Blizzard hat mit Season 14 an den Items von Diablo 4 herumgeschraubt und das sehr zum Verdruss vieler Spieler. Einer der besten von ihnen muss ausgerechnet den knüppelharten Hardcore-SSF-Modus komplett ohne Mythics spielen und ist darüber nicht sonderlich glücklich.
Seit Season 14 gibt es den „Solo Self-Found“-Modus, also einen Modus für alle Einzelgänger, die komplett ohne die Hilfe von anderen Spielern auskommen wollen. Ihr könnt nur Items tragen und nutzen, die ihr selbst gefunden habt – kein Handel, keine Geschenke.
Zusammen mit dem ohnehin schon harten Hardcore-Modus, in dem euer Charakter nur ein Leben hat („Permadeath“), ergibt sich daraus eine Spiel-Variante, die härter ist als alles, was Diablo 4 sonst bisher zu bieten hatte.
Auf Reddit zeigt der Spieler Octavian seine Errungenschaft: Er steht auf Platz 1 der Rangliste für Jäger auf PS5 im Turm, laut der Rangliste im Spiel auf Platz 9 über alle Plattformen hinweg (Stand: 6. Juni 2026, um 13:15 Uhr). In seinem Post, der innerhalb von kurzer Zeit zum größten im Subreddit angewachsen ist, beklagt Octavian vor allem eines: die neuen Items.
„Kann nicht sehen, wie das beabsichtigt ist“
Das Problem sind die überarbeiteten Mythics aus Season 14. Blizzard hat mit der neuen Saison an den Items geschraubt. Mythische Gegenstände sind nun nicht mehr ikonische Items mit besonderen Namen, sondern schlicht eine neue Seltenheitsstufe mit mehr und vermeintlich besseren Affixen.
Schon vor Release der Season haben Spieler diese Entscheidung kritisiert und Blizzard hat sogar bereits nachgebessert. Jetzt, nach dem Start, scheint es sogar noch schlimmer zu sein, denn überhaupt Mythics zu bekommen, ist offenbar eine Tortur:
Ich habe diese Season 46 Stunden gespielt und bin Paragon 252. […] Ich kann nicht bequem auf Qual 12 farmen oder die meisten Aktivitäten auf Qual 10 abschließen. Das ist ein Reinfall.
Die Mechanik macht es unmöglich für normale Leute, diese Items zu bekommen, das sie jagen. Es ist ein Singleplayer-Game und es gibt jetzt schon gehackte Items in den Leaderboards der anderen Klassen. Wen kümmert es, wenn jemand Spaß hat? […] Ich kann nicht sehen, wie die Devs so etwas beabsichtigt haben können.
Octavian alias Oct_ auf Reddit
Der Spieler schreibt, er habe zwar ein mythisches Item bekommen, aber das sei absolut unbrauchbar für ihn. Mehr zu bekommen sei dagegen fast unmöglich, da Quellen wie die mythischen Tribut-Runs der Unterstadt stark generft wurden.
Andere stimmen zu und meinen: Selbst in Gruppen finde man kaum nennenswerte Mengen an starken Items. Mythics sollten eigentlich die besten Items im Spiel sein, die Überarbeitung habe sie aber eher nutzlos gemacht.
Selbst mit garantierten Drops wie aus der Saison-Reise sei die Menge an möglichen Mythics jetzt so groß, dass die Wahrscheinlichkeit, ein passendes zu bekommen, verschwindend gering sei.
Habt ihr schon ein Mythic gefunden? Was haltet ihr von der Überarbeitung? Schreibt uns gerne einen Kommentar!
Die Kritik am „Mythic 3.0“-System ist auch in anderen Threads auf Reddit stark präsent und gerade die größte, teilweise die einzige Kritik an Diablo 4. Über den Hardcore-Modus selbst gibt es ebenfalls Diskussionen: Diablo 4 bietet einen Modus für besonders harte Spieler, aber die meinen: Dafür ist das ARPG gar nicht gemacht
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“Ich habe diese Season 46 Stunden gespielt und bin Paragon 252. […] Ich kann nicht bequem auf Qual 12 farmen oder die meisten Aktivitäten auf Qual 10 abschließen. Das ist ein Reinfall.
Die Mechanik macht es unmöglich für normale Leute, diese Items zu bekommen, das sie jagen.”
Das ist doch ein schlechter Scherz, oder?
Da beklagt sich jemand, dass er nach gerade einmal 46 Stunden Spielzeit noch nicht komplett ausgerüstet ist und Qual 12 nicht entspannt farmen kann.
Nur mal zur Einordnung: Season 14 begann am 28. Juni. Das entspricht bis heute im Schnitt rund 8 Stunden Spielzeit pro Tag. Für die allermeisten Spieler ist das weit mehr, als sie überhaupt investieren können.
Wenn man nach einer Woche intensiven Spielens bereits das komplette Endgame abgeschlossen hätte, wäre das für viele eher ein Argument gegen die Langzeitmotivation als dafür.