Vergesst Sylvanas und Jaina! 5 legendäre Frauen aus WoW, die zu wenig Beachtung bekommen

Vergesst Sylvanas und Jaina! 5 legendäre Frauen aus WoW, die zu wenig Beachtung bekommen

Sobald eine neue Erweiterung von World of Warcraft an den Start geht, ist alles Vorherige direkt vergessen. Das ist schade, findet MeinMMO-Redakteur Benedict Grothaus, und will euch an ein paar starke NPCs aus der Vergangenheit erinnern.

Warcraft hat eine Reihe starker Frauen hervorgebracht, die sich einen Namen gemacht haben. Die großen Charaktere des Fantasy-Universums kennt dabei jeder. Die eisige Lordadmiralin von Kul Tiras etwa, Jaina Prachtmeer, begleitet uns schon seit den Strategiespielen. Wir haben euch sogar schon ein ausführliches Porträt von Jaina mit ihrer gesamten Geschichte bereitgestellt.

Auch solche NPCs, die einen Wandel zum Antagonisten und zurück gemacht haben, sind sogar außerhalb von WoW bekannt. Den Werdegang von Sylvanas Windläufer etwa dürften viele Fans und Spieler verfolgt haben.

Aber wenn Charaktere in WoW nicht eine wiederkehrende, große Rolle spielen, geraten sie oft schnell in Vergessenheit. Zu Unrecht, denn viele von ihnen haben eine tolle Geschichte, die man nicht vergessen sollte.

Alles, was ihr zu dem MMORPG World of Warcraft wissen müsst – in 3 Minuten

Vanessa VanCleef, die Tochter des größten Schurken von Azeroth

Zumindest Allianz-Spielern sollte der Name VanCleef ein Begriff sein. Edwin war seit Classic der Endboss in den Todesminen, einer der bekanntesten Instanzen von WoW überhaupt und dem traditionell ersten Dungeon für Allianzler.

Wer ist Edwin VanCleef und warum ist er wichtig? Edwin führte die Steinmetz-Gilde von Sturmwind an, welche in eine größere Intrige verwickelt war. Nach fehlender Bezahlung kam es zu Unruhen, während welcher Tiffin Wrynn starb, die Mutter des aktuellen Königs Anduin. Die Defias sorgten später für die Entführung des Königs und VanCleef als Anführer wurde kurz darauf zur größten Bedrohung von Sturmwind erklärt.

Nach seinem offiziellen Ableben hat seine Tochter Vanessa die Minen übernommen – zusammen mit einem kompletten Rework und sogar einem heroischen Modus der Instanz. Anders als ihr Vater kämpft sie jedoch mehr mit Giften und weniger im Nahkampf.

Hinter dem neuen Boss der Todesminen steckt jedoch mehr. Vanessa musste mit ansehen, wie ihr Vater enthauptet wurde und floh. Das Bauernpaar Saldean nahm sich der keinen „Hope“ an und zog sie groß, ohne zu wissen, wessen Tochter sie ist.

Vanessa arbeitete durchgehend daran, zur neuen Anführerin der Defias zu werden – was ihr auch gelang. Zumindest, bis sie von Schurken-Spielern in Legion nach ihrem vorgetäuschten Tod erneut besiegt wird.

Hier taucht sie vorerst das letzte Mal auf, als Champion der Ungekrönten, einer Vereinigung von Schurken, welche im Geheimen die Geschicke der Welt lenkt. Aber bis auf Schurken bekommt das leider niemand so wirklich mit …

Schürte den Krieg zwischen Allianz und Horde: Lady Katrana Prestor

Dass sich Horde und Allianz nach so langer Zeit noch immer hassen, ist zu einem guten Teil Lady Prestor zu verdanken. Die angebliche Adlige diente in Sturmwind als Beraterin in Abwesenheit des Königs.

Katrana Prestor ist der Deckname für Onyxia, die Brutmutter des schwarzen Drachenschwarms. Sie ist die Tochter von Todesschwinge, der zu Cataclysm die ganze Welt umformte. Als Verwalterin sorgte sie jedoch schon in Sturmwind für Intrigen.

