So will Ashes of Creation das große Problem von Quests in MMORPGs lösen

MMORPGs unterscheiden sich in vielen Bereichen von den Single-Player-Pendants. Unter anderem dadurch, dass Entscheidungen bei Quests in den meisten Fällen keine Rolle spielen. Dadurch ziehen die Quests auch keine Konsequenzen nach sich. Ashes of Creation will dieses große Problem der Quests auf besondere Art lösen.

Ashes of Creation Gameplay 2

Das große Problem von Quests in MMORPGs

Entscheidungen ohne Konsequenzen: In klassischen MMORPGs erleben Spieler Abenteuer in Form von regulären Quests. Diese sollen spannende Geschichten erzählen und laufen meist ähnlich der Missionen in Single-Player-Rollenspielen ab. Die Helden sollen eine entführe Prinzessin retten, den finsteren Lich-Lord töten, ein Dorf von Untoten befreien …

Events der Entwickler mal außen vor gelassen, offenbaren diese MMORPG-Quests aber einen entscheidenden Unterschied zu denen aus Einzelspieler-Rollenspiel: Die Handlungen der Spieler haben keine Konsequenzen.

  • Die entführte Prinzessin wird immer wieder entführt, weil andere Spieler sie ja auch noch retten wollen, um die Belohnung zu kassieren
  • Der Licht-Lord respawnt immer und immer wieder, um anderen Spielern zu ermöglichen, ihn ebenfalls zu bekämpfen
  • Das Dorf wird auf ewig von den Untoten heimgesucht

Entscheidungen mit Konsequenzen, welche sich auf die Spielwelt und die NPCs auswirken und auch wirklich dauerhafte und große Veränderungen mit sich bringen, sind heutzutage ein wichtiger Bestandteil von Single-Player-Rollenspielen. In MMORPGs sucht man solche Elemente aber meist vergeblich.

Ein MMORPG mit Konsequenzen

Ashes of Creation will es anders machen. Die Intrepid Studios arbeiten aktuell an einem MMORPG, bei dem Konsequenzen der Handlungen von Spielern eine maßgebliche Rolle spielen. Nun mögen sich viele fragen, wie das denn funktionieren kann. Kann nur ein Spieler die Prinzessin befreien? Wird der Lich-Lord für immer weg sein? Und kein anderer Spieler kann das Dorf von den Untoten befreien? Nein, denn die Entwickler haben sich etwas Neues einfallen lassen:

  • Nodes verändern Gebiete – Jedes Spielgebiet in der Welt von Ashes of Creation verfügt über eine sogenannte Node. Dabei handelt es sich um eine Art Speichersystem, in dem die Handlungen der Spieler gesammelt werden. Diese Handlungen führen dann zu bestimmten Ereignissen, welche sich auf die Welt auswirken.
  • Bergbau erweckt Drache – Betreiben die Spieler einer Stadt in der Nähe von erzreichem Gebirge exzessiv Bergbau, dann kann dies dazu führen, dass ein Drache in den Höhlen erwacht. Dieser greift dann die Stadt an.
  • Seeungeheuer attackieren Hafenstädte – Eine Hafenstadt, die von Fischfang lebt, kann ein Seeungeheuer auf sich aufmerksam machen, wenn zu viel gefischt wird.
  • Die Wälder schlagen zurück – Baut ihr zu viel Holz ab, dann könnte die Natur zurückschlagen. Bäume erwachen zum Leben und attackieren euch. Wenn ihr allerdings mit den Ressourcen haushaltet und nicht zu viel abbaut, dann gibt euch die Natur etwas zurück und öffnet vielleicht einen sicheren Pfad durch den Wald, durch den ihr schneller die Nachbarstadt erreicht und so effektiver Handel treiben könnt.
  • Wer erschlug den Raidboss? – Habt ihr vielleicht durch Bergbau ein Dungeon freigelegt, dann strömen aus diesem Monster. Ihr macht euch dann mit euren Freunden auf, dieses Dungeon zu erforschen, um herauszufinden, was die Wurzel dieses Übels ist. Ihr entdeckt während eines Raids ein gefährliches Monster, das ihr besiegt. In der ganzen Welt wird dann der Spieler bekannt, der diesen Raidboss erschlug. Das Dungeon ist dann erst mal gesäubert, bis sich dort eventuell neue Monster ansiedeln. Welche das sind und wann das der Fall ist, wird auch von euren Handlungen bestimmt.
Mehr zum Thema
Ashes of Creation könnte das westliche MMORPG werden, auf das wir alle warten

ashes-of-creation-karawane

PvP und Content sind wichtig

PvP spielt eine wichtige Rolle. Nicht nur im PvE haben eure Handlungen Konsequenzen. Auch das PvP wird mit eingebunden.

  • Geleitschutz-Missionen – Habt ihr etwa viel Erz abgebaut und wollt dies zum Markt einer anderen Stadt transportieren, dann ist es nötig, Spieler als Begleitschutz für die Karawane anzuheuern. Denn andere Spielern könnten einen Überfall organisieren und das Erz stehlen wollen.
  • Krieg zwischen Städten – Entdeckt ihr eine neue Mine in der Nähe eurer Stadt und baut so Erz ab, das ihr verkaufen möchtet, dann führt dies unter Umständen zu einem Streit mit der Nachbarstadt, wenn diese bisher das meiste Erz in der Gegend verkauft hat. Wird dann keine diplomatische Lösung gefunden, dann kann es zu einem Krieg kommen, der in gewaltigen PvP-Schlachten und Belagerungen ausgetragen wird.

Sandbox mit Content. Die Entwickler von Ashes of Creation wollen zwar eine Sandbox erschaffen, in der die Spieler viele Freiheiten genießen, doch das Team wird auch selbst Quests und Stories einbauen. Ihr werdet immer wieder auch auf reguläre MMORPG-Quests stoßen und eine Story erleben können. Denn die Entwickler erklären, dass eine Sandbox für ein Entwicklerstudio keine Ausrede dafür sein darf, nicht auch selbst spannenden Content zu erschaffen.

Am Ende bleibt natürlich die Frage, wie gut dies alles dann im Spiel funktionieren wird. Auf dem Papier klingen solche Pläne immer sehr gut. Im eigentlichen Spielbetrieb jedoch stellt sich dann oft heraus, dass die Spieler Mittel und Wege finden, solche Systeme zu ruinieren. Ob das auch bei Ashes of Creation der Fall sein wird, ist die große Frage. Ende des Jahres soll die Alpha 1 starten, die vielleicht schon einen Ausblick darauf gibt, wie gut das geplante System funktioniert.

Autor(in)
Quelle(n): Reddit
Deine Meinung?
Level Up (4) Kommentieren (11)
Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.