Activision sagt: Jemand wollte ihnen am Nikolaustag ganz Blizzard abkaufen – Aber wer war es?

Activision sagt: Jemand wollte ihnen am Nikolaustag ganz Blizzard abkaufen – Aber wer war es?

Wie jetzt bekannt wurde, hat ein Investor der Firma Activision Blizzard (Call of Duty) ein Angebot gemacht, den Unternehmensteil Blizzard (WoW, Diablo 3, Overwatch) ganz oder teilweise zu kaufen. Das Angebot kam am 6.12.2021. Doch der Vorstand von Activision nahm nicht einmal Gespräche auf.

Woher stammt die Information? Die Information ist offiziell. Sie stammt aus einer Eingabe an die Börsenaufsicht der USA, an die SEC (via sec.gov). Dort listet Activision Blizzard den genauen Verlauf der Gespräche auf, die im Vorfeld des Übernahme-Angebots von Microsoft an Activision Blizzard erfolgten.

Wer hat das Angebot gemacht? Das verrät Activision Blizzard nicht. Die Rede ist nur „Individuum B“.

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Individuum B wollte Blizzard ganz oder in Teilen erwerben

Was war das für ein Angebot? Activision sagt, am 6. Dezember 2021 habe man „ohne Aufforderung“ eine E-Mail des Individuums B erhalten, der angedeutet habe, er wolle den möglichen Kauf der Geschäftseinheit Blizzard diskutieren – entweder ganz oder in Teilen. Das sei eine private Transaktion. Die Person habe offenbar weitere Investoren an ihrer Seite.

So reagierte Activision auf das Angebot: Am 10. Dezember besprach der Vorstand von Blizzard das Angebot zur Übernahme von Blizzard.

Es wurde allerdings die Frage aufgeworfen, ob die Person überhaupt glaubhaft in der Lage sei, die Größe und Komplexität einer solchen Transaktion zu stemmen. Zudem glaubte man bei Activision, dass es zu einer Störung kommen könnte, wenn bekannt werden würde, dass Activision Blizzard alternative Käufer sucht, war doch der Deal mit Microsoft schon auf dem Weg.

Weiter heißt es, man fürchte diese negativen Konsequenzen auch deshalb, weil es schon vorher Geschäfte zwischen „Individuum B“ und „Activision Blizzard“ gab.

Der Vorstand habe schließlich beschlossen, dass man keine Gespräche mit Individuum B aufnehmen werde.

Blizzard bleibt somit bei Activision und soll – wenn alles glatt geht – an Microsoft verkauft werden..

Wollte sich da jemand Blizzard „zurückkaufen?“

Wer wäre der interessante Kandidat für Individuum B? Der spannendste Kandidat wäre sicher Mike Morhaime, der ehemalige Präsident von Blizzard. Der galt über Jahre als „die gute Seele“ von Blizzard.

Morhaime hatte das Studio 2019 verlassen: Er wollte ein eigene Firma aufmachen, um in „familiärer Atmosphäre AAA-Spiele“ zu entwickeln. So etwas wäre unter einem Blizzard ohne Activision vielleicht ebenfalls möglich.

Es ist gut vorstellbar, dass jemand wie Morhaime die Kontakte und den Einfluss hat, um die Millionen von US-Dollars an Land zu ziehen, um so einen Deal möglich zu machen. Er hätte sicher auch die Kontakte, um Leute zur Mitarbeit zu bewegen, die sich mit den großen Franchises Blizzards auskennen, denn er hat mit den Leuten zusammengearbeitet.

Morhaime würde auch die Aussage passen, dass es „frühere Geschäftsbeziehungen“ zwischen Individuum B und Activision Blizzard gab.

Aber das ist reine Spekulation – wir wissen nicht, wer der mysteriöse Investor ist.

WoW-Mike-Morhaime-titel
Mike Morhaime, für viele: Die gute Seele Blizzards. Er ist mittlerweile nicht mehr in der Firma.

Viele Blizzard-Fans erhoffen sich Trennung von Activision

Warum ist das wichtig? Blizzard hat in den letzten Jahren einige Schwierigkeiten, mit dem Release und der Qualität neuer Spiele. Intern soll es, laut Insiderberichten, immer wieder zu Konflikten mit dem Management von Activision gekommen sein, denn die achten mehr aufs Geld, als das Blizzard in früheren Zeiten getan hat. Da galt noch das Motto „When it’s done“, Qualität steht über allem – Activision soll jetzt stärker auf Effektivität drängen, der Sparkurs sorge für Druck und geringere Moral. Ein Einschnitt war etwa 2019, als Activision Blizzard trotz eines starken Jahres hunderte von Mitarbeitern entließ.

Fans von frühen Spielen Blizzards glauben, ein Teil der aktuellen Probleme von Blizzard gehe auf Activision zurück. Die hätten mit dem Sparkurs die Kultur „ihres“ Studios verändert.

Es gibt also eine gewisse Sehnsucht, dass Blizzard sich von Activision freimachen und wieder „alleine“ weitermachen sollte.

Hätte Activision ernsthaft das Angebot des mysteriösen Investors erwogen, wäre dieser Wunschgedanke der Fans vielleicht in Erfüllung gegangen.

Der Kauf von Activision Blizzard durch Microsoft hat wilde Wellen geschlagen:

Microsoft kauft Activision Blizzard und Gamern weltweit fehlen die Worte

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Varg

Ich glaube mit Mircosoft hat Blizzard auch eine Chance wieder zu alter Größe zu gelangen. Aber das Activision negativen Einfluss haben kann wäre nicht nur an Blizzard zu bemerken da Bungie nicht grundlos sich von Activision trennte und Destiny 2 mitnahm. Zwar hat bungie etwas gestrauchelt doch hoffe ich das das Neue DLC Witchqueen hält was es bildtechnisch verspricht

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