Warum mir Apex Legends mehr Spaß macht als Fortnite

Apex Legends ist für unseren Autor Jürgen das Battle-Royale-Spiel, das er sich immer gewünscht hat. Warum das so ist, erfahrt ihr hier.

Das war meine erste Reaktion auf Apex: Als ich, der Jürgen, zum ersten Mal von Apex Legends hörte, hieß es noch hier in der Redaktion „Ey, da soll angeblich am Montag ein neues Spiel von den Titanfall-Entwicklern kommen. Das wird frisch angekündigt und sogleich veröffentlicht und soll ein Battle-Royale-Game im Titanfall-Setting werden.“

Als ich das hörte dachte ich nur „Was für ein Schmarrn! Wer braucht denn bitte 2019 noch ein neues Battle-Royale-Game? Und dann soll das einfach so rauskommen ohne Ankündigung und Hype? So ein Blödsinn!“

Doch ich sollte mich hart irren.

Gute Ideen, konsequent zu Ende gedacht

Da ich Battle Royale einfach sehr gerne habe, wollte ich trotzdem Apex Legends mal anspielen. Kaum hatte ich das Spiel gestartet, fielen mir schon massig coole Features auf, die Apex besser macht als Fortnite und Co.

Dabei handelte es sich vor allem um Dinge, die ich bei den anderen BR-Games doof und nervig fand:

So geht Apex Wartezeiten an: Ich hasse nichts mehr, als die saublöde Lobby in BR-Games. Teils Minuten zu warten und sinnlos rumzulümmeln, während der Server nach genug Spielern sucht, ist nervig wie Sau! Ich habe nur begrenzte Freizeit und will die optimal nutzen. In einer Lobby festzusitzen ist das Gegenteil von Spaß.

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Statt einer doofen Lobby geht’s in Apex in wenigen Sekunden los.

In Apex Legends hingegen geht alles extrem schnell. Es gibt keine Lobby, nur ein Screen, der in Sekunden die geforderten 60 Spieler zu 20 3er-Teams zusammenstellt. Ist die Runde voll, geht es an die Auswahl der Helden und schon sind wir im Flieger und können abspringen.

So wird das Abspringen angenehm: Was mich ebenfalls furchtbar an Fortnite und Co. nervt: trollige Teammates, die einfach random aus dem Flieger springen und sonst wo landen. Dort werden sie freilich schnell verknuspert und die verbliebenen Spieler gehen auch bald über den Jordan.

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Im Team mit dem Jumpmaster geht’s gemeinsam zum Landepunkt.

In Apex hingegen gibt es pro Team standardmäßig einen zufällig ausgewählten Jump-Leader. Wenn der abspringt, springt das Team automatisch mit und segelt mit ihm synchron und äußerst flott zum Landungsort.

Ihr könnt euch jederzeit freiwillig aus dem Teamsprung lösen, aber Standard ist der Synchronsprung. So kommt ihr garantiert als Team im Zielgebiet an und könnt auch mit Randoms viel Spaß haben.

Apex Legends: So funktionieren die Mikrotransaktionen im Battle Royale

So löst Apex eines der großen Probleme des Genres: Ein großer Teil vom Nervenkitzel in Battle Royale ist der Fakt, dass man jederzeit abgeknallt werden kann und dann permanent aus der Runde fliegt. Im Team-Modus – und Apex unterstützt NUR 3er-Teams – hat man noch die Chance auf Wiederbelebung, doch wer das verpasst, der ist erstmal raus und das Team kann es dann oft schon vergessen, weil man in der Unterzahl ist.

Gerade bei Random-Teams sorgt dies oft für Frust, wenn man durch Fehler von Kameraden nicht rechtzeitig wiederbelebt wird. Doch unbegrenzte Respawns wiederum würden den Gedanken des Battle Royale ruinieren.

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Mein Mitspieler hat mein Banner erfolgreicht zum Spawn Beacon geschleppt. Ich darf bald wieder mitmischen!

Doch hier haben die Entwickler von Respawn Entertainment (der Name ist Programm!) eine geniale Idee ins Spiel gebracht. Denn es gibt Respawns im Spiel, die aber nicht einfach zu bekommen sind.

Wenn ihr zu Boden geht und euch niemand wiederbelebt, seid ihr tot. Aber Eure Mates haben noch 60 Sekunden Zeit, an eurem Todesort ein „Banner“ zu bergen. Das Banner trägt der Spieler dann mit sich herum und wenn er es zu einem der strategisch auf der Map verteilten Respawn-Beacons bringt, könnt ihr wieder ins Spiel einsteigen.

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Ihr seid aber wieder komplett nackt und müsst erst wieder Ausrüstung finden oder von großzügigen Kameraden beschenkt werden.

