Das neue Survival-Spiel Witchspire hat MeinMMO-Redakteur Benedict Grothaus schon in der Demo angefixt, jetzt im Early Access auf Steam fesselt es ihn vollkommen – und das trotz horrender Temperaturen draußen (und drinnen). Das alles nicht wegen, sondern trotz eines Features, das auch die Konkurrenz von Palworld bietet.
Im Februar 2026 hatte Witchspire einen kleinen Playtest, den ich allerdings nach weniger als zwei Stunden schon beendet hatte. Bereits danach wusste ich jedoch: Witchspire sieht zwar süß aus, ist aber knüppelhart und ein echtes Survival-Game.
Entsprechend war mir klar, dass ich es jetzt im Early Access nochmal spielen muss, der am 10. Juni gestartet ist, blöderweise zeitgleich mit anderen Spielen, die ich noch auf der Liste hatte. Vor allem Conan Exiles hat mich da viele Dutzend Stunden gefesselt, dazu Diablo 4 mit seiner neuen Erweiterung und ein paar Spiele, in denen ich mit Freunden oft versinke.
Ich kam also erst recht spät dazu, Witchspire zu spielen – als es jedoch so weit war, ließ es mich sogar die höllischen Temperaturen in meiner Wohnung vergessen.
In der Demo schon gut, im Early Access einfach zauberhaft
Eine kurze Übersicht, was Witchspire eigentlich ist: Ihr spielt als Hexen-Lehrling und sucht bei der Hexenzinne nach euren Freunden, die schon mal „vorgegangen“ sind, während ihr bewusstlos wart. Nette Freunde …
Grundsätzlich ist Witchspire ein Survival-Crafting-Spiel, in dem ihr Ressourcen sammelt, euer eigenes Hexenhäuschen baut und vor allem die Welt erkundet. Das alles kommt in einem niedlichen Comic-Stil, der die Welt deutlich freundlicher erscheinen lässt, als sie eigentlich ist.
Denn vor allem Kampf und Gegner haben es in sich. Magie ist nicht nur nützlich für den Abbau von Rohstoffen, sondern auch das wichtigste Mittel im Kampf. Ein riesiger Skill-Tree versorgt euch mit neuen Rezepten und Kampf-Fähigkeiten.
Ein Teil von alledem war schon in der Demo zu sehen, aber was allein jetzt der Early Access bietet, hat mich absolut überrumpelt und Mal um Mal staunen lassen. Das Spiel läuft mit weniger als 7.000 Spielern in der Spitze absolut unter dem Radar.








Sie erblicken mich fliegend, sie hegen Groll
Was mir direkt aufgefallen ist, sind die Quests, die jetzt im Spiel sind. Eine kleine Narrative führt durch die Welt, erklärt die Geschehnisse und dient als Leitfaden für den nächsten Schritt der Reise. Durch diese Quests habe ich auch das erste Feature entdeckt, das ich vorher noch nicht kannte: Fliegen.
Eigentlich klar, eine Hexe braucht einen Besen und wenn man schon ganz stereotyp in diese Fantasie eintaucht, muss der fliegen können. Genau das lerne ich recht früh im Spiel und ab da verändert sich einfach alles.
Was vorher wie eine kleine Map mit ein paar Viechern, Holz, Stein und Metallen wirkte, entpuppt sich als gigantische Welt mit verschiedenen Biomen, die alle nur per Besenritt oder später Teleport erreichbar sind.
Nach acht Stunden am Stück an einem viel zu heißen Sonntag habe ich gerade so das zweite Biom entdeckt und bin da auch prompt dreimal draufgegangen … anfangs natürlich ohne Respawn in der Nähe. Aus meinen Fehlern in Windrose habe ich immer noch nicht gelernt und werde es wohl jetzt auch nicht mehr. Es gilt weiterhin: Witchspire ist nicht so süß, wie es wirkt.
Witchspire bietet sowas Ähnliches wie Pokémon, ist aber zum Glück nicht Pokémon
Dafür ist ein Feature stärker in den Fokus gerückt, das mich genau an Palworld eigentlich gestört hat. Palworld wird gerne als „Pokémon mit Knarren“ betitelt, weil man dort eben kleine Viecher sammelt und für einen schuften lässt, mit, naja, Waffen halt. Die Entwickler wehren sich verbissen gegen den Vergleich.
Witchspire macht das im Endeffekt ähnlich: schon am Anfang suche ich mir einen Begleiter aus, genau wie bei den Startern in Pokémon. Im Verlauf des Spiels lassen sich dann fast alle Bewohner der Welt ebenfalls, äh, „zähmen.“ Eigentlich tötet man sie und fängt ihre Seelen ein, aber so niedlich wie das verpackt wird, klingt es ausgesprochen doch etwas fies.
So oder so sind diese Begleiter nicht nur praktisch im Kampf – hier können bis zu 3 verschiedene, mit eigenen Skill-Bäumen und Spezialisierungen – mitgeführt und gewechselt werden, und sie dienen in Werkbänken entweder als Booster oder sind sogar notwendig für die Herstellung höherer Crafting-Tiers.
Pokémon hat mich nach der zweiten Generation schon verloren, weil ich das Spiel und vor allem die ständige Weiterentwicklung des immergleichen albern fand. Für mich war das Spielprinzip nach den ersten Erfahrungen einfach … durch. Es war gut, ich brauchte es nur nicht mehr.
Witchspire verzichtet zum Glück auf eine zu tiefe Verwandtschaft, und das System erinnert mehr an ein Zwischending aus Pokémon und Conan Exiles, mit genau dem richtigen Maß an Kampf und Nützlichkeit. Für mich ist Witchspire damit schon jetzt ein Highlight des Jahres und ein weiteres steht im Oktober an. Das ganze Jahr ist einfach fantastisch: 2026 ist das beste Survival-Jahr seit Langem und 3 neue Hits stehen jetzt schon fest
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