WildStar: Die Prognose zum Headstart

Seit Samstagmorgen um 9 Uhr ist der Planet Nexus beim SF-MMO WildStar zur Besiedlung und Eroberung freigegeben. Zumindest für Vorbesteller. Das MMO aus dem Hause Carbine tritt poliert und geschliffen zum Kampf um Spieler an. Doch wie schaut es im Endgame aus?

Alter Wein in neuen Schläuchen?

„Nicht noch ein weiteres MMO“, mag so mancher auf den ersten Blick denken. „Und auch noch ein Spiel mit Bezahl-Modell?“ Die waren ja eigentlich schon völlig out und abgeschrieben. Und jetzt soll so ein Vergnügungs-Park-MMO im Jahr 2014 noch was reißen? Mit 40-Mann Raids, einem linearen Quest-System, mit Tank, Heiler und DDs? Mit einem Fokus auf Items? Ein MMO mit Arenen und Schlachtfeldern? Ja, es soll. Und es ist lange nicht so altbacken, wie das so manche Spieler vermuten und andichten.

Schon beim Bezahl-Modell merkt man, dass WildStar eben nicht der x-te WoW-Klon ist, sondern mit neuen Ideen lockt – beziehungsweise erfolgreiche Modelle anderer Spiele übernimmt oder weiterdenkt. So hat man sich EVE Online zum Vorbild beim Bezahl-Modell genommen, Spielzeit kann auch bei WildStar indirekt mit der Ingame-Währung bezahlt werden.

WildStar RaidDie Raids erinnern in der Tat an ein World of Warcraft, aber an eines, wie es vorvielen Jahren einmal war, mit großen Horden von Spielern und einem Schwierigkeitsgrad, der – glaubt man den Entwicklern – nicht beständig herabgesetzt werden soll.

Evolution statt Revolution als Motto

Im Housing erkennt man sogar leichte Sandbox-Elemente, wie sie vor Urzeiten mal ein Star Wars Galaxies hatte. Im Kampf-System geht man einen Schritt weiter, als es actionbasierte Systeme wie in Guild Wars 2 oder The Secret World getan haben. Auch bei den Items macht man diesen Schritt: Sogar die mächtigsten Waffen, die Artefakte, können im Nachhinein noch ein Stück stärker werden, wenn die Spieler dafür wahnwitzige Herausforderungen und Raid-Erfolge bestehen.

Aber das soll nur ein kurzer Abriss sein über die Features, die das Spiel anbietet. Wer sich näher mit einem der Aspekte des Spiels beschäftigen möchte, kann in unserer Link-Liste Lesestoff finden.

Hat WildStar das Zeug zum Hit?

Das eigentliche Ding, das gewisse Etwas, das WildStar von einigen Konkurrenten unterscheiden soll, ist der lange Reifeprozess, den das Spiel mittlerweile durchgemacht hat. Das Game war in einer Entwicklungs-Phase von fast 9 Jahren. Entwickler von Carbine sprechen davon, dass es vorher zwei andere Entwürfe des Spiels gab, die komplett gestrichen und verworfen wurden. Außerdem hat dem Spiel eine lange geschlossene und schließlich offenen Beta-Phase sehr weitergeholfen. Dabei war, den ganzen Prozess über, die Kommunikation in beide Richtungen vorbildlich. Manchmal kam es einem sogar so vor, als wären die Devs etwas zu auskunftsbereit. Man wird in der MMO-Geschichte sicher nicht viele Entwicklungs-Teams finden, über die man soetwas hätte sagen können.

WildStar

Insgesamt sollen in der Beta ungefähr 4 Millionen Spielfiguren erstellt worden sein – bei den Spielerzahlen vermutet man – genaue Zahlen gibt es nicht – einen Wert zwischen 500.000 und 1,5 Millionen Spielern. Wie viele von den Beta-Spielern letztlich heute Morgen oder in ein paar Tagen zum offiziellen Launch ihre Reise nach Nexus antreten, lässt sich nicht sagen. Der Publisher geht von einem großen Release aus und spricht von WildStar als „DEM“ Sommertitel des Jahres. Man setzt große Hoffnungen in das MMO.

Herr Doktor, wie lautet die Prognose?

WildStar könnte es als eines der wenigen Games schaffen, tatsächlich den Zyklus zu durchbrechen, dem viele MMOs zum Opfer fallen: Einer anfänglichem Euphorie zum Start folgt die rasche Enttäuschung, weil noch zu viele Baustellen offen sind. Die Spieler kommen in Scharen und verlassen mit dem Ablauf des Frei-Monats wieder das Game und springen auf den nächsten Hype-Train. Genau diesen Zyklus hat man bei Carbine selbst anaylsiert und beschrieben – und will den Spielern von Anfang an das „volle“ MMO-Erlebnis bieten.

WildStar ArkanschützeOb der Launch und die ersten Monate gelingen und reibungslos verlaufen, ist – wie immer – bei einem MMO von entscheidender Bedeutung und eine sehr heikle Angelegenheit. Aus der Beta ist in jedem Fall klar, dass man bis zum Endgame reibungslos spielen kann. WildStar bietet hier ein in der Konsequenz durchaus einzigartiges Spiel-Erlebnis. Wie es im Endgame und den Raids dann aussieht, ist nochmal eine andere Frage. Laut Berichten von Beta-Spielern gibt es hier noch einiges an Politur zu erledigen.

Wir bei Mein MMO werden die Entwicklung von WildStar in jedem Fall weiterverfolgen. Es ist völlig offen, ob am Ende einige Gaming-Journalisten der älteren Generation Recht behalten, die von WildStar und TESO als letztes Aufbäumen eines überalterten Modells reden.Vielleicht haben ja auch die Fans und Faninnen von Carbine Recht, die schon seit Monaten die Werbetrommel für das SF-MMO rühren.Vielleicht ist es wirklich das neue, große Ding. Der zersplitterte MMO-Markt hätte ein solches Spiel nötiger denn je…

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[intense_testimony_text]Noch nicht genug informiert? Dann können wir unsere Linkliste zu WildStar wärmstens empfehlen:

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