Die harsche Realität trifft auf Mike Morhaime. Sein Studio Dreamhaven muss Leute entlassen – die Gaming-Krise ist angekommen.
Wann immer es heißt, dass ein ehemaliger Blizzard-Mitarbeiter ein neues Studio gründet, freut sich die Community. Viele verbinden mit den „alten Veteranen“ von Blizzard einige ihrer schönsten Gaming-Erinnerungen und glauben: Das muss gut werden. Doch der Erfolg dieser Studios ist begrenzt und jetzt scheint auch Mike Morhaime mit Dreamhaven die Auswirkungen der Gaming-Krise zu spüren zu bekommen. Dreamhaven muss Mitarbeiter entlassen.
Sunderfolk ist eines der Spiele von Dreamhaven:
Was ist bei Dreamhaven los? Auf LinkedIn teilte Mike Morhaime die Ankündigung, dass es Entlassungen gibt. Er sagt:
Wir haben die harte Entscheidung getroffen, die Größe unseres Unternehmens zu reduzieren, mit der größten Auswirkung für unsere Publishing-Abteilung.
Schon im Vorfeld hatte Bloomberg darüber berichtet, dass es bei Dreamhaven finanzielle Probleme gibt und die monatlichen Ausgaben die Einnahmen übersteigen würden. Daher sei man im Begriff „die Kosten rasch zu senken“ – und genau das ist jetzt wohl geschehen.
Welche Spiele hat Dreamhaven schon veröffentlicht? Obwohl das Studio erst 2020 gegründet wurde, hat Dreamhaven schon 4 veröffentlichte Spiele im Portfolio, wovon 3 unter Dreamhaven gestartet sind. Die 4 Spiele mit ihren Bewertungen (Stand: 05.09.2025) sind:
- Mechabellum (86 % positiv auf Steam)
- Lynked: Banner of Spark (82 % positiv auf Steam)
- Sunderfolk (94 % positiv auf Steam)
- Wildgate (85 % positiv auf Steam)
Die Bewertungen der Spiele sind alle recht positiv, daher sollte man meinen, dass dem Studio der Erfolg wohl vergönnt sei – aber der ist bisher weitestgehend ausgeblieben.
Was ist das Problem von Dreamhaven? Obwohl Dreamhaven bereits eine Menge positiver Kritiken für einige Spiele bekommen hat, gelang es dem Studio bisher nicht, ausreichend Spielerinnen und Spieler an die eigenen Games zu binden. Gerade Sunderfolk steht bei 94 % positiven Bewertungen auf Steam und hatte einige innovative Ideen und wurde gelobt – aber kommt nur auf durchschnittlich wenige Hundert Spieler gleichzeitig.
Auch Wildgate sah vielversprechend aus, verlor nach dem Release aber einen Großteil der Spielerschaft nahezu sofort. Aus anfänglich 3.597 gleichzeitig Spielenden im Schnitt sind innerhalb von 2 Monaten nur noch 730 geworden. Für viele gilt das Spiel als zu komplex und überladen – schwer für Neulinge, die dann auch noch auf ein ganzes Team angewiesen sind, um wirklich Spaß zu haben.
Wie es mit Dreamhaven weitergeht, scheint demnach ungewiss zu sein, auch wenn Morhaime betont, dass:
Die Mission [hat] sich nicht geändert: Spieler:innen in positiven und bedeutsame Erfahrungen zusammenzubringen. Wildgate, Sunderfolk, Lynked und Mechabellum spiegeln diese Vision wider und wir haben uns dem Ziel verschrieben, diese Spiele und die sich bildenden Communitys dieser Spiele weiter zu unterstützen.
Dass neue Spiele, obwohl sie gute Konzepte und Bewertungen haben, trotzdem nicht Fuß fassen können, liegt an einem Trend in der Gaming-Industrie, glaubt zumindest ein Analyst. Der stellt nämlich fest: Die nächste Generation von Spielerinnen und Spielern verteilt sich auf wenige Mega-Spiele, der traditionelle Gamer stirbt langsam aus.

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Dazu kann ich direkt etwas sagen.
Also wildgate ist echt ein sehr gutes Spiel geworden und hat mega Potential.
Find’s auch nicht unbedingt zu überladen oder Komplex, ich stell mich oft blöd an und hab trotzdem gut rein gefunden.
Das große Problem dabei ist es gibt halt genug Alternativen die zumeist auch noch f2p sind.
Schon in den ersten Tagen nach Release gab’s die ersten Stimmen es f2p zu machen weil’s sonst Recht schnell tot ist. Das wurde überall im Forum etc kommuniziert von den Leuten.
Ich mein sie haben doch ingame Shop mit skins etc. Darüber hätten sie das sofort Monetarisieren sollen.
Ein Spiel von einem eher bei der Masse unbekannten Studio schafft sich damit halt ne riesen Hürde.
Find’s auch sehr schade, hab’s echt genossen und es hat richtig Spaß gemacht.
Ich hab z.B zwei Kollegen die hätten mit gespielt waren sich aber absolut nicht sicher ob es etwas für sie ist und haben es dann lieber sein gelassen als in ein paar Monaten in nem toten Spiel zu sitzen. Jetzt wo ich die Entwicklung sehe bereu ich den Kauf auch etwas.
Zugegeben hatte ich von den vier Spielen noch nie was gehört. Sunderfolk sieht cool aus.
Das problematisch an der Sache ist einfach. Wildgates sieht schick aus, aber es gibt halt genug f2p Titel. Würde es nix kosten, hätte ich es zumindest mal ausprobiert. Nur leider ist aktuell mein shooter noch apex. Den werde ich aber mit bf6 ne weile droppen. Die patches werden immer schrecklicher………….. aktuell rauben sie dir sogar die Freiheit zu landen wo du möchtest und das in einem battle royal. Dann kann ich gleich kleine deathmatch Karten raus bringen. Hinzukommt das die spots ultra unbalanced von lage und loot sind, was den Freiheitsentzug noch verschlimmert.
Am ende ist es halt eonfach so das ich mir kein Titel für 30 Stunden zocken kauf. Vorallem kein pvp Titel, der dan repetetive ist….. ergibt halt kein sinn und meine fehlkäufe in den letzten 2 jahren waren auch nicht gerade niedrig. Triple A Titel die ich unbedingt möchte werden auch teurer. Da überlege ich mir halt 3x ob ich sowas kaufe zum “testen”.
Ich wusste nicht mal dass Dreamhaven schon überhaupt was raus gebracht hat /facepalm Problem ist immer, man denkt bei “ehemaligen Blizzard Entwicklern” direkt an Warcraft, StarCraft, Diablo, aber man entwickelt halt mal nicht eben so die nächste ikonische Marke nur weil man mal mit an WoW gearbeitet hat. Hoffe sie geben nicht auf.