Die Map von Valheim ist so riesig, dass ich nach 50 Stunden nur 5 % gesehen habe

Valheim kommt aktuell bei zehntausenden Spielern gut an. Das neue Survival-Game besticht mit tollen Inhalten, einer riesigen Welt und es gibt viel zu tun. Doch wie groß diese Welt wirklich ist, hat MeinMMO-Autor und Survival-Experten Benedict Grothaus ein wenig erschreckt …

Seit dem Early-Access-Release von Valheim habe ich mittlerweile fast 50 Stunden lang gespielt. Dabei habe ich vermutlich „normal“ gespielt, so wie die meisten: Ressourcen gesammelt, meine Ausrüstung verbessert, die Welt erkundet. Wer genaueres dazu lesen will, findet in meinem Anspielbericht von Valheim die Gründe, warum es so gut ist.

Ich habe also nicht getrödelt und vor allem war ich viel unterwegs – oder so dachte ich. Mir und sicherlich vielen anderen Spielern ist es in einem Survival-Game wichtig, alles zu erkunden. Dazu bekommt man ja schließlich eine Welt, in der man überleben soll.

Valheim hat mich aber überrascht. Nachdem ich bereits einigermaßen umfangreiche Karten von Fallout 76, Conan Exiles und Rust gewohnt bin, lagen meine Erwartungen recht hoch. Aber Valheim hat sie noch übertroffen.

Wie groß ist die Map von Valheim?

So sieht die Map aus: Zuerst einmal kann die Map relativ klein wirken. Das liegt aber daran, dass ihr sie zu Beginn einfach in einem Zoom seht, wenn ihr sie öffnet. Als ich nach einigen Stunden das erste Mal auf die Karte geschaut habe, dachte ich: „Oh, habe ja schon ganz schön was erreicht.“

valheim welt zoom
So viel habe ich mittlerweile bereits aufgedeckt. Sieht echt viel aus, oder? Denkste.

Ich habe mich darüber gefreut und weitergemacht. Nachdem mir dann aber irgendwann dämmerte, dass eigentlich gar nicht alle Inhalte auf diesem Stück Platz haben, habe ich genauer geschaut und festgestellt, dass man rausscrollen kann.

Also habe ich die Map nochmal geöffnet und nachgesehen. Beim Anblick der gesamten Map ist mir dann aufgefallen, dass nicht einmal ein Zehntel davon überhaupt aufgedeckt ist. Ich habe 5 % entdeckt – wenn überhaupt:

Valheim Welt ganz
So sieht meine aktuelle Welt in der Gesamtansicht aus … Wer sie sich selbst ansehen will, der Seed ist: QyB7WVDHvb

Wie lange braucht man zum Erkunden? Spaßeshalber habe ich die Welt einmal ausgemessen. Ich bin nun kein Mathematiker oder Landvermesser, aber grundsätzliche Rechnungen bekomme ich noch hin.

Durch Admin-Commands habe ich die ganze Welt aufgedeckt und sie über Teleport-Befehle bereist. Eine Liste der Admin-Commands für Valheim findet ihr bei den Kollegen der GameStar.

Es handelt sich bei der Welt um eine Scheibe mit einem Radius von 10.500 Einheiten. Beim Rennen auf einer Ebene legt ihr pro Minute etwa 420 Einheiten zurück, wenn man Ausdauer nicht berücksichtigt. Rechnen wir das mal kurz durch:

  • 10.500 Einheiten Radius sind 21.000 Einheiten Durchmesser der Scheibe
  • das entspricht 346.360.590 Längeneinheiten zum Quadrat an Fläche – schon einmal sehr beachtlich
  • mit 420 Einheiten pro Minute bräuchte man etwa 13.744 Stunden, um alles zu Fuß zu bereisen
  • die Sichtweite ist deutlich breiter – rechnen wir etwa mit dem zehnfachen, bleiben noch immer 1.374 Stunden für die ganze Map

Das ist nun eine grobe Milchmädchenrechnung und höchstens ein Richtwert. Schließlich nehme ich hier an, dass ihr über Berge und Ozeane sprinten und dauerhaft rennen könnt – was natürlich nicht geht. Außerdem sind die Zahlen nur grob geschätzt. Aber ihr könnt euch so in etwa vorstellen, wie verdammt riesig die Map ist.

Was kann ich dort alles entdecken?

Die Welt von Valheim besteht aus verschiedenen Biomen. Aktuell könnt ihr sechs davon bereisen und aktiv bespielen:

  • Grasländer, in denen ihr zumeist startet
  • Dunkelwälder, ein schwereres Gebiet, in dem ihr Kernholz für bessere Waffen und Werkzeug bekommt
  • gefährlichere Sümpfe mit neuen Gegnern und viel Gift – hier gibt es Eisen zu holen
  • Berge, die ihr nur mit Frostschutz besteigen könnt. Ihr benötigt Met, der euch vor Kälte schützt. In unserem Guide erfahrt ihr, wie ihr Met in Valheim braut.
  • Ebenen, karge Wüsten voller Goblins
  • die großen Ozeane zwischen den vielen Inseln von Valheim, in denen besondere Materialien und Gegner zu finden sind

Jedes Biom (außer dem Ozean) hat seine eigenen Eigenschaften, Ressourcen und sogar seinen eigenen Boss, der als eine Art Kapitel-Abschluss dient. Wir haben in unserem Guide bereits alle Bosse mit Taktiken und Voraussetzungen für euch aufgelistet.