Dennoch sind diese Respawns eine sehr gute Idee, die Teamplay auch in Random-Teams fördern und unterlegenen Mannschaften wieder ein Comeback spendieren kann.

So verbessert Apex Legends die Wiederbelebung: Überhaupt scheint Apex viel wert auf Teamplay und Wiederbelebung zu setzen. Wenn ihr zu Boden geht, könnt ihr ein spezielles Schild aktivieren, das euch zumindest teilweise vor Beschuss bewahrt.

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Durch das Schutzschild kann ich in Ruhe meine Freunde wiederbeleben und meine Sani-Rolle voll ausspielen.

So kann sich ein tapferer Sanitäter wirklich todesmutig in den Kugelhagel werfen und hat eine reelle Chance, euch trotzdem zu rezzen. Außerdem bekommt man Punkte für den Rez und kann sich so auch als Sani voll ins Spiel einbringen.

So unterstützt Apex Teamplay in Random Gruppen: Ein Problem in vielen BR-Games ist es, wenn man in einer Random-Gruppe spielt und die Kommunikation nicht stimmt. Voice-Chat, den es in Apex ebenfalls gibt, wäre hier eine Idee, aber nicht jeder Spieler hat ein Mikro oder Bock, es zu benutzen.

Und die Sprachbarriere ist ebenfalls ein Problem, wenn man beispielweise mit Leuten spielt, die nur ihre Landessprache beherrschen.

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In Apex gibt es daher die Möglichkeit, eine Menge vorgefertigter Befehle und Ankündigungen mit einem einfachen Mausklick auszulösen. So könnt ihr schnell Loot markieren, Feinde anpingen oder das Nahen der Todes-Zone ankündigen. Es gibt sogar eine Funktion, die euch auf Knopfdruck „Danke“ sagen lässt, wenn ihr von Kameraden beschenkt werdet.

Das erhöht zum einen die Teambindung und zum anderen die Atmosphäre, da die Ankündigungen jeweils von eurem Helden in seiner Stimme und mit den zum Charakter passenden Sprüchen vorgetragen werden.

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So sorgt Apex für einen schnellen Spielfluss: Das Gameplay von Apex ist flott und unkompliziert, aber dennoch erstaunlich komplex. So gibt es Waffen-Addons wie Zielfernrohre oder Schulterstützen. Die werden jedoch automatisch in der besten Version in die gerade aktive Waffe eingebaut, wenn ihr sie findet. Ihr müsst also nicht im Inventar herumfummeln, bis ihr das passende Upgrade montiert habt.

Dazu kommt ein angenehm schnelles Gameplay und das Gunplay ist stimmig und macht Laune. Man spielt meist recht aktiv und rennt ballernd von Deckung zu Deckung. Camper haben es aufgrund von diversen Anti-Camping-Skills der einzelnen Heroes eher schwer. Das verbessert den Spielfluss.

So sorgt Apex für tolle Battle Royale Stimmung: Die Map von Apex ist recht klein und die 20 3er-Teams füllen sie optimal aus. Durch Zip-Lines, Kletter- und Hechtsprung-Funktion und fehlenden Fallschaden könnt ihr diese Karte schnell durchqueren. Ihr könnt also überall auf Gegner stoßen.

Dann rächt sich womöglich, wenn ihr nicht gut ausgestattet seid. Aber gerade da setzt Apex die Schrauben an, denn es gibt nicht wirklich viel Loot. Und wenn ihr endlich eine Waffe habt, ist die Munition ebenfalls knapp.

Anders als in Fortnite, wo ihr mit Loot zugeschmissen werdet, ist gute Beute in Apex selten und so entbrennen gerade bei der Landung besonders wilde Gefechte um die ersten Waffen.

Damit der Spaß noch größer wird, deklariert das Spiel besondere Zonen zu Spielbeginn als „Hot Zones“ die besonders guten Loot versprechen – und zeigt dies groß und gut sichtbar für alle auf der Map!

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Hier sieht man gleich, wo es besodners viel Beute und wohl auch Gegner geben wird!

Anstatt also einen notorischen Mega-Loot-Ort wie Tilted Towers aus Fortnite zu schaffen, wechselt der Loot-Hot-Spot jede Runde und sorgt so für viel Spannung.

Besonders wagemutige Spieler springen übrigens gleich zu Beginn auf ein schwebendes Versorgungsdepot, wo auf engstem Raum viel Loot liegt und es zu fetten Gemetzeln kommt!

Ebenfalls cool: Das Spiel erklärt vor jeden Match einen Spieler, der in der vorigen Runde besonders gut war, zum Champion. Wenn ihr den umnietet, bekommt ihr besonders viele Punkte für den Spielfortschritt. Große Videoscreens zeigen jederzeit, wer der gesuchte Champion ist.