Katrana Prestor hat auch einen Auftritt in Hearthstone bekommen.

Sie fädelte etwa ein, dass die Steinmetze (ja, die von VanCleef), keine Bezahlung erhielten, wodurch am Ende die Königin starb und das ganze Königreich destabilisiert wurde. Infolgedessen wurde Varian Wrynn, der König von Sturmwind, entführt – übrigens eine der epischsten Questreihen von WoW.

Das führte zu weiteren Spannungen und schlussendlich zu einem andauernden Krieg zwischen Horde und Allianz, da sich Varian nicht mehr zu Verhandlungen mit dem Horde-Führer Thrall treffen konnte. Onyxias Antrieb: sie sah in den Menschen eine riesige Bedrohung für die Drachen.

Die Drachenmutter selbst war die ganze Zeit nur im Hintergrund aktiv, bis sie demaskiert wurde. Danach wurde sie zum ersten Raidboss in WoW überhaupt, für den eine lange Vorbereitungs-Quest notwendig war.

Onyxia hatte danach noch einen neuen Auftritt in Cataclysm, als sie als untote Drachenmutter wiederbelebt wurde und ihr letztes Auftauchen als Skelett in Legion. Degradiert zum Herstellungsmaterial für einen traurigen Umhang, geriet sie in Vergessenheit.

WoW: „The Dragon Isles“ könnte all unsere Wünsche erfüllen

Taretha Foxton – Der Grund, warum die Horde überhaupt existiert

Eine der vielleicht wichtigsten Charaktere der Warcraft-Story hat in WoW nur einen einzigen, winzigen Auftritt. Taretha Foxton ist eine Menschenfrau, welche in den Höhlen der Zeit angetroffen werden kann, während ihr Thrall befreit.

Im Spiel selbst erfahrt ihr nur wenig über sie. Aber Taretha sorgte maßgeblich dafür, dass sich Thrall aus der Gefangenschaft des bösen Lord Blackmoore befreien konnte. Ohne sie wäre der Orc vermutlich gestorben und die Horde wäre in ihrer heutigen Form nie entstanden.

Taretha war eine Mätresse von Lord Blackmoore, die als Tochter zweier seiner Diener quasi sein Eigentum war. Sie wurde schon in jungen Jahren misshandelt und schlimmeres. Die Freundschaft zu Thrall half sowohl ihr als auch dem Orc, durchzuhalten.

WoW Taretha Foxton
Taretha erhielt in WoW nicht einmal ein besonderes Modell … Bildquelle: WoWPedia

Nachdem Blackmoore all das aufdecken konnte, versuchte er, Thrall mit Taretha zu erpressen. Taretha allerdings war bereit, sich zu opfern, und wurde für ihre Freundschaft zum Orc nach einem kurzen und unschönen Leben hingerichtet, ehe sie wirklich erwachsen war.

Die ganzen Infos zu ihrem Hintergrund finden sich jedoch lediglich in den Büchern zu Warcraft und sind im Spiel bestenfalls angedeutet. Mir jedoch sitzt immer ein dicker Kloß im Hals, wenn ich Taretha in den Höhlen der Zeit sehe. Leider können nur wenige nachvollziehen, wieso.

Yrel, die fanatische Lichtgläubige

Die Draenei aus Draenor dürfte vermutlich von den Frauen in dieser Liste noch den meisten Leuten im Gedächtnis geblieben sein. Yrel spielte während Warlords of Draenor eine Hauptrolle als junge Sklavin, die schon direkt zu Beginn befreit wird.

Über die Erweiterung entwickelt sie sich immer weiter zur entschlossenen Kämpferin und schließlich zur Verteidigerin des Lichts, welche gegen die Kriegstreiber der eisernen Horde ins Feld zieht.