Darum ist es unfassbar befriedigend, einen Boss in Valheim zu töten

Zusätzlich gibt es noch drei weitere Biome, von denen die Entwickler eines bereits in der Roadmap verraten haben: Nebelländer. Die gibt es noch nicht zu entdecken. Allerdings könnt ihr auf einer voll aufgedeckten Karte noch zwei weitere Biome sehen: den Tiefen Norden und die Aschenländer im Süden. Aktuell gibt es dort noch nichts zu tun, wobei es im Süden eine neue Metallart gibt. Wozu die dient, wissen wir allerdings noch nicht.

Valheim Welt ganz aufgedeckt
Ich habe eine neue Welt zum Testen ganz aufgedeckt. Im Norden und Süden seht ihr die neuen Biome.

Besonderes Schmankerl: Jede Welt ist anders

Was die Map von Valheim so besonders macht, ist allerdings nicht nur ihre Größe. Jede Welt ist prozedural zufällig generiert. Das bedeutet: jede Welt ist unterschiedlich. Ihr „Seed“ entscheidet dabei, wie sie aussieht.

Der „Seed“ ist die Quelle der Generierung einer Map und bestimmt, wie sie aufgebaut ist. Ihr könnt so etwa direkt neben einer Ebene beginnen, umgeben von gefährlichen Wäldern oder direkt neben nützlichen Orten wie einem Händler.

Selbst, wenn ihr eure Map also irgendwann einmal erkundet habt, könnt ihr bei einem Freund noch einmal ganz andere Welten entdecken. Allerdings macht es dieses System auch schwerer, mit anderen zu kommunizieren, wo sie denn nun welchen Boss oder welche Ressource finden.

Dafür gibt es genug zu sehen in Valheim. Wenn ihr Ausschau haltet, findet ihr vielleicht sogar den Donnergott Thor am Himmel.

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Nyaromight

Da die Welt zufallsgeneriert ist, ist sowas eigt nichts besonderes… ^^

Jaba01

Finde ich auch seltsam. Die Welt könnte theoretisch auch unendlich sein, da alles durch einen Algorithmus generiert wird. Könnte man sicher durch eine einfache Mod auch erreichen.

Phoesias

Bin überhaupt kein Fan dieser zufallsgenerierten Welten.

Todesklinge

Da bin ich auch kein Freund von.
Häufig sind diese Welten extrem hässlich und wiederholen sich sehr schnell.

Wenn ich mir da No Mans Sky anschaue. Am Anfang echt noch cool aber wenn man schon zig mal das gleiche Muster gesehen hat… und wieder und wieder. Aber immerhin bis zum Zentrum der Galaxie habe ich es geschafft und dort auch einen Planeten als erster Erkundet und benannt. Das war schon schön.

Bei Minecraft sieht es ähnlich aus, viel zu monotone Welten.

Nico

Mh fertige Welten nutzen sich doch oft viel schneller ab. Und natürlich sucht man sich am Anfang einen Seed der einen optisch gefällt, hab auch erst mit den 4te Seed angefangen weil mir die ersten 3 am anfang nicht zugesagt haben. Bei Minecraft ist das ähnlich, da gibts sehr coole Seeds mit tollen Bergen und Cliffs, aber auch viele monotone ja.

Aber das Ziel ist es hier ja auch deine Welt zu erschaffen du kannst ja Terraformen und so riesige Städte etc selbst bauen 😉

Bodicore

Hmm naja irgendwei habe ich in 200h Spielzeit nie einen Planeten gefunden der von andern Speilern bereits benannt wurde, das hat mich dazu gebracht das ich mir relativ schnell keine Mühe gegeben habe meine Planeten mit wohlklingenden eigenen Namen zu versehen.

Sebastian

Auch wenn es kein wirklicher Multiplayer ist finde ich es nicht gut, dass in dem Artikel auf Cheats hingewiesen wird und sogar Quellen genannt werden.
Davon sollte man sich als Magazin wie Mein-MMO es ist doch eigentlich distanzieren, oder?

Sebastian

Alles klar, danke für die Klarstellung!
Da ich mir das Spiel (noch) nicht geladen habe hatte ich nicht ins Detail geguckt und war mir nicht bewusst, dass es um Adminbefehle geht, die auch nur auf privaten Servern funktionieren 🙂

Schuhmann

Auch wenn es kein wirklicher Multiplayer ist finde ich es nicht gut, dass in dem Artikel auf Cheats hingewiesen wird und sogar Quellen genannt werden.

Diese Admin-Befehle sind in den Spielen durchaus üblich. Das sind keine Cheats, wie “Aimbots” oder “Wallhacks”, sondern die sind so im Spiel von den Entwicklern implementiert zu Test-Zwecken.

MeinMMO distanziert sich von Cheats im Sinne von “Wallhack bei Overwatch”, also Programme von Dritten, nicht von “Admin Commands”, die Entwickler selbst so eingebaut haben.

NeinFalsch

Es handelt sich bei der Welt um eine Scheibe”

Wusst ichs doch !

Antester

Wo aber sind die 4 Elefanten und die Schildkröte?

Zord

Natürlich unter der Scheibe

Leya Jankowski

Ist nur an der Erschütterung auf der Welt zu merken, wenn ein Elefant ein Bein hebt um eine kleine Sonne durch zu lassen.

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