Die 5 NPC mit den traurigsten Geschichten in WoW

In World of Warcraft gibt es viele Charaktere mit einer tragischen Geschichte. Doch diese 5 NPCs in WoW sind uns ganz besonders im Gedächtnis geblieben, weil ihr Hintergrund so traurig ist.

Die World of Warcraft steckt voller Quests. Inzwischen geht die Zahl hier in die Tausende und nur wenige Spieler haben wirklich alle Quests erledigt. Während das Questen für manche nur „Anklicken und dann alles töten“ ist, erzählt manch eine Quest eine traurige oder emotionale Geschichte. Es wird Zeit, dass wir auf die 5 traurigsten Questreihen zurückblicken, die World of Warcraft zu bieten hat.

1. Kreuzfahrer Bridenbrad

Kreuzfahrer Bridenbrad könnt ihr in Nordend treffen, im Geißelgebiet Eiskrone. Seine Questreihe hat nichts mit der Hauptquest zu tun und ist davon vollkommen losgelöst. Man findet ihn schwer verwundet bei einem kleinen Lager. Sein Körper ist zu schwach, um bewegt zu werden. Das würde ihn sicher töten.

Bridenbrad an seinem Lager – dem Tode nahe. Bildquelle: wowhead

Bridenbrad ist ein stolzer und mutiger Krieger des Argentumkreuzzugs gewesen und als Spieler versuchen wir ihn vor dem Tod zu bewahren. Dabei sammeln wir die großen, übernatürlichen Mächte und versuchen eine Rettung zu finden. So holen wir etwa den Atem des roten Drachenschwarms oder eine Smaragdeichel mit der Kraft der Druiden.

Während wir immer wieder zu Bridenbrad zurückkehren, mit vielen Leuten sprechen und panisch versuchen, Bridenbrad das Leben zu retten, wird eines langsam aber sicher klar: Es gibt keine Rettung. Bridenbrad wird sterben und alles was wir tun, wird das nicht verhindern.

Unser letztes Ziel in der Questreihe sind die Naaru. Auch diese können Bridenbrad nicht vor dem Tod retten, erscheinen aber persönlich, um seine Seele direkt in das Jenseits zu befördern, denn „Das Licht vergisst seine Champions nicht“.

WoW Naaru trans
Die Naaru „retten“ Bridenbrad – er wird erlöst.

Die Story ist noch ein wenig trauriger, wenn man weiß, dass sie auf den Bruder eines Entwicklers anspielt, der an Krebs gestorben ist. Die Hilflosigkeit in der Quest und das unabwendbare Ende, was man auch versucht, ist eine düstere und doch schöne Metapher dafür im Spiel – vor allem mit der Erlösung am Ende.

2. Kaelynara Sonnenjäger

Die meisten werden Kaelynara nicht kennen, dabei ist ihre Geschichte eine der tragischten überhaupt. Ihr trefft diese Blutelfe in Talador in der Jorunmine. Die ganze Mine ist von Elementaren und Magie verseucht und Kaelynara befindet sich in der Mitte des ganzen Chaos. Sie kanalisiert Energie aus Kristallen und ist dabei quasi nicht aufzuhalten.

Das Ziel der Quest ist ziemlich simpel: Teleportiert Kaelynara an einen neutralen Ort und tötet sie dort, damit der Elementar-Wahnsinn ein Ende hat.

WoW Kaelyanara Sunchaser
Kaelynara Sunchaser – eigentlich nur ein Questmob, die jedoch einen Brief hinterlässt.

Das tun wir in der Questreihe auch und plündern dann ihre Leiche – nur um einen „Tränenverschmierter Brief“ zu bekommen. In diesem ist dann zu lesen:

Liebe Kaelynara,

leider muss ich Euch darüber in Kenntnis setzen, dass ich Euch als meinen Lehrling entlassen muss. Ich gebe mir selbst die Schuld, euer Potenzial so falsch eingeschätzt zu haben. Ich hoffe, dass Ihr versteht, dass auch die begnadetsten Magier sich einmal irren können. Aber zumindest gibt Euch dies nun die Gelegenheit, Eure Unzulänglichkeit hinter Euch zu lassen und Euch passenderen Zielen zu widmen. Möglicherweise entspricht die Korbweberei mehr Euren … Talenten.

Leider kenne ich persönlich keine Korbweber und habe auch nicht die Zeit, Euch ein Empfehlungsschreiben mit auf den Weg zu geben. Bitte kehrt sobald als möglich nach Azeroth zurück.

– Astalor

Der Grund für Kaelynaras übermäßigen Magie-Gebrauch ist die Enttäuschung, die sie durch ihren Lehrmeister erfahren hat. Sie wurde nicht nur verstoßen, sondern auch noch gedemütigt.

