Von wegen schlechte Spielerinnen: E-Sport-Chef von Valorant rechnet im Interview mit einem Mythos ab – „Sie wurden nur nicht ausreichend gefördert“

Daniel Ringland, Head of Esports für Valorant bei Riot Games

Das Valorant Game Changers-Programm gilt als Vorreitermodell, Inklusion im E-Sport und Spielerinnen zu fördern. MeinMMO-Chefredakteurin Leya Jankowski unterhielt sich mit Daniel Ringland, Head of Varlorant Esports, in einem Interview über das Programm und die positiven Auswirkungen der Förderung von Inklusion.

In einer Welt, in der der E-Sport weiter wächst, steht eine Frage immer wieder im Fokus: Wie inklusiv ist die Szene wirklich?

Riot Games hat mit den Valorant Game Changers eine Antwort gegeben, die immer wieder als positive Initiative in der Szene hervorgetan wird. Das Programm wurde von Riot Games erschaffen, um speziell Frauen im Valorant-Esport mehr Chancen und Sichtbarkeit zu bieten. Es besteht aus hochkarätigen Turnieren und regelmäßigen Wettbewerben, um eine inklusivere, repräsentativere und sichere Wettbewerbsumgebung zu schaffen. Game Changers-Turniere sind exklusiv für Frauen und marginalisierte Geschlechter.

Wir hatten die Gelegenheit, mit Daniel Ringland, Head of Valorant Esport, zu sprechen und einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Game Changer Programms zu bekommen. In diesem Interview verrät er, wie die Vision für Inklusion von Anfang an Teil des Plans war, wie man mit Kritik umgeht und was das ultimative Ziel für eine diversere und spannendere E-Sport-Zukunft ist.

Von Anfang an geplant: Die Entstehung von Game Changers

MeinMMO: Valorant wurde vor rund fünf Jahren veröffentlicht. Was war damals die ursprüngliche Vision für Inklusion und Gleichheit im E-Sport und wie hat sie sich seitdem entwickelt?

Daniel Ringland: Game Changers war tatsächlich vom ersten Tag an Teil des E-Sport-Plans. Das Spiel kam heraus und sechs Monate später starteten wir die erste Version der VCT (Valorant Champions Tour). Schon in den frühen Planungsphasen wussten wir, dass wir einen inklusiveren E-Sport aufbauen wollten. Uns war klar, dass dies nicht von allein passieren würde und dass wir etwas tun mussten, um dies zu ermöglichen.

Es war also von Anfang an Teil des Plans, und von Anna Donlon, Head of Valorant Studios, bis zur gesamten Organisation war man sich einig, dass Valorant ein inklusives Spiel sein und daher auch einen inklusiven E-Sport haben sollte. Game Changers war quasi der Ausgangspunkt, eine der ersten Dinge, über die wir nachgedacht haben.

Mehr Kontext zur VCT: Die Valorant Champions Tour ist die globale E-Sports-Turnierserie für Valorant von Riot Games, bei der auch jedes Geschlecht zugelassen ist. Sie besteht aus regionalen Ligen und internationalen Events, bei denen die besten Teams der Welt um den Titel des Weltmeisters kämpfen. Das Highlight ist das große Finale „Champions“, das am Ende jeder Saison stattfindet.

MeinMMO: Offenbar habt ihr vieles richtig gemacht, denn Game Changers ist ein Vorzeigeprojekt dafür, wie man Veränderungen anstoßen kann. Was macht das Thema Inklusion im E-Sport für dich persönlich so wichtig?

Daniel Ringland: Ich glaube, eine Sache, die mir besonders aufgefallen ist, seit ich umgezogen bin und an Valorant arbeite, aber auch einfach das Spiel spiele, sind die negativen Konsequenzen, die eine nicht-inklusive und nicht-diverse Spielerschaft hat.

Als ich hergezogen bin, hatte ich eine Gruppe von Kollegen und Freunden mit denen ich jeden Donnerstag gespielt habe. Die Gruppe bestand ungefähr zur Hälfte aus Männern und zur Hälfte aus Frauen. Manchmal war ich in einem Spiel mit einer meiner Kolleginnen und hörte einfach, was sie ertragen mussten. Es war wirklich schrecklich.

Ich empfinde die Situation als furchtbar, wenn ich sehe, wie Freundinnen von mir die Schattenseiten eines nicht-inklusiven E-Sports und Spiels erleben müssen. Gleichzeitig schätze ich mich glücklich, für ein Unternehmen wie Riot zu arbeiten, in dem wir uns sofort daran machen, etwas zu reparieren, das in unseren Augen kaputt oder falsch ist. Ich denke, nichts ist so ernüchternd, wie so etwas aus erster Hand mitzubekommen und zu sehen, wie Freunde oder Menschen, die dir wichtig sind, das durchmachen müssen.

Das motiviert einen wirklich zu sagen: „Okay, wir können es besser machen, wir sollten es besser machen, und wir werden versuchen, es besser zu machen.“

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Seit 5 Jahren besitzt Valorant vielfältige Charaktere

Getrennte Ligen zwischen Männern und Frauen: ein „geschützter Raum“

MeinMMO: Ich bedauere, dass deine Kolleginnen und Freundinnen solche Erfahrungen machen mussten, aber ich bin froh, dass du dabei warst und es hautnah miterlebt hast. Es ist so wichtig, auch Unterstützung von Männern zu bekommen. Ihr habt ein Vorzeigeformat geschaffen, das in der Szene sehr positiv aufgenommen wird. Woher kam die Idee, separate Ligen für Frauen einzuführen?

