erfolgreich waren aber richtig massentauglich hat es halt wow gemacht. Alles was danach kam war nicht mehr so erfolgreich weil einfach eine große playerbase schon gebunden war.

und 2020/2021 kamen dann auch wiederum die „großen“ raus also war der Käse da ja schon gegessen. Ist genau das was Larian beschrieben hat. Es wird viel zu lange irgendwelchen trends hinterhergejagt weil 1-2 spiele in dem Genre erfolgreich sind. Die Leute gehen aber nicht wegen einem anderen Spiel was Durchschnitt ist oder vielleicht bisschen besser.

mir leuchtet sowas doch auch ein und vielen anderen auch. Nur irgendwie nicht den Firmen die sowas in Auftrag geben.

hat doch auch schon jeder vorab gesagt, dass Sonys GAAS Strategie voll nach hinten los geht. Weil eben viel zu spät. Was ist passiert? Ein Verlust größer wie der andere und Marathon wird gleich der nächste.

entweder man ist Vorreiter und schlägt gleich ein oder man liefert ein Spiel ab was es so noch nicht gibt bzw. Alles besser als die Konkurrenz macht.

ansonsten sehe ich heutzutage keine Chance ein erfolgreiches Multiplayer Spiel zu etablieren. Außer man hat schon eine Marke mit enorm Anziehungskraft und selbst dann ist es fraglich.

bei EA muss ich mir nur ihre Schlüsse aus veilguard anschauen und weiß, die können nicht mehr ganz richtig im kopf sein.

Schuhmann

Also ich geb dir recht, dass ich manche Entscheidungen von außen auch sehr kritisch sehe, aber wir stecken nicht in den Entscheidungsprozessen dirn.

Ich glaube, da sitzen schon kompetente Leute, die auf Basis der Infos, die sie in dem Moment haben, versuchen die besten Entscheidungen zu treffen.

Aber es ist für uns – wie du richtig sagst – sehr schwer nachvollziehbar, wie man zu egal welcher Zeit auf sowas wie Marathon oder Concord kommt. Aber wir sehen die Spiele halt erst, wenn wir sie sehen und formen uns dann eine Meinung.

Ich will eben darauf hinaus, dass die “mega-erfolgreichen Spiele” auch nicht so sicher waren.

Also Baldur’s Gate 3 ist ein Spiel, das über Jahre im Early Access war, in einem eigentlich toten Genre mit einer IP, die 15 Jahre keinen mehr gejuckt hat.

Das war ja ewig im Early Access spielbar und kein Mensch hat sich dafür interessiert. Ich hatte für BG3 irgendwie Jahre lang Frühzugang und bin nicht mal auf die Idee gekommen, mir das nach ein paar Stunden Anspielen näher anzukommen. Das Spiel hat mich total kaltgelassen und war mir echt egal.

Und das wurde jetzt das größte Spiel der letzten 5 Jahre und Swen Wincke sieht wie ein Genie und ein Vision#r aus.

Vor dem Release hätten die Leute Geld drauf gewettet, dass Starfield der Mega-Hit wird und baldur’s Gate 3 dagegen kein Land sieht.

Ich denke die Studios sind in einigen Fällen zu weit von den “tatsächlichen Spielern” weg und ich glaube, die treibenden Instinkte, die gerade MMO-Spieler wollen, mit “Looten, Leveln, sich was in einem Spiel aufbauen, jemand in einem Spiel sein” werden generell zu gering bewertet und müssten grade bei Service-Spielen oberste Priorität haben.

Aber ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass hochbezahlte und Top ausgebildete Leute bei Sony/EA/Ubisoft sitzen und das nicht wissen, wenn du und ich und viele andere Leute es so empfinden und wissen.

Keine Ahnung, wenn man mal tatsächliche Entwickler-Interviews hört und liest, dann merkt man immer, dass das sehr intelligente und vernünftige Leute sind. Aber vielleicht werden Entscheidungen oft 2, 3 Ebenen drüber getroffen und da fehlt es an Kompetenz und Bodenständigkeit.

prally

Wie du es schon sagst, es wird nicht an den Entwicklern liegen, sondern an Leuten wie andrew Wilson die einfach völlig weg von uns Spielern sind. Nur um mal ein Beispiel zu nennen. Es wird halt bei den großen von ganz oben entschieden was entwickelt wird und wenn die sehen, dass ein Spiel Millionen oder gar Milliarden umsetzt, sehen die nur noch Dollar Zeichen. Dort sehe ich einfach das Problem.

wie du es schreibst, looten, leveln und das coregameplay sollten erstmal über allem stehen aber meistens ist es leider erstmal die monetarisierung Drumherum.

der Trend ist dann meist schon vorbei, die Entwickler machen oft was wo sie nicht mit 100% dahinter stehen und werden zum Dank noch entlassen. Ist schon ziemlich wild was da abgeht.

ja, BG3 hat aber auch gezeigt das ein eher totgeglaubtes Genre mit einem unglaublichen guten Spiel wiederbelebt und zu neuer Größe verhelfen kann.

beim Rest muss ich dir aber zustimmen da ich es mir auch direkt zu Release im EA geholt hatte um die Entwickler zu unterstützen aber hab dann auch nur 4h gespielt und hab auf den Full Release gewartet. Wobei ich es so eigentlich auch geplant hatte, da ich es nicht mag wenn ich schon ganze Akte kenne vor eigentlichem Release.

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