Eine Insel in WoW, die niemand jemals besucht, beherbergt (fast) die gesamte Vorgeschichte von Classic

WoW Classic Alcaz Prestor Onyxia und Vrynn Titel

World of Warcraft ist Heimat vieler seltsamer Orte, von denen die meisten Spieler vermutlich nie etwas gehört haben. Einer davon ist aber schon seit Release im Spiel und für einige bis heute ein Rätsel. Dabei gibt es auf der Insel ein riesiges Geheimnis zu entdecken.

Die Insel Alcaz liegt an der Ostküste von Kalimdor, nördlich der Halbsinsel Theramore in den Düstermarschen – und eigentlich erfüllt die Insel keinen wirklichen „Zweck“ mehr.

In der Classic-Ära musstet ihr sie besuchen, wenn ihr Ahn’Qiraj öffnen oder euer Endgame-Dungeon-Set auf Tier 0.5 aufwerten wolltet. Allerdings ist die Insel voller Elite-Mobs, sodass dort nur Spieler-Gruppen überhaupt etwas erreichen.

Da Ahn’Qiraj nur einmal pro Server wirklich geöffnet werden musste und nur die wenigsten Spieler Tier 0.5 wirklich „brauchten“, hat die Insel damals kaum jemand besucht. Auch mit der Überarbeitung zu Legion gab es nur wenig Gründe, jemals dorthin zu gehen.

Für einige zählt die Insel Alcaz dennoch zu den schönsten Orten in WoW, für andere war sie bis dahin komplett unbekannt – etwa für einen Nutzer auf Reddit. Der hat gefragt, was das eigentlich für eine Insel ist und findet heraus, welche Bedeutung sie eigentlich trägt.

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WoW mal so richtig ehrlich erklärt

Ein einziger NPC ist verantwortlich für so gut wie alles in Classic

Wie ihr vom Namen vielleicht ableiten konntet, ist die Insel Alcaz eigentlich eine Art Gefängnis, wie die namensgebende Insel Alcatraz. Konkret wurde hier eine der wichtigsten Figuren aus der Geschichte von WoW eingesperrt: Varian Wrynn, der König von Sturmwind, dessen NPC auf der Insel anzutreffen ist.

Habt ihr WoW damals, 2004, als Mensch oder Allianz-Spieler gespielt, dürftet ihr wissen, dass Sturmwind in dieser Zeit ohne König ist. Der junge Anduin fungiert als Statthalter und die eigentliche Regentschaft führen Lady Katrana Prestor und Hochregent Bolvar Fordragon aus. Hier wird es nun etwas verzwickt:

  • Lady Prestor ist eigentlich die schwarze Drachendame Onyxia und will die Welt in den Krieg stürzen.
  • Dazu hat sie den König entführen lassen – von den Defias, die sauer sind, weil sie für ihre Arbeit (von Lady Prestor selbst) nicht bezahlt worden sind.
  • Wrynn war eigentlich auf dem Weg zu einem Friedensgipfel mit der Horde, hat diesen aber entsprechend nie erreicht. Die Folge ist das, was ihr heute als World of Warcraft und den Konflikt zwischen Horde und Allianz kennt.

Die gesamte Questreihe zieht sich durch die Story von Classic, die ihr in verschiedenen Teilen der Welt – von Elwynn bis zum Hort von Onyxia selbst – immer wieder erlebt. „Der vermisste Diplomat“ ist der Höhepunkt und bis heute die eine Quest, die immer wieder empfohlen wird.

Das eine Geheimnis, das die „noble“ Horde gerne vergisst

Auf Reddit gibt der Nutzer Beacon2001 noch etwas mehr Einblick in die Hintergründe, denn dass Wrynn dort zu finden ist, hat noch mehr Bedeutung als nur seine Gefangenschaft. Beacon erklärt, dass Wrynns Geschichte in den Comics noch weitergeführt wird.

Onyxia wollte den König nicht einfach nur entführen, sondern zu ihrer Marionette machen. Dazu hat sie dessen Seele gespalten – in einen kriegerischen Teil, den sie später töten wollte, und eine quasi willenlose Puppe, die sie kontrollieren kann.

Allerdings konnte der kriegerische Teil entkommen und wurde prompt von den Orcs versklavt, um gezwungenermaßen als Gladiator in ihren Arenen zu kämpfen. Etwas, das vor allem Thrall eigentlich verdammen sollte, da seine ganze Geschichte ein Kampf gegen die Sklaverei ist.

Varians, oder unter den Orcs: Lo’goshs, Sklavenhalter Rehgar wurde später sogar zu einem von Thralls engsten Beratern und mit zu einem Treffen mit dem König von Sturmwind genommen, nachdem dieser wieder er selbst geworden ist. Tolle Geste …

„Da sollte Der vermisste Diplomat wohl mal enden“

In den Kommentaren diskutieren einige Nutzer noch darüber, ob die Insel Alcaz mehr hätte sein können. Schließlich hätte es Sinn ergeben, dass die Diplomaten-Questreihe dort ihren Höhepunkt hat. Immerhin seid ihr an deren Ende ohnehin schon quasi direkt neben der Insel.

Blizzard hat sich jedoch dagegen entschieden und stattdessen die Ahn’Qiraj-Reihe dorthin versetzt. Nun hoffen Spieler darauf, dass das vermutete Classic+ hier anknüpft und „unfertige“ Inhalte wie die Insel Alcaz fortführt.

Für viele Fans gehören Varian Wrynn und seine ganze Geschichte, die ihr (zumindest als Mensch bzw. Allianz-Spieler) von Anfang bis Ende erleben könnt, mit epischen Höhepunkten in Dungeons und Raids, zu den besten Erfahrungen in World of Warcraft überhaupt. Dabei ist Varians Geschichte eine entbehrungsreiche, mit einem tragischen Ende. Genau solche Geschichten machen die Welt aber so gut: Die 5 NPC mit den traurigsten Geschichten in WoW

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