Daniel Ringland: Die Idee entstand, weil wir viel Zeit damit verbracht haben, mit hochrangigen Valorant-Spielerinnen zu sprechen, um zu verstehen, was sie als die Hauptprobleme sehen und wie ihre Erfahrungen aussehen.

Wir haben detaillierte Fokusgruppen abgehalten, und was wir immer wieder von diesen Frauen hörten, war, dass sie das Gefühl hatten, dass der normale Weg zum Profi-Dasein kein „geschützter Raum“ sei. Sie benutzten dieses Wort sehr oft: „ein geschützter Raum“.

Wir fanden es wichtig, einen solchen Ort zu schaffen. Das war der erste Schritt, um einen geschützten Raum zu kreieren, in dem Frauen mit und gegen andere Frauen antreten können und sich nicht um all die anderen Bedenken sorgen müssen, die sie haben.

Von dort kam die Idee: Wir sprachen mit den Game Changers-Spielerinnen, hörten, dass sie einen geschützten Raum wollten, und Game Changers ist unser Versuch, genau das zu schaffen.

Der Balance-Akt der getrennten Ligen

MeinMMO: Ich muss zugeben, dass ich persönlich etwas hin- und hergerissen bin zwischen dem Konzept eines geschützten Raums und der Trennung der Ligen. Man sieht auch online viele Diskussionen darüber: „Fördert das wirklich die Gleichheit, oder stört es sie eher?“ Wie siehst du diese Kritik? Könnte es auch ein Problem sein, dass die Teams getrennt sind, um das Endziel der Gleichheit im E-Sport zu erreichen?

Daniel Ringland: Es ist eine wirklich feine Balance. Letztes Jahr hatten wir das erste Game Changers LAN-Turnier in Istanbul. Wir haben viele der nicht-wettbewerbsorientierten Game Changers-Spielerinnen eingeflogen und unser Team aus Los Angeles war dabei, um uns bei der Durchführung einer Fokusgruppe zu helfen, um die Perspektive der Spielerinnen zu verstehen.

Wir haben festgestellt, dass es innerhalb der Game Changers-Community zwei Gruppen von Spielerinnen gibt. Einige wollen Profis werden, sie wollen in den Challenger Leagues und der VCT spielen, am Ende auf der Bühne stehen und die Trophäe in die Höhe stemmen. Und dann gibt es Spielerinnen, die einfach nur im Game Changers-Ökosystem spielen wollen und aus verschiedenen Gründen nicht weiter gehen möchten.

Game Changers muss für beide Gruppen funktionieren, obwohl sie ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben. Einige sehen Game Changers als Sprungbrett in die gemischten Turniere, andere als ihr Endziel. Und sie brauchen sich gegenseitig, um gegeneinander antreten zu können.

Es ist eine schwierige Balance, weil unsere Vision letztlich immer noch ein diverses Valorant-E-Sport-Ökosystem ist, in dem es in ein paar Jahren ganz normal ist, Teams mit Männern und Frauen zu sehen. Dafür müssen Spielerinnen aus Game Changers in das Hauptökosystem wechseln. Daher ist es eine feine Balance, weil man wirklich beide Gruppen ansprechen muss.

Die feine Balance: Sprungbrett oder Endziel?

MeinMMO: Das ist interessant, denn es klingt, als gäbe es unterschiedliche Bedürfnisse und einige möchten vielleicht gar nicht weiter in die – derzeit – von Männern dominierten Turniere vordringen. Das wirft die Frage auf: Gibt es ein Endziel für Game Changers, in die gemischten Teams überzugehen, oder möchtet ihr beide Bedürfnisse bedienen, auch als langfristiges Ziel?

Daniel Ringland: Ich würde es so formulieren: Mein Wunsch ist, dass eine Frau, die derzeit in Game Changers spielt und in die VCT wechseln möchte – die wir das „gemischte Ökosystem“ nennen, aber seien wir ehrlich, momentan spielen dort nur Männer – dazu in der Lage sein sollte.

Wenn sie aber in Game Changers bleiben möchte, weil es ihr dort gefällt, sollte sie das auch können. Wir möchten, dass die Game Changers-Spielerinnen das Gefühl haben, die Wahl und den Weg zu haben, in die VCT zu gelangen.

Manchmal bezeichnen wir Game Changers intern als „Rampe“ oder „Sprungbrett“ in die VCT. Wir müssen also sicherstellen, dass dieser Weg vorhanden ist. Es ist unsere Aufgabe, diesen Weg zu ebnen, damit sie ihn einschlagen können, wenn sie sich dafür entscheiden.

Geschichten der Spielerinnen als Inspiration für weitere Frauen

MeinMMO: Ein Teil des Problems ist auch die Unterrepräsentation. Die großen Namen kommen meist von Männern, ähnlich wie im Fußball oder anderen von Männern dominierten Sportarten, die auch weniger mediale Aufmerksamkeit bekommen. Ich muss ehrlich gestehen, bei uns bei MeinMMO ist es ähnlich: Wir schreiben über die großen männlichen Namen, weil sie bekannt sind und die Leute sich dafür interessieren, und so gerät man in einen Teufelskreis. Wie geht ihr dieses Problem und die Ungleichheit in der Repräsentation an und wie fördert ihr die professionellen Spielerinnen?