Das ist besonders tragisch, wenn man darüber nachdenkt, dass die Blutelfen um 90% dezimiert wurden und wohl jede Familie nur noch wenige Mitglieder hat. Einer jungen Frau dann mit solchen Worten den einzigen Halt, nämlich ihre Ausbildung zur Magierin, mit so herablassenden Worten unter den Füßen wegzuziehen, ist einfach grausam.

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3. Vaeldrin und Lyalia

Vaeldrin und Lyalia können Spieler der Allianz in der Krasarang-Wildnis von Mists of Pandaria finden. Eine Gruppe von Nachtelfen ist gerade durch ein Portal von Darnassus eingetroffen und direkt in eine Falle der Mogu getappt. Nachdem die Gruppe befreit wurde, erklären sie das Ziel:

Vaeldrin ist ein Priester der Nachtelfen und sucht nach einer Möglichkeit, die Unsterblichkeit der Nachtelfen wiederherzustellen. Dieses Ziel verfolgt er schon seit den Ereignissen von Warcraft III und das mitunter fanatisch. Seine Tochter, eine hochrangige Schildwache, die ihm bei dieser Expedition hilft, kritisiert seinen Fanatismus immer wieder. Sie bemängelt, dass er kaum etwas anderes wahrnehmen würde als dieses Ziel.

Vaeldrin jedoch hält daran fest, denn er hatte die Vision eines Jungbrunnens, der ewige Jugend verleihen soll und damit quasi unsterblich macht.

WoW Pools of Youth
Der Jungbrunnen – mit vielen Leichen. Es wird rasch klar, dass das nicht die Lösung ist.

Im Laufe der Questreihe finden die Spieler diesen Jungbrunnen auch und können Wasser daraus nehmen. Nach kurzer Untersuchung wird aber klar, dass das Wasser kein Wunderheilmittel ist. Stattdessen entzieht es dem Trinkenden die Lebenskraft und verteilt sie dann auf andere Wesen in der Nähe. Es müssen also Leben geopfert werden, um andere jung zu halten.

Im weiteren Verlauf der Questreihe helfen die Schildwachen unter Lyalia den Pandaren, doch das endet schlecht. Lyalia wird von den Mogu gefangengenommen. Die Quest zur Rettung von Lyalia scheitert und wir müssen ansehen, wie sie vor den Augen ihres Vaters hingerichtet wird.

Nachdem die Mogu besiegt und die Leiche der Elfe zurück ins Lager gebracht wurde, entschließt sich Vaeldrin, das Wasser des Jungbrunnens zu benutzen. Er betrauert, seiner Tochter niemals gesagt zu haben, wie sehr er sie liebt und niemals vollkommen realisiert zu haben, wie sehr er sie in seinem fanatischen Ziel eigentlich vernachlässigt hat. Er trinkt das Wasser, um seine Lebenskraft auf seine tote Tochter zu übertragen.

Lyalia taucht in Pandaria noch öfter auf – und beklagt immer wieder den Tod ihres Vaters.

Vaeldrin stirbt hierbei und Lyalia erhebt sich – neben der Leiche ihres Vaters, was sie sofort in Tränen ausbrechen lässt.

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4. Runas der Geschmähte

Runas können wir in Legion antreffen, in Azsuna. Er ist ein wichtiger NPC in der Geschichte rund um den blauen Drachenschwarm.

Er ist ein Nachtgeborener, der von Suramar verstoßen wurde, wie viele andere seiner Brüder und Schwestern. Ohne den Nachtbrunnen wurde er zu einem Nachtsüchtigen, permanent auf der Suche nach Mana, um seinen Verstand zu erhalten. Dabei jagt er blaue Drachen und entzieht ihnen die Magie, um sich selbst am Leben zu erhalten – genau dabei treffen wir ihn.

WoW Runas the Shamed
Runas – er sieht bereits nach einem Verräter aus. Und klingt auch so.

Anstatt ihn zu töten, nutzen wir ihn als Gefangenen. Er bietet seine Hilfe sogar bereitwillig an, will seine ehemaligen Kameraden verraten und uns dabei helfen, die blauen Drachen zu unterstützen. Er ist ein recht amüsanter Charakter, der von sich behauptet, nicht so gierig nach Mana zu sein – nur um im nächsten Augenblick direkt auf einen Manakristall zuzustürzen und ihn zu verschlingen.

Die ganze Questreihe und sämtliche Dialoge von Runas sind darauf ausgelegt, dem Spieler das Gefühl zu geben, dass Runas uns am Ende betrügt. Man ahnt als Spieler bereits, dass Runas nur seinen eigenen Magie-Hunger stillen will und uns dafür ausnutzt.