Sie half unter anderem dabei, Archimonde endgültig zu besiegen, einen der großen Gegenspieler in WoW. Aus der ehemaligen Priesterin und dann Sklavin wird eine Exarchin, welche kurz darauf de facto das ganze Volk der Draenei anführt – zumindest im alternativen Draenor.

WoW Yrel fanatic light draenei
Yrel wurde nach WoD recht … radikal.

Hier spielt sie für die Horde noch einmal eine Rolle, denn die Draenei unter Yrel werden fanatisch. Sie kämpfen zusammen mit einigen Orcs gegen alle, die nicht an das Licht glauben. Das führt zu einem Kampf gegen die verbleibenden Mag’har auf Draenor, welche daraufhin fliehen und sich der Horde auf Azeroth anschließen.

Da sich Yrel zusammen mit ihren Anhängern des Lichts in einer alternativen Zeitlinie aufhalten, spielt sie aktuell keine Rolle mehr. Schade, bedenkt man, wie wichtig sie früher war. Aber vielleicht ändert sich das ja noch. Die Ankündigung des nächsten Addons steht an und vielleicht kehren alte Bekannte dort zurück.

3 Charaktere, von denen wir in WoW zu lange nichts gehört haben

Amber Kaernen, die geheime Retterin der Allianz

Den Abschluss der Liste bildet eine Frau, von welcher die meisten aus gutem Grund nur wenig gehört haben. Amber Kearnen war eine Agentin des SI:7, des Geheimdienstes von Sturmwind.

Als Allianzspieler trefft ihr sie häufiger in verschiedenen Gebieten, um Quests für sie oder mit ihr zusammen zu erledigen. Sie tritt als taffe Frau und erstklassige Scharfschützin auf, die mir persönlich sehr schnell ans Herz gewachsen ist.

Was sie so besonders macht: Ihren Werdegang konnte man seit Classic verfolgen. Sie wurde immer besser und spielte immer wieder wichtige Rollen. Jemand, mit dem man als Held selbst mitwächst. Sie hatte Auftritte in Classic, Cataclysm, Mists of Pandaria, Warlords of Draenor, Legion und sogar im aktuellen Shadowlands.

Ihr tragisches, vorläufiges Ende findet sie in Legion. Dort hat sie wichtige Informationen betreffend der Schreckenslords, welche Sturmwind untergraben. Nur durch sie kann Sturmwind und damit vermutlich die Allianz vor dem Angriff der Legion gerettet werden.

Kearnen wird ermordet, ehe sie ihre Nachricht überbringen kann. Man findet nur noch ihre Leiche und bringt dann ihre Mission zu Ende – was jedoch nur Schurken-Spieler überhaupt mitbekommen. In ihrem Nachleben in Shadowlands kann man ihr dann berichten, dass ihr Tod nicht verschwendet war:

Ein NPC in Shadowlands erinnert mich an meinen traurigsten Moment in WoW

Für einen so unbekannten und vermeintlich „unwichtigen“ Charakter hat Kearnen viele Auftritte in WoW und taucht immer wieder auf. Ihr Tod, der vermutlich genauso unbemerkt war, ist unfair, aber wohl das Los eines Geheimagenten. Dennoch etwas, das nicht vergessen werden sollte.

Welche Charaktere aus WoW sollten eurer Meinung nach nicht vergessen werden?

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2 Kommentare
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Aro

Ist zwar keine Frau, aber ich hab Finn Schönwind mega gefeiert.
der Humor der Charakters war einfach genau meins und das etwas tollpatschige Draufgängertum hat den Charakter für mich sehr sympathisch gemacht.
die Liebeleien mit Shaw, welche auch in dem Azeroth-Adventures Buch sichtbar wurden, waren eine positive Überraschung nach BfA 😀
der Charakter hatte auch dazu beigetragen in BfA hauptsächlich Alli zu zocken, wollte einfach immer wissen wie er in die Story involviert ist.

Klaitos

Ich sollte öfter den Schurken spielen. Den Tod von Amber Kaernen bekam ich tatsächlich nicht mit. Ich habe sie gemocht. 😢

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Klaitos
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