Daniel Ringland: Ich glaube, wir versuchen, durch die Präsentation von Vorbildern zu inspirieren.

Wenn man sich die Game Changers Champions ansieht, siehst du, dass wir viele hochwertige Features und Video-Content erstellen, die die Geschichten der Spielerinnen erzählen und ihre Einzigartigkeit im Turnier hervorheben. Die Idee dahinter ist, dass dies inspirierend wirken kann, indem wir die Geschichte hinter der Person zeigen und ihr Profil aufbauen.

Dieses Jahr haben wir unsere Content-Strategie für Game Changers ein wenig geändert: Wir berichten weniger über die reinen Ergebnisse, sondern mehr über die Hintergrundgeschichten der einzelnen Spielerinnen. Das soll die Persönlichkeiten aufbauen und andere Frauen inspirieren, sich diese Beispiele anzusehen und zu sagen: „Das ist wirklich toll, das könnte ich mir auch vorstellen.“

Und wir haben festgestellt, dass diese Inhalte sehr gut ankommen. Die Leute sind daran interessiert, die Geschichten dieser Spielerinnen zu hören.

MeinMMO: Das ist eine sehr kluge Idee. Das ist etwas, was wir auch feststellen: Die Leute lesen gerne über Menschen und ihre Geschichten und nicht nur über Zahlen. Ich hätte aber noch eine Frage zum Thema gemischte Teams. Was müsste aus deiner Sicht passieren, damit dies häufiger geschieht und für alle Beteiligten erfolgreich ist?

Daniel Ringland: Wir glauben, dass Game Changers eine gute Arbeit leistet, indem es ein geschützter Raum ist, in dem Frauen antreten und besser werden können. Game Changers Champions sind ein ziemlich großes Turnier und eine große Investition für uns.

Wir denken, dass wir als Nächstes einen tatsächlichen Raum für ein gemischtes Spiel schaffen müssen, in dem die einzigen Teams, die antreten, Teams mit Männern und Frauen sind. Dieses Jahr zum Beispiel haben wir kürzlich ein neues Turnier namens Project Blender angekündigt.

Es braucht Anreize, um mit gemischten Teams zu starten

MeinMMO: Was genau ist Project Blender?

Daniel Ringland: Es wird mit 1.024 Teams starten, die alle gegeneinander antreten. Im Laufe des Turniers werden wir Challenger League-Teams und dann VCT-Teams hinzufügen. Am Ende werden zwei Teams übrig bleiben und es gibt einen Gewinner.

Wir werden bevorzugte Startplätze für gemischte Teams schaffen, sodass sie nicht auf dem 1.024-Level einsteigen, sondern erst später im Turnier. Die Idee dahinter ist, Organisationen wie KC und G2, die zwei Kader haben, zu ermutigen, nicht ein Männer- und ein Frauenteam einzusetzen, sondern vielleicht zwei gemischte Teams.

Wir hatten gehofft, dass sich dies von selbst ergeben würde, aber es scheint, als müssten wir Anreize schaffen, damit die Teams sagen: „Okay, probieren wir das mal aus.“

Und wir sind zuversichtlich, dass diese gemischten Teams sehr gut abschneiden werden. Ich denke, das ist ein weiteres Werkzeug, das wir brauchen, um mehr Anreize für gemischte Teams zu schaffen.

Frauen erhalten nicht die gleiche Unterstützung wie Männer

MeinMMO: Das ist etwas, das man oft in Online-Debatten sieht, wo viele Männer behaupten: „Frauen spielen einfach schlechter und sind nicht so gut im Gaming, deshalb können sie nicht mit männlichen Teams mithalten“, obwohl es keine körperlichen Nachteile gibt wie vielleicht im Fußball oder beim Schwimmen. Was würdest du diesen Leuten entgegnen?

Daniel Ringland: Letztes Jahr hatten wir ein Turnier namens „Spotlight“, in dem nur gemischte Teams antreten durften. Ich war beim Finale und habe mit vielen unserer Game Changers-Spielerinnen gesprochen, die dort waren.

Sie waren überwältigt, wie viel besser sie wurden, als sie die volle Unterstützung erhielten, die Männerteams normalerweise bekommen. Plötzlich hatten sie einen Coach, einen Analysten und ein ganzes Support-Team, und sie hatten das Gefühl, sich in nur wenigen Tagen so sehr verbessert zu haben.

Wenn wir also mehr Gelegenheiten schaffen, bei denen Frauen die gleichen Vorteile erhalten wie Männer, was derzeit nicht der Fall ist, wird sich diese Lücke schließen.

MeinMMO: Wie kommt es, dass sie normalerweise nicht die gleiche Unterstützung erhalten?

Daniel Ringland: Ich denke, es ist ein Teufelskreis. In der Wahrnehmung der Spieler und Fans sind die männlichen Spieler besser, also werden sie mehr angesehen.

