Apex Legends ist das erste Battle Royale, in dem ich nicht ausraste

Ich startete mit Apex Legends kurz nachdem es released wurde, nun kann ich kaum noch aufhören. Das liegt vor allem daran, dass ich wirklich entspannt in jede Runde gehe. Warum ist das so?

Shooter sind nervenaufreibend und treiben das Adrenalin in die Höhe. Dementsprechend frustriert und „salzig“ können einige ambitionierte Gamer (wie ich es einer bin) schnell nach einigen Niederlagen werden.

Bei Apex Legends passierte das aber nie. Irgendetwas macht der Battle-Royale-Shooter anders als seine Genre-Kollegen. Mittlerweile habe ich weit über 30 Stunden in Apex Legends investiert, obwohl das Spiel gerade einmal am 4. Februar erschienen ist.

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Was macht Apex Legends besser als andere BR-Games?

Apex Legends unterscheidet sich durch einige Features von anderen Battle Royales. Diese sind der Grund dafür, dass es mir so viel Spaß macht, obwohl ich Battle Royale eigentlich gar nicht mag.

Ich fühle mich, als hätte ich mehr Einfluss

Der wichtigste Unterschied zu den meisten anderen BR-Shootern ist bei Apex Legends, dass es Helden gibt, die gesteuert werden. Ich spiele nicht „einen Soldaten“ oder irgendeinen gefangenen, sondern eine Legende mit eigenen Fähigkeiten.

Besonders die verschiedenen Skills machen viel vom Spielgefühl aus. Sie heben sich trotz derselben verfügbaren Waffen voneinander ab und eignen sich für besondere Spielstile oder Taktiken, die andere BR-Shooter nicht erlauben.

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Durch die Zusammensetzung im Dreierteam kommen so auch immer neue Strategien zum Tragen. Eine schöne Abwechslung, die ich in einigen in einigen anderen Spielen wie PUBG oder Call of Duty: Black Ops 4 vermisse, obwohl letzteres sogar verschiedene Charaktere im Blackout-Modus bietet. Dort wirkt alles immer irgendwie gleich – und öde.

Auch, wenn die Skills eher einen kleinen Anteil vom eigentlichen Spielgeschehen ausmachen, tragen sie dazu bei, sich als Spieler besonders zu fühlen. Besonders in brenzligen Situationen können sie das Zünglein an der Waage sein.

Wenn ich so einen Kampf gewinne, empfinde ich das als Sieg durch meine Klasse und mein Können. Wenn ich dagegen verliere, könnte es daran liegen, dass ich den Skill eines Gegners unterschätzt habe. Es war aber selten „einfach nur Glück“ und ist damit deutlich weniger frustrierend.

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Bessere Kommunikation, auch ohne Sprache

Ein weiteres tolles Feature sind die „Pings“ und vor allem die situativen Signale, die Spieler geben können. Sehe ich ein Item, kann ich es für andere hervorheben und wenn es jemand braucht, kann er das mit einem Ping als Antwort für sich selbst markieren.

Auch die verschiedenen Arten von Markierungen tragen dazu bei, dass sich ein Team besser verständigen kann. Es ist möglich, verschiedene Signale zu geben, wie etwa:

  • bewache dieses Gebiet
  • Hier war ein Gegner
  • Feindkontakt
  • Ich gehe hier hin

Die Signale werden von den Charakteren selbst dazu mit Sprachausgabe unterstützt. Dadurch kann ein Team schnell und leicht kommunizieren, sogar ohne den Voice-Chat zu nutzen. Im Eifer des Gefechts kann es schließlich passieren, dass man sich vertut oder verhaspelt.

Das kann bei den Pings nicht passieren. Die sind immer akkurat. Ich habe sogar schon erlebt, dass ich in einem festen Team gespielt habe und trotzdem mehr Kommunikation über die Pings ablief, da die schlicht genauer sind.

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Weniger Spieler pro Karte aber mehr Teamplay

Ein weiterer, großer Vorteil an Apex Legends ist, dass weniger Spieler auf einer riesigen Karte spielen. Mit lediglich 20 Gruppen je drei Leute habe ich in der Regel mehr Zeit, um mich auszurüsten.

Die Kämpfe werden taktischer, weil ich auch häufig auf besser ausgerüstete Leute treffe und es fühlt sich generell besser an, mit gutem Equipment zu kämpfen. Im Kampf selbst kommt es so häufig dazu, dass ich mich auch wirklich auf meine Teamkameraden verlassen kann.

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In Apex Legends gibt es keine Möglichkeit, alleine oder nur zu zweit zu spielen, auch wenn das vielleicht bald geht. Es werden immer drei Spieler zusammengesteckt und bisher hatte ich nur wenige Spiele, die mich wirklich nervten.

Viel häufiger kam es vor, dass man gemeinsam am Sieg arbeitet. Gegeneinander spielen bringt schließlich nichts und durch die Skills der Anderen profitiert man schließlich häufig auch. Es fühlt sich schlicht nach mehr Zusammenspiel an.

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Es gibt auch einige Nachteile

Apex Legends ist zwar wirklich gut, aber deswegen auch noch kein perfektes Spiel. Die Fähigkeiten der ein oder anderen Legende könnten ruhig etwas schwächer sein. Man sollte sie zumindest nicht ausnutzen können, wie die Giftfallen von Caustic.

Deutlich größere Probleme machen aber einige Bugs, die das Spiel noch immer heimsuchen.

  • Einige Fehler verhindern das Zusammenspiel in einer Party und erfordern einen Relog.
  • Andere Fehler können Spieler einfach aus dem Spiel werfen. (Apex Legends beendet sich oder der Fehler „Party-Anführer hat das Spiel verlassen“ tritt auf)
  • In seltenen Fällen kann es dazu kommen, dass einige Waffen einfach nicht mehr zu benutzen sind.

Alles in Allem treten die Fehler aber eher einzeln auf und sind eher ein kleines Ärgernis. Was in kommenden Patches und mit dem kommenden Seasons noch alles geändert wird, wird sich zeigen.

Wie findet Ihr Apex Legends?

Unser Autor Jürgen sieht es ähnlich wie ich. Obwohl er riesiger Fortnite-Fan ist, macht ihm Apex Legends noch mehr Spaß:

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