Deutschland hat einen „Spieler des Jahres“ – Berliner bringt 2022 den Schnauzer und LoL zurück

Deutschland hat einen „Spieler des Jahres“ – Berliner bringt 2022 den Schnauzer und LoL zurück

Der Deutsche Computerspielpreis 2022 (DCP) wurde verliehen: Mit HandOfBlood wurde einer der beliebtesten Game-Influencer zum Spieler des Jahres ausgezeichnet. Bekannt ist der 29-Jährige vor allem als Twitch-Streamer und YouTuber. Er hat sich mit unterhaltsamen Gameplay, kreativen Formate sowie Charakterdarstellung und seinem E-Sport-Team in LoL, Eintracht Spandau, eine große und treue Fangemeinde erarbeitet.

Wofür wurde er ausgezeichnet? Der 29-jährige Berliner Maximilian Knabe, besser bekannt als HandOfBlood oder kurz Hänno, ist beim deutschen Computerspielpreis (DCP) 2022 zum „Spieler des Jahres“ ausgezeichnet worden.

Das war wenig überraschend: Der Preis wird auch vom Publikum verliehen, daher galt HandofBlood vor der Preisverleihung als Favorit, hatte er doch unter den Nominierten die größte Reichweite auf Social Media.

2021 hatte die Streamerin Gnu den Preis gewonnen,

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Welche Eigenschaften bewegten den DCP zu der Auszeichnung? Maximilian Knabe ragt, laut DCP, besonders dadurch hervor, dass er folgende Eigenschaften vereint:

Hänno polarisiert, ohne polarisieren zu wollen

Was macht HandOfBlood besonders? Hänno ist jemand, der augenscheinlich von jedem gemocht wird. In seinen Lets-Plays legt er den Fokus auf Unterhaltung. Lustige Kostüme und schräge Charaktere verleihen den Inhalten etwas Besonderes.

Er schafft es dabei, zu begeistern und hunderttausende Zuschauer zu faszinieren, ohne durch Skandale oder Provokationen zu polarisieren wie das andere deutsche Streamer manchmal tun. Dabei wirkt er nahbar, vernünftig und bodenständig. Er ist offenbar jemand, der sein Ego im Griff hat, und immer wieder selbstironisch auftritt und sich selbst nicht zu wichtig nimmt.

So „korrigierte“ Hänno auf Twitter nach der Bekanntgabe, dass er den Preis als „Spieler des Jahres“ erhalten habe, den Titel der Auszeichnung zu „Team des Jahres“. Eine Geste, die zeigen soll, dass seinem Team ebenfalls Anerkennung für die Leistung gebührt.

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Eintracht Spandau und Instinct3 – Nicht nur Gamer, sondern Unternehmer

Wie ist Hänno noch aktiv? Der 29-Jährige betreibt unter anderem die Influencer-Agentur „Instinct3“. Außerdem gründete er das E-Sport-Team Eintracht Spandau, ein Team in League of Legends.

Mit Eintracht Spandau weiß Hänno vor allem durch plattformübergreifendes Storytelling zu überzeugen. Dieses ist innovativ inszeniert und trägt entscheidend dazu bei, dass die Livestreams der Spiele gefragt sind. Das Derby gegen BiG wurden zum Spektakel.

Doch nicht nur das Derby wurde zu einem Fest der Begeisterung. Den ersten Sieg feierte Eintracht Spandau mit Fans singend vor einer Gaststätte.

Quelle(n): Der DCP
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Erzkanzler

Was man bei all dem Hype um HandofBlood und das erfolgreiche E-Sport-Team Eintracht Spandau selten liest, man aber vielleicht nicht außer Acht lassen sollte, ist der nicht unerhebliche Einfluss durch die Werbeagentur Jung van Matt.

(Für Interessierte, auf YT einfach mal nach „Dreißig Jahre unzufrieden“ suchen. Interessante Doku über JvM in der auch die Arbeit mit HandofBlood am Rande thematisiert wird.)

Bei aller Freude bleibt gerade bei so einer einflussreichen Agentur im Hintergrund doch immer ein fader Beigeschmack.

Ob HandofBlood wirklich junge Leute in die Sparkasse treibt (Kampagne hat ja vielleicht der ein oder andere gesehen, ist wär hätte es gedacht, auch von Jung van Matt) bleibt abzuwarten.

Sei ihm persönlich der Erfolg gegönnt, abseits von JvM steckt alles in allem eben auch viel Arbeit dahinter. Nur ist es vielleicht nicht ganz das „Märchen“ wie es Berichterstattungen ab und an glauben machen.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Erzkanzler
Schuhmann

Was genau stört dich? Dass er dadurch einen unfairen Vorteil gegenüber Leuten hat, die diese Werbeagentur nicht nutzen?
Dass ihm die Werbeagentur mit ihrem Einfluss irgendwie Türen öffnet?
Dass er nicht so authentisch ist, wie dargestellt?