Das bedeutet natürlich, dass es mehr Investitionen gibt, um ihnen die besten Coaches und Analysten zu besorgen. Hier können Programme, die wir entwerfen, eingreifen und dieses Muster durchbrechen, um sicherzustellen, dass jeder Zugang zur gleichen Art von Unterstützung hat. Dann können sich alle gleichermaßen verbessern und wachsen.

MeinMMO: Was wollt ihr in Zukunft tun, um sicherzustellen, dass Inklusion und Gleichheit ein zentraler Bestandteil des E-Sports von Riot und Valorant bleiben?

Daniel Ringland: Ich denke, wir haben das Glück, bei Riot zu arbeiten, weil sich das Unternehmen wirklich dafür einsetzt. Anna Donlon, die das Studio für Valorant leitet, hat uns intern gesagt, dass wir uns Game Changers verpflichtet fühlen und dass es kein Programm ist, das einfach verschwinden wird. Wir werden es so lange fortführen, wie es nötig ist, um unsere Vision zu erreichen.

Das Bewusstsein, dass dieses Thema für das Unternehmen wichtig ist, hilft sehr. Es stellt sicher, dass es in der gesamten Organisation ernst genommen wird. Wir wissen, dass es wichtig ist, wir wissen, dass wir es weiter versuchen werden, und wir werden nicht aufgeben.

Diversität bedeutet spannenderes Gameplay

MeinMMO: Bevor wir zur letzten Frage kommen, wie würde dein ideales Bild der Zukunft von Gleichheit im E-Sport aussehen?

Daniel Ringland: Mein ideales Bild ist, dass ihr die VCT einschaltet, sei es in der EU oder in Amerika, oder vielleicht eure Lieblings-Challenger-Liga anseht, und es gibt einfach Teams mit Männern und Frauen. Das wäre dann ganz normal, weil man es gewohnt ist, es zu sehen.

Das ist die Vision, die wir für Game Changers haben. Wir wollen einfach einen gemischten und diversen E-Sport schaffen, und wir werden helfen, dieses Ziel zu erreichen.

MeinMMO: Wäre das nicht auch einfach unterhaltsamer?

Daniel Ringland: Absolut. Ich denke, mehr Diversität bedeutet auch diverseres Gameplay. Valorant ist ein Spiel, bei dem man hofft, dass verschiedene Menschen es auf sehr unterschiedliche Weise spielen, sodass man nie zweimal das gleiche Gameplay sieht.

Wenn man eine diversere Gruppe von Spielern hat, wird man naturgemäß auch ein diverseres Gameplay sehen, und das ist für Fans interessanter. Es wäre wirklich gut für alle.

Tipps für Frauen im E-Sport durchzustarten

MeinMMO: Das ist ein sehr guter Punkt, daran habe ich noch nie so gedacht. Es stimmt, dass die Spiele auch durch unterschiedliche Line-ups spannender werden. Ich habe nur noch eine letzte Frage an dich. Was würdest du jungen Frauen raten, die eine Karriere im E-Sport in Betracht ziehen?

Daniel Ringland: Als Profispielerin oder eher hinter den Kulissen?

MeinMMO: Vielleicht beides?

Daniel Ringland: Okay, für Leute, die ihr kompetitives Spiel auf die nächste Stufe heben möchten, gibt es verschiedene Wettbewerbsebenen, um einzusteigen. Hier in Deutschland haben wir zum Beispiel Project Queens, das ist eine gute erste Anlaufstelle. Wenn man sein Spiel ernst nimmt und die Option hat, Profi zu werden, ist es ein guter Weg, ein Team zusammenzustellen und dort anzutreten. Von dort aus kann man, wenn man gut ist, in Game Changers einsteigen. Das ist definitiv der Weg auf der Profiseite.

Wenn es um den Einstieg in den E-Sport allgemein geht, werde ich das oft gefragt. Es geht darum, darüber nachzudenken, welche Fähigkeiten man für die Rolle braucht, die man im E-Sport anstrebt. Vielleicht ist jemand an der Content-Erstellung interessiert, er sieht sich vielleicht für ein Team arbeiten, um lustige Videos zu machen. Es geht wirklich darum, diese Fähigkeiten zu erlernen und sie dann in den E-Sport einzubringen. E-Sport-Teams und Turnierveranstalter brauchen viele der gleichen Fähigkeiten wie viele andere Branchen. Also würde ich sagen: Wähle ein Handwerk, lerne es, werde wirklich gut darin und behalte die Leidenschaft, dieses Handwerk im E-Sport anwenden zu wollen.

MeinMMO: Vielen Dank für deine Perspektive und das Gespräch, Daniel.

Gemischte Teams gehören noch nicht zur Normalität, aber erste Schritte sind getan

Das Interview mit Daniel Ringland verdeutlicht, dass der Weg zu einem inklusiveren E-Sport noch lang ist. Aktuell sind Ungleichgewichte in der medialen Repräsentation und der Unterstützung für Spielerinnen deutlich spürbar. Riot Games hat mit Game Changers jedoch einen entscheidenden Schritt unternommen, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen und einen geschützten Raum für Frauen zu schaffen.

Das Programm ist ein wichtiger Anfang, um Spielerinnen die Möglichkeit zu geben, ihr Potenzial voll zu entfalten und als Vorbilder zu fungieren. Projekte wie Project Blender, die aktiv Anreize für gemischte Teams schaffen, zeigen, dass Riot weiterhin daran arbeitet, die Brücke zwischen den separaten Ligen und den gemischten Turnieren zu bauen.