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Hier seht ihr, wer gerade besonders viel Punkte wert ist.

Wird er erledigt, gibt es eine große Ankündigung über Lautsprecher. Das macht Spaß und erhöht nochmal die Atmosphäre, in einer futuristischen Killer-Gameshow zu sein.

Endlich Battle Royale mit Heroes

Apex Legends wurde außerdem als Battle Royale mit Helden á la Overwatch angepriesen. Das klang wirklich cool und bisher hatte noch kein Spiel das vernünftig hinbekommen. Realm Royale war zuletzt kolossal damit gescheitert. Wird Apex hier endlich liefern?

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Darum sind die Helden eine geile Idee: Kurz gesagt: Ja, die Helden funktionieren! Jedes Team wählt vor Spielbeginn einen Helden pro Spieler. Doppelte Heroes im Team sind nicht möglich. Die Auswahl passiert in einer festen Reihenfolge. Wenn ihr also seht, dass es schon einen Tank und DD im Team hat, wäre ein Supporter vielleicht eine gute Idee.

Die acht Helden, Legends genannt, können jede Waffe und Ausrüstung nutzen. Außerdem haben sie die gleichen Werte in Lebensenergie. Sie unterscheiden sich aber in ihrem Aussehen und ihren Skills. Es gibt es pro Held einen aktiven, einen passiven und einen Ultimate-Skill.

Letzterer muss sich erst im Spielverlauf aufladen, der aktive Skill hingegen hat eine Cooldown-Zeit.

So funktionieren die Skills: So kann die quirlige Sanitäterin Lifeline eine Heildrohne rufen, die das ganze Team in Sekunden wieder zusammenflickt. Die Soldatin Bangalore hingegen wird schneller, wenn sie beschossen wird. Wer sie nicht sofort erwischt, hat womöglich nie wieder die Gelegenheit dazu. Und wenn ihr Wraith spielt, könnt ihr sogar kurz unsichtbar werden und Gegner von hinten angreifen.

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Während ich einen Kameraden wiederbelebe, sorgt die Drohne für Heilung.

Der Mix an Skills scheint bisher gut ausbalanciert zu sein und die richtige Auswahl der Helden kann über Sieg oder Niederlage entscheiden. So hatte ich mal eine Runde, in der ein Spieler des Scouts Bloodhound zuverlässig Gegner mit seinem „Wallhack-Skill“ ausspionierte und via Ping allen im Team weitergab.

In einem anderen Match wählte ein Spieler den Roboter Pathfinder, der mit seinem Enterhaken total leicht den Respawn Beacon erreichte und so unser Team wieder von den Toten auferstehen lies. Ich hingegen konnte mit Lifeline und Heildrohne sowie Care-Paket-Abwurf mein Team wieder komplett hochheilen, nachdem wir halbtot aus der „Zone“ getaumelt kamen und uns so optimal für die finale Schlacht stärken konnten.

Jürgens Fazit: Da brauch ich kein Fortnite mehr!

Apex Legends hat mich von Runde 1 an mehr begeistert, als alle anderen Battle-Royale-Spiele davor. Hier stimmt einfach alles! Das Spiel läuft flüssig, findet in Sekunden eine Runde und bietet endlich einzigartige Helden! Das Gameplay hat genau mein Tempo und das Bauen, mit dem ich in Fortnite bis heute nicht grün wurde, fehlt hier zum Glück auch!

Und dann kommt der Spaß nicht zu kurz. Apex setzt auf einen finsteren Humor, der nicht nur vom Look ein wenig an Borderlands erinnert. So hat der Roboter stets ein fröhliches Smiley auf dem Bildschirm und der dicke Tank hat einen Finishing-Move, bei dem er sich auf den Gegner einfach draufsetzt!

Ich werde daher in Zukunft so schnell nicht mehr von Apex wegkommen. Jetzt hoffe ich nur, dass der berüchtigte „Fluch des Stöffel“ nicht bei Battle Royale gilt und Apex Legends noch ein langes Leben vor sich hat.

Zumidnest die aktuellen Spielerzahlen lassen Gutes hoffen und wenn die Entwickler jetzt konsequent weitermachen, könnten sie endlich eine ernstzunehmende Konkurrenz zu Fortnite schaffen. Immerhin kam auch Fortnite damals quasi aus dem Nichts und kämpfte sich an die Spitze. Warum sollte dies hier nicht nochmal passieren?

Auf den Geschmack gekommen? Hier könnt Ihr Apex Legends herunterladen:

Apex Legends ist jetzt schon da – So spielt Ihr Battle Royale im Titanfall-Universum
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