WoW Legion Suramar Whithered
Runas endet als Verdorrter – Geist und Verstand für immer verloren.

In der finalen Quest werden die blauen Drachen von zahlreichen Verdorrten und Nachtsüchtigen angegriffen. Runas ist ebenfalls bei den blauen Drachen – doch anstatt sich dem Angriff anzuschließen und das nötige Mana zu erbeuten, kniet er in einem kleinen Teich und kämpft gegen seine Sucht an. Mit seinen letzten Worten fragt er, ob er hilfreich gewesen ist und nennt uns einen „Freund“ – er verrät uns bis zum Ende nicht. Danach verwandelt er sich in einen Verdorrten: Sein Verstand ist verloren.

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5. Großmagistrix Elisande

Großmagistrix Elisande kennen die meisten Spieler vor allem als Raidboss und Antagonist in Suramar.

Vor 10.000 Jahren, als der Krieg der Ahnen den großen Kontinent teilte, versteckte Elisande die Stadt Suramar unter einem riesigen Schutzschild. Der schirmte sowohl die Welt von Suramar ab, aber auch umgekehrt – weder Mond- noch Sonnenlicht drangen durch die magische Kuppel. Das Volk labte sich an der Magiequelle des Nachtbrunnens und wurde im Laufe von Jahrtausenden süchtig danach.

In den Ereignissen von Legion wird Suramar aufgedeckt und Gul’dan fordert einen Pakt mit Elisande, um die Legion in die Stadt zu lassen. Nach langem Nachdenken stimmt Elisande diesem Pakt zu, was zu einem Aufstand in ihren eigenen Reihen führte, den sie rasch niederschlägt.

WoW Legion Magistrix Suramar

Dennoch endet Großmagistrix Elisande als Raidboss und muss dafür zahlen, sich mit der Legion verbündet zu haben.

Vor allem sollte man hier nicht vergessen, dass Elisande die rechtmäßige Herrscherin von Suramar ist, die sich um ihr Volk gut gekümmert hat. Sie hat sämtliche ihr zugänglichen Möglichkeiten durch Weissagung erforscht und fand keine Möglichkeit, ihr Volk auf andere Weise zu beschützen. Sie kam zu dem Schluss, dass die einzige Möglichkeit der Nachtgeborenen darin besteht, die Legion in ihre Stadt zu lassen oder sie und ihr Volk würden ausgerottet werden.

Sicher – letztlich wurde die Legion besiegt und die Erste Arkanistin Thalyssra hat die Kontrolle über die Stadt gewonnen und den Nachtgeborenen ein neues, vermutlich besseres Leben beschert.

WoW Legion Suramar Thalyssra Rebellion
Elisande will den Aufstand niederschlagen, wird am Ende jedoch von Thalyssra überwältigt.

Doch Elisande war bis zum Ende kein richtiger Bösewicht, sondern eine Herrscherin, die das Beste für ihr Volk wollte und dafür auch Entscheidungen getroffen hat, die drastische Konsequenzen nach sich ziehen würden.

Wir können uns sicher sein, dass wir in der kommenden Erweiterung Shadowlands sicher auch die eine oder andere dramatisch-traurige Hintergrundgeschichte zu sehen bekommen werden.

Kennt ihr auch noch einige NPCs oder Quests, die euch besonders nahe gingen?

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Bralo
25 Tage zuvor

Mir kamm bei dem Titel sofort Syndragosa in den Sinn. War zugegeben ein bisl enttäuscht das sie nicht dabei war aber ihre Geschichte ist soooo traurig.

Wie sie sich Todesschwinge für ihren Gemahl stellte und von ihm mit der Dämonen Seele erschossen wurde, auf Eiskrone nieder brach und in Quallen nach ihrem Gemahl schrieh damit er sie zum Sterben in die Drachen öde bringen kann. Stadtessen war jener damit beschäftigt im Nexus wahnsinnig zu werden während sie einsam in den kalten einöden von Eiskrone ihr Leben aushauchte. cry

Als wäre das nicht genug wird sie Dan auch noch von Arthas wieder belebt und muss ihre jungen als Todbringende Monster an die Geisel abgeben.

Karanios
25 Tage zuvor

Was mir noch einfiele wäre Pamela Rotpfad.

Und – wenn auch nicht wirklich eine Geschichte, sondern nur nebenher – Pakke Funkenleuchter, der in Erinnerung an seine Tochter ihr Abbild auf den Lampen Dalarans erscheinen lässt.

Karnisas
26 Tage zuvor

Was ist denn mit dem armen Vanilla/Classic Tirion Fordring? Die Questreihe gibt es in Retail zwar nicht mehr würde aber mit hier reingehören finde ich.

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