5 Dinge, die ich in Destiny 2 aus dem Vorgänger vermisse

Unser Autor Sven war vor Kurzem im ersten Ableger der Destiny-Reihe unterwegs. Dabei sind ihm einige Dinge aufgefallen, bei denen Destiny 2 in seinen Augen dem Vorgänger immer noch nicht das Wasser reichen kann.

Deshalb spiele ich momentan weniger Destiny 2: Aktuell spiele ich Destiny 2 weniger als gewohnt. Ich bin kein besonders großer Freund von Gambit, dementsprechend holt mich Gambit Prime nicht wirklich ab.

Der Abrechnung-Modus hat es mir ebenfalls nicht sonderlich angetan. Auch, wenn Destiny 2 im Moment so viel Content wie nie hat, kann mich nichts davon so richtig motivieren.

Also gönne ich mir momentan eine kurze Auszeit beziehungsweise werfe Destiny 2 einfach nur etwas seltener an, als sonst. Schließlich heißt es ja, ein bißchen Abstand kann manchmal Wunder wirken.

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So bin ich wieder zu Destiny 1 gekommen: Doch immer noch schlägt mein Herz für keine anderen Spiele so wie für die Destiny-Reihe. Als ich vor Kurzem bei einem alten Kumpel zu Besuch war, haben wir ein wenig in Nostalgie geschwebt – auch im Bezug auf Destiny.

Kurz darauf hat er den ersten Teil zum Spaß angeschmissen. Dabei viel mir schnell auf, dass ich so einiges aus Destiny 1 immer noch vermisse oder es dort einfach besser finde – selbst, wenn ich Destiny 2 im aktuellen Zustand für ein sehr gutes Spiel halte.

Diese 5 Dinge vermisse ich aus Destiny 1 am meisten

So verflogen mehr als 2 Stunden in Destiny 1, ohne das wir es überhaupt merkten. Währenddessen und auch im Anschluss haben wir noch eine ganze Weile ausgelassen darüber debattiert, wie magisch Destiny 1 immer noch ist und was das Spiel besser macht als sein direkter Nachfolger. Das sind meine 5 wichtigsten Punkte:

Das Rüstungsdesign

Was mir dabei sofort ins Auge sprang, war das um Weiten ansprechendere Rüstungs-Design von Destiny 1 – ganz besonders bei legendären Items.

Egal, ob die Eisenbanner-Rüstungen, die Sets der einzelnen Fraktionen mit ihren exotischen Klassen-Items, das Strike-spezifische Gear, die einst PS-exklusiven Sets oder die Raid-Sets samt der „neuen“ Ornamente – das alles sieht im Vorgänger so viel besser aus, dass mir als Fan einfach nur das Herz blutet.

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Warum wurden so viele coole Designs und geniale Ideen wie die Besessenen-Rüstung einfach verworfen? Warum hat man sie nicht für Destiny 2 im Spiel belassen oder sie zumindest in Teilen zurückgebracht? Das wäre in meinen Augen zumindest mal sinnvolles Recycling gewesen. Denn Destiny 2 kann beim Design und der Optik der Rüstungen nicht im Ansatz mit seinem Vorgänger mithalten.

Wollte ich in Destiny 1 noch so gut wie jede legendäre Rüstung haben, so stammen die wenigen Armor-Teile, die mich in Destiny 2 bisher angesprochen haben, nur aus der Schwarzen Waffenkammer, dem Eskalationsprotokoll und dem Raid „Geißel der Vergangenheit“. Alle anderen Sets und Teile sind mir im Prinzip absolut egal.

Die Waffen

Bei den meisten legendären aber auch bei vielen exotischen Waffen geht mir das ähnlich wie bei den Rüstungen. Denn auch das Waffen-Design finde ich in Destiny 1 grundsätzlich besser und optisch ansprechender – von wenigen Ausnahmen wie beispielsweise den IKELOS-Schießeisen aus dem Esaclation Protocol abgesehen.

Zudem fühlt sich das Gunplay im Vorgänger nach meinem persönlichen Befinden deutlich knackiger an. Wir haben kurz darauf Destiny 2 gestartet und stellten beide für uns fest: Das Spielgefühl unterscheidet sich im direkten Vergleich doch spürbarer, als man es auf den ersten Blick vermuten würde.

Außerdem fehlt es mir bei Destiny 2 an eigenen markanten und unvergesslichen Waffen wie einst die Schicksalsbringer, die Vision der Konfluenz, die Gjallarhorn oder der Schwarze Hammer in Destiny 1.

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Als wir über die „größten und unvergesslichsten Waffen in der Geschichte von Destiny“ philosophierten, fielen uns im Prinzip fast nur Waffen ein, die aus Destiny 1 stammten oder von dort bei Destiny 2 zurückkehrten. Eigene wirklich unvergessliche Waffen wie für mich unter anderem Lunas Geheul hat Destiny 2 nur wenige zu bieten – zu wenige nach meinem Geschmack.