Die Vision eines E-Sports, in dem gemischte Teams zur Normalität gehören, ist zwar noch nicht erreicht, aber dank dieser Initiativen ein konkretes Ziel, auf das hingearbeitet wird.

Auch in anderen E-Sport-Titeln gibt es hier langsam Durchbrüche, wie wir 2025 in Counter Strike sehen konnten: Das 1. Mal in der Geschichte haben sich 5 Frauen für ein großes Turnier in Counter-Strike qualifiziert

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koeniq

Ich denke auch jeder sollte seinen Teil im online gaming beitragen.
Also in guilde / voice Chat etc.
Wenn man einer Frau begegnet sollte man Interesse zeigen und fragen ob sie einen Freund hat und evtl nach der Nummer fragen.
Dann fühlt sich die Frau im Spiel genau so wohl wie im Club oder auf der Straße.
Wenn sie dann auch gute plays abliefern, sollte man das auch würdigen und schreiben dass das ja gar nicht so schlecht für eine Frau war.
Denke damit schaffen wir einen Raum wo sich auch Frauen wohl fühlen und sich verbessern können und wollen. 🙃

mein-mmo-2F

Genau, Kommunikation ist ja so wichtig! 😁

Wie ist denn da eigentlich die korrekte Reihenfolge?
Kommen Fragen nach einem Foto, den drei Maßen und dem Wohnort erst später?
Wohnort wäre ja vielleicht ziemlich wichtig, denn einige der Bubis dürfen ja noch nicht allein mit dem Zug fahren.^^

mein-mmo-2F

Ich glaube einfach, dass viel, viel weniger Frauen bzw Mädchen die gleiche Hingabe entwickeln wie manche Jungs. Man entscheidet sich ja nicht erst mit 16 oder 18 Jahren dazu ein “nerdiger Vollzeitgamer” zu werden.
Vielleicht ziehen Jungs einfach einen grösseren Kick daraus, in Verbindung mit Konkurrenzdenken und Dominanzverhalten, so dass sie sich eben schon mit 12 Jahren und früher extrem engagieren.

Entgegen einiger Meinungen sind Männer und Frauen nämlich nicht gleich.
Einen sehr ausführlichen Wikipediaeintrag dazu gibt es hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Psychologische_Unterschiede_zwischen_M%C3%A4nnern_und_Frauen

Das Gleiche gilt übrigens für Schach, was ja ein Einzelsport ist, kein Gruppentraining benötigt, sehr anonym Online gespielt werden kann und so geringere Einstiegshürden für Frauen bietet.
Frauen haben dort ihre eigene Weltmeisterschaft, können aber auch bei den Männern mitspielen. Also das, was man wohl auch beim Gaming erreichen will.
Trotzdem sind nur 4% aller Schachspieler Frauen, und diese spielen in der offenen Weltmeisterschaft keine Rolle.

PS: Nicht gleich zu sein bedeutet nicht einen unterschiedlichen Wert zu haben.

VonGestern

Zum diesem Wiki Eintrag: Der ist so krass eindimensional, diesen als DIE WAHRHEIT darzulegen, ist maximal unangenehm. Bestenfalls KÖNNTE etwas daraus auf einen TEIL zutreffen, doch solche konstruierten und ewig widerholten “Wahrheiten” hindern letztendlich jeden Fortschritt in dieser Richtung… Wir Leben doch nicht in einem Vakuum, wo irgendwelche Studien Jungs und Mädchen neutral aufwachsen lassen könnten…um dann objektiv(wie?) zu bewerten… Diese dort aufgeführten Studien sind wiedermal lächerlich.

Studien, Studien, Studien. Jämmerlich. Es gab Studien, die besagten Menschen mit dunkler Hautfarbe sind weniger Intelligent als Menschen mit heller Hautfarbe. Studien belegten, Frauen leiden unter Hysterie und könnten nur bedingt rational denken. Studien, mit dem Multitasking, riesen Hype, riesen Schwachsinn. Studien? Pah! Jetzt wieder dieser Rotz… untermauert von irgendwelchen Studien die natürlich total vorurteilsfrei von einer geringen Handvoll Menschen durchgeführt wurden die alle… neutral sind… na klar. Nein, einfach nein.

Dabei dachte ich einmal, wir wären schon weiter.

Soll kein Angriff gegen dich sein! Es geht mir nur gegen diese Ideologien und ihren Anspruch, vor allem, die einzig richtige zu sein. Dazu Trigger und so.

Es ist ein großes und schwieriges Thema…

Unterschiede machen den Unterschied erst, wenn man diese zu einem Unterschied macht.

Marrurka

Vielen Dank für dein Beitrag, ich sehe es genau so wie du!

mein-mmo-2F

Also glaubst du, das zB Hormone keinerlei Unterschied machen?
Das die unterschiedliche Ausbildung bestimmter Hirnareale keinerlei Unterschied macht?
Das es keine gesellschaftlich antrainierten Verhaltensweisen gibt?
Das es keine angeborenen Verhaltensweisen gibt?

