Asmongold ist einer der größten Streamer auf Twitch und macht sich regelmäßig einen Spaß daraus, sämtliche Klischees über richtige MMORPG-Nerds zu bedienen. In einem kürzlichen Stream erklärte er nun, die Zeit der echten Frauen sei vorbei.
Wie kommt Asmongold darauf? In seinem Subreddit entdeckte er einen Post zu den aktuell angesagtesten Streamerinnen.
Was war das für ein Post? Der Post zeigte zwei Diagramme der Analyseseite Streams Charts. Das erste zeigte die meistgesehenen Twitch- und YouTube-Streamerinnen nach Watchtime für den Zeitraum des 1. Januar bis 31. März 2023.
Im zweiten waren die beliebtesten Streamerinnen auf YouTube Gaming nach Zuschauer-Höchstwerten zu sehen.
Das Überraschende: Beide Listen werden von Vtuberinnen dominiert: Streamerinnen, die nicht mit einer Facecam auftreten, sondern mit einem Avatar, der ihre Mimik und Bewegungen widerspiegelt. Meist treten sie in Form von Anime-Mädchen auf.
Anime-Mädchen an die Macht
Wie reagierte Asmongold? Für den stand fest: Wenn selbst Amouranth nur auf einem abgeschlagenen vierten Platz landet, dann ist die Zeit der echten Frauen vorbei, Vtuberinnen haben die Macht an sich gerissen:
Schau dir das an, Bro. Für echte Frauen ist es aus, vorbei. Echte Frauen gehören der Vergangenheit an. Ich meine, die Zahlen lügen nicht, meine Herren.
Was sind das eigentlich für Streamerinnen? Den entsprechenden Clip von Asmongold, in dem ihr auch die Diagramme sehen könnt, haben wir euch hier eingebunden. Interessieren euch nur die Zahlen, könnt ihr sie auf Streams Charts nachlesen.
Auf dem ersten Platz landet die japanische Vtuberin Pekora: Ein blauhaariges Mädchen mit Hasenohren und einer Vorliebe für Karotten. Wie die meisten Vtuberinnen, die dieser Liste vertreten sind, gehört sie zu der Agentur Hololive. Neben Watchpartys und Variety-Content zeigt sie hauptsächlich Minecraft.
Ihre Hololive-Kollegin Towa landet auf dem zweiten Platz der Streamerinnen in YouTube Gaming. Sie ist vor allem in Shootern wie Apex Legends unterwegs. Bei der drittplatzierten Subaru gibt es verschiedene Spiele von Undertale über Tales of Symphonia bis hin zu Minecraft zu sehen.
Neben Amouranth halten die mexikanische Streamerin Samantha “Rivers_gg” Rivera und die Valorant-Streamerin Alicia “Kyedae” Shymko die Front für die “echten Frauen”.
Nach seinen jüngsten Erfahrungen mit dem Thema Vtube sollte Asmongold eigentlich ein bisschen vorsichtiger sein, denn nicht immer ist in diesem Bereich alles, wie es scheint:
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Mit Streamerinnen verbinde ich eigentlich auch nur Erotik oder Sexualisierung. Denn das ist auch irgendwie das einzige, was man bei der Mehrheit der Streams bekommt. Gefühlt hat auch jede Zweite ein Onlyfans Account. Und das brauche ich nicht wirklich.
Zudem liegt es finde ich auch an die Berichterstattung. Frauen werden nicht erwähnt , wenn sie eine Leistung erbracht haben. Wenn mal über eine weiblicher Streamer berichtet wird, hat es auch meist irgendetwas Sexualisiertes zutun, wurde gebannt weil so ein Mikro geleckt hatte, hatte ein zu knappes Outfit an etc.
Über gaming Leistungen wird so überhaupt gar nicht berichtet. Allein wenn ich mir z.b. die Berichterstattung zu Elden Ring anschaue. Wie viele Artikel gab es dafür, dass irgend so ein Typ es geschafft hat Malenia halb nackt zu besiegen und auch nur das konnte. Er wurde richtig gefeiert und wurde ausgezeichnet.
Schaut man sich dagegen z.b. MissMikka an. Sie hat das Spiel nicht nur auf einem DancePad durchgespielt, sie hat es sogar mit einer Hand durchgespielt, mit nur einem Finger durchgespielt und sogar es zeitgleich auf PS5 mit Controller und auf dem PC mit dem Dancepad durchgespielt. Hat sie dafür irgendwelche Aufmerksamkeit bekommen? nicht wirklich.
Allein wenn ich hier auf mein MMO nach ihr suche, gibt es nur ein Artikel in dem sie erwähnt wurde und dass nur weil ihr Hund mal über die Tanzfläche gelaufen ist und nicht für irgendeine Leistung die sie selber erbracht hatte.
Suche ich z.b. nach Amouranth bekomme ich eine News nach der anderen über irgendetwas was mit Sexualisierung zutun hat.
Vermutlich bringen da männliche Erfolge mehr Klicks als weibliche, da müssen sie schon Sexualisiert sein, damit sich die Berichterstattung lohnt.
Mit Vtuber verbinde ich mehr eine angenehme wohlfühle Atmosphäre. Da steht mehr die Interaktion mit der Community im Fokus. Gute Unterhaltung.
Allein aus dieser Erfahrung würde ich eher ein Stream eines Vtubers anschauen als von einer echten Frau.
Nun die Bubble der Gaming/Streamer-Medien ist genauso wenig objektiv, wie die Kategorie “Asmongold hat gesagt”. 😉 Hauptsächlich werden Artikel geschrieben, die Aufmerksamkeit innerhalb der Leserbubble erzeugen. Ist kein Vorwurf, das ist vollkommen normal, so funktioniert nun einmal das Geschäft.
Und wenn man sich die Mühe macht, selbst nachzusehen, scheint es doch tatsächlich noch “echte Frauen” zu geben, die streamen. Hängt wohl von der Bubble ab, in der man sich selbst bewegt.
Wir wollten vor einiger Zeit mal einen Artikel über MissMikkaa schreiben, das doppelte sich dann aber mit einer anderen Streamerin, die ebenfalls mit einem Dance Pad zockt. Dafür haben wir dann im Januar über eine Streamerin berichtet, die ihre Gehirnströme einsetzte. Dann gab es noch die Harfe-Spielerin. Es ist also nicht so, dass wir nicht über die Leistungen von Spielerinnen berichten. Aus irgendeinem Grund werden diese Leistungen in den Kommentaren aber nicht immer anerkannt.