Die Raids

Das größte Meisterwerk von Destiny 1 sind in meinem Augen immer noch seine unvergesslichen Raids. Egal, ob Gläserne Kammer, Crotas Ende, Königsfall oder Zorn der Maschinen. Jeden dieser Raids spiele ich lieber und genieße ich immer noch mehr, als alle Raids und Raid-Trakte in Destiny 2 zusammen.

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Weder im Level-Design, noch bei der Atmosphäre oder beim genau richtig dosierten Mechaniken-Mix aus „Ballern, Springen und Rätsel-Lösen“ kann Destiny 2 mit diesen PvE-Spitzenaktivitäten aus dem ersten Teil für mich mithalten – vom Raid-Loot ganz abgesehen.

Erst der letzte Raid „Geißel der Vergangenheit“ war in punkto Design und Mechanik ein wirklich spürbarer Schritt in die richtige Richtung, wenn auch deutlich zu kurz. Ich hoffe zudem, dass Bungie endlich vom Bling-Bling-Look des Leviathan-Raids absieht und mich auch keine Drachen mehr erschlagen lässt.

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Ich will mich endlich wieder wie ein mächtiger Held und Retter der Menschheit aus einer fernen Zukunft fühlen und nicht wie bei Herr der Ringe oder auf einem Kasino-Tripp.

Die Fraktionen

Was ich ebenfalls wirklich vermisse, sind die verschiedenen Fraktionen, die in Destiny 1 ständig im Turm präsent sind. Es ließ sich immer Fortschritt erzielen, ich konnte die Fraktion meiner Wahl permanent unterstützen und wurde entsprechend dafür belohnt.

Besonders habe den Grind nach den begehrten exotischen Klassen-Items geliebt und mich bei jeder Zurücksetzung auf die neuen Rolls bei den Vertretern der Fraktionen gefreut.

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Auf diese Erfahrung verzichtet Destiny 2 derzeit komplett, denn die Gruppenkämpfe werden aktuell überarbeitet – wieder mal. Wann genau sie zurückkehren sollen, ist nicht bekannt.

Dabei fand das Prinzip der Gruppenkämpfe bei Destiny 2 gar nicht so verkehrt. Doch diese Events hätte ich mir als Ergänzung zum System von Destiny 1 mit zusätzlichen besonderen Belohnungen gewünscht – und nicht als Ersatz.

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Ich hoffe, dass Bungie den Fraktionen und der Rolle ihrer Händler in Zukunft mehr Bedeutung verleiht und sie durchgängig verfügbar macht. So könnten sie zu einem weiteren Faktor werden, der die Hüter auf Dauer bei der Stange hält.

Das PvP

Eine der ersten Sachen auf unserem Nostalgie-Tripp war ein Abstecher in den Schmelztiegel von Destiny 1. Und der war wirklich gut und spaßig. Zwar haben wir aufgrund von Spieler-Mangel zunächst erstmal eine ganze Weile im Matchmaking verbringen dürfen, doch das Erlebnis hat uns dafür mehr als entschädigt.

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Denn das PvP von Destiny 1 fühlt sich in meinen Augen einfach klasse an – kein Vergleich zum derzeitigen Stand beim aktuellen Serien-Ableger. Die Bewegungen der Hüter und das gesamte Gameplay sind spürbar schneller und irgendwie auch geschmeidiger. Die Karten sind in Optik und Design besser (und auch wirklich für 6vs6 ausgelegt), die Waffen fühlen sich knackiger an und auch die Time to Kill ist nach meinem Empfinden genau richtig angesetzt.

Ich persönlich würde mir sehr wünschen, dass Destiny 2 genau dieses Tempo sowie weitere Maps aus dem Vorgänger zurückbringt. Generell sollte man sich auch im Bezug aufs PvP eine ordentliche Scheibe vom Vorgänger abschneiden – egal, ob bei der Sandbox oder beim Design der Karten. Großartig etwas zu verlieren hätte der Schmelztiegel von Destiny 2 in seiner aktuellen Form eh nicht.

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Im Moment habe ich persönlich zwar Spaß im Schmelztiegel, doch der Ausflug im Vorgänger hat mir deutlich vor Augen geführt, dass noch so einiges für ein ansprechendes Erlebnis fehlt – und das, obwohl man die Erfolgsformel größtenteils bereits aus Destiny 1 auf dem Silber-Tablett hatte.

Umso mehr hoffe ich, dass die Prüfungen der Neun nach ihrer Überarbeitung in einer annehmbaren Form bei Destiny 2 zurückkehren und dabei die einstige Magie aus dem Vorgänger zurückbringen werden. Bis dahin werde ich mir fortan wohl wieder öfter die Zeit im PvP von Destiny 1 vertreiben. Denn der Ausflug machte trotz langer Wartezeit bei der Spielersuche Lust auf mehr.

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Was denkt Ihr? Gibt es Dinge aus Destiny 1, die Ihr im zweiten Teil schmerzlich vermisst oder die Destiny in Euren Augen einfach besser macht, als sein Nachfolger?

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