Lebst du hinter dem Mond?
Naja, wenn du jedweder Studie die Glaubwürdigkeit absprichst, lebst du eher hinterm Mars. Oder der Venus, falls dir das lieber ist.

Unterschiede machen den Unterschied erst, wenn man diese zu einem Unterschied macht.

Und das sagt uns was genau?
Anscheinend sind Unterschiede für dich ja automatisch etwas Schlechtes. Das sehe ich eben anders.

VonGestern

Du machst es dir ja sehr einfach. Strohmannn Argumente!? Ernsthaft?? Da habe ich mehr von DIR erwartet T.M.P.! Ich bin tatsächlich doch enttäuscht…

Möglicherweise ging der Kerngedanke hinter meinem Kommentar auch etwas unter. Dachte eigentlich es wäre verständlich gewesen. Nein… es ist auch verständlich… Wenn man denn will. Klar, Missverständnisse, an einander Vorbei Reden, nicht alles in einen Kommentar packen können dass alles gerade abdeckt, unglückliche Formulierungen- kann alles mal sein… Nur, ich habe gegen etwas im allgemeinen gewettert, du greifst mich direkt an.. versuchst mich hinterhältig zu ködern… spottest dabei… was erhoffst du dir mit solch einer miesen Tour? Das ist NICHT in Ordnung!

Eine konstruktive Diskussion ist SO gänzlich unmöglich. Schade.

mein-mmo-2F

Weisst du was nicht in Ordnung ist? Mit Absicht eingeschnappt sein, damit man nicht diskutieren muss.
War “Lebst du hinterm Mond?” jetzt wirklich zu harter Tobak?

Wo waren das denn Strohmann Argumente?
Das steht alles in dem Wikipediaartikel den du einfach pauschal abzulehnen scheinst. Nein, tatsächlich scheinst du jede Art von Studie, also einen Grossteil sämtlicher wissenschaftlicher Arbeit einfach abzulehnen. Was ziemlich irrational ist.
Daher stehe ich zu meiner Frage. Die übrigens eher den Sinn deiner Aussagen hinterfragen sollte, als als persönliche Beleidigung aufzufassen war.

VonGestern

Mit Absicht eingeschnappt sein, damit man nicht diskutieren muss.” Totschlagargument. Es gibt genügend Situationen wo eine Diskussion keinen Sinn mehr macht. Ist dies hier auch der Fall? Ich weiß es gerade nicht.

“Lebst du hinter dem Mond?
Naja, wenn du jedweder Studie die Glaubwürdigkeit absprichst, lebst du eher hinterm Mars. Oder der Venus, falls dir das lieber ist.” Jemand oder etwas ins lächerliche ziehen ist nie eine gute Grundlage. (Etwas witzig fand ich es aber schon)

“Wo waren das denn Strohmann Argumente?”
Hier, komplett:
Also glaubst du, das zB Hormone keinerlei Unterschied machen?
Das die unterschiedliche Ausbildung bestimmter Hirnareale keinerlei Unterschied macht?
Das es keine gesellschaftlich antrainierten Verhaltensweisen gibt?
Das es keine angeborenen Verhaltensweisen gibt?”

“Das steht alles in dem Wikipediaartikel den du einfach pauschal abzulehnen scheinst.” Nein nicht pauschal. In Teilen, ja.

“Nein, tatsächlich scheinst du jede Art von Studie, also einen Grossteil sämtlicher wissenschaftlicher Arbeit einfach abzulehnen. Was ziemlich irrational ist.”
Ich lehne was ab?? Ich nannte drei Beispiele, bei denen Wissenschaftliche Studien vieles waren nur keinesfalls wissenschaftliche Arbeit. Zumindest die ersten beiden waren KOMPLETTER BS. Mir darauf sowas zu unterstellen ist auch wieder schwierig.

“Anscheinend sind Unterschiede für dich ja automatisch etwas Schlechtes.”
Ich beiß gleich in den Tisch… warum sollte es?? “Unterschiede machen den Unterschied erst, wenn man diese zu einem Unterschied macht.” Als würde ich jeden Unterschied… och nööö.

Nochmal zum
“Nein, tatsächlich scheinst du jede Art von Studie, also einen Grossteil sämtlicher wissenschaftlicher Arbeit einfach abzulehnen.”
“Studien, Studien, Studien. Jämmerlich.” Ah, vielleicht deswegen. Bezieht sich auf folgendes: Man sollte niemals irgendwelchen Studien blind glauben schenken. Dies wollte ich zum Ausdruck bringen. Es ist ein Problem zu sagen, es ist nunmal so, und damit keinen Platz für anderes zu lassen. Es gibt viele Gruppierungen, die profitieren davon, den Geschlechtern verschiedene Eigenschaften zuzusprechen. Diese Wiki Studie untermauert dieses Denken. Damit wird ein umdenken und eine Weiterentwicklung blockiert. “Wir Leben doch nicht in einem Vakuum” Jede Studie ist bereits kontaminiert von Geschlechter Stereotypen. Jedes Neugeborene bekommt bereits einen gesellschaftlichen Stempel aufgedrückt. Wie kann dann was bewiesen werden?
Blindes Vertrauen in die Leute, die Studien durchführen… darf nicht sein. Da spielen persönliche Referenzen enorme Rollen und wirken sich auf Ergebinnse aus! Los macht mal Studien, aber wir wollen zu dem da Ergebnis kommen… sowas eben.

Wir sind alle auf der Suche nach Antworten, diese Studie behauptet diese zu habe. Gleichzeitig bestätigt und festigt sie interessanterweise Stereotypen. Genau solche Stereotypen, die in den letzten Jahrzehnten anfingen zu erodieren. Ein Umstand, den so einigen nicht passt. Wie viel Wissenschaft steckt da wirklich drinnen? Und wie viele andere Beweggründe?

Aus einem anderen Kommentar von dir: “Weil Frauen bzw Mädchen nun einmal andere Interessen haben als Männer bzw Jungs. Und Gleiches gilt fürs Gaming.” Dem kann ich nicht zustimmen. Menschen haben verschiedene Interessen. Was soll es für einen Unterschied machen, das Geschlecht? Weil Hirn bla anders bla… jetzt den Spruch mit den Unterschied nochmal und Tadaa, drehen wir uns im Kreis. Aber genau darauf war er gemünzt.

So ich muss zum Ende kommen, meine Augen haben langsam genug vom Bildschirm.
Missverständnisse, an einander Vorbei Reden, nicht alles in einen Kommentar packen können dass alles gerade abdeckt, unglückliche Formulierungen” Internet… schreiben… erklären… verstehen. Es kann manchmal recht holprig sein. Hier und heute auch? Wir haben zwei verschiedene Ansichten bezüglich der Geschlechter. Ich schließe die deine, sofern mir bekannt, nicht kategorisch aus. Ich schließe aber aus, dass es nur die eine Wahrheit dazu gibt. Oder anders: So ähnlich, aber auch so unterschiedlich Menschen auf verschiedene Lebensmittel reagiern, so ähnlich, aber auch unterschiedlich reagieren wir auf viele andere Dinge.

Ich würde mir wünschen, die Leute kämen weg von: ist so! und würden öfters ein: könnte sein! daraus machen.

So, uff war viel… was tut man nicht alles für… wofür eigentlich? Für das, was mir wichtig ist.

Auf die Liste, mit meinen persönlichen Unwörtern des Jahres, setze ich: Studie.

mein-mmo-2F

Danke für die ausführliche Antwort. Leider habe ich jetzt nicht ganz so viel Zeit.^^

Was mir quer kam war schon:

Zum diesem Wiki Eintrag: Der ist so krass eindimensional, diesen als DIE WAHRHEIT darzulegen, ist maximal unangenehm.

Dabei ist das eine riesige Sammlung von Informationen mit 126 Einzelnachweisen. Viele davon übrigens aus von Frauen geschriebenen Fachbüchern.
Dieser Eintrag ist nicht nur eine isolierte, halbgare Mini-Studie von irgendwelchen Spinnern, die ich als “DIE WAHRHEIT” verbreite.

PS: Eine Unterstellung, die übrigens auch nicht gerade nett von dir war. Gleiches gilt für “Dabei dachte ich einmal, wir wären schon weiter.”, was mir unterstellt rückständig zu sein.
Da sticht “Lebst du hinterm Mond?” nicht wirklich heraus, nicht wahr? 😉

Zum Beispiel waren einige Studien, die nachweisen sollten ob Kinder Präferenzen haben was das Spielzeug angeht, anscheinend recht Aufwendig.
Da gab es sowohl Versuche mit Primaten, als auch Versuche mit Kindern, die genetische Besonderheiten haben.
(Einzelnachweise 21 bis 29)
Aber so genau will ich auf einzelne Themen gar nicht eingehen.

Eigentlich wollte ich von Anfang an nur sagen, dass vielleicht mit einem Fördern der Frauen nicht plötzlich alles gut ist. Einfach weil es sehr viel weniger “Ausgangsmaterial” gibt, das wirklich die gleichen Vorraussetzungen wie die klassischen männlichen “Nerds” besitzt.

Da jetzt plötzlich Frauen zu finden, die wirklich ganz oben mitspielen können, wird einfach schwierig. Statt 100 Ausnahmetalenten gibt es dann vielleicht nur 4. (Ja, ich schiele da mal frech auf die Zahlen vom Schach.)
Und die wenigen Ausnahmetalente würden in einer reinen Frauenliga mangels gleichwertiger Gegner einfach nie so gut wie die Spitze der Jungs werden.

Ob die Gründe dafür jetzt genetischer oder erzieherischer Natur sind, ist für diese Aussage eigentlich zweitrangig.

Zuletzt bearbeitet vor 7 Monaten von T.M.P.
VonGestern

Ja ok verstehe.

Mit “Dabei dachte ich einmal, wir wären schon weiter.” wollte ich nicht direkt auf dich zielen, es war eine verallgemeinerung… da hatte ich noch ursprünglich mehr geschrieben und wieder gelöscht, dabei ging dies offensichtlich unter. (Hätte das Thema noch mehr gesprengt)

Ich merke, wiedermal, man kann sich noch so viel Mühe geben, irgendwie sind manche Sachen nur schwierig klar zu transportieren. Dann war ich zusätzlich getriggert und schwups, gibt’s viele Emotionen die irgendwie in Worte gepackt werden wollen.

Ich denke, kann man so stehen lassen. Wir haben uns wieder lieb und ich will dir auch nicht mehr in die Füsse beißen.

Und um die Frage zu beantworten die nicht gestellt wurde: Quaoar klingt lustig, den Planeten mag ich.

mein-mmo-2F

Ja, ich hätte meinen ersten Post wohl auch etwas ausführlicher schreiben können. War halt schon spät… hust*^^

Toll, jetzt musste ich erst einmal Quaoar googlen… und Cubewano.
Würde ja sagen, wieder was gelernt, aber die Namen kann sich doch keiner merken! 😅

Marrurka

Das Schachspieler meistens männer sind, liegt vor allem an der Erziehung, der kulturellen prägung und an der Förderung von Talent.
Es ist ja keines falls so, das ich eine Frau automatisch schlechter spielt als ein mann, nur aus der Tatsache heraus daß sie eine Frau ist.
In meinen Augen kompletter Schwachsinn.

Diese Unterschiede in den einzelnen Lebensbereichen kommt nicht durch Unterschiede in der kognitiven Leistung.

Ein Mann der Pädagoge ist, ist doch auch nicht automatisch schlechter als seine Weibliche Kollegin, nur weil er ein Mann ist und in dem Bereich zu 80% (oder mehr kp) Frauen tätig sind.

Zuletzt bearbeitet vor 7 Monaten von
Marrurka

Ach btw, es gibt neue Untersuchungen das Frauen im Schnitt am Tag länger zocken als Männer. Was ist da denn deine Erklärung für ?

mein-mmo-2F

Unterschiedliche Interessengebiete.

Die amerikanische Gaming-Analyse-Agentur Quantic Foundry beschäftigt sich ausführlich mit der Gamer Motivation und stellt fest: Während für die meisten Frauen der Spaß, „Fantasy“ und die Interaktion mit anderen Spielern im Fokus stehen, sind für Männer die „Competition“ (Wettkampf) und „Destruction“ (Zerstörung) primäre Anreize, um in virtuelle Welten abzutauchen. Statistisch präferieren die meisten weiblichen Zocker also Spiele mit sozialen Inhalten und strategischen Zielen..

https://www.vodafone.de/featured/female/studien-belegen-frauen-spielen-lieber-casual-games/#/

Zugegeben, schon etwas älter, aber ich hatte keine Lust lange zu suchen.

mein-mmo-2F

Vorneweg:

Diese Unterschiede in den einzelnen Lebensbereichen kommt nicht durch Unterschiede in der kognitiven Leistung.

Das habe ich auch nicht behauptet.

Und jeder kann Schach spielen. Man braucht keinen Grossmeister, der einen anleitet. Heutzutage benötigt man ja eigentlich nicht einmal mehr echte Gegenspieler.^^
Trotzdem sind es nur zu 4% Frauen. So wie ich das sehe, weil ganz einfach das Interesse nicht da ist.
Weil Frauen bzw Mädchen nun einmal andere Interessen haben als Männer bzw Jungs. Und Gleiches gilt fürs Gaming.

Nochmal: Ich sage nicht, dass Frauen an sich schlechter geeignet wären, um Schach zu spielen. Die beste Frau wurde, mit grossen Abstand zu allen anderen Frauen, immerhin achte in der gemischten Schach-Weltmeisterschaft. Das ist bei der geringen Beteiligung schon ein grosser Erfolg. Aber eben auch eine grosse Ausnahme.

Zuletzt bearbeitet vor 7 Monaten von T.M.P.
Marrurka

Und wie erklärst du dir dann, beim gaming, die fast 50/50 Verteilung beim gaming ?

Quelle:
https://www.game.de/guides/jahresreport-der-deutschen-games-branche-2021/01-spielerinnen-und-spieler-in-deutschland/

Und noch mal: Beim Schach (und anderen Männlich geprägten Sportarten) ist es halt so, das sie Männer gefördert werden, die Kinder so erzogen werden das Mädchen mit Puppen Spielen und Jungs Fußball spielen.
Das liegt aber keinesfalls an dem Geschlecht, sondern an soziologische, Kulturellen Gründen.

Marrurka

Vielen Dank für diesen Artikel.

Ich finde es sehr schade, das es nötig ist eine extra Frauen Liga zu schaffen.
Die Männer (und manchmal sogar noch Jungs) sollten ihr dämliches Alpha Gehabe einpacken, und die Frauen als das sehen was sie nun mal sind, Menschen.
Gerade bei zocken, uns ich glaube fast überall, gibt es keine nennenswerte Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Außer vllt beim Kraftsport (professionell) oder so. Aber sonst? No way. Es kommt immer auf den Menschen drauf an, auf das Talent, die Förderung etc pp.

T4nnenhirsch

“Gerade bei zocken, uns ich glaube fast überall, gibt es keine nennenswerte Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Außer vllt beim Kraftsport (professionell) oder so. Aber sonst? No way. Es kommt immer auf den Menschen drauf an, auf das Talent, die Förderung etc pp.”

Es gibt da aber noch den biologischen Aspekt, welcher sich beim Fußball, Leichtathletik, Tennis, Kampfsport etc pp bemerkbar macht.

Marrurka

Das meine ich ja mit Kraftsport, ist vll blöd ausgedrückt… Passender ist denk ich “Profisport”. Weil im Laien bzw amateur Bereich sehe ich das anders. Auch aus eigener Erfahrung.

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