Wenn’s reichen würde, eine gute Werbeagentur anzuheuern, um erfolgreich zu sein – wunder ich mich, warum nicht mehr Leute so erfolgreich sind. Ich hab das Gefühl, die Leute kommen erst zu dieser Liga von Werbeagentur, wenn sie schon sehr erfolgreich sind, und machen dann den nächsten Schritt.

In den USA macht im Prinzip eine große Agentur „Loaded“, die von „Ex-Twitch-Mitarbeitern“ gegründet wurde, einen Großteil der Szene aus. Wenn man da durch die Clients klickt, ist es das „Who is Who“ von Twitch. Da wird einem schwindlig. https://loaded.gg/gamer/shroud -> Das Besondere ist, dass gerade deren Leute häufig diese „Multimillionen-$“-Wechsel machen, von denen man dann liest.

Ninja (der vorher auch bei Loaded war) und DrDisrespect sind, glaube ich, bei CAA, einer Agentur, die sonst vor allem Hollywood-Schauspieler, Musiker und Sportler managet. Das ist dann noch mal eine andere Liga, das geht dann noch stärker in den Mainstream: https://archive.esportsobserver.com/tyler-ninja-blevins-signs-with-caa/

In den USA wird über sowas gar nicht geredet, glaub ich.

Erzkanzler

Nein nein, er hat die Werbeagentur nicht angeheuert, die Werbeagentur hat ihn angeheuert (nennen wir es mal Gegengeschäftsvereinbarung 😉 ) um damit die „Möglichkeit die junge Zielgruppe zu erreichen“ zu erhalten.

Nehme ich beiden nicht übel. Mich „stört“ eher, dass es in der Berichterstattung selten Erwähnung findet. Ich finde es wichtig zu wissen, welche Interessengruppen wen warum „fördern“. Und dass ein Streamer durch die Unterstützung seitens Jung van Matt beim DCP unter Umständen Vorteile genießen könnte, ja das hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack.

Dass die Situation in den USA noch weniger transparent ist, ist für mich da kein Argument für die Akzeptanz von Intransparenz.

Schuhmann

Und dass ein Streamer durch die Unterstützung seitens Jung van Matt beim DCP unter Umständen Vorteile genießen könnte, ja das hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack.

Also dass HandofBlood gewinnt, war doch wirklich klar. Dafür braucht’s doch keine Agentur.

Ich seh das, wenn wir auf Facebook irgendwas zu HandofBlood machen, wie viele Likes und Aufrufe das immer kriegt. Der ist einfach wirklich beliebt bei seiner Community: So jemand gewinnt dann Publikumspreise. Ganz ohne irgendeine Hilfe.

Ist in den USA auch so: Da gewinnt den Content.-Creator Preis dann Dream, der auf Socail Media einfach riesig ist und eine extrem hohe Engagement-Rate bei Social Media hat.

Dass eine Werbeagentur Einfluss darauf hat, wer den DCP gewinnt, scheint mir ein bisschen weit hergeholt zu sein. Ich glaub der „Spieler des Jahres“ ist ein Mix aus Jury und Publikum. In der jury vom DCP sitzen Journalisten, Industrie-Leute, Akademiker … weiß ich nicht, wie da eine Werbeagentur groß unterstützen kann. Ich hab bei sowas immer das Gefühl: Wenn so Gemauschel stattfindet und da viele Leute beteiligt sind, ist das Risiko, dass es rauskommt und es dann Ärger gibt, zu hoch, um wirklich plausibel zu sein.

Wenn jetzt jeamand anders als der klare Favorit gewonnen hätte, aber … kann mir keiner sagen, dass HandofBlood Hilfe gebraucht hat, um den DCP zu gewinnen.

Erzkanzler

Ich hab auch gar nicht gesagt, dass JvM aktiv Einfluss genommen hat. Ich wollte einzig darauf hinweisen, dass der Erfolg von HandofBlood und Eintracht Spandau auch ein Erfolg von JvM (Nerd) und Instinct3 ist und man das auch ruhig erwähnen kann. Und ja, diese Verbindung öffnet Türen.

Verschwörungstheorien, regelwidriger Einflussnahme o.Ä. habe ich doch mit keinem Wort unterstellt.

chris

jo der hat sich echt gemacht..vor 4 jahren+ noch unguckbar, ständig rumschreien und oft aufgedreht weil die jungen leute drauf standen…mittlerweile absolutes top niveau und auch top spieleauswahl

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von chris
Gooze

Das Laute freakige ist nicht ganz weg, aber weitaus besser als früher. Konnte ihn mir früher auch nicht anschauen. Für mich auch der einzige + Team wo man die Qualität und harte Arbeit dahinter erkennt. Von mir ein klares: Das haben sie sich